«ebenden Paläste. , , , ,,
Denn auch das war ja erst dem eigentlichen Barock Vorbehalten, die Kunst des Zusammendenkens von Figur und Raum, von Denkmal und Platz. Leider ist diese so wesentliche Wirkung jetzt meist durch die jeglichen Maßstab tötenden Reubauten verlorengegangen. Der einzigartige Anblick der Piazza di Spagna mit der kaskaoenartlg zu der flachen „Barcaccia" des Pietro Bernini herabrauschenden Freitreppe drängt sich einem zuerst als Beispiel für den beglückenden Zusammenklang architektonischer und plastischer Form auf, doch ist
Bon Dr. Margot Rieß. I l
Der Brunnen in seiner vollkommensten Bildung — em architektonisch-plastisches Gefüge, angepaht dem rauschenden Element, das I ; von ihm ausgenommen wird, geba,t6igt geformt .
von der Idee des Gesamtkunstwerkes. Wie die Musik erleben wir , Rauschen des Wassers als in der Zeit geschehenden Ablau, dem «amen räumlichen Gefüge Seele und Sinn verleihend 2st ein Brunnen in dieser Weise als Ganzes konzipiert, so empfindet man sofort den beängstigenden Widersinn, wenn das Wasser g sperrt ist- was übrig bleibt, ist em Gehäuse ohne Füllung, etn Körper
Sinne »et D-r»e-islch,n>g. der
Fülle und Pracht seiner Gestaltung weit über praktischen <5roea ^^"Dreihundert Brunnen zählt Plinius int alten Dom, wo man das ouellend/ Wasser als Symbol des ^Ursprungs der Dinge anbetete^ I bis es zum Schaustück profaniert, von der allgemeinen weltlichen | Musik ter Kaiserstadt ausgenommen wurde Än Kompest haben sch die auch für das alte Rom geltenden Typen erhalten, oer viien, mit dem geschulterten rinnenden Schlauch, der Knabe, der er ne zu I Boden geneigte Schale ausgieht, mosaikgeschmückte Quellenhau, er, in denen Löwenmäuler in wette flache Decren steten. ,,,
Das Christentum hat dann den Brunnen wwder seiner heiUgen Bestimmung zurückgegeben, aber nun zog er sichvon dem Lärm de- Straßen in das Innere der Borhofe der Kirchen^und Rioper, später der Baptisterien zurück und machte, der ganzen.Entwicklung entsvreÄend die große Formenaskese mit. 2m Klostcryos man<P I alten Basilika Roms findet man, von wildem Gestrüpp überwuchert^ noch die schlichten reinen Zweckformen der Cisternen Erft das Zeitalter des Barock, dessen künstlerische Geste uns ,a aus dem Geiste des kaiserlichen Rom geboren scheint, wendet wieder die ganze Fülle der Phantasie an di? Gestaltung seiner Brunnen, und noch heute hat Rom vor allem dank der Brunnen lener Zett sich d . charakteristischen Züge der Barockstadt bewahrt.
Ein Brunnen der Renaissance, verglichen mit einem typischen 1 Barockbrunnen in Rom, zeigt, selbst abgesehen von.der ftgurlich architektonischen Behandlung, rein in der Art der bewußten <zor mung des herausströmenden Wassers, den bedeutungsvollen Wanoel des künstlerischen Ethos um 1600: in feinen, oft symmetrisch ver teilten hellklingenden Silberstrahlen steigen und fallen die Wasser aut unbewegte Spiegel der Brunnen der Renaissance, in vreilen, | volltönendem Schwall wälzen sich schwere Wassermai en uber tws gebuchtete Ränder der Barockbrunnen, prallen auf unebenes Gestein und verrieseln in unübersehbarem Geröll. Wie gütlich sind hier die Symbole, wie verschieden die Gottheiten zwei«r Generationen das reine klingende Matz der Renaissance für die ^s Was er, ähnlich wie es später Winckelmann empfand, vor allem Sinnbild der ungetrübten Lauterkeit und durchsichtigen. Reinheit war und das Ungestüm barocken Formempfindens, das im strömenden Wasser die durch menschlich-titanische Gegenkraft zu bändigen bunkle Gewalt des unberechenbaren Elementes begriff, in ihm Sinnbild dessen sah, was es als neue Schönheit „entdeckt zu haben glaubte, des ewig Flutenden, Grenzenlosen, Unbestimmbaren.
