Ausgabe 
27.10.1928
 
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Nach langem vergeblichen Suchen fand ich im Hause eines Portugiesischen Bekannten em abgelegtes Maskenkostüm, das man staune -- mne -schweizer Sennerin vorstellte. Es bestand aus einem roten Rock mit einem schonen, breiten, aufgenähten Band, einem Leibchen, das mit Tüll und spitzen zart verziert war, und einem Paar weißer gezwirbelter Strümpfe.

Stop . . . Doktor" sagte Zachariashier ist das Richtige..

...... ??it einem Gefühl, das aus Unbehagen, Heiterkeit und Neugier merk- m"^L.Oernrscht war, packte ich das Sennerinnenkostüm in eine zerrissene Pappschachtel und vertraute es meinem Boy als besondere Kostbarkeit au Das Automobil stand schon bereit, ich vergaß nicht, L^hLW^K ÄJ*. "'tzunehmen, Zacharias machte eine lächelnde Verbeugimg, jemaitb griff grüßend an seinen Tropenhelm und, wir ratterten los. 9

, .$??" ^en Abenteuern, die wir aus der Fahrt erlebten, will ich hier nickt berichten; nach zweitägigem Gehumpel durch die Steppe kamen wir mit zerfetzten Pneumatiks und erschreckend reduzierten Benzinvorräten vor der Siedlung der Ombascha Ululu au. Nachdem ich eine Puffotter aus dem Kühler entfernt und das Loch, das die Sonnenglut in den Wachstuck- überzug der Hintersitze brannte, mit einem breiten Leukoplaststreifen aenäbt hatte, gedachten wrr einen würdigen Einzug zu halten. Die Bevölkerung uns ^uaem ^i^g."'S Automobile gesehen hat, kam mit lautem Gebrüll auf uns zugesturzt, hing sich hinten an den Ersatzreifen, stürmte die Trittbretter H"0 Echte von uns verziveifelt abgewehrte Anstrengungen, der Seele

'"/^"^lirdlgen Fahrzeuges auf die Spur zu kommen. Schließlick kam ich auf die Idee, die Hupe laut und wütend erschallen zu lassen worauf die ganze Bande unter Geheul die Flucht ergriff. 8 " ' °Uf bte

.Nach einer weiteren Viertelstunde, als unsere Räder faß sckon die des Dorfes berührten, kam uns ein würdiger alter Mann

^ Segen. Er ging gebeugt, stützte sich auf einen Stock und trug es konnte 9Önb&fet feut, ~ drille. Im klebrigen glaubte er, durch e"nen Lendenschurz ausreichend gegen die Unbilden der Witterung geschützt

Dieser Mann, der mir durch mehrmaliges Klopfen auf seinen Brußkaßen und durch einige gutturale Laute seinen Namen nannte (ich habe ihn leider vergessen), war der Minister der Ombascha Ululu. Zacharias batte mick ^>on von seiner Existenz in Kenntnis gesetzt, nicht ohne hinzuzufüaen daß ll" ßm6'*

Geschenken reich gesegneten Europa gestatten wolle, ihr seine ?er M-mster mit dem Lendenschurz verfiel in tiefes

Nachdenken (em Geschäftstrick, auf den ich auch durch Zacharias aufmerksam zäheru^ or&cn toor); td) wartete eine zeitlang, ohne eine Miene zu ver-

^rhre Majestät sei nicht wohl und könne niemand empfange»

ausÄr Tasche^ 3i0arren unb eine (mehrfach geflickte) Maeeoünt'erhose

Majestät sei bei der Feldarbeit und könne iliemanden empfangen

Bo" mi.r längst abgelegter Strumpfbänder zu. wMhf Cmer toeiteren Viertelstunde saßen Lir

?ar eine Dame öon mehr als vierzig Jahren, großer kräftiger Statur und einnehmenden Gesichtszügen. Diese konnten kick allerdings, wenn ihr irgend etwas nicht paßte, plötzlich ?Lstern und tin

