Ausgabe 
24.11.1928
 
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Nummer 9^

Unterhaltungsbeilage zum Gletzener Anzeiger

Mrgang t928 5amstag."den 24. November ----------

Vom Tode.

Von Johannes Schlaf.

welche die Menschen in der Renaissance bis gegen unsere Zeit her vor dem Tobe hatten, vor der Flüchtigkeit des Lebens und der Ewigkeit! Aus den Totentänzen, aus Chorälen und äreoigten schlagt sie uns beklemmend entgegen. Die Altgermanen "nuten sie nicht auch wohl nicht bas Mittelalter. Sicherlich kannte sie Ji-fc mr F^sti Lehre vom ewigen Leben wissende, wahrhaft gläu­bige Christ Beweis die freudige Hingabe der Märtyrer selbst an den martervolhten Tod.

eigentlich findet man, je älter man wird, und je öfter man Menschen sterben steht, um so mehr, daß es um den Tod nicht so arg stehen kann, als je daraus gemacht wurde.

Der Nachweis, daß es so ist, hält nicht schwer; von selbst bietet sich, wenn man austnerkt, daß der Tod kein Abschluß für immer sein kann.

Erfasse den Moment, und du weißt, was Tod und Leben ist.

es, kein? Dauer von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft gibt daß nichts ist als der ewige, an sich selbst seiende Moment, siegt so auf der flachen Hand wie das. Es ist nicht zu begreifen, wohl aber ohne weiteres festzust-llen, sagt sich von selbst. Du hast noch me den gegenwärtigen Augenblick erfaßt, nie auch, wie er aus der Ver- Mngenheit herkam oder sie war, oder wie er Zukunft wird; doch war alle Vergangenheit er und wird alle Zukunft er sein, wie er Gegen- tourt ist. y

SWan kann auch nicht sagen, daß sich der Moment als solcher zu der »Ä-i1 Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft reihte, es gibt nicht Wntlich eine Folge von Momenten, sondern alles ist jederzeit zemos, raumlos, unfaßbar, unabmeßbar, immer sich selbst gleich der sn"0» eigenllichst der Punkt als solcher.

i-unkt kann sich nicht reihen, schließt seine Reihung mit sich selbst aus.

--u rannst eine gerade Linie oder sonst ein Raumgebilde seiner Ausdeh- nad) unenbfirfj oft berühren, und triffst sie immer als Punkt; du ,'l mii solcher Abtastung auch nur einer Linie von der Ausdehnung .Altimeters in Ewigkeit nicht zu Ende kommen. Also ist sie schließ-

"«ht eine Reihung von Punkt oder Punkten, sondern als solche, so Hat» Ul'tiLnt> roie sie jegliches Raumgebilde, nimm es so groß oder so Qrn? ?u willst, selber Punkt schlechthin, und also ist alles, das ganze Mße Weltall Punkt schlechthin.

4,(15 ist nicht zu begreifen, aber feststellbar, bietet sich so mit sich selbst.

Friedhof.

Bon Hans Franck.

I.

H'igel, Kränze, Kreuze, Namen, Hecken, Gitter, Stein und Holz, Monumente, marmorstolz, zeitzerzauster Liebessamen ... Stund um Stunde ich inmitten. Einer, den ich kaum gekannt, plötzlich atmend auferstand.

Einer, der mit mir geschritten Arm in Arm durch helle Jahre, weigerte mir Äug' und Hände. Den, der sich zu früh entlaubte, Den, der sich vergessen glaubte: auf der lichtbetropften Bahre trug man sie zum gleichen Ende.

II.

Und an diesem Ort der Toten Eine, lieb, wie nichts hienieden. Vorgegangen, nicht geschieden! Denn schon ward umrankt von roten Rosen mir der Stein geschichtet, mit dem ihren zu verkünden mein Entquellen und mein Münden. Was wird's sein, was er berichtet? Dieser ward geboren ... starb ... atmete ... gedieh... verdarb ... Mancher wird wie Ich hier stehen, fragen:Was behält der Hamen?" Antwort wird im Winde wehen: Hügel, Kränze, Kreuze, Namen ..."

rtnh^-»^9rn0f«;abers916 f keine andere, kein anderes Beieinander, kein»

andere Aufeinanderfolge gibt es als eine solche von Roumnh ll°%TobTr9oÖ|k)n' ®in9<?x' Gestaltungen, Lebensgeschehnissen, Lebens

3^1 ober alles, u>o unt) als n>as bu es auch inimer nnrHhrtoi'* _ OebMto6 Vunkt^M^ |efine,s!} ^"halten ^Zunkt, Moment schlechthin, all seine^nhMe und W-jen. ' Weltall und

Hnh fn Ä3 ^9reiIcn- «der feststellbar, bietet sich so mit sich selbst, nhnt nlP ""es eine vollkommenste Einheit, die sich ewig hat s°Ä)e llnb sthlechthim° ®6nn du»«, Moment ist die Einhei? al.

Leben aber ist auf- und absteigender Rhythmus. Vom Unterbewußt»

V3 $ 3,u.m höchsten Bewußtsein seiner selbst, neigt sich von diesem wieder zum Unterbewußtsein. Da aber alles die eine und aleicke ollkommenste Einheit, so ist sein Rhythmus ein ewiger mit der Ewia- schlosierr "nfn ntpV«1 h if- MV p^lönlicher Lebensrhythmus ihr ein£

llylosien. wie konntest du jemals für immer vergehen? Ewig erhebst du sR^ml^foi^n erbeK>Ul3t.2.eitn^em Zustand zu deinem höchsten, widjften 8en>u^t|cin, um von ifym aus einmal mteber cinxuacbcn in h»m bewußtheitlichen Zustand. Du stirbst und du lebst wieder auf Richt etwa bloß io als Kristallgebilde, Blume, Baum ober bergle&n toft lieber auf, sondern irgendeinmal und benötigte es dazu Perioden u st and"*"' 3 cmem höchsten, persönlichen Bewußtsein».

Dies aber ist so, daß du im Tode immer wieder aanr nur Moment !7l alL""b ^r."solcher und abgesehen von der F§lle seiner Leben», i"halte bist. Doch da ewiger Moment überbegrifflich all feinen Inhalt einbeschließt, so schwingst du dich, schwingt sich Leben über *ot> 3eh ^tnali-hke^ hinweg und hinaus in Raum,

Zs.,1>lnglichkelt, Wesenhaftigkeit hinein und empor zum höchsten Be» wupi|vtn.

sieb, und das liegt auf der Hand! Was könnte dir geschehen?

Totensonntag.

Eine Legende von Gertrud Aulich.

^^^learme Seele war gestorben und stand nun an den Pforten der 3« empfangen nach Gerechtigkeit und Liebe. Am Tor bib miF ihr ah hbeL®18eL.bey 0uten Werke Wacht, und die arme Seele auf «hre Hande herab, die leer waren, obwohl sie beim Abschied von öef lkrde in ihre sich unermeßlich weitende Höhlung olle Schütze und Kostbarkeiten eines ganzen Lebens gesammelt hatte.

Wo sind die guten Werke deiner siebzig Jahre? sprach der Enael mH fei|er Traurigkeit, sieh, deine Hönde sind leer! Alle guten Taten haben dich verlassen, du hattest sie nicht für die Ewigkeit getan, arme Seele Jie wuchsen zu nahe an der Erde, sie haben dich nur bis zur Grenze des Ewigen begleitet, und sind an den Ort zurückgekehrt, für den sie bestimmt waren zur Erde. Welcher Werke rühmst du dich nun?

AH habe für die Menschen gelebt, die ich liebte und die mir von Gott anvertraut waren, rechtfertigte sich die arme Seele. Ich habe Almosen an

Armen gegeben, ich habe bedürftige Kinder bekleidet - ich lag vo? ^m seinetwillen^" *bm (obte ii,n- dankte ihm, alles tat ich

Wetter! sprach unerbittlich der Engel, ist dies alles? Cs reicht nicht aus, em langes Leben zu füllen. A A

habe jeden Tag, den Gott gab, aufs genaueste meine Pflichten erfüllt, ich war em strenger Vater, ein treuer Gatte, ein zuverlässiger Kaufmann, em geachteter Bürger...ich habe viel gelitten, ich ertrug eine lange, lauernde, böse Krankheit... 8

Die arme Seele schwieg.

Der Engel lächelte nachsichtig: Du tatest sehr viel überflüssige Dinge aber geh Mr Erde und sieh was aus allen deinen Werken geworden ist. Eine einzige Tat, fei es Siebe, fei es Segen, fei es Dank, ja, eine einzige kleine Trane liebreicher Erinnerung, ein Gedanke, ein Herzschlag, für dich dargebracht, öffnet dir die Pforten ewiger Glückseligkeit.

Die arme Seele ging zur Erde. Sie kam zunächst in das Haus, <n» dem man sie hinausgetragen hatte, niemand bemerkte sie. Waren da» ihre Lieben, für die sie ein Leben lang gelebt, gedarbt, gelitten hatte, diefe fchreienden streitenden wlden Geschöpfe, die sich beschimpften be« schuldigten und die arme Seele verfluchten? Du hast unser Erbe ge* nnr1 ei;Jmnh.rf" Schwester, wir, wir waren ja immer

nur Stiefkinder! Freilich, sagte em anderer, wenn man siebzig Sabre mit ei" Go» in Frankreich lebt, und zehn Jahre davon fürstlich UrumdonA, da geht schon em Vermögen drauf...

Da ging die arme Seele weinend hinaus. Sie trat ins Svital. wo die alten Weiblein saßen, die so oft Almosen empfangen hatten. Wer ist ge- storben? fragte eine Alte. So so ... dieser also? Nim Lr alte @e£