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Jahrgang 1928
Dienstag, den 1. Mai
Nummer 35
SiehenerKnnilienbMer
Unterhaltungsbeilage zum Gießener Anzeiger
behren fast immer jeder Phantastik. Gottfried ging gerne in die Schule arm^hJr esm ^?.eu6e/ eines Tages aber umklammerte er den
L7,-der B!u ier, wie er dies feit langem nicht mehr getan hatte. Ent- als er ihr iih»r 5 schErzluher Zug lag auf seinem Kindergestcht, ms er ihr über und über rot werdend ins Ohr flüsterte: Ich möchte Kutscher werden Kaum daß er diese Worte gesprochen, wandte er sich K "b und lief in den Park. Es war ein schöner Margen aber dte etn-en Frost gebracht und viele Blüten verdorben. Von 9^it»nhKH„ert iS langen Allee hatte der Morgenwind die erfrorenen Tlutenblatter heruntergeweht, so daß die Stengel ohne Blüte und ohne ?rUCmr-f 6 Leserlich, halb lächerlich aussahn. Der ganze Weg war von den Bluten wie mit frisch gefallenem Schnee bedeckt. Jetzt^ schien die I warm durch das junge Laub auf die Blütenstreu und die
weißen-Blättchen tauten auf und gaben ihren letzten Duft.
war der Wagen der Fürstin vorgefahren. Gottfried nfJkh Jim berhe,t unö.roar fast glücklich darüber, daß der Wagen nicht gleich kam und er noch warten durfte, bis die zwei hohen Braunen nicht "'J uuf der Stelle stampfen würden, sondern im gleichmäßigen Trabe ^,»en A'e n?ee ßu, gegen ihn zu. Während er so den schönen Augenblick erwartete, stieg tn ihm ein heftiges Verlangen auf, das Glück irgendwie besser langer zu genießen. Und als der Nagen sich im vollen T^ab fiA N&a« bcr ^inJaF'.1nebent)er bu laufen. Aber gleich schämte er Gedankens, so daß ihm die Wangen wieder ganz heiß und rot miir h™’ lf,ranS rf?J4 hlnter die nächste Kastanie, und als der Waqen b^r Fürstin vornberfuhr, drückte er den Körper gegen den Stamm rC^te b!e- ^?unge so fest an die rauhe Rinde, daß es ihn schmerzte So blieb er, bis der Wagen seinem Blick entschwunden war. a) «
Das Parktor wurde nicht geschlossen, die Fürstin würde allo hnih mjeber zurückfahren. Gottfried, trat in die Mitte der Allee zwischen dw f n sch en S p uren, welche die Räder in der Blütendecke gelassen hatten Die ttten Sfat2!r buchteten in der Sonne, und die feuchten Sandkörner die in sie gepreßt waren wie die Rindenstückchen in des Knaben Wanae' glanzten aus ihnen schwarz heraus. Er sah diesen Spuren nach wo fie h beS 9e.tben Sand dunkel weiter liefen 'und sich hiScS^ roelter ber9‘^ 8an3 verloren. Und da begann er mit den Füßen ü fiMHn verwischen, indem er frische Blütenblätter darüber streifte, frübe^mi-b-^ unbestimmten Hoffnung, daß dann die Räder um so früher wiederkamen, neue Spuren elnzuprägen
..Er mit den Schuhen ging das so schlecht, sie nahmen auch Sand Str ßerörurften die weißen Blätter. So schnitt Gottfried von einem Strauch einen buschigen Zweig ab. Mit diesem grünen Besen ging es viel bZer. Der fegte die Blütenblätter so leicht und rein weg von dem Sand- könnte bfn6mpS w"?betnr-leid) br''u «weiten Strich der Einfall kam, er „ unte so viel Blutenblatter zusammenkehren, daß der Wagen darin n s ^echl wußte er, daß der Kutscher nicht durch einen
undurchdringlichen Blutenberg fahren, sondern einen Umweg finden Aonderttch behagtt.^ ” """ ber ärbe^ aeil if>m fein Tun
. •C9r,>raut H nr-Jd)?U f° B°ch'.. daß ihn Gottfried nur mit einem tüch- hgen -tulauf hatte überspringen können. Er strich mit dem Zweig wie bedauernd, daß er ihn nicht noch höher machen dürfe, über seinen Gipfel als er weit auf dem Sandwege etwas Silbernes aufglänzen sah Gleich'
Kopf des Kutschers empor und links und rechts gingen schwa.ze Punkte auf und nieder und wuchsen, die Köpfe der Pferde
Aber ehe die Pferde so weit bergan waren, daß Gottfried das Stampfen ihrer Fuße gesehen hätte, ehe er sich recht bewußt war, was hLS. n tn ben Blutenhaufen geworfen und seinen Körper
hinen.gewühlt, indes er mit den Händen über alle Stellen, wo noch mrnS r ..!’e,ruorrJnt)l;n' und schließlich über Gesicht und Kopf deckende Bluttnblatter streute. Dann verkrochen sich auch die Hände und kein Vor- stmmch steckl b“tte üermutet' baß in dem zusammengekehrten Haufen
Gottftied bebte vor Erwartung, aber er hielt den Atem an, um sich TOnnfA oralen. Er wollte daß der Wagen Über ihn fahre, und dieser Wunsch war so stark, daß ihm kein Gedanke an eine Gefahr kam. Er hatte em Ohr an den Boden gedrückt, so daß er das Stampfen der Pferde als ein starkes Drohnen horte, und es wuchs so rasch und übermächtig daß es ganz herbeigekommen war, noch ehe er ausatmen mußte. Und
*fiiiwnttien «^Pferde über ihn, schon rollten die Räder über ihn; er fühlte eigentlich keinen Schmerz — es war bloß das Glück das ihn so zusammenzucken ließ. Er hatte vor Freude aufschreien mögen, da er Druck der Rader verspürte; mit knapper Rot hatte er sich zurück- gehalten, nun kam der verhaltene Atem seufzend aus seiner trunkenen Wuft und zitterte durch die Blüten. Er hörte das Stampfen schwächer und schwacher und endlich war es still. ™ ™
Gottfried stutzte sich mühsam auf den Ellbogen und steckte den Kopf hervor. Aber der Wagen stand ja gar nicht beim Schloß und mit Verwunderung bemerkte er auch, daß keine frischen Räderspuren da
Mit einem Schattenbilds.
