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irgendwelcher Gleichlauf- oder Berichtigungszeichen hinreichend genau aufrecht zu erhalten. Mihaly benutzt zum Antrieb seiner Lochscheiben ein nach dem Empsinder benanntes Sa Coursches Rad; das ist eine mit Weicheisenstäben versehene Trommel aus unmagnetischem Stoff, die durch gleichmäßig erregte und unterbrochene Elektromagnete in Umdrehung versetzt wird. Die Magnete werden durch einen einfachen Stimmgabelunterbrecher gesteuert; die taktmäßige Erregung geschieht also im Zeitmaß der Stimmgabelschwingungen. Selbstverständlich müssen die Stimmgabeln am Sender und am Empfänger genau aus denselben Ton abgestimmt sein, was sich aber ohne große Schwierigkeiten erreichen laßt. Telefunken-Karolus verwenden zur Gleichlaufsteuerung elektrische Schwingungskreise, mit denen die Aufgabe ebenfalls restlos gelöst wird.
Die in Berlin vorgesührten Apparate übertragen bisher nur stehende Lichtbilder, sog. Diapositive, Schattenrisse körperlicher Gegenstände oder — wie bei Telefunken-Karolus — lebende Filmbilder. Das eigentliche Fernsehen allseitig beleuchteter Körper entsprechend dem unmittelbaren Sehen soll jedoch nach Auskunst der Herren Prosessor Karolus und von Mihaly bereits mit den geschaffenen Mitteln ohne Anwendung über- aroher Beleuchtungsstärken möglich {ein. Hoffen wir daher, daß — nachdem der erste große Schritt gelungen ist — die weiteren Arbeiten zur Durchbildung des Fernsehens von vollem Erfolg gekrönt werden.
Besuch im Schloh.
I Bon Robert Reumann.
Der berühmte Jakob Casanova fiel im fünfundsechzigsten Jahr seines Lebens zu Prag in Krankheit, und als er das Hospital verlieh, da zeigte «s sich, daß der lichte Stern seines Erdendaseins ausgebrannt war und endgültig erblaßt. All die Mittel und Mittelchen, mit denen er es feit Jahrzehnten verstanden hatte, die Menschen in den Bannkreis seiner planvollen Verwegenheit zu ziehen, versagten, untilgbar tiefe Schatten lagerten sich ihm ums Auge, sein Gesicht vergilbte, und durch den kraftlosen Körper zeichnete unerbittlicher sich der Umriß jenes knöchernen Weggefährten, der mit uns wächst, mit uns wandert, und uns zum Schluß überwältigt. Da fand sich ein adeliger Herr und übertrug dem Greis die Obhut über feine Bibliothek auf Schloh Dux, einem Waldsitz im Böhmischen, den er kaum jemals selber besuchte. So war der alte Glücksritter wohl vor ärgster Bedrängnis gewahrt, doch ah er ein bitteres Brot, denn er ward da von den schlichten Leuten, die an seinen feineren Sitten sich anstießen, übel behandelt und gedemütigt, wo es nur anging.
Indes er aber so hinlebte, tiefer gebeugt und immer härter vereinsamt, gewannen drauhen in der lärmvollen Welt die denkwürdigen Aufzeichnungen und Erinnerungen seines tollen Lebens so sehr an Ruhm und Verbreitung, daß man sich schließlich des Schreibers selber besann, fein Refugium aufspürte und ihn von mehr als einer Seite mit Einladungen nach Wien, Paris, ja selbst nach Konstantinopel bestürmte. Doch Casanova wies solche Verlockungen mannhaft und klug von sich und blieb trotz der Armseligkeit seines neuen Zustandes dort, wo er war, wohl wissend, daß es in Dingen dieser Erde auf nichts so sehr ankommt, wie darauf, daß einer rechtzeitig Stock und Hut nimmt, fein Kompliment macht und geht. Dabei verstand er es, fein lebendiges Herz, das noch drängender Wünsche und inbrünstiger Tatkraft übervoll war, hinflattern zu lassen mit allen Winden, und seine Freunde weitum haben von ihm niemals frechere und fröhlichere Briefe erhalten, als eben zu der Zeit, da er durch Wochen allein und ohne Warttmg in seiner Turmkammer auf einer Bank lag und fieberte.
