Verantwortlich: vr. Hans Thh rivt.
Druck und Verlag: Brühl'sche Universitats-Buch. und Steinöruckerei, A. Lange, Gießen
I • mag gar nicht, wenn ich allein kieraede ioi
N'cht, auf daß ihr nicht gerichtet werdet/ Du hast recht ÄM^ E,! I üafce.F(cn gibt es in der ganzen Bibel nicht/' ' '
1 .?,at)reonb ber folgenden Minuten befaßten sich beide auf der d»rck
weichten Landstraße mit ihren eigenen Gedanke,ü f ®er bur*
mrter( ^eg!" sagte Christine endlich. „Lieber Gott wie mnhr? Iinh vre haben! Aber Sie sind in dem Haus geboren '„ich ! HF? ,Unb 'ch denke mir, Sie werden--" Sie verstummte vlüklick
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was würde sie?" fragte die Witwe herausfordernd.
„„/-Ich weiß nichts von ihr, sagte Christine mutig, „aber von Ihnen | w°ge?,Tz?t?enn7n/- ' 9""9' ®e0enb- ^mand würde n
! .jn:''£rek*.len!" wiederholte die Witwe, deren Blick sich weit über die ton/ “r'5 f Ufr•or‘ "Auseinanderbringen, meinst du? Das würde
keine Frau fertigbrlngen, aber sie scheidet. Das hat der liebe Gott fa bfst'w'nt. meine kleine Christine. Dein Vater ruft - na, wo ist denn dieser Tölpel von Isaak geblieben? Weggegangen? Verschwunden? Herrie, was für Dummköpfe sind die jungen Leute heutzutage/'
„ be- beschwerlichen Weg durch die öde Herbstlandickait
Nockibnri rUbcT ^erb|tts-!1 allein fort. Am Chausseehaus, wo ihrs nüchite ^achbarm und Freundin, tue lahme, alte Käthe Lonkebror wohnte, machte sie halt, um ein paar Worte über das Wetter zu wechsel,!, da"",wandte s.e sich dem Hügel i,nd den Wäldern zu Sie^ wm mA
t ^men wurde ihr schwer. Dennoch brachte sie es aus alter Ge- ^°dni)eck nicht fertig, auf dem Wege zu bleiben, und sie war erst ein “ÄKSf M aud>'«»» i-6- »•" o- *
iie reLi" das Herz des ihr so wohlbekannten Waldes f mnfb/ r »9h ' « plötzlich e n leiser Pfiff an ihr Ohr schlug. Sofort er- aan . s-e d e Bedeutung dieses Pfiffs. Es war ein Signal. Sie schoß sing an nwdrige Dickung herum und rannte fast gegen Tom Bim-
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Kannte Ihren Pfiff", sagte die Witwe gelassen. Aber sie keuchte.
^„t-^°l, Each der Teufel, alte Spionin!" versetzte Tom Bunsing. „Ich wußte, daß Ihr Prachtsohn drüben auf der andern Seite war. Ja, auf der andern Seite — Haha!"
<,. '£$ “«be Sie bet Baßet anzeigen. Man wird Sie verklagen", sagte die Witwe furchtlos. 3
• ?om Bunsing lachte. „Nein, das werden Sie nicht", erwiderte er in drohendem Ton. „Sie werden den Mund halten. Es wird eines ^ages mehr Anzeigen geben, als Sie sich träumen lassen. Grüßen Sie Ihren Sohn von mir, alte Dame, und bestellen Sie ihm, ich würde heute abend auf seine Gesundheit trinken. Mor'n!"
~. "9 ,b’?fer SchurkeI" rief die Witwe und bebte vor Zorn. „Verlassen Sie sich drauf, ich zeige Sie ganz gewiß an."
Voller Empörung eilte sie nach Hause. Isaak wanderte miterni 9» hug einer seiner ruhelosen Stimmungen in der Küche auf und ab. Sie machte das Mittagessen fertig, und erst als die Mahlzeit beinahe beendet war, erzählte sie ihm von ihrem Abenteuer mit Bunsing.
