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’) Kritik der Urteilskraft (Rectum), 6. 76.
8) Ebenda, S. 77.
„So bedeuten die Zeichnungen a la grecque, das Laubwerk zu Einfassungen ober auf Papiertapeten usw. für sich nichts; sie stellten nichts vor, kein Objekt unter einem bestimmten Begriff und sind freie Schon- . feiten." Das scheint denen Recht zu geben, die in der gegenstandslosen" Malerei bestenfalls Entwürfe für Tapeten oder Vorsatzpapiers sehen. Wiederum übersieht man über einer äußeren, zufälligen Aeyn- lichkeit die Wesensfremdheit zweier Dinge. Auch das Ornament, wie es die Allgemeinheit kennt, empfängt feine Daseinsberechtigung durch die Schönheit, durch eine Gestaltschönheit allerdings, die aus der Natur gedichtet ist, nicht ton der Natur entlehnt ist. Dessen Schönheit dazu da ist, das andere schöner zu machen, also zu schmücken.
Nichts davon gilt für die „gegenstandslose Malerei. So stände sie da, ganz ohne Vergangenheit? Nein. Irgendwann einmal — war es vor tausend oder zehntausend Jahren —, in irgendeinem Lande, weit fort — war es Aegypten, Palästina oder Persien oder Indien als Gesetze verboten, Gott Gestalt zu geben, da preßten die Menschen ihre Sehnsucht und ihre Ahnungen ebenfalls in Zeichen. Da schrieben sie ihre Begegnung mit dem Unsichtbaren ein in geheimnisvoller Formsprache. Da webten sie ihre kosmischen Gefühle mit farbigen Faden und hingen sie auf in ihren Tempeln. Wir Nachwelt lasen und ahnten nichts mehr daraus, nannten das eine Ornamente, das audere Teppiche und glaubten, sie seien da, nur um zu erfreuen und zu schmucken. Vielleicht verdankt auch die „absolute" Malerei ihre Wiederentstehung einem Gesetz, das über uns allen lag und das uns verbot, Gott zu gestalten, dem Materialismus. Nun pressen die Menschen wieder ihre Sehnsucht unb ihre Ahnungen in Zeichen, nun schreiben sie ihre Segegnung, mit dem Unsichtbaren in geheimnisvolle Formen und Farben. Aber auch sie werden das Unfaßbare nicht fassen, auch sie: „sprechen nicht aus, sie winken nur". Unsere Jugend aber, gerade unsere beste, wendet sich yaw inftinttiö von dem öden, ulleswifsenben Materialismus ab und.lenem Ausdruck des Geheimnisvollen unb Absoluten zu, der nicht nur in Der Kunst, sondern auch in der Religion, ja sogar in der W>ssenschastja) Bahn bricht. Daß diese Neigung zum Mystischen und Gefühlsmäßigen jedoch unserer Jugend nicht zur Gefahr werde, bah es in ihrer Umwicklung nur einen Ruf nach mehr Gefühl, aber nicht nach wenig Verstand bedeute, dies mit unmerklicher Leitung zu vollbringen, dazu ist der Führer und Lehrer berufen.
u, ein — Allumfassender ist. Seine Synthese freilich wird noch hin- au'sdeuten über das, was der „abfohiten* Kunst zugrunde liegt Ihm wirb die Opfererkenntnis noch furchtbarer aufgehen: Das Opfer besteht nämlich nicht darin, daß wir das Vorletzte hergeben, fondern dann, dal, wir es hinnehmen. Wer fein Leben im Tiefsten lebenswert gestalten will der bete nicht um Erreichbares, sondern um Unerreichbares. Unb hier' in diesen letzten, unbeweisbarsten Dingen scheint der Irrtum der absoluten" Malerei der Form gegenüber zu liegen. Nicht durch Von- fidifto6en macht der Starke unschädlich, sondern durch Jnstchernleiben. Es mufi freilich ein Starker fein, und dies der Jugend begreiflich zu machen, würde ihren heute oft so gefährlichen Entweder-Oder-Willen am stcher-
Eorilla.
Don Paul E i p p e r.
Es ist etwas Eigentümliches, tief innen Wurzelndes um bie Freundschaft zwischen Mensch und Zier. Nicht auszudenken, daß es eine Zeit gegeben hat, da der Gorilla Bobby nicht in meinem Jnteresfenkreis vorhanden gewesen ist. Und doch sind erst acht Monate vergangen, seit wir uns kennen. „ . .... .
Kennen? Wer will das sagen? Kennen wir Menschen überhaupt solch ein Lebewesen? . m _
Ich war gestern abend wieder im Affenhaus des Berliner Zoo, lange Zeit, fast allein im tropisch warmen Raum Die Dämmerung zog ihre Schattenkreise, immer kärglicher fiel das Licht durch die Glas- fenfter der Kuppel. Die Tiere in den beiden Käfiggängen zwischen der Palmenanlage waren schläfrig geworden; ich bemühte mich, geräuschlos über den Kiesweg zu gehen und blickte durch das Gitter auf jene nut Haarfell bekleideten Geschöpfe, die von uns Menschen als die höchsten unter den Säugetieren bezeichnet werden. .