Damals begab es sich, dah ein Freisriiulein von Trenck — aus der ttichsischen Linie dieses alten Geschlechtes — auf einer Reise nach Wien durch Dux kam und dort während des Pferdewechsels beiläufig erfuhr, daß man den Chevalier Casanova im Schlosse nicht weit vor der Stadtmauer zu besuchen vermochte. Die junge Barne, eben flügge geworden, hatte durch Zufall erst kürzlich bei einer Freundin eines der lockersten Memoirenbücher des Meisters in Händen gehabt und eine schlaflose Nacht bis zum Verlöschen der Kerze an die aufreizende Wirrnis dieser Wanderfahrten gewendet, wovon ihr seither ein Funken ungekannter Sehnsucht im Blut sah. So wollte sie die Gelegenheit wahrnehmen, dem Autor und Erleber jener Abenteuer ins Antlitz zu schauen, einem Menschen also, der auf dem weiten Umweg über bedrucktes Papter ihre Sinne gefesselt hatte, von dem ihr darüber hinaus nichts bekannt war und der ihr vor Augen stehen mochte als irgendein blasser, schöner, südländischer Edelmann, der, reich und sorgenlos, irgendeiner vornehmen Neigung zuliebe das böhmsiche Land und eine seitab gelegene Waldburg als Hoflager und Residenz sich erkoren hatte. Sie befahl, bis zu sinkendem Abend im Gasthof ihrer zu warten, fragte sich durch die Gassen zum Tor hinaus und wanderte, stark ausschreitend, weglos, durch mittäglich besonnte Felder hinüber zum Schloß.
Es traf sich aber, daß damals eben alles jugendliche Gesinde zum Einbringen der Ernte auf einem entlegeneren Gutshofe weilte, so dah das Fräulein, durch den verlassenen Lustgarten vordringend, auf einer Terrasse unversehrens dem alten Manne sich gegenüber fand. Hielt sie ihn seiner ärmlichen Kleidung wegen anfänglich für einen Bedienten, so ward sie durch die anmutige Ritterlichkeit im Benehmen des Greises alsbald eines besseren belehrt, und, unterrichtet, daß sie den Bibliothe- tar bes Besitztums vor sich habe, eröffnete sie in einer fast zu lauten Breibeit und Frische, der ein Kenner der Seelen trotz allem einige Verlegenheit hätte anmerken mögen, dah sie gekommen sei, dem Herrn des Schlosses, dem Chevalier Casanova, ihren Gruß zu entbieten.
Da fiel der greife Abenteurer in nicht geringe Anfechtung und stille Bedrängnis. War es aber die alte Freude an geistreich verwegenem |M und galanter Täuschung, war es im Gegenteil jene tiefere Selbst- jW und Eitelkeit, die das Srugmert und Gespinst des eigenen Geistes ~")r Itebt als das wahrhaftige Leben, oder war es schon die wehe Schlichtheit und endgültige Abkehr, die ihn da mit einem Male antrat «nb beugte — soviel steht fest, dah der Akte nach kurzem Besinnen er
klärte, Herr Casanova habe sich für längere Zeit auf ein anderes feinet Schlosser verzogen, er aber erbiete sich, dem Fräulein, wenn es mit seiner Führerschaft vorlieb nehmen wolle, alles Sehenswerte zu zeigen. So wandelten die beiden alsbald die Stuben und hallenden Säle entlang und über Altane und Treppen einträchtig durch das schweigende Schloh.
Es soll aber nicht berichtet werden, wie der alte Seelenfänger e» anstellte, durch ein halbes Wort, ein Lächeln, ein Schweigen die Anteilnahme der jungen Besucherin für den vermeintlichen Schloßherrn an« zufachen und zu vermehren. Es soll nicht berichtet werden, wie dem Fräulein von Trenck unter solcher Leitung aus einem Nichts, aus Anhauch und Widerschein gleichgültiger Möbel und Bilder eine Wahnwelt erstand, ein verwegener Zauber, der dem jungen Geschöpf das Blut ins Gesicht trieb. Dann endlich hielt Casanova den Augenblick für gekommen, die also Vorbereitete in die Welt seiner eigentlichen und geheimsten Schätze zu führen. Da hatte er nämlich eine stets versperrt gehaltene Kammer auf eine absonderliche Weise zum Behältnis seines vergangenen Lebens gemacht. Darin juaren Staatskleider, Degen und Larven, ja selbst alte Lorbeergewinde, Steine und Stücke Holzes in einer planvollen Wirrnis über Wände, Tische und Schränke verteilt, — Gegenstände durchweg, in denen noch Blut war, aus deren Runzeln und Rillen es noch wie Lebensatem herwehte, wie verklungenes Lachen und der verwirrende Anhauch heimlicher Nächte. Der Alte erschloß unter viel geheimnisvoller Vorbereitung und wichtigen Gesten seltsam beklommen und geschwellten Herzens den verschwiegenen Raum.
