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Unterhaltungsbeilage zum Gießener Anzeiger
Samstag, den <8. August
Jahrgang <928
Kummer 66
Die Amsel und das Blatt am Baum.
Von Wilhelm Schüssen.
Die Amsel singt, Im Blauwind schwingt Ihr süßer Schall, Und die Zweige zittern all.
Und jedes Blatt Bebt Nimmersatt, Weht hin und her, Als ob es selber Vogel wär ...
Die Mutter.
Novelle von Maarten Maartens.
Die im Folgenden abgedruckte Erzählung des in englischer Sprache schreibenden holländischen Dichters Maarten Maartens ist in einer autorisierten Uebcrsetzung von E. v. Kraatz und mit einem Nachwort von Wolfgang Schumann im Verlage von Philipp Reclam jun., Leipzig, — im Rahmen der bekannten Universal-Bibliothek — erschienen.
1.
Im grauen Zwielicht des frostigen Herbstabends stand eine Frau und schaute auf die sich weit hinabsenkende Landstraße hinunter. Rings um sie her verloren sich die ungastlich dunkelnden Tannenwälder zu beiden Seiten des einsamen Hügels. Kein Blatt regte sich. Nur das eintönige Tröpfeln Tausender von Bäumen unterbrach die feierliche Stille.
Von ihrem dicht am Gipfel gelegenen und zur Hälfte von einem niedrigen Fichtenbestand verdeckten einsamen Häuschen aus schnitt ein schwacher Feuerschein immer deutlicher in das nahende Dunkel hinein. Fahlgelb und matt blinkend streckte sich dec schmale Strich der Landstraße gerade über die Höhen herab und richtete seine müde, regungslose Linie auf die Finsternis, auf das Dorf, auf die Sammelpunkte und heitern Gespräche der Menschen. r., ,
„Er kommt spät", sagte die alte Mutter laut zu sich selbst. „Ich finde, er bleibt jeden Abend länger aus. Aber es ist kein Wunder, er schnackt gern ein bißchen im Dorf. Und warum auch nicht? — Vorig Jahr konnte ich noch bis zu der Tannengruppe gucken, wo mein Vater den Fuchs schoß."
Langsam stolperte sie unter der drückenden Feuchtigkeit der Baume hindurch zu ihrem Häuschen zurück. Das Abendessen kochte über. An dem dämmerigen Fenster hing ein Bauer mit einer Elster. „Schon gut. sagte die Elster. „Geh weg!" .
„Ieses, Heisterchen, ich bin es ja!" erwiderte ihre Herrin und reckte einen mageren Arm empor, um die Lampe anzustccken. „Du wirst doch nicht wollen, daß ich weggehe? Dann würdest da ja die einzige Gesellschaft verlieren, die du je gehabt hast. Du Dummbart, haft du mich fiir nen Landstreicher gehalten?" ., ......
„Schon gut!" sagte die Elster, die sich vielleicht — uuö vielleicht auch nicht — andrer Gefährten aus Feld und Wald erinnert haben mag, jejsi aber jederzeit den Schritt der Witwe Quint erkannt haben wurde. Ihr Wortschatz war sehr beschränkt, ebenso wie die Zahl ihrer Bekannten. Diese bezifferten sich auf zwei: die Witwe, die sie liebte, und den Sohn der Witwe, der sich nicht um sie kümmerte. Ebenso bejah sie fiir alle Ereignisse ihres winzigen Daseins nur zwei Ausdrucke, die für ihre Philosophie völlig ausreichten: „Schon gut!' und „Gey weg!
' „Gott, es ist ja nicht wirklich spät!" rief die Witwe aus, die wie die •weiften einsamen Menschen ost laute Selbstgespräche führte. ..Die^ Tage werden nur kürzer, und da kam es mir so vor." Sie stand und heftete i °en Blick auf die Kuckucksuhr. „Noch nicht fünf, und das Petroleum , •h Zehn Pfennig teurer geworden! Aber es macht mich immer ungs- •nütlich, wenn der Junge spät nach Hause kommt. Das ist nichts weiter aft ’ne Verrücktheit von mir. Ja, ja, Heisterchen, deine Herrin ist ganz «nsach 'ne Närrin! Lieber Gott, wie oft hat mein John das gesagt, und-dabei meinte er's nie im Ernst. Konnte es auch nicht leiven, wenn ientanb anders es ihm nachpappelte. Er wußte sehr gut, wer von uns deiden den hellsten Kopf hatte!" Dabei lachte sie leise vor sich hm, ganz örtlich und mitleidig. „Gott sei seiner Seele gnädig!" sagte sie und warf einen Blick in den Kochtopf. „Die Zwiebeln werden schön braun. Isaak
>rd da (ein, eh' der Kuckuck wieder ruft."
„Geh weg!" sagte die Elster. . . ... .
n alte Frau hielt mit dem Umrühren inne, „so n verflixter s,°llel! ries sie aus. „Heister, du mühtest Prügel kriegen, wenn bu nur beschaffen wärst. Ich weiß gar nicht, warum das kleine Tier nie was aus dein Jungen gemacht hat, und dabei ist er der beste OiLbe» e3. ie gegeben hat — oder geben wird. Nein, das ist wohl •ßchen zuviel gesagt, aber sein ciftcnes Kücken hält man wohl immer
für wunder was." In der Tatsache, daß der Junge den Vogel nie gemocht hatte, weil er eifersüchtig auf ihn war, hatte die Witwe niemals die Erklärung gesucht. Ihre eigenen Lebenserfahrungen hatten sie nur schwer darüber zu belehren vermocht, daß Liebe bei den meisten von uns auf Nehmen beruht.