Wieder einmal frage ich mich, ob wir denn hier em Recht auf Rangordnung besitzen. Wer will sagen, wo die Entwicklung hoher ist wenn er beispielsweise im Dickhäuterhaus vor dem Gehege der indischen Elefantenmutter steht und mit nachdenklichen Blicken und emem Di enen Sinn die Wechfelbeziehung zwischen Mutter und Kind betrachtet! In seiner ersten Lebenswoche lag der kleine Elefant fast immer im Strohbett oder schmiegte sich dicht an den Leib der Mutter. Stets wölbte sich über dem Wehrlosen das Säulenpaar der mütterlichen Vorderbeine, schwang pendelnd in einem uralten Rhythmus der Angrisssarm des Elefantengeschlechts, der. Rüssel, wie ein lebendiger Schild. Wenn das Kind schlief und chnurchte, bewegungslos war für lange Zeit, immer pendelte der Rüssel des großen Tieres über ihm, baute über feiner Ruhe eine unsichtbare Schutzglocke. Lind und behutsam streute der Greiffinger bisweilen ein paar Heufäden über den atmenden Säugling.
Der Wissenschaftler wird über diese Worte lächeln, ste als Verstiegenheit und geistreichelnde Sentimentalität bezeichnen: jedes Muttertier habe aus feinem Instinkt heraus den Drang, die Brut zu schützen; das ! fei ein Naturgesetz und die Grundlage zur Erhaltung der Arten.
Schön, aber da ja eben Ernährung und Fortpflanzung die beiden Leitmotive in der Welt des Lebendigen sind, fo freue ich mich ohne Rangordnung an allen jenen Tieren, die ihr Befchützertuin mit fo viel Lindheit ausüben und — überlaste die Rubrizierung den Gelehrten.
*
Zurück zum Affenhaus. Die Paviane von der letzten Afrikaexpedition hocken zufammengekauert, wie runde Riefenpilze,, auf den Erhöhungen I ihres Wohnraums. Im graugrünen Pelz sind sie bei diesem schwachen I Licht kaum noch zu erkennen. ,
Aber am Boden steht ein einzelnes Tier, groß und schwer, muskel- strotzend, ungeheuer in der Verschwommenheit der Dämmerstunde. Es steht au allen Vieren; der mächtige Kopf ist abwärts gerichtet, abwärts gerichtet ist der Blick der Augen, abwärts gerichtet die gewaltige Schnauze mit dem wehrhaften Gebiß. Und abwärts gerichtet sind die beiden prallen Milchquellen, die dieses Muttertier zwischen fernem Derberen Beinpaar trägt. Zwei winzige Zwerge, rosig getont un zarten I Fell, mit seltsam menschenähnlichen Köpfen, kindlich, aber greisenhaft verfallet, klettern an diesen kräftigen Säulen. Aus den kleinen Aeuglem sieht Neugier unb Temperament; sie Haschen einander unb ranken sich immer roieber an ben Beinen ber Mutter hoch, klettern über Schulter unb Rücken bes großen Tiers, springen wie Eichhörnchen mutwillig von
I oben herunter auf ben Boden, um pfeilschnell wieder aufzusteigen, eine I h'"rue Pavianrnutter aber steht unb steht, ist selbstverständliches Objekt zur Freube ihrer Kinber. Alles an ihr gehört btejem Nachwuchs, ,icht nur bie beiben Wölbungen, an benen immer roieber eines ber Jungen zwischen zwei Purzelbäumen hängt unb saugt.
Unser Gorilla aber, was treibt er? Bobby liegt längelang auf dem Rücken, die Arme Hinterm Kopf verfchränkt, auf jener Wnte uber ber eine elektrische Heizlampe montiert ist. Er bewegt sich nicht, genießt restlos ben wohligen Zustanb, ben auch wir Menschen kennen und schätzen, wenn wir am Meeresstranb liegen unb uns „braten lasten.
I Seine Brust wölbt sich unter regelmäßigen Atemzügen; im roten Schein I her Lampe glänzt fein negroibes Gesicht, unb bie großen braunen Augen blicken klug umher. Eine Persönlichkeit, em Naturkinb mit geweckten Sinnen unb einer gefunben, mrgenbs defekten Körperlichkeit.
I Eben hebt er ben Kopf, nur ein wenig, fo baß bie Haube nicht I mehr ben Hinterschäbel umschließen, sonbern bas gedrungene, muskel- I ffnrte Genick halten, unb feine Augen schielen seitwärts nach unten.
