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eisteiy bat, ihn sehen zu dürfen, dann erst würde er Ruhe
Ein Schubert-Brief.
Das nachfolgende Schreiben Schuberts vom L4. November 1812 ist an feinen Bruder Ferdinand gerichtet und bedarf keiner Erläuterung.
" zu bringen, jenes Königs der Melodie, dessen W J Lik sehr nahe bei den, L e e t h o v e n s und Mozart« Reichtum seiner Melodien selbst diese großen Meister ost
Ovöc.en Dulder unter den Künstlern verliehen ist, sich bezaubern, i
Sein Vater der arme Schulmeister, war Zweimal verheiratet, hatte s. rtrftpn ^rciu vierzehn von der Zweiten fünf Kinder. mar I der vierte Sohn^der erst/n Ehe Seine Leschroister naiv musikalisch wie der größte Teil des Wiener Volks, machten nut ihm zusammen Musik, I innntorlirh wie iunae Enten ins Wasser gehen und chwimmen. Kunst- k-K'LL s.» Schud-N -q, -l- Wer “ »'Kf,
Komvom ön m üben Er behielt die Schule in so gutem Andenken, daß aZ'Ler erschien, um zu musizieren. Zum Dank schenkten ihm die
®d)|m schwe"sten°hatte er es als Lehrgehilfe des Vaters da er, den
Süllen erregt^und Schubert dessen Unterricht eingetragen. Vom Jahre I
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er zu einem anderen Freunde, Mayrhofer. |
freunde halfen weiter, lieferten außerdem Operntexte wie I Mlfonjo und Estreua". Gemeinsam zogen die Freunde aus auf roman- I
der und Wiesen, an Bächen entlang. Das Wandern war des Zanger- Luft wie Schubert es pries, als des „Mullers Lust .
Freundschaft blieb der große Trost und das einzige Gluck des zeit-
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5 SÄ Ä im Selbstverlag (1821) herauszubnngen
abwesend bei der Verteilung irdischer Guter.
Seufzend gestand Schubert einmal den Freunden: »Schon oft y < :be; sen Musikalienhändlern nach meinem Honorar gefragt, aber sie aa'enied"smal sie hätten jetzt gerade soviel Auslagen und meine Kom- Sotf Än wenig XV Seine Begleitungen gatten als zu lcliwieria Am bittersten empfand er, daß feinen Opern keine ooer nie
brbauvten das Fragment der Oper „Sakuntaia , ferner „oleraores, Stlfonio und Eftrella" sowie die einaktige Operette „Der häusliche Krieg ?„ol L, Lufiiirata" des A r i ft o p h a n e s) schichteten sich in fernem Arbeitszimmer auf neben Symphonien, Messen und Psalmen,,der Oster- kantate Lazarus" und vieler Kammermusik. Zwei- und vierhandige So- naten Tänze Märsche, Phantasien und Variationen, Hunderte von Lre- Ln häAn sich in dem ärmlichen Zimmer zu Stoßen. Immer rastloser schaffte Schubert trotz der Gleichgültigkeit, die ihm begegnete.
Gleichgültigkeit des Publikums und Härte der Verleger waren aber trotchem nicht so bitter wie die Kälte der großen Zeitgenossen, denen er sich bescheiden zu nähern versuchte. Beethoven legte wie Goethe die Lieder des Fremden unbeachtet zur Sette. Endlich auf dem letzten Krankenbett fand er Zeit, vertiefte sich in einige Lieder und empfand vielleicht die geheime Verwandtschaft, die Schumann spater andeutete mit d Wort Schuberts Lied sei ein Kind der Beethovenschen Sonate. Beechoven soll in letzter Ergriffenheit ausgerufen haben: „Wahrlich, tn dem «chubett wohnt ein göttlicher Fimke".
Der Dichter Rellstab hatte sieben Liedertexte Beethoven zur Kom- volition übergeben. Es war die höchste Wertung, die Schubert je erfuh., als ihm der kranke Meister die Lieder mit eigenhändiger Bleistiftnotiz zur Lertonuna^schickte^ So entstanden die Lieder des Schwanengesangs Dieser lebte bedeutsame Gruß war Schuberts Trost aus dem Sterbebett, ois ihn anderthalb Jahre nach Beethoven tödliche Krankheit befiel. Cr phanra- fierte Von"Öen Meister, bat, ihn sehen zu dürfen, dann erst wurde er Ruhe Urb3^anCibcgrub Schubert auf dem Wöhringer Friedhof in Wien, die Kosten hatten ein Konzert einbringen müssen.
Vergessen ruhte der reiche Nachlaß, bis Schumann einen Teil desselben bei Ferdinand Schubert, einem Bruder des Verstorbenen, aufsand unb mit Begeisterung der Welt verkündete-Er weckte das Verständnis der Wiener dafür, daß sich in Schuberts Weifen der gemus loci: De al en Wien offenbart habe: „Die Bilder der Donau, des Stephansturme-ound des fernen Alpengebirges zusammengedrangi und mit leisem Weihrauch duft 'überzogen — so wurden Saiten rege, die sonst mmmer in uns an- geklungen haben würden. Bei der Symphonie von Schubert (L-Duc- vymyphonie), dem Hellen, blühenden romantischen Leben darin taucht mir die Stadt heute deutlicher als je wieder auf.'
Schubert und seine Musik.
Von Profefsor Franz S ch a l ck, Dirigenten der Wiener Staatsoper. Bevor das Publikum das Genie eines Kvmpomsten,anertt-nnt, ,ver- EM-IMW-ZZ WUZWWM 366 88. bS WWLWs---L----S Pantheon der Mufik sehr nahe ! ist, und der im
"^Oestemichisches Leven, österreichische: Sitten ^ewo^nhei^t^
chen zu uns aus jedem Satze der SchuberstckMWerke^SchUbcr^ äsiSäiKisSSsfe—SE: SKHWMOM fertierten; die Familienbibliotheken enthalten Manust ipte mt großen Meistern eigenhändig verfaßten Randbemerku g nerber einet solchen Familie werden m einer musikalischen arn zogen: das Musikgefühl steckt ihnen sozusagen >m Blute. ~| Tetatioii. zu Generation vererbt sich die Ueberlicferung der wahren »TO
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Ohne diele Kontinuität in der Tradition kann eine io ) anderen- nicht bestehen. Aus eigener Erfahrung weiß ich. w« schwer e- ^iio" falls ist, selbst zünftigen Musikern den wahren Geist der Jnterp verständlich zu machen. aus-
Besonders mußte ich diese Schwierigkeit die letzte«
ländische Orchester dirigierte. Und rote kann ein tum^ Orchester Feinheiten einer Komposition begrasten, wenn d e Manusknpl
diese selbst nicht verspüren. E n Komponist kann stmem
। hie allgemeinen Richtlinien niederlegen und die Temp i ab«
Er kann sozusagen den Buchstaben seiner Kompas zgngncc und
1 nicht den Geist. Der Unterschied zwischen einem S^e bei d-nn
einem Sorte bei Mozart ist bedeutend. Und das braucht w
nicht auseinanderzusetzen, die, rote ine Wiener Künstle . o b(||mt cet mit der Muttermilch eingejogen haben und ihre tyrpreHeren. bringen, die Kompositionen der grohen, '> u t inP Wien E, Für die gegenwärtige Generation, die bestpieisroeye > ßr
bis dreimal monatlich Beethovens Symphonien von v 1<v
(Bkidi heraus damit, was mir am Herzen liegt, und so komme ich eher zu meinem Zwecke, und Du wirst nicht durch liebe Umschweife lang mifiphnlten Schon lange Habe ich über meine Lage nachgedacht und aekunden daß sie im ganzen genommen zwar gut sei, aber noch Hie und
«»rhZifert roerben könnte; Du weißt aus Erfahrung, daß man doch
aclrunaene Wunsch stellt sich nun Immer mehr ein, und ich mußte nölens volens endlich eine Abänderung treffen. Die paar Groschen, d>e "hv°m Herrn $ater betomme, sind in den ersten Ämen beim T..„ was soll
ckav'2 B 4" So dachte ich - Was wür's ienn auch, wenn Du mir W--MZWZBMZ ™rmena"tineiaro8n$e' ich daß Du der Stimme Gehör geben mögest, die Dir unaufhörlich zuruft, Deine5
Dich liebenden, armen hoffenden und nochmals armen Bruders Franz zu erinnern.
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