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Unterhaltungsbeilage zum Gießener Anzeiger

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Obgleich nun ein Streben in ihm erwacht war, fühlte er dock, dak « *um Streber kein Talent habe. Von seinerstädtischesKanzleika7riere m deren Ende irgendeine magere Sekretärstelle winkte, war nichts zu erhos'fem durchwühlte sem Hirnt nach andern Möglichkeiten, grub Schäckte urch ^° An,r^Ii,nnr U!=tbÄ ! clI' em guuzes Bergwerk legte er zwischen den ffnS^a?ni Schädels an, aber er stieß auf nichts Brauchbares Endlich kam er bei seinen Bohrungen m jenen abgelegenen Teil ifin.s Wr«»' w° man die Liebesgedanken aufzuspeichern pflegt ' ^trn8'

Und hier fand er, was er suchte.

Er sah sein eigenes Spiegelbild und urteilte aan» rirhtin sr, äustere Persönlichkeit einen durchaus respektablen 5indruck^mache Kleber den Wert seines inneren Menschen Betrachtungen anzustellen/ erübrigte

HerbfLnachmittag.

Von Theodor Storm.

Halbschläfrig sitz' ich im Lehnstuhl; Vor der Tür auf dem Treppenstein Schwatzen die Mädchen und schauen In den hellen Sonnenschein.

Die Braunen, das sind meine Schwestern, Die Blond' ist die Liebste mein, Sie nähen und stricken und sticken. Als sollte schon Hochzeit sein.

Bon fern das Kichern und Plmidern Und um mich her die Ruh', Ass den Lüften ein Schwirren und Summen Mir fallen die Augen zu.

Und als ich wieder erwache. Ist alles still und tot, Und durch die Fensterscheiben Schimmert das Abendrot.

Die Mädchen sitzen wieder Am Tisch im stummen Verein; Und legen zur Seite die Nadeln Vor dem blendenden Abendschein.

Die Silberinsel.

Bon Ewald Gerhard Seeliger.

m ,,, . ,, , (Nachdruck verboten.)

Balthaiar Bubke hatte von dem einzigen Fenster seiner einzimmeriaen Wohnung eme wunderfeine Aussicht, die allein schon die Mete rn -ebn Wark monatlich und zwelhundertvlerundvierzig Treppenstufen täglich wert 'E Mick über die roten Dächer der Nachbarhäuser, über MnfhAf H6? bis tief hinein IN die Ebene schweifen. Erst der grüne

K?ÜrtC tm. Hintergründe legte sich wie ein schöngeschwunaener :mi *en ba5 reizende Bild. Breit schmiegten sich freundliche Dörfer Mschen grüne und gelbe Felderflecken, rieselnde Bäche zogen wie Silber- d-e Fluren zum Strome hin, und wie Zeu7 Wächter ragten , ° ^'tzen und stumpien Kirchentürme in die klare Sommerluft Das alle« atmete Ruhe und Frieden. Der Strom jedoch war in steter Beweauna blem te »raue Holzbrücke, von Urvätern erbaut, die den Verehr ^LUf--«-lth.n beherrschte; vom frühen Morgen bis zum späten

Lastfuhrwerke und Bauemwagen darüber hin, die alle am SS? bC* Brückenwärters einen Augenblick stillhielten, um ben efshvn zu entrichten. Gleich neben der Brücke zweigte sich im weiten $Eaenpher Schleusenkanal ob, und alle Wasserfahrzeuge mußten diesen ,, ch^dmen, wenn sie ms Oberwasser des Stromes gelangen wollten feinen sSp'I- $6ter,ber.!5tabt $atteu °uch hier einen Zöllner emgesetzt, der XiiÄ ungekrankt von bannen ließ. Dort nämlich, wo der Strom »mUfer mWer'J00/'.[pannte ^ch ein gewaltiges Wehr Jn biJier toe^ LT?^ Nasser für die beiden großen Mühlen auszustauen. M wenn das Stromes war es recht still, besonders zur Sommers- erbei hnfine Wehr trocken war Daun führte der Strom so wenig Wasser flebtnurht L ?\bDnr-bin beiden Mühlen und der Schleuse vollständig auf- Qu [Ia?b r^Utbe- M">°ll °ber das Wasser durch einen Wolkenbruch ün te E m; '-Unb ba?tfan oftmals schnell und überraschend, so erbrauste SätMnLT mäd)tt8.ef Orgel, und Balthasar Bubke müßte sich erst Stin ngfeiner9 Nawtrm7°77' ***» wieder vorschriftsmäßig und ohne n iick «rpmü Nachtruhe obliegen konnte. Ja, manchmal sogar hatte A das Waller'mKümmernis zu Bett gelegt, und am Morgen hatte Der cvu wcht gerade allzu sanft aus dem Schlafe gerauscht.