Dort spielt leise in ber äußersten Ecke am Boden bas Schlmpansenkmd, Toto spielt unb brängt sein Auge gegen ben Sur(palt unten ani Parkett. Es wartet wohl auf ben Wärter unb scheint völlig °uf btefe Be- I (chäftiauna konzentriert zu sein. Aber bas ist eben nur scheinbar, ent- roebeAat9ber Schimpanse bie kleine Bewegung bes Gorillas geljort, ober “ fpürte ben Blick seines Kameraden. Mit drei, wer s-mken Kletter- I züaen duscht er an ber Gitterwanb hinaus, schwingt sich über bie Ruheplanke Bobbys unb hängt auch schon oben in FuppA schuukett an . den beiben augetlammerten Armen über bes Gorillas wulstiger ja,e. , Bobby rührt sich nicht; ab unb zu gibt ber Schimpanse einen hellen I (snfhrpi von fid) traenbetnen ßocftciut, unb bann ftellt Bobby \
; Zte!be"n hoch, pack? von unten her mit ben Greifzehen was er von • I Toto erhaschen kann. Das bereitet bem kleinen ®4,|ppan[en besonderes . I Beranüaen' jetzt läßt er eine Greifhand los, klatscht sich mit der sreige- 1 I Snen gegen die Schenkel, wirbelt viele Kreise um sich selbst, und ber Gorilla9 verstärkt bieses fdjroingenbe Toden, inbem er immer roieber ^ärroi?« Tnhng/ifrbaTspiel1^ Ende. Siebetreu betritt ben Ääfia ber gute Affenvater, ihr Freunb unb Pfleger. Er bringt bie Abendmahlzeit, frisches Obst, Zwieback unb Tomaten. Der Schimpanse
ften heilen. I
Solche Entdeckung vom Heilen durch Einverleiben und Ja-Sagen ist I ' nicht neu, aber so groß, bah sie jebem Entbecker neu erscheint. In poli- tiichen Leben ist sie wahr, so gut wie im religiösen, im ethischen, fo gut mie im künstlerischen. Sie erhebt sich wider allen Augenschein und ist dennoch so: bas sicherste Aus-ber-Welt-fchassen ist bas — Bejahen. Gähnend verschlingt die Langeweile bas Bekannte; was erkannt ist, ist I erledigt.
Die „gegenstandslose, reine" Malerei ist Sehnsucht bes Kernes, von der Schale loszukommen. Wo immer bas Tier Mensch werben will, fühlen wir diese Sehnsucht. Ein ewiger Wandel, ein ewiges Abstreifern Benn was erst Kern war, wird dem Tiefererlebenden unentrinnbar immer wieder Schale. Schon beginnt uns die Einsicht in diese ewige Entwicklung, dies köstliche Geschenk der Moderne, surchtbar zu werden. | gine neue Geistesepoche setzt ein. Wir haben bie Bewegung, bas Gren- ] »enlose bas Unsichere, Relative ausgetrunken bis zur Hefe, nun verlangt uns nach Ruhe, Ziel, Sicherheit, nun verlangt uns roieber nach dem Abfoluten. In diesen großen Zusammenhängen geschaut, ist Die absolute^ Malerei nichts Spielerisches, Sensationslüsternes, noch all bas, was ihr auf bie Oberfläche geschleudert wird, sondern der Ausdruck jenes unfaßlichen Gesetzes, daß das Ja das Nein ablost, daß die Kontraste einander hervorbringen, bah bas mit Zwischenfarben gesättigte üluae die ungebrochenen wieder nötig hat. Unsere mit griechischer Kunst, die wesentlich Gestaltsschönheit ist, gefüllte Seele empfindet allmählich alles Gegenständliche nur noch als selbstverständlich, als Verdunkelung des Seinsternes, als Hemmnis. Auch im Geistigen gibt es einen notwendigen Stoffwechsel unb eine Verkümmerung, wenn dieser fehlt. Je größer bie Dinge finb, um bie es sich hanbelt, befto langsamer vollzieht sich ber Wechsel, je größer bie Menschen, befto schneller verarbeiten fie ihn, fühlen ihn voraus, kommen ihm entgegen. So nimmt es nicht wunber daß bie Grunbgebanken ber „absoluten" Malerei von unseren - Genialen schon voraus gebucht würben, wie fo manches andere, bas wir bei ihnen erst entdecken werden, wenn wir es zuerst in uns selbst gesunden. Kant z.B. sagt, gleichsam als Interpret der „gegeifttands- losen" Malerei: „Es gibt zweierlei Arten von Schönheit: freie Schönheit und die bloß anhängende Schönheit. Die erstere setzt t einen Begriff von dem voraus, was ber Gegenstand fein soll; die zweite setzt einen solchen unb bie Vollkommenheit bes Gegenstandes nach bemjelben voraus'). Unb eine anbere Fruge, bie in unserer historisch gerichteten Zeit bei jebem Neuen seist ungebührlich in ben Vorbergrunb brungt fmbet . bei Kunt Unterstützung. Die Fruge nämlich, ob bie „reine Malerei nicht einfach eine Fortführung ber Drnamentenmalerei fei. Kant sagt):
- - - • • Zeichnungen a la grecque, bas Laubwerk zu Gm-
Pupiertapeten usw. für sich nichts; sie stellten nichts