(Jett, das wat eine nahe Sache), da setzte die Reaktion ein. Plötzlich schienen nur ohne lebe» Grund die Beine unter dem Leibe wegzurutschen, ^ch mußte mich hlnletzen, und ein Gefühl heftiger Seekrankheit, dem ick ?"/l""Ort uud Stelle gleich den Tribut zahlen milßte, überfiel mich die Reaktion der Nerven. '

Und als ich abends am Lagerfeuer saß, vor mit bet tote Körper des mächtigen Riesen, als ich mein Tagebuch nachttug, da sah ich das Datum-

N^rz, Per Geburtstag meiner Mutter. Der Tag, an dem ich zehn Jahre vorher das Elternhaus verlassen hatte, um zum erstenmal nach Afrika zu fahren, der heute beinahe der letzte Tag meiner Afrikazeit geworden wäre.

comme6äto0.V-?,S«,nd "" Lieblingsworten-Comme <

Anfang ihrer hatte lic dies von einem iranrü!»!^.

Retsenben gehört, mit der Zeit hatte man aus oh lalaUlulu" das Wort Ombascha bedeutet in Kisuaheli Unteroffizier. öemachj

H*"*" dlieb ihr Spitzname und obwohl ich mehrere Kob» mchts von rhr gehört habe, glaube ich nicht, daß sich daran etwas geänbed (wt- Sie saß uns auf einem Leopardenfell mit gekreuzten Beinen ne» ilber, bet Mimster hatte sich an der Tür postiert und ließ hin und mied» Grunzen hören. (Nachdem er die Maccounterhose eingestriche, hatte, war er von einem grenzenlosen Wohlwollen für uns erfüllt.) * Das Gespräch ging hin und her und wurde öfter von einem comme d comme ?a unterbrochen. Die Sultanin erkundigte sich nach dem L fchrttt rn Europa, und wir revanchierten uns durch ein eingehendes Snterelle 9!m Gnde konnte durch eine stets sich steigernde Umubk der beleibten Dame aber doch nicht verborgen bleiben, daß das WesenWe m unserer Diskussion der neryus rertim noch nicht berührt worbens r,ielt Pappschachtel in der Hand, drehte manchmal umubü dw Kvrdel und dachte entsetzt daran, was sich begeben könnte menn das Sennermnenkostüm zum Vorschein kam. Berlegenheit hinberie als schließlich Ombascha Ululu ohne

Ä ^^was ich ihr mitgebracht habe. In diesem Augen« .bm Minister ein gefährliches Grunzen unb bas Herz sank mit ziemlich tief m die Gamaschen. Ich stellte meine Pappschachtel auf dai ^o^'den c l em Messer war zur Hand, es rieselte unb rauschte und Ombascha Ululu beugte ihren fetten braunen Körper weit vor.

- Dw Sache endete damit, daß Ombascha Ululu mit zahlreiche» conune cii unb comme cas daraus bestand, die von mir geschenkte Robe gleich muu- sieben. Sie sei bisher nur im Besitz einiger Kattunlavelaps unb Vota Begierde, em richtiges europäisches Damenkleid zu probieren. (Maat,

it)e0nnn Wsleich, ohne auf unsere Gegenwatt Rücksicht zu nehmen, bW..^wkleldung vorzuberelten, indem sie an den Spangen ihrer Gewandung ergriff ein Schreck, wir erhoben uns, nahmen den Türvorhang " und stürmten auf die Dorfstraße. Nach fünf Minuten holi-

M'mster grinsend wieder herein. Was ich jetzt sah, gehört mit ®r°ACSan "ad "tellercht Tragischsten, das mir in meiner langen Laufbahn als Weltreisender vorgekommen ist.

Ombascha Ululu stand da in der Flittertracht einer auf modisch gestarteten Tiroler Sennerin, ihre breiten Hüften drehten sich krachend in dem zeu

* r nen Stoss, ihre Brust mußte die Litzchen und Bänderchen jeden Augen» vuck sprengen, und um der Sache die Krone aufzusetzen, hatte sie die Strümpfe tote lange Handschuhe auf die Arme gezogen. Der Minister bewegte sich nm sie lote eine Modistin, zupfte hier unb da und strich gefällig

herunter. Ein Blick genügte, um mir zu sagen, daß Ombascha Ululu höchst zufrieden war; ihre großen braunen Augen strahlten.