Die Nähertretende rückte sich einen schweren Armstuhl ans Fenster, durch das die schon tieferstehende Sonne herein und auf ihr rötlich glimmendes Haar fiel, lehnte sich lässig und müde von ihrer Wanderung durch die Felder und von der Beschau des Schlosses zurück und lauschte nachdenklich und mit gesenkten Lidern den Worten des Greises, der auf» und niederging, oder sonderbar tänzelnd ihren Sessel umschritt, eine der herbeigeholten Jagdtrophäen des Lebens in zitternden Händen und unter heimlichem Kichern eine feinsinnig verwegene und verwirrte Geschichte erzählte, für die eben jener Gegenstand dem Herrn Casanova Symbol und Anstoß gewesen sei. Dann ließ er es mit diesem Geschehnis nicht fein Bewenden haben, berichtete auf gleiche Weise ein zweites und drittes, jedes kunstreich und planvoll gesteigert, wußte in zierlicher Rede Buntheit mit Sinnesfreude zu würzen und kam endlich so weit, der jungen Dame, der reglos an eine Gebärde des Lauschens hingegebenen, vor einem Kinderhemdlein, das er aus einer Lade hervorgekramt hatte — es war vergilbt und morsch und zerfiel ihm fast in der Hand — die frechste, kleine Historie zu erzählen, die sich erdenken läßt. Der Schritt, mit dem er den Armstuhl umkreiste, der Schritt des alten Zauberers ward fast jugendlich und beschwingt, die Stimme des greifen Kavaliers blühte auf und vibrierte wie die eines Knaben, es straffte sich seine Seele noch einmal unter dem Abenteuer, das, hergezerrt durch die verfallene Zeit, von List, Triumph und Gelächter Funken sprühte, und endlich langsam mit dem kunstvoll gebändigten Sinken der Rede stiller ward und verglomm. Casanova verstummte, trat mit dem leisen Tritt des Verführers neben den Sessel und beugte sich nieder.
Da aber erwies es sich, daß das Freifräulein von Trenck tief ein- geschlafen war. Ihr junger Kopf war im Schlummer müde zurückge- sunken auf die Lehne des Stuhles, durch offene, trotzig aufgeworfene Kinderlippen strömte der liebe Lebensatem ein und aus und ein unfaßbar lichtes und fernes Lächeln war über das fdjlafgelöfte Antlitz gegossen.
Der berühmte Jakob Casanova, der Abenteurer, schlich still aus dem Raum. Als das Fräulein schon längst erwacht und fortgegangen war, durch die abendlich verschatteten Felder weiterschreitend gegen die dunkelnde Stadt, kam der Alte aus seinem Versteck hervor und versperrte mit zitternden Händen die Kammer seiner Triumphe.
Wenige Tage später fiel er erneut in Krankheit, ein langsam auszehrendes, fiebriges Leiden, von dem er sich nicht mehr erhob.
Der Gefangene im Kaukasus.
Von Graf Leo N. T o l st o i.
(Schluß.)
Aber der Tatar muh den Schmerzensschrei Kostylins gehört haben. Shilin hört, wie jemand hinter ihnen reitet und ruft
Shilin stürzt in den Wald. Der Tatar greift nach der Flinte und schießt. Da er nicht trifft, schimpft er und jagt fort auf dem Wege.
„Wir sind verloren, Bruder", flüstert Shilin. „Dieser Hund wird Tataren um sich sammeln, sie werden uns hetzen. Zum mindesten drei Werst müssen wir weiter, fönst gibt es keine Rettung für uns."
Der Teufel hat mich angetrieben, denkt er, diesen Klotz mitzunehmen. Allein wäre ich schon langst in Sicherheit.
„Geh' allein!" bittet Kostylin. „Weshalb sollst du für mich verderben?"
„Rein, ich gehe nicht. Es taugt nicht, den Kameraden zu verlassen."
Wieder nahm er ihn auf die Schultern und eilte weiter. Eine Werst mochte er zurückgelegt haben. Immer geht's durch den Wald und kein Ausweg ist zu spüren. Der Nebel, als ob Wolken zögen, lichtet sich und zerrinnt, kein Stern ist mehr zu sehen. Shilin war ganz abgequält.
Am Wege ist eine Quelle, von Steinen umfaßt. Er hielt an und setzte Kostylin ab.
„Einen Augenblick will ich ausruhen ... will trinken ... wir wollen einen Fladen essen ... wahrscheinlich ist es nicht mehr weit."
Nur eben hatte er sich hingestreckt ... er wollte trinken ...da vernimmt er wieder das Stampfen. Und wieder stürzt er, den Kameraden tragend, ins Buschwerk, dem Abhänge zu. Da legen sie sich nieder.
Er hört Stimmen, unterscheidet tatarische Worte. An derselben Stelle, die sie eben verlassen, hatten die Tataren Haltgemacht. Bald vernahm man Rufe, wie man Hunde anhetzt. Es knistert am Boden — durch das Geäst, gerade auf sie los, bricht ein Hund sich Bahn. Vor ihnen bleibt er stehen und bellt.


