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St. Chamberlain, so äußert sich ferner Behrens, versteht unter Zivilisation alle Fortschritte des materiellen Lebens, die durch Ver- nuntt und Aufklärung, unter Kultur aber die geistigen und seelischen Werte die durch Weltanschauung und Kunst gewonnen werden. Es gebe immer Leute, die der fortschreitenden Technik nur zivilisatorischen Wert Mtneffen; die da bezweifeln, daß ihre Erzeugnisse auch die ästhetische Befriedigung schassen, die dem Kunstempfinden des Menschen entspringt. Wir müssen aber heute diese Ansicht allmählich doch als unzutreffend empfinden. Sie galt wohl nur in einem Kindheitsstadium des Menschen, in welchem man die Schönheit, die sich in der vollkommenen Maschine ausdrückt, noch nicht hinlänglich verstand; in welchem man beispielsweise bemüht war, unter Verwendung des ägyptischen, des jonischen, dorischen oder des gotischen Baustiles die Dampfmaschine in entsprechende Formen au bringen. Die geschmacklosen Zutaten, die man dabei nicht zu um- aehen vermochte, muten uns heute um so wunderlicher an, als schon Sarnes Watt das bekannte Wort prägte, es sei vieles erreicht, wenn man erkannt habe, was man weglassen könne. Heute läßt man glücklicherweise das Material sprechen, und je mehr der Zweck rein zum Ausdruck gelangt, um so schöner sind auch die Formen der Maschine. Und eines der ersten Gesetze der Schönheit fordert heute die Einfachheit der Formgebung und der Wirkung der Farbe. „Nicht die Baukunst", sagt Mat schoß, „sondern die ewig schöpferische Natur mit ihren Gesetzen hat auch den Dampfmaschinenbau zu der ihn heute kennzeichnenden ruhigen Formgebung geführt. Die beste Maschine wird zugleich auch die schönste sein."
, Jeder unter uns," sagt auch Max E y t h in einem Vortrag über „Poesie und Technik", „weiß heute, daß wir schönen und häßlichen Lokomotiven begegnen; solchen, auf die wir nicht einen zweiten Blick werfen „nd anderen, bei denen uns das Herz im Leibe lacht. Worin diese Art einer Schönheit liegt, die keineswegs nur Maschinen eigen ist, ist schwer zu sagen. Die schönste Maschine, genau wie die schönste Rennstuie, ist stets die, bei der die äußere Form in möglichst einfacher Weise und mit möglichstem Hervortreten der physikalischen und mechanischen Gesetze dem Zweck entspricht, dem Pferd oder Mafchine dienen sollen. Um das her- auszufühlen, dazu gehört allerdings die erforderliche Kenntnis, ober vielmehr das aus der Kenntnis erwachsene unbewußte Empfinden, das, wo es sich um längst bekannte Dinge handelt, angeboren fein kann, das aber bei Dingen nuferes modernen Lebens erlernt, gebildet werden muß. Daran aber fehlt es außerhalb unserer Fachkreise in der sog. gebildeten Welt fast noch völlig, und deshalb ist es eitel, zu erwarten, daß diese armen Blinden die Schönheit einer Lokomotive, eines Webstuhles, einer Stoßmaschine sehen. Wir müssen und können Geduld haben, denn wir wissen: die Zeit ist nicht mehr ferne, wo auch sie sehen werden. Die Zukunft gehört uns."
Wir glaubten diese stimmen hervorragender Männer der Technik etwas eingehender berücksichtigen zu dürfen, weil sich auch aus ihnen mit aller wünschbaren Deutlichkeit ergibt, daß der moderne Standpunkt den Begriff der Schönheit nicht zu sehr beengt wissen will, sondern daß alle künstlichen ober natürlichen Formen schon bann als schön gelten können, wenn sie bestimmten Zwecken in vollkommenster Weise an- gepaßt sind. Und so verhält es sich wohl auch ohne Zweifel in der weit Überwiegenden Großzahl der Fälle in der Zucht der Haustiere, für welche die Forderung der „Schönheit" des öfteren schon als unberechtigt ober selbst fortschritthemmend erklärt wurde, weil es an einer richtigen Auffassung des Begriffes der Schönheit in der Haustierzucht noch gefehlt hat. Wir streben auch hier nach der Schönheit, die als ein Ausdruck der höchsten Erfüllung des Zweckes, der höchsten Fähigkeit des Tieres zur Leistung erscheint.
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Alllag in der argentinischen Pampa.
Von Hellmut G a st e I.
(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.)
A u f S c e, März 1928.
„Wer holt Wasser?"