Rom ist heute arm an Renaissancebrunnen. .Erwähnenswert ist ein Brunnen des 16. Jahrhunderts un Klosterhof von S. Pietro in Dincoli, den man seiner prächtigen Säulendekoration wegen frühes Michelangelo zuschreiben wollte, ferner der kleine „-bacchinonut der ^onne in dem das römische Volk Martin Au t h e r s Portrat zu erkennen glaubte. Die unter dem Damen „Schildkrotenbrunnen bekannte köstliche Schöpfung des Florentiners Taddeo L a n d i n i verrät in ihrer kunstgewerblichen Zierlichkeit und dem geometrischen Ausbau auch noch echten Renaissancegeist zudem wird n den schlanken, die Schale tragenden Lunglingsgestalten der Einfluß des Giovanni da Bologna deutlich; man hat k°sar früher in Raffael den Schöpfer dieser anmutigen Gestalten sehen wollen. Man könnte sich das Ganze als Tafelaufsatz vorstellen, als monumentales Gebilde jedoch verliert es sich unter dem Drucl der um
(s<>pMit cf neuaeschaffen wurde. Der große Bierflussebrunnen, nut dessen Cntwur! Lorenzo Bernini seinen mächtigen Rivalen, den Papstgünstling Fr. D o r r ° m i n i. schlug, trag einen ägyptischen Obettsken, bie unregelmäßigen sich bäumenden Felsmassen des Posta. ments scheinen das schlanke lanzettförmige Gebilde in die choye zu schleudern, so voller Dynamik und ganz aus dem ^n des bewegten Elements empfunden erscheint die Komposition. Bon den vier mar
kon ter h^er zum ersten Male deutlich anklingt hat spätere.An«- rationen von Brunnenarchitekten dazu verfuhrt, ihr weniger Instinkt sicheres Formempfinden hinter malerischer Scywelgerei gU verbergen. IlMoro“ wird seiner negerartigen Züge wegen die Hauptfigur des zweiten Brunnens auf dem gleichen Platze genannt, die nach Entwürfen Berninis ausgeführt worden ist.
Beckens^zu schlürfen, ihre erhobenen Schwänze dienen einer. wmt- Ausladenden Muschelschale als ®er^.ti^3ermSeb^nK^gbebiun.
STÄÄÄ SÄS ?f.i« KJÄtaiÄ«WÄMle,. 'S .S
vorbereitender Ratur erscheint iabgeschen von Aoolstg a te^ Kompositionsgesetzen unterworfenen prachtvollen Brunnen
uni) Dillen der Porta, Maderna, Bignola) wie auch die nach W geschaffenen Brunnen noch jahrhundertelang von seinem Erbe zey N
tzorscher habe ich nichts mehr gehört, sogar seinen Namen habe ich mit der Zeit vergessen. *
.Ä'ffS ESSÄ LNÄL'm«
M«iWäSä* MSÄÜSS- fln q-Qoeu wie der heutige, wo mich die herabfallenden Stern- lckmuvven an die Funken im Kamin meines väterlichen Hauses enynern, te T ich wieder das Rauschen des fernen Flusses der mich fmtr-ttzt, und der die Macht der Poesie ist, des einzigen Reichtums auf Erden.
(Autorisierte Uebersetzung aus dem Italienischen von s. O. F a n g e r.)
Die Brunnen von Rom.
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floatete Aufstellung eines gleichen Gegenstückes rnnerhalb des R h mens der Berninischen Säulenkolonnaden seine beste Wirkung. ÄS in Wer Sei. immer dm ich-.».-; SXSSÄ ’S W "«« »W °n«e ««”»*«« «“ SS "Äe S«l«mme„|annM der nn.nrnllMchen
mtt"e?n-r^wLrsch-inlkch im vollerchenden Arbeiter-
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fo der kürzlich vor S. Marco auf geteilte, ein schar, \ J
umschließt einen mächtigen Pinienzapfen, an dessen H
I Hs-rftiederira f nvi-pTä tmn 1927 in seiner bewußten Be-
I Malerstaffeleien.
Beringte Bogel.
Bon Dr. E. Schütz, Heidelberg.
In wem ist nicht schon der Wunsch aufg-taucht. dem.Bogel bei I seinen Flügen über Berg und.Tal Begleiter zu se . ch Zguber- I einen schnellen Weg in ferne Lander zu finden wie aus oem o
teppich von tausendundeiner Dacht, sondern vm mb ^, viele Geheimnisse zu gewinnen, die uns die beschwl^ten, nge denen Kinder des Lustreiches nicht verraten wollen Was wißen denn Über das Schicksal des einzelnen Zugvogels? So gut wie Genaues, auch Wenn die Lebensweise der betreffenden Art im
I gemeinen gut erforscht fein sollte. Lind wie Ware ma ctau(^n6en festzustellen, ob die im Fruhiahr am.alten Platz wiederausta
I Böael dieselben sind tote un Boriahr, und ob fte in Bauerey oter^ob etwa die Ehegatten jährlich wechseln? Und wie konnte n üb^r das Alter der frei lebenden Vögel Auskunft bekommen? U ziw Beantwortung dieser und mancher anderen Fragen ausreichendes
I Tatsachenmaterial zu sammeln, bedarf es eines b s ^B^enen fahrens, daß die Identität des einzelnen Bogels zu verfchle Zeiten und an verschiedenen Orten sicherstellt. D r e ^e t h o individuellen Kennzelchnung. Im Geslugelhos 'st I
I praktischen Erwägungen heraus schon lange ub ch. Auch dr um | bedient sich gelegentlich ihrer, und zwar beim vierfuhigen muv,