Von Edmund Finke.
Ich bin ein Schatten. Nur mein Herz ist licht, das Gott sieht auf verlornen, aufgegebnen Wege», das seine Sehnsucht in den Himmel spricht und wie ein Lächeln in die schrecklich trägen Bedenken dieser dunklen Erde bricht.
Ach, daß sie wieder mir zur Form erstehe, die ich erschuf und tausendmal verlor; wenn ich den Weg hinab zur Hölle gehe, io ist es, weil mich heimlich Gott beschwor, daß der gefaöne Engel mit mir auferstehe und wiederkehre vor das Himmelstor.
Ich bin fein Lied vor dem verfchlofsnen Tore.
Er fang die Erde und die dunkle Zeit;
da brach das Tor und in dem Engelschore klang feine Stimme tief wie Menfchenleid.
Kott aber stieg von feiner Sternempore und nahm ihn wieder in die Ewigkeit.
Srfts Liebe.
Von Robert Michel.
..Der Verfasser wurde vor kurzem mit dem Adalbert- Stifter-Preis ausgezeichnet.
Er ging damals in die zweite Klasse des Gymnasiums und war zwölf Jahre alt. Das Elternhaus lag außerhalb der Stadt, von dieser durch den großen fürstlichen Park mit dem Schloß getrennt. Gottfried war ein Mer Knabe, wohlgelitten bei der Schloßverwaltung, und so hatte er die Erlaubnis bekommen, durch den Park in die Schule zu gehn; er hatte einen eigenen Schlüssel zu der kleinen Tür, die in der Umfassungsmauer mar neben dem großen Tor auf dem Fahrweg. Vom Schloßplatz zum Tor führte eine lange Allee von wilden Kastanien. Durch diese Allee war der kürzeste Weg, aber Gottfried machte lieber einen Umweg durch Öen untern Park mit den alten Bäumen und dem dichten Wäldchen- dort war er freier und brauchte nicht dem Gärtner zu begegnen, der gewöhnlich an den Blumenbeeten vor dem Schloß arbeitete und ihn nnmer drohend ansah, auch wenn er ganz artig in der Mitte des Sies= fsT "ber den Schloßplatz ging, schon deshalb, weil er in dem säuberlich gerechten Kies oußftapfen zurücktteß.
Eines Tages gab es für Gottfried viel Neues zu sehn: Das Schloß war aus langem schlaf erwacht und halte feine zahllosen Augen ausge- Wagen; alle Fensterladen waren offen, von den Eingängen waren de hölzernen Türen entfernt; durch die großen Glastüren sah man in 2 “ette buntgepflafterte Halle und jenseits durch die Balkonfenster
/Eine des untern Parks. Und wenn man vom untern Park 3um Schloß kam, sah man schon von weitem in dem dunkeln eben« « Otgen. Eingang grüne Lichter und beim Näherkommen spürte man ?*; /"genehme Kuhle aus der beleuchteten Grotte. Im oberen Park IP eite wieder der große Springbrunnen und auch die marmornen ffnnfr an £er Umfassungsmauer hatten so reichlichen Zufluß, daß. die M-S? So(Mn. immer frischer Feuchtigkeit glänzten. Auf hLU * ’m unteren Park wurden am Morgen Pferde
bS unm, auf -hcm Schloßplatz und in den breiten Alleen waren neue 3Bageti|puren zu sehen.
Aeses hätten sich Gottfrieds Interessen und Bewunderung Sckins ^».Erschöpft, wäre nicht die da gewesen, um derentwillen sich ÄJ. Unb Park aus Einsamkeit und Versnonnenheit in Leben und
We ~ ,bic >unge Fürstin, die hier für einige D? Efenthalt genommen hatte. Täglich, zur Stunde ihrer Aus- Kenh»i b beE Knabe ein. Er stand am Wegrand, gegen den Wagen &r£ T Hut tief senkte, beugte er ein wenig den
$i(h 's b°H nur so weit, daß er nichts von dem vorübereilenden dem freundlichen Nicken der Fürstin verlor. .
taftitop mr’bCn ^!!b°treff ihrer künftigen Berufswahl meist sehr phan- fi* Komg, Kesselflicker, Soldat, Hofrat, Arzt, Lokomotiv- L rj Bort bas 5lind den bloßen Namen und fein Wunsch an bie Sv.-inM, «nzuk ammern. Selten aber hält die gleiche Wahl lange °b-r k,e. n ^ .Sächseln rascher als Tag und Nacht. Bei einem Knaben ftimmterp Lebens,ahr hinter sich hat, find es gewöhnlich be
diele merht rwbe'J”l3< b/nen er sich die Erlangung eines Berufes zum Brann wohl schon ein ausgesprochener, innerer
®e(efene5 kann Beweggrund fein, all- to4feln hi» roblerJteu6.eIIi4fciten e,nes Berufs. In diesem Alter aber bestimmteren "'Ak mehr so häufig; sie halten sich schon in
teren Grenzen, gehen meist nach gewohnt Erreichbarem und ent-