Seit mehr als sechzig Jahren lebte sie in diesem einsamen Häuschen. Sie war als einzige Tochter darin geboren, und nach dem Tode ihrer Mutter hatte sie mit fünfzehn Jahren den leeren Platz an der Seite ihres wortkargen Vaters eingenommen. Als ihre Jugendblüte dahin war, starb auch ihr Vater und ließ Mary in einer ihr unbekannten Welt allein. Er hatte als Unterförster im Dienst des Barons gestanden, dem die Waldungen gehörten. Jetzt fiel die Stelle samt dem Häuschen einem anderen Manne zu, der um sieben Jahre jünger war als Mary. Dabei entstand eine Meinungsverschiedenheit in bezug auf das alte Schreib pult des Vaters. Er schlug vor, sie sollte sie schlichten, indem sie ihn heiratete, und sie nahm seinen Antrag an, denn weshalb hätte sie etwas anderes tun sollen?
Als ihre ersten Kinder geboren wurden, zählte sie schon fast vierzig Jahre. Die drei ältesten starben nacheinander im Säuglings- oder doch frühesten Kindesalter — erbarmungslos einer Umarmung entrissen, deren Verzweiflung wohl jeder anderen Macht, als der des Todes getrotzt hätte. Nur Isaak, der jüngste, blieb am Leben.
Zwei lange Jahre der Stille waren vergangen, als sein schwaches Gewimmer wieder das Haus zu erfüllen schien. Sie zweifelte keinen Augenblick daran, daß dieser Sohn ihres sich neigenden Lebenstages ihr erhalten bleiben würde.
„Er wird die Stütze meines Alters sein", sagte sie. „Ich werde seine -Kinder noch erleben und küssen."
„Unsere Lebenszeit steht bei Gott", erwiderte der vor ihrem Bett sitzende Pfarrer sehr ernst.
„Und das ist ein wahrer Segen", versetzte Mary Quint. „Ich glaube, daß der liebe Gott daran gedacht hat, als er mir meinen Isaak schickte. Ich werde über ihn lachen, wie Sarah es tat."
„Meine gute Frau, Sie verdrehen die Tatsachen", wandte dec Pfarrer verdrießlich ein. Der weite Weg hatte ihn erhitzt, und er hatte es nicht gern, wenn arme Leute dummes oder sentimentales Zeug schwatzten?
Mary preßte die eine kleine Tatsache, die sie begriff, an ihr Herz. „Ach bitte, Herr Pastor," sagte sie in etwas besorgtem Ton, „Sie werden doch nichts dagegen haben, daß ich ihn Isaak nenne?"
„Ich nehme an, daß es ein Familienname ist", sagte der Pfarrer.
„Oh, das wird er gewiß fein", erwiderte Mary. „Kommt er nicht in deiner Familie vor, John?"
„Natürlich", stimmte ihr Mann bei, der zuweilen gutmütig und niemals übertrieben gewissenhaft war, und dem auf der ganzen Welt an nichts, als am Trinken gelegen war.
„Nun, dann mag das junge Menschenkind so heißen", erklärte der Pfarrer, indem er sich würdevoll erhob. „Möge es sich als ein Sohn der Verheißung erweisen! Ich gehe jetzt, Quint. Bis zum Dorf sind es fünfviertel Stunden."
„Freilich," sagte der Unterförster und stand auf, um seinen seltenen Gast bis zur Tür zu geleiten, „für einen Herrn wohl. Unsereins macht den Weg in fünfundfünfzig Minuten. Aber was ist denn auch unsereins?"
„Mein lieber Quint, alle Menschen sind gleich — ahem! — vor Gott," versetzte der Geistliche ärgerlich, „aber unsere Körperkräfte sind unzweifelhaft verschieden. Das macht aber wenig aus, denn die Bibel belehrt uns ausdrücklich darüber, bah körperliche Uebungen nichts fruchten."
„Stehen solche — solche Sachen in der Bibel?" rief der Förster sehr verwundert aus.
„Gewiß", erwiderte der dicke, kleine Pfarrer in verweisendem Ton. „Sie sollen Ihre Bibel lesen, Quint." Draußen vor der Tür blieb er stehen. „Wie alt ist Ihre Frau?" ,r.
Mit Gottes Hilfe wird sie im nächsten April neununddreißig werden" antwortete der Förster ohne Zögern. Er pflegte stets ein paar Jahre vom Alter seiner Ehefrau abzuziehen und nannte das „Teilung der Differenz". . ,
Der Pfarrer schüttelte nachdenklich den großen Kopf.
„Sie hat dumme Ideen", sagte er. „Ich fürchte, sie ist eine ziemlich törichte Frau, Quint." ....... „
Ja Herr Pfarrer, das sagt sie mir selbst immerzu, erwiderte der Wrster' aber ich kann es eigentlich nicht glauben. Im Kochen und Backen'ist sie alleil anderen Frauen über. Mit ihrer Gelehrsamkeit ist es ja nicht weit her, aber wie ich ihr immer sage, können wir doch nicht alle auf anderer Leute Kosten gekleidet und ausgebildet werden.' — Der Pfarrer zuckte zusammen: er war ein Waisenhauskind. — „Was für Nutzen würde eine Familie von Euer Hochwürden mit Respekt jti.


