Jahrgang <928
Samstag, den 5(. Marz
Nummer 26
nicht e-vtgchen, n Knipsen der
imen,
man zu
frieden fein.
folie, und sehr viel für Melioration der Moorgegenden dort verwandt i werden wurde, bemerkte er: „Ich hatte mit dem Ostseekanal immer Än i 2J(?,^'! rCn' ,er Jort^t werden soll« bis zum Jadebusen, und vmn Jadebusen bis m den Dollart, bis nach Emden. Das wäre ein Kinder- ! ,piel im Vergleich, mit den Bauten, die sie in Holstein aemackt babsn Es - *° t?Lltsr ®,ar^ "wd zum Teil schon Kanal von der Ostsee-Münduna
bis nach -der Gerste-Mündung hindurch durch das Bremerland unddaim das Sudfadingerland oder direkt. Das nrärc «in iinaeheure>- Gewinn "
«tu ungeheurer Gewinn.
’) Trinket mit Fröhlichkeit!
-) Zur Aufheiterung.
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GiehenerZciilnlienbMer
Unterhaltungsbeilage zum Eichener Anzeiger
Wo Bismarck liegen soll.
Von Theodor Fontane.
Nicht in Dom oder Fürstengrust, Er ruh in Gottes freier Luft Draußen auf Berg und Halde, Noch besser tief, tief im Walde-, Widukind lädt ihn zu sich ein: „Ein Sachse war er, drum ist er mein, Im Sachsenwald soll er begraben sein." Der Leib zerfällt, der Stein zerfällt, Aber der Sachsenwald, der hält.
Und kommen nach dreitausend Jahren Fremde hier des Wegs gefahren Und sehen, geborgen vorm Licht der Sonnen, Den Waldgrund in Efeu tief eingesponnen Und staunen der Schönheit und jauchzen froh, So gebietet einer: „Lärmt nicht so!
Hier unten liegt Bismarck irgendwo."
Bismarck-Errnnerrrngen.
Zum !. April.
Von Hans B. G r u b «.
Ä"te WE des Königs Tschulalongkorn aufzunehmen ,'' iNÄLNÄL CS'S Ä 4s
großen Schar Damen, Arfen ?nd KmN mi^'rüL?^^ empfangen wurden Abe^ kein init fröhlichen Hurrarufen
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und Herren ' < m,i Momentapparaten bewaffneten Damen
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Pruulbechers fache der Fürst: „Da steht: „Bibite cum laetitia" *) ja aber S *!* I--°» ?- <W ein «»,? frVnäf*!
ueö, > das ich früher oster in meinen jungen Jahren gehört habe • „Je n atme pas ia tristesse et le vin me rend gai." Wenn man alt wird' th;m lrve °Mtl-’Lninn 2"! ®ci>0.nf’$R der mürrischen Laune, die einen allmählich beschleichen, und denen jucht man abzuchlfen mit Wein " 9
3m St« 1895 — es war beim Besuch der Ostfriesen in Friedrichsruh n;f.f’1*.ld’ einer Unterhaltung zu, die Fürst Bismarck mit einem Navi- J w uoer d.e Kanalprojekte zwischen Ost- und Nord-
k ü ’ s Der Fürst fragte den Herrn: „Wie ist denn der Kanal be- schchfen, der durch Ostfriesland geht, der sogenannte Treckfahrs-Kanal»" Und als chm die Antwort wurde, daß der Kanak wieder erweitert werden
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Die nachfolgenden interessanten Auszeichnungen aus Grubes Nachlaß dürften zum Geburtstage des Altreichskanzlers nicht umviltkommen fein.