Eben haben wir uns hingesetzt. Wir sind müde und zerschlagen. Den ganzen Vormittag, feit Sonnenaufgang, sind wir paufenlos und gebückt reihauf, reihab durch das Baumwollfeld gelaufen. Haben überzählige Pflanzen ausgeriffen, vierhundert Meter hinauf, vierhundert hinunter. Die Zunge klebt uns am Gaumen. Wir haben den verdammt bitteren Gefchmack im Munde, wie immer an Norbwindtagen, unb werben ihn nicht los. Unsere Lippen ziehen gäben. Wasser trinken wir literweise. Unser Vorrat hängt in einem großen Blecheimer über unseren Köpfen unter dem schattigen Ranchovorbach unb geht alle kurze Zeit zur Neige.
„Ist gar nichts mehr ba?"
„Sein Tropfen!" ,
Wir fehen uns an. Jeder erwartet vom andern die rettende Tat. Aber niemand rührt sich. Der am wenigsten Dickfellige unter uns fühlt schließlich die vorwurfsvollen Blicke aller auf sich konzentriert. Das kann er nicht aushalten. Seife über unsere Faulheit schimpfend, verfchmindet er mit dem leeren Eimer dem Brunnen zu.
„Mistvieh!"
Auf dem Rand bet verrosteten Blechlatte, die jetzt voll über bem Brun- uenmunb schwankt, sitzt eine große, fette Kröte. Sie ist nicht sehr erbaut über die Trennung von ihren Dutzend Gefährten, bie noch unten sitzen; über den plötzlichen Lichtwechsel. Träge blinzelt sie in die Grelle der Mittagsstunde. Sie hat nicht lange zu leiden.
„Hier ist frisches Wasser. Wer will?"
Wir wollen alle.
Also, gutes deutsches Brunnenwasser ist es gerade nicht, was mir da trinken. Es ist unklar. Manchmal stinkt es sogar ein bißchen. Eben nur aus einem zwanzig Meter tiefen (Srunbwafferbrunnen. Aber was macht das aus? Bei 45 Grad Celsius im Schatten, den es in der Pampa nicht gibt, ist man dankbar für jeden Tropfen. Wie heute: der Nordwind wirbelt unzählige weißglühende Pulverwolken über unseren Rancho. Die Augen brennen. Kopfweh. Er saugt uns das Mark aus den Knochen.
„Malo viento“, jagen die Hiesigen, die halbindianischen Puesteros; „ein Grund mehr, möglichst wenig zu arbeiten und viele Male zu trinken." — Uns Kolomsten ist das leider nicht vergönnt. Unsere Arbeit eill immer, wir haben nie Zeit. Aber eins ist uns heilig: unsere Mittagsruhe.
*
„Was nützt Ihnen hier das Geld, wenn Sie keinen guten Brunnen haben?" — A und O im Kolonistenalphabet. Namentlich im wasser- und regenarmen Chaco. Der erste, der sich in unserer Gegend ansiedeln wollte, nannte sie Pampa del Infierno — Teufelspampa. Sie hat den Namen heute noch. Dieser Kolonist nämlich stieß bei seinen Bohrungen immer auf Bitter- ober Salzwasser. In Wirklichkeit hatte er natürlich nur Pech, denn er hätte zwei Meter weiter weg genau so gut Süßwasser antreffen können.
Aber auch schon ber Gedanke, einmal nur vorübergehend „auf dem Trockenen" sitzen zu müssen, hat wenig Verlockendes. Sagen wir: Axtarbeit im Wald. Im Sommer. Du kriechst zwischen Dornbüschen herum, bis du den Baum gefunden hast, der dir für deine Zwecke geeignet scheint. Dann mußt du den Platz rings herum „ausräumen", damit du Überhaupt bie Axt schwingen kannst. Der Boben ist bicht mit Kakteen bewachsen: die feinen Nadeln stechen durch die Alpargatos — die Stossschuhe. Paradiespflanzen zerreißen dir derweilen die dünnen Hosen und kratzen dir bie noch bünnere Haut blutig. Das Hemb hat man schon vorher ausgezogen. Weshalb dies miserable Gewächs — die schilfartigen Blätter sind gezackt und haben Dutzende von langen, hakenartigen Stacheln — ausgerechnet Parabiespflanze genannt wirb, mar mir immer unerfinblich! Schließlich kann man an das Niederlegen des Baumes selber gehen. Wie groß ist deine Freude, wenn er dir im Fallen in der Krone eines anderen hängen bleibt! Ich sage dir, du lernst das Fluchen. Zunächst trinkst du jedoch, beschaust dir die Bescherung einige Minuten, schwitzt nebenbei in Strömen. (Wenn dich derweilen keine durstigen Honigbienen entdecken, kannst du von Glück sagen. Die wirst du nicht mehr los. Da kannst du ru' ) einpacken und nach Hause gehen.) Du fällst also den anderen Baum, um den ersten zu retten. Alle beide rasseln mit