Nni". sagte er?" rief Isaak und ließ Gabel und Messer fallen. „2ns trinken 9^ag ■ ®113 war das, Mutter: auf meine Gesundheit wollte er
___ (Fortsetzung folgt.)
Sie Mutter schaute zu der geschmähten Uhr enwor au dem
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„0 Gott! murmelte er in sich hinein. „O Gott'"
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~ FFF &,ne ga"re Weile verfolgte ihn das Gekreisch durck^ d?? MÄ!**"*"• «*
tarnend lüc WilddiebsI dachte Wollt« Gott, dotz welch« I
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^sche Gangart steigerte sich bis zum Laufschritt. ’ ' ° ’’
Forst bog er von dem schmalen Fußpfad ab und wand sich hastig zwischen den Bäumen hindurch. Schließlich blieb er atemtn« unterfchled. Aber Isaak fuhr ohne Zögern mit einer fiebernden Hand in S ÄÄti eto”"“ --- .i«« wÄu" «Ä&K »ÄW&T» S L ?nh uon Zeit zu Zeit nahm er einen^tiefen Schluck
f sa6CsmnUf ,alb einen leisen Schauder der Befriediauuq ten- Worte «einer Mutter über ihren verstorbenen ^Ga?-
ten. „Dem Vater war em guter Mann, Isaak. Er hatte seine Schwächen
wer hat Henn keine? Äder er war ein auter Mann " Wiemnia würbeft hntsfpfßo nnn :L bieder 9l(icht. „Muttes du
^w a6S £tr ffrn 'n.,^e,LQ®O t S-be, daß du 7iie "GAegenheck
es nicht lassen!" rief er aus, und dann sank seine Stimme rum 1 k^"^eead. „Nein, Christinchen, ein Schwächling bin irfi wobl aber i ein schlechter Kerl will ich niemals werden " M einem Scknvuna des Armes roatl er sein Gewehr zurück und trat den Heimwkq an Ein s i
eine'Hafe flötengegakge!!'' f“9te einer uon i()i,en' -Hier ist dir
f betJ Mund, Tom,' erwiderte fein älterer Gefährte er ist ein I * unb ei« guter Kerl. Ich weiß eine hohle Eiche in der I man schon Sachen verstecken kann. Komm mii/"
?"’■ pfeifen eingestellt, lange bevor er sich dem Förster- hauschen näherte, und als er die Schwelle überschritt, straffte er den I Stucfen wechanlich mit einem starken Ruck. In der Dunkelheit klopfte 1 Beppos wedelnder Schwanz leise über den Fußboden. |
-'™u|e ^utter"' sogte Isaak ruhig vor der halb offenen Tür i "Gute Nacht, mein Junge, gute Nacht!" " Xt,r
Cr stampfte zu seiner Bodenkammer hinauf.
den Moraen^m- n"9 ein- Sount«« ma»erbrachten Mutter und Sohn oen morgen, wie sie cs em für allemal zu tun psleaten in der Dors- I hrcije. Nach dem Gottesdienst sprach der Baron sie vor dem Hanni- I eingong an und ging ein paar Schritte neben der Witwe her. Das I 9»onf*6 Ochste Gunstbezeigung, die er einem von ihm abhängigen I bensche" erweisen konnte. Isaak trat bescheiden zurück 0 9 9 ., »^«nn^er Sonntag und die Kirche nicht wäre, würden Sie alaube I d), fein einziges Mal im Jahr ins Dorf herunterkommen" sagte der I mSen/^n ^"t- fast denken, Sie hätten etwas 'Jhre^Mit-
f*3? 8 LHÄE Wä® ■* « * zn Vaters Zeiten doch auch so, nicht wahr, Herr Baron,' ! b-n^lforst7bS p-sAnÄ?''Äfö W @ie b^racht.
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jeden Stock und jeden Stein darin und da? £ ’ 1 d<»fenne
J°hren. Der Geldwert gehö/t JhneL Herr Bar°?" W ,U*
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rafdi3^Wn "ia «in- paar Schlingen sehen", versetzte die Witwe freilich "sehr dick." 9^ f'C tmberem Xone hinzu, „deine Mutter ist bringe?,'." ffe ma9 ba5 afk Wtb nicht um seine Sonntagsruhe
«mÄ Ä ^in« gewiß nicht", erwiderte die Witwe. „Aber mit Ver- e sagen, Herr Enron, wenn Sie Ihr ganzes Leben im Walde oe- lebt hatten, wurden Sie sich auch wie ein'Eichhorn vorkommen" 9
»-Zch mollte, ich wäre halb so flink" sagte der Barn» g.,„, habe ich übrigens keinen Grund. Ich hätte nie gedacht daß ich^Isaak "och als wohlbestallten Unterförster sehen würde" C
TOie0e/nnne-r Achtziger hielt sich der Baron noch ziemlich aufrecht h "®ie 'ch höre,, soll er ja sogar ein sehr guter Förster fein" fuhr 6 ?r'L^ er r?r -ünb nickte mit dem silberweißen Kopf. ' 0
alte Frau in ihrer steifen Kleidung und Haube lächelte -ATÄ’Äg Ws ÄÄß
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