Durch verschiedene Aeußeriichkeiten und lustige Episoden, die damit Ä»»!?*11?' ltSht mir der Besuch des siamesischen Herrschers noch m lebhaftester Ermnerung. Da König Tschulalongkorn auf seinen Uclll/(ormD.tr^' auch der Fürst gegen seine sonstige Ge- wohnheii ebenfalls Zimlkleidung angelegt. Er trug einen langschößigen Rock, schwarze Halsbinde und auf dem Haupte einen Zylinder von statt- icheu Dmiensionen und höckftt ehrwürdiger Form. Um den Hals schlang jich über die |chwarze Krawatte ein schmales Ordensband, an dem eine Dekoration hing: ider Orden vom weißen Elefanten, den der durst bereits vom Anter Tschulalongkorn^ erhalten hatte
ll'n P?rktor, an dem der Zug, der den König und feine Begleiter »We, hielt, lauerte em Heer von Photographen. Aber just als die Gaste emtrafen, versperrte ihnen ein vorbeirollender langer ©uterina 3U ihrem grüßten Leidwesen alle Aussicht. In der Begleitung des Königs befanden sich auch seine beiden Brüder, die Prinzen S v a ft i und
N«ra. Der Fürst führte nach der Begrüßung den König und die prmzen in den vor dem Speisesaal liegenden Salon, dessen Fenster Aus- ' Parke haben. Die Herren des Gefolges zogen sich in das
nevenzimmer zurück, wohin ihnen bald auch die beiden Prinzen folgten- .fbaren dann nicht wieder zum Eintreten in den Salon zu bewegen' äl'Em, ^onig und dem Fürsten entspann sich alsbald eine lebhafte, Wild) geftchrte Unterhaltung, bei welcher nur zuweilen die Gräfin D?u»au als Dolmetsch eingreifen mußte. Denn obwohl der Fürst die N'^.^prache vollständig beherrschte, verstand er doch nicht immer das iwr mit Pitschen-Englisch gemischte Kauderwelsch des Siamesen. Es waen Zigarren und Zigaretten, sowie Tee und Kognak gereicht. Euro- Mjch zuberettete speisen nahm der König aus rituellen Rücksichten nicht Klonst wurde dieser Besuch auch mit dem üblichen Frühstück verbunden
P«- Der Fürst rauchte seine lange Pfeife, den Zylinberhut hatte J^ntn ^sel auf den Teppich geschoben. Im Laufe der Unter- bat der König den Fürsten um fein Porträt mit Unterschrift, ivif ,,d) Fbder und Tinte bringen und schrieb seinen Namen
da Photographie. Aber das Bild stellte den Fürsten in Zivilkleidung die Wunsche des Königs gingen dahin, einen Bismarck in Uni- „ ä--. . r'ilßen. Bon den darauf herbeigeholten Bildern zeigte der Fürst liit &°a-.CTC3' bas ihn „infulldress", wie er sagte, wiedergab, nehm e;.L -'Uiafsiernmforni mit dem Stahlhelm. Aber der König griff nach aCrn' bie Bismarck in Generals - Jnterimsuniform und unbe- " (ri„„.Do"pte zeigte. Dieses fei „clearer", meinte Tschulalongkorn.
‘ -Öegfeitsr des Königs notierte beständig sehr eifrig in einem tinrmev Notizbuch, das er an der Uhrkette trug, was er vom Neben- aus von den Ausfpnichen Bismarcks erhaschen konnte.
Qm,,, r«^n:'leiL Abfahrt nach Hamburg herankam, begab sich die bsellfchast vors Schloß. Hier erregte es das höchste Ergößen des oerafck Vr U* ,D,er tatbereiten Photographen gegenüberfah, und er Kiwfü iös. 'm1' ckersten, der ebenfalls lachend die zum Photographieren z« 6(^.1,' ^orbereitungen musterte, eine Weile vor dem Haustor stehen ««mfc ’ mn die Herren mit ihren Apparaten einige gute Gruppen ^kle^nr!- '"Phm konnten. Die Photographen ließen sich diese herrliche ■ 'Hi. den Fürsten Bismarck im Zylinderhut und daneben die
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tian®?ellınf?'Fitön SMens, der in einer Gruppe Bremer k t u' lwgt« er ganz unvermittelt: „Segelschiff-Kapitän nickt wahr? und siihr dann fort: „Schade, sie veralten, dst Seaelickttte Sie UnterWtnn <ItW- Erscheinung auf dem Wasser." Dann ging die trltr -ÖIfi. 'ckrage über, ob es nötig oder wünschenswert sei lozml ziurieden zu stellen, was er rundheraus verneinte nut bem Hinzufugen: „Wir würden lauter faule .Hunde werden wst die Sudseebewohner, die unter Palmen liegen und nichts tun als Datteln essen, die abfallen. Zufriedenheit ist nicht in der Welt ist im - nnn ramt fierren^mir h-e" M-n' ob mir fie h^t bei Tische finden, inSenUte rrrrnt «rzetgen, mit mir zu frühstücken."
.. ~t€K Ernst mit Scherz vermischenden Bemerkungen waren eine Er- dnr”l J1x n Einern allgemeinen Dank auf die an ihn gerichtete Ansprache der Bremer Abordnung, gemachten Aeußerung: $8enn man
^ohre bet uns Minister gewesen ist, und hat in allen'Kreisen der KÄ" n°4 8el,tC' bie einem Wohlwollen, so kann nmn zu-