Nach einem anfänglichen Staunen, das uns in eine wortlose Erstarrung versetzte, wurden wir von der Komik überwältigt; ich konnte mich nicht gegen dre Heiterkeit wehren, die mich einfach nahm und durchschüttelte, so, wie durchgeschüttelt wirb. Wie man sagt, wir hielte« uns ben Bauch; wir stießen laute Entzückungsschreie aus, wir quiekten unb johlten, tnbem wir von einem Fuß auf den anderen hüpften.

O nlala ... v ululu ... das ist ein starkes Stück... meine Herren.. < Ombascha lllulu legte die Tiroler Kleidung nicht ab, solange wir uni

a«n,e^en, ,tbre Untertanen folgten ihr und uns in tiefster Le» ^""8. -Urr begaben uns in feierlicher Prozession zu meinem Wage«, inj mußte der hohen Dame alles erklären, soweit sie die zahlreichen Wunder begreifen konnte. 3 '

. .Als wir abfuhren, nahm ich sie eine kurze Strecke mit, aber schon nach etmgen bunbert Metern begann sie aus vollem Halse zu brüllen unb bis Dorfbewohner stürzten in drohender Haltung hinter uns her.

Vielleicht denkt sie ... wir wollen sie entführen ..."

Noch von weitem winkte uns der rote Rock eine groteske Urwalbcpistd- trämme^Pcrson" ' Comme ?a wie man es auch nehmen mag.eirte Das toar das endgültige Urteil, uitb wir steckten uns eine Zigarette an-

toetiig voit der Grausamkeit annehmen, die man bei so naturm^ « beränen zu hüben gewöhnt ist. Obwohl Ombascha Ululus Reick bwwm»**fa* * sstit

ÄüA SultGiiot bet Ululu iüurbe teiltocifc tnottintdiflltirfi voMa l ^moer erhielten ifire Namen von ber Mutter nur die Mädchen waren S W?9La6c^urd?' b°6 die Männer allein Waffen ttugen und? L Neichen Ste en bet Hof mit Männern besetzt waren, gab es Srnten tom* ®eM>te(t,tem' ber der allgemeinen Ruhe F

,, ,Z" der letzte» Zeit suchten viele Fremde, die von den nierkwördu sozialen Zuständen und der liebenswürdigen Herrschettn gehört baH? da? Sultanat aus; ihre Majestät wurde mit Geschenken überhäuft unft

""l der Brille unb dem Lendenschurz gebärdete sich von s-n?ei

Ombascha Ululu.

Von Richard Hnelsenbeck.

D,1 ame Zeitlang Pflarizungsassistent auf bet

snFJZToeanshop bet Port Amelia gewesen war, hatte mich auf Ihre Maiestat aufmerksam gemacht. Wenn ich eine Woche Zeit habe, hatte er f9iemielintpin?ns es unter allen Umständen, Ombascha Ululu zu besuchen, !Le Jet ,eme der wenigen mit einer gewissen Souveränität umkleideten Sultaninnen, die sich trotz zunehmender Einflüsse der Zivilisation zu be- u^tenL11!16"' .®teJet geradezu verrückt darauf, weiße Fremde zu emp°

;llnb 1Dlll^lcb lMet?e Kleinigkeit mitbringen wolle, würde die ganze Erlebnis^ein"^ "^erlich ein amüsantes und immerhin nicht gewöhnliches .Nu» ist es schwer, in Port Amelia, diesem ärmlichen, auf ein kables ra^sd)e-n 0bpflanzten Häuserhaufen, ein Geschenk zu finden, bas die bina? ^4 tonm tnbe fönnte' d-e von unserer Zivilisation Wunder-

Da war ein Shop für Ochsenziemer, einer für Strümpfe und Schuhe hier konnte man Schnaps, dott Getreidesamen kaufen... aber wo fand für Damen.. ? Ich dachte voll Sehnsucht an die strahlender Geschäfte am Kurfürstendamm... ein Kästchen mit feimn^Ppher 6lthfler Schmuck, eine Radierung, eine Handtasche aus

Df. Saä Tdi. - -,-uc- und «d