di- Stlberinie?11^?0" ®aIt!)nJ<Lr Bubkes wunderfreier Aussicht aber war Menma1e,n »nt dem grauweißen Band seiner Ufer- !

imli iX,n?t . bre3n' trotzte sie mitten tm Strome den Wellen. Gerade I «uschwe k Knetr e bewältige Eiche, und die Ufer bekränzte niedriges sie selten M^/ nst war ne Wust und leer, und eines Menschen Fuß betrat mit Sbeitiinm» tC blgentlich den wertvollen Namen hatte, wußte niemand I bös- Rs^theit zu sagen. Einige waren der Ansicht, dort hätten einst Saltoeinp n,e»fn Albernen Schatz vergraben, andre meinten, die grauen I der festen iir, 'er waren daran schuld, ein paar ganz Pfiffige aber waren I 6ai|oetma[hpm MM1°lVin' b?$, ,bte E-trandbefestigung der Insel der Strom- I Nel mit hartpn^nr ° b'°l Geld gekostet hätte, daß man davon die ganze

Kitten i ?tn vollständig hätte überpflastern können. I

8a!tf 0im Ktrom lag das Eiland und teilte das Wehr in zwei Flügel. ^iursLönk-il^c^ schwärmte für die Natur im allgemeinen und für die I «t normalem n SMtetmtffitft im besot. ,n, wie es jeder Mensch m Empfindungsvermögen getan hätte. Aber noch ein andrer, I

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WMMWZZZM MMZWW-ZZ ^^Un7e?stepn^7F^>t?°u?ust7as zun7dritte^Male: **

i Towt,-r ins nicht, noch einmal, Briefe und Geschenke meiner

I ähnlichem hmausforderm^' efentMcfi Sie mirf) dadurch zu Backfeifen und

Moritz Krause, Müller."

SA -ÄRÄSÄS WMWALr ÄÄS I jf.(S0£te auseinandergefahren, wie die Haare der Katze beim Blitz

So nun Balthasar Bubke diese offene und ebeliebe firienSr-rffnmnA

nerfteM ii7"am 77 'ebem beliebigen jungen Manne zuschickt,

«n%r 1 lskh am Rande, selbst wenn man Moritz Krause heißt und die rote Mühle fern eigen nennt Und Balthasar Bubke fühlte sich auch in gewissem

bt l ,m,3Ur Saft gelegten Verbrechen schuldig, zog aber zu seiner heran, daß die erwähnten Geschenke und Blumen nicht wer?

W nUr fÜt ehle beilimmte Person einen eingeblldeten

nämlich hatte Balthasar Bubke eben wie heute auf seinem Sofa gethront, lehoch ohne Hut und Ueberrock, und schweren Kopfes über die ~elt, das Leben und sich selbst philosophiert. Er war unzufrieden mit feiner

Stellung, seinem noch untergeordneteren Gebalt, er ärgerte sich über die Sorgen, nut denen er sich Tag für Tag herumickilaaen S unbezahlten Rechuungen über seine unzarte Wirtin, übe-? die ganA m.7nb,L 0,el' er hätte sich auch über deü lieben Herrgott

aufgehalten. Er hatte sich zwar schon öfters in dieser Weise geärgert allein damals hielt die bittere Stimmung über eine gute Stunde an, was bei der tjeueren Raturveranlagung Balthasar Bubkes allerhand besagen will Am Es mu7mdms°wer'den!9^ " bic8mat »u bem herzhaften Entschluß: