Ausgabe 
25.9.1928
 
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SieheiierZamilienblAter

Nummer 77

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!a. Sie reichte der Fürst wenn machet ^dieser

Der Gefangene.

Von Siegfried von Vegesack. Die Nacht ist stumm und sternelos. Der Raum zerbrach. Die Zeit zerrann. Das Schweigen ist so schwer und groß Ms hielte Gott -en Atem an.

Du liegst und greifst, von Angst gepackt Mit kalter Hand ans heiße Herz: Noch immer klopft im wilden Takt Der Hammer an die Wand aus Erz. Wann ist getan der letzte Schlag? Der Leib zerspringt. Das Ich zerbricht. Und brausend, wie am ersten Tag, Wehst du erlöst im Sternenlicht!

untkr'u^stin'^ WßC pudernd-Tont mieux! So werden wir ganz

Schweigen. Dann sagte die Kaiserin leise:Wir haben erne grofäe BatmÜe verloren! Hub wahrend der Kanter ühoviont» h««; der Kurier gewesen, dessen wilde- ReiL dte DeLisU n der Donau so erschreckt, sprach Maria Theresia weiter:Bei Leuthen 'S E Daun vom König affreusement geschlagen worden M»s soll nun werden, Kaunitz? Wir werden Schlesien für Estern k norf^'h RA1 "7 xbe®. Ö?^r ®ur0>M regieren!" sagte der Kanzler Er verstand sich auf d,e Kunst, blitzende Bonmots zu sagen wennieine G-° danken fern von den Geschäften weilten. ' 0 ' n ,eme @e° , . Doch ein Wort der Kaiserin riß ihn aus seinen Träum»» ($. frrool, Kaunitz! Ich bin's von ihm gewöhnt. Aber hat Er einen Plan?" . ®5. war sein Ehrgeiz, dafür zu gelten, daß man ihn. Wenzel Kaunitz nteirKifs Dcrgebens nod) einein 9(usu>ea fro-ote Sein (RpMrtt S? arbeiten. Aber der rechte Gedanke wollte nicht kommen. Eine Paust lastete

Die drei Siege Les Ksnzlers.

^»vellc von Alfons von Czibulka MSMM---LZ Ä « ÄS»#ÄrÄ äääksöS*: hchen Homeren Aennes lenken, der in einen weiten

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beschäftigt. Der allmächtige Herr, nach dessen Psciie Enron» Cn £ KÄ3ÄÄS sL-LLTL Mit der Rechten da und dort eine Locke ordnend diktiert der hm '

hinter der Buderinall- hnrt»nh»r> ?Sr ""nzler dem

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Und N er mit der Denwiselle rar brrn mSrmT»x ?ane '«'d Galanterie, als lade, plauderte und lachte Der Staatskanol-^L « Qttf Schoko- gefallen. Der Mann schien b<e9ann der Demoiselle zu

Großsultan. Demoiselle Lyon zwitscherte mtrauttch-r^tesr^r der w,e es mit einer Schlittenfah'-t wär? m,<>» «5, Plötzlich fragte sie, Spiegelscheiben in der weichen H?lle de^krüb»?^^^'"^ den hohen --chn«. Sch,

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hat W ^ mfVCL5\,rft rechter Diktierlaune, und der Schreiber Nde« Puderstaub von, Papier zu blasen und erfolgreich gegen den kLi'u kämpfen. Heute ist Wenzel Kaunitz in seinen gol-Lhmten ban rn rhcft "'.. 9enttIe Gedanken. Und es scheint ihm Mehr arum zu tun, IN der nächsten Stunde durch die Pracht seiner Merii.4» de^S^r?n'^^,d"rch den Flug seiner Gedanken für Jahrhunderte. Woraus äu !.u? /r iCn 4)r"4cmufs ichl'etzt, dnh Seche Durchlaucht rerltedt

»s? 'ÄÄÄ.nif verschwindet. Kaunitz steht vor dem Spiegel und ist «ihi£ tar-®"6 ^llt die Perücke in seidigen Wellen und Locken M den schwarzen Samt seines Mantels. Der Kanzler wartetmftrin» »"bdortein Stäubchen von eine? Bast?^^ f,ne C L cr,L$e 1Die Demoiselle läßt (Eure Durchlaucht bitten " dw'^reckLL Crirtf Üt>cr «c reichen Teppiche des Ganges hinüber zu Ium Ä ^kugel seines Palais, wo seine Gäste zu logieren pflegen

?Afer,n "'?k immer nur Freunde des Fürsten oder i« rwS r",h dlh u'\9L; QfrIid)em Alter. Nein, gerade der schönste ®»(bunhhn??' ? ^"Gasten gehören, e,n weites Gemach in Silber Otter cw hn?X»S^'br H<m gewaltigem Bett zärtliche Liebes- Tän H'^mel tragen, pflegt nicht selten einer Actrice

e S'116 Poris als Quartier zu dienen. Es ist nicht immer die

, w i'L olle an betörender Schönheit, an quecksilbrigem

RgeMjch Espni und französischem Leichtsinn.

i>«h sie M>t bie ^moi elle Jeanette Lyon eine Ausnahme. Richt, !>°ch keine sibk»»' 9Tefcn T^e- Vielleicht hatte das Palais der Kaunitz tos erst" J?0 ^au gesehen als ste. Aber die Demoiselle schien Maus nicht 7" der Meinung zu sein daß fürstliche Gastlichkeit

'M sogleich den ftirstlichen Dank der Liebe erheische. Und ste war

_____ Unterhaltungsbeilage zum Eichener Anzeiger

Der Gardeoffizier vom Dienst öffnete die Tür Kaunitz vern-lat- R* M und doch eine Spur zu wenig für die Etikette jener Zett Grinern ft{bcrflraucn ^(0 saß vor ihrem Arbeitsttsch Maria The: " bcm Staatskanzler die Hand zum Kuß. Ihr Blick war er schienen gerötet. Kein Wunder, da,'' ' ~~

sibirischen Kälte bei offenem Fenster

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