tödlicher Sicherheit in das Unterholz, wo es am dichtesten steht. Herrgott, ist das einmal ein Glück. Die Ausräumerei geht von vorne an. Die Sonne glüht über den Bäumen. Kein Luftzug geht. Sein Vogel singt. Das Trinkwasser in ber Zehn-Liter-Flasche steht im Schatten. Aber nach ber ersten Stunbe ist es warm, unb nach ber zweiten schon heiß. Balb kannman Eierdarin kochen. Solange es wenigstens noch ba ist, geht's. Wirb es weniger unb weniger, erlahmt deine Energie. Du denkst zwischen den Axtschlägen nur noch an den Moment, in bem die Flasche ganz leer sein wirb. Du fängst zu sparen an, zählst bie Schlucke und spülst am Schluß nur noch den Mund aus. Mit bem letzten Tropfen legst bu die Axt weg; du kannst nicht mehr. Ohne Wasser. E ,
Einmal fiel in unseren Brunnen eine fremde Kuh. In der arbeitsfreien Mittagszeit. Wann sonst?! Unb weil an diesem Tage schon alles schief gehen muhte, mar auch kein Trinkwasser mehr im Haus. Stunden unb Stunben arbeiteten wir im Schweiße unseres Angesichts. Senkrecht brannten bie Sonnenstrahlen. Unter unseren Füßen burch bie bünnen Sohlen hinburch brannte auch ber Boben. Es war weniger ber Kuh wegen. Sie gehörte uns nicht. Aber unsere Ziehvorrichtung war gestört, solange sie ba unten lag. Aufgeregt rannten mir hin unb her, schleppten Balken, gruben Löcher, improvisierten Winden, legten uns von Zeit zu Zeit auf den Bauch unb schauten in ben Brunnen hinunter. „Sie lebt noch", — tobt, brüllt, rumort unb hält ben Kopf krampfhaft über ben Grunbwasserspiegel. Der mar bamals recht hoch. Einer von uns läßt sich zu ihr hinunter. Es ist keine sehr angenehme Begegnung, denn bas liebe Vieh stößt mit ben Hörnern, statt bah es sie in die Schlinge des mitgenommenen Stahltaues hineinsteckt. Aber es glückt. — Wir brachten sie lebend ans Tageslicht. Gott, war das eine Arbeit. Und was waren wir durstig! So schnell hatten mir noch nie den Wassereimer unten und oben. Zu britt zogen mir am Seil. Zu britt stürzten mir uns auf ben lange entbehrten Trank. In dem schwamm allerhand herum. Mit einer einzigen fischenden Handbewegung befeitigten mir bas Gröbste. — „Das Wasser ist mirklich ausgezeichnet", sagten mir bann befriebigt.
-4-
„Ist bas Essen fertig? Laß mal probieren!"
Ein Blechlöffel fährt in den großen eisernen Topf, ber auf drei Beinen über dem offenen Feuer vor dem Rancho steht. Polenta. So geht das jetzt schon seit Monaten. Morgens, mittags unb abenbs: Polenta. Weil wir nichts anberes haben. Erst bie nächste Ernte bringt uns roieber etwas Gelb. Wenn sie es tut. Wir essen unseren felbftgebauten Mais. Der kostet nichts. Unb bas macht es noch einigermaßen erträglich.
„Das Zeug ist noch hart! Legt boch noch ein bißchen Kleinholz rum. Wir müssen jetzt balb essen. Die Sonne steht schon reichlich tief heute!"
Irgend jemand unter uns spielt immer ben besonders arbeitsfreudigen Mahner: mal ber eine, mal ber anbere. Schon um ben Schein zu wahren. Denn im Grunbe genommen pressiert es uns allen gar nicht. Diese Tage Heben mir nicht, wenn bie Sonne morgens als glutrote Kugel über ben fernen Walbranb klettert, im Dunstkreis einer von Staub erfüllten Atmosphäre. Mit ihr steht gewöhnlich ber fatale Norbwinb auf. Von Stunbe zu Stunbe wirb, er heftiger. Wir haben uns bie Mittagszeit herbeigewünscht. Oester als gerabe notmenbig, sahen wir nach ber Uhr, dem Schatten, ben unsere eigenen Gestalten warfen. Wir finb glücklich, bah mir jetzt ein wenig Ruhe haben. Mag ber Polenta ruhig noch eine Weile t0C^eSber, bitte, immer umrühren! Nicht anbrennen lassen! Alles, nur das nicht!" —
Wie bas so ist ...
Jrgenb jemand — mir verwünschen ihn aus tiefstem Herzen zu allen Teufeln — meldet da: „Der Hengst eitert!" Da ist nichts zu machen ..Wo ift er?" — „Am Brunnen." Gottergeben stehe ich auf, lange mir ein Halfter vom Haken. Mache mich auf den Weg Hoffentlich läht sich der Kerl so fangen. Er hat's aber anscheinend nicht im Sinn Er hat seine Stuten mitgebracht, und fiir die interessiert er sich begreiflicherweise mehr


