Ausgabe 
28.8.1928
 
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Nummer 69

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Unterhaltungsbeilage zum Sietzener Anzeiger

________ ~~ Dienstag, den asTImF*

An Len Mond.'

Bon J.W. von Goethe

Füllest wieder Busch und Tai Still mit Nebelglanz, Lösest endlich auch einmal Meine Seele ganz: Breitest über mein ®efi(ö Lindernd deinen Blick, Wie des Freundes Auge mit» Heber mein Geschick.

3eöen Nachklang fühlt metrt Herz Froh und trüber Zeit,

Wandle zwischen Freud' und Schmerz In der Einsamkeit.

Fließe, fließe, lieber Fluß! Nimmer werd' ich froh So verrauschte Scherz und Kuß, Und die Treue so.

Ich besaß es doch einmal. Was so köstlich ist!

Daß man doch zu seiner Qual Nimmer es vergißt!

Rausche, Fluß, das Tal entlang. Ohne Rast und Ruh', Rausche, fliistre meinem Sang Melodien zu.

Wenn du in der Winternacht Wütend überschwillst, Oder um die Frühlingspracht Junger Knospen quillst.

Selig, wer sich vor der Welt Ohne Haß verschließt, Einen Freund am Busen hält Und mit dem genießt,

Was, voii Menschen nicht gewrißt, Oder nicht bedacht, Durch das Labyrinth der Brust Wandelt in der Nacht.

Goethe und die Rahe?.

3« Goethes Geburtstag am 2S August.

Aon Stefan Zweig.

m , (Nachdruck verboten.)

k... ro<S6?. wlange es die Erde lebendig überleuchtet, blendet ibne^hu f net ^genossen. Und so stark auch der Widerstrebende unter tr Leuchtkraft seines Genius empfindet, kein ein-

ins ihnen, den ungeheuren Radius seines Geistes bis

ein !!nX ^ nachzufuhlen. Eben, weil er als der Universellste, selbst froaniemnr/f^' JairF e'K>irÖ er y°n seiner Mitwelt nur irdisch, nur einnS « ertannt: em ganzes Jahrhundert noch war vonnöten, dies nu al|f einmal Gegebene langsam aufbauend Stück um Stück

'i,en "Nd wieder als Einheit zu begreifen.

Seit Lm .®eftatt hat Goethes Genius mitten in feiner deutschen la hinin^L e.$en bts öum letzten Augenblick ihres Atems würdig-groß, in emiÄ^"o/uusschauend erkannt, eine einzige unbeirrt von Zweifel in hoiiH* ihn als einnmlige Emanation des Göttlichen

ÜBirfi'p*r r ^schaut Rahel, dieser silbeme Mond seines oleick»nf »auL ""bereu stilleren Bahnen des Geistes wandernd, aber in fein null mV1,, berührend und doch alles Licht empfangend von

,*7 ,. Klassere Scheibe, immer nur Widerschein schöpferischen [pieaett'i set Jie ""bers als seine sonnenhafte Sphäre, aber ihr Glanz Sternpnr.- beutsamer Schatten, wie kein anderes Gebilde des geistigen Sdtiffor »TI1!6Deutschland fein Dasein urkundlich wieder. Nicht iu (Boefh»« m ,d'le9e!' nicht Eckermann und das junge Geschlecht haben ftänbni« r^!n!U? in dernraßen intuitiver, dermaßen geistig edlem Ber- wie sRnfi»?e ebt lU!? diese ferne, kleine, halbvergessene Berliner Jüdin, [tonen hm 'i*!1 willen Worten jener Zeit, von allen Reden und Rezen- i)eute muLichts als ihre, ein halbes Jahrhundert umfassende Liebe noch »>eihek,nkt "nd nichts so sehr unsere Billigkeit als ihre brennende, Den» ""sslommende Bewunderung.

1*4 behni-H'* 'si der einzige literarische Geist der damaligen Welt, der ' weigert, Goethe nach der einzelnen Produktion, dem neuen

stÄend^^d1mkL''?m7'de?L ^ ^'^gen Werk mit bald

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bat unbeschrankten Kredit auf ihr Herz, wer ihn nur leben burff - ft3ort von seinem Munde hören, ist erhöht in seinem menschlichen Wert s'bermutlg schreibr ihr Prinz Louis Ferdinand, als er in Weimar smn- fangen mürbe,er fei für sie jetzt dreitausend Taler ntehr wert'^ W-r aber hämisch und mäkelnd von Goethe spricht, ist für iie erlediat- er hat sie beleidigt in ihrem Unantastbaren, in ihrer Religion " .Schwärmerei eines Schöngeistes, weibliche Verstiegenheit damit hat lässig eine eilfertig klitternde Literaturgeschichte diese ßeibenidHtft abgetan. Aber Rahels Ehrfurcht ist herrlick-er bezeugt noch als im Wort- von allen Menschen der Zeit hat keiner in seiner >erfönltAnHaltunq rührender und rem er jene äußerste Scheu bezeugt, die lieber verkannt bleiben als zur Lafllgkeit sich erniedrigen will. Richt wie Pettine, die E-tke und Sp-.egelsuchtrge, versucht sich Rahe! Goethe persönlich aufzn- 9ts...........ss ? ö '1 p).n obet gar wie jene

den Alternden durch em Abentenerchen zu kirren, - fünfzig Jahre lang und immer heftiger, je mehr sie ihn bewundert, drückt sie sich weg von seiner Nahe, weichr >hm ehrfürchtig aus, ganz wie Grillparzer, jener ?"kre Scheu-Edle, von der Angst verwirrt:was könnte ich ihm denn fein? Ihre Berehrung faßt sie niemals als ein Anrecht, als einen Tür- fiopfer, um damit an sein Herz zu pochen nein, durchaus weiblich durchaus verhalten empfindet sie Liebe nicht rein, die aus SJteuqie«- nur Werbung geht. Mit feinem Brief, mit keinem Wort spricht sie ihn an. Und doch sind ihre ganzen Gedanken wie Träume um ihn, und jede-. Wort seiner Lippen trinkt sie von fremdem Munde gierig ein.

Und dabei durfte sie ruhig wagen, zwischen die hundert und aber hundert gleichgültigen Besucher zu treten, die Tag um Tag dort an die Schwelle pochten, denn von der ersten Begegnung, noch im Schatten bem­alten Jahrhunderts, hat ihr Goethe liebreichste,r Eindruck bewahrt-Sie ist ein Mädchen von außerordentlichem Verstand, die immer denkt, und von Empfindungen wo findet man das? Es ist etwas Seltenes....