Ausgabe 
16.10.1928
 
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Unterhaltungsbeilage Zum Gießener Anzeiger

)ihrgangM8^^ vieHtag, den

Das verlassene Mägdlein

Von Eduard M ö r i k e.

Früh, wann die Hähne krähn, eh' die Sternletn verschwinden, muß ich am Herde stehn, nuiß Feuer zünden.

Schön ist der Flammen Schein, es springen die Funken;

ich schaue so drein, in Leid versunken.

Plötzlich, da kommt es mir, treuloser Knabe, daß ich die Nacht von dir geträumet habe.

Träne auf Träne dann stürzet hernieder, so kommt der Tag heran o ging' er wieder!

Der tolle Invalide auf dem Fort Natonneau.

Von Ludwig Achim von Arnim.

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weil der große Schluß, das Aufste gen von taufe dnn. - ^'?b'hnngskraft beflügelte und entflammte, bemerkte ei

Hirn LQU? lei<el3 Polsterstuhl zurücksank, daß sein hölzernes Bein'ver- 3ii ber kfnb!-?6rb.cI auch noch in besorglichen Flammen stehe, einpn sni 9 eid) aufcommen zu können, rückte er seinen Stuhl wie timL, ** md dem flammenden Beine bis in die Mitte des Elert5n "ef feinen Diener und dann nach Wasser. Mit eifrigem Ve- Zimmer ,n bleern Augenblick eine Frau zu Hilfe, die, in das

teil sr eingefaffen, lange durch ein bescheidenes Husten die Aufmerksam- lolii eL r°*(maKni3QS.ten auf sich zu ziehen gesucht hatte, doch ohne Er- RoL hJ* = b°k 8euer mit ihrer Schürze zu löschen, aber die glühende K- nun kHte die Schürze in Flammen, und der Kommandant Don berUffiÄn w'rklicher Not nach H.lfe, nach Leuten. Bald drangen diese brennenh» rciJ1' auch Basset war erwacht; der brennende Fuß, die einter h«n »r?e drachte alle ins Lachen, doch mit dem ersten Wafser- "Wahi fw, >vaus ber Jüche holte, war alles gelöscht, und die Leute fllcirfi Dnn, V1: _ ,e arme Frau triefte vom Wasser, sie konnte sich nicht Welor nJk- c^en erholen, der Kommandant ließ ihr seinen warmen hangen und ein Glas starken Wein reichen. Die Frau wollte

Graf Duranoe, der gute alte Kommandant von Marseille, saß einsam stierend an eurem kalten Oktoberabend bei dem schlecht eingerichteten Kamine seiner prachtvollen Kommandantenwohnur.a und rückte immer naher und naher zum Feuer, während die Kutschen zu einem großen

'n der Straße voruberrollten und sein Kammerdiener Basset der zugleich sein liebster Gesellschafter war, im Vorzimmer heftig schnarchte. Auch im südlichen Frankreich ist es nicht immer warm," dachte der alte 6frr und schüttelte mit dem Kopfe,die Menschen bleiben auch da nicht MiTm fUhn9 9m.er ble lc?.!,Qtie gesellige Bewegung nimmt so wenig Rück- ch! auf das Alter, rote die Baukunst auf den Winter." Was sollte er der yVi ' Invalide^ die damals (während des Siebenjährigen Krieges) die Besatzmig von Marseille und seiner Forts ausmachten, mit seinem hoizernen Beine auf dem Balle, nicht einmal die Leutnants seines Regi- ments waren zum Tanze zu brauchen. Hier am Stamme schien ihm da- 8>gen sein hölzernes Bem höchst brauchbar, weil er den Basset nicht wecken mochte, um den Vorrat grüner Olioenäste, den er sich zur Seite Hai e hinlegen lassen, allmählich in die Flamme zu schieben. Ein solches d uer hat großen Reiz; die knisternde Flamme ist mit dem grünen Laube

S l.od,rn halb brennend, halb grünend, erscheinen die Blätter wie verliebte Herzen. Auch der alte Herr dachte dabei an Jugendglanz nb vertiefte sich in den Konstruktionen jener Feuerwerke, die er 'sonst be" angeordnet hatte, und spekulierte aus neue, noch mannigfarfjere Farbenstrahlen und -drehungen, durch welche er am Ge- rtstage bcs Königs die Marseiller überraschen wollte. Es sah nun nerer m seinem Kopfe als auf dem Balle aus. Aber in der Freude des S'ey l^oit alles strahlen, saufen, prasseln, dann wieder alles ! nMLer wroße leuchten sah, hatte er immer mehr Olivenäste ins Feuer aiw ff md)t d.emertt, daß sein hölzernes Bein Feuer gefangen 1

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' war mir jetzt, als ob eine lajtige« Flügeldecken über meine Augen ~ rIchkoslen, und ich gehörte mir nicht mehr

gnn| TOem Herz verzweifelte, und ich mußte lachen.Hörst du, der Teusel lacht schon aus dir! sagte die Mutter und ging triumphierend fort, wahrend ich ohnmächtig niederstürzte. Als ich wieder zu mir ge-

I nidlts nehmen und schluchzte nur über ihr Unglück und bat den I Kommandanten mit ihm einige Worte insgeheim zu sprechen So schickte er seinen nachlässigen Diener fort und setzte sich sorgsam in ihre Räbe | S ®iann'. fagte sie in einem fremden, deutschen Dialekte des I schonmein Mann kommt von Sinnen, wenn er die Geschichte L K Der" Zn 7 ihm der Teufel sicher wiederÄ I t t -ü s.cir Kommandant fragte nach dem Manne und die ltrnn I >hm, daß sie wegen eben dieses ihres lieben Mannes zu ibm ae- I tommen, ihm einen Brief des Obersten vom Regiment Pikardie zu über« bringen. Der Oberst setzte die Brille aus, erkanMe das Wappen seines I knoUgtnf3 iiUnb .bur<^t.'t'f das Schreiben, dann sagte er:Als7 Sie sind R°I°iie, eine geborene Demoiselle Lilie aus Leipzig die bin ©er- 5in° ncf'' rSrancoeur geheiratet hat, als er, am Kopf verwundet in Leiv- ^ibre9 CFlfe9rnn um 6ie'. das ist eine seltene Liebe! Was waren

i hl>re>,b c2! legten die Ihnen kein Hindernis in den Weg? Und was ! hcLrun Ai)r Mann für scherzhafte Grillen als Folge feiner Kopfwunde hrnnft bs* ÄS Felddienste untauglich machen, obgleich er als der '.Unb 9äd,,?tefte Sergeant, als die Seele des Regiments geachkt I nrfce} Q©nabiger Herr," antwortete die Frau mit neuer Betrübnis I 9* ble Don allem dem Unglück, ich habe meinen

Unglücklich gernao)t und nicht jene Wunde; meine Liebe bat den nm* h nr-'n? .^bdracht und plagt ihn und verwirrt feine Sinne Statt ibm n«ST17/7 -U verzieren, fängt er zuweilen an, ihnen ungeheure I 'ch" vom Teufel e>ngegebene Sprünge vorzumachen und verlavat haft ber Sdirerf innaü!nßtr<h' °fb7 er <d)neibet ihnen Gesichter, daß9 ihnen der Schreck in alle Glieder fahrt, und verlangt, daß sie sicb dabei nicht ging" roarf e?de'n 7omm7LreL^Är^^ek? einer A°ffä?e°den ÄÄW1 S BäS®£

SSs.1f*e z'r!nee- ~ ,-Leider im Fluche meiner Mutter" seufzte die hef nmnh$Hater.iabe Z nid)l gekannt. Meine Mutter sah viele Männer mnr ?'n1benetJ.C^ onswarten mußte, das war meine einzige Arbeit Ich war träumerisch und achtete gar nicht der freundlichen Reden dieser ? ÄimYni ^''tter schützte mich gegen ihre ZudringstZeit Der l>e> rn? Zi b h?ef?crIen we'sk Zerstreut, die meine Mutter besuchten und -iniam ^asarbjpiele heimlich spielten; wir lebten zu ihrem Aerger lehr einsam, freund und Feind waren ihr darum gleich verhaßt ich durfte keinem eine Gabe bringen, der verwundet ober hungrig vor dem häufe norubergmg. Das tat mir sehr leib, und einstmals W ich ganz allein und besorgte unser Mittagessen, als viele Wagen mit Verwundeten var. überzogen, die ich an der Sprache für Franzosen erkannte die von den Preußen gefangen worden. Immer wollte ich mit dem fertigen Essen zu lenen hinunter doch ich fürchtete die Mutter, als ich aber Franccheur mtt verbundenem Kopfe auf dem letzten Wagen liegen aefeben do mein im »'chk. wi- mir geschah; die Mutter war vergesffn iL'nahm ©uÄb n>°ht ' smbAe abzuschließen, eilte ich dem Wagen nach

" b'tHin?r^ltr9 5rf) fa"b er war schon abgestiegen; dreist redetL

U e^6r» un wußte dem Verwundeten gleich das beste Strohlager zu erstehen. Und als er darauf gelegt roeldie ©Clinton Notleidenden die marine Suppe zu reich/nf Er9 wurde m^nikr st. 5 ugen und schwor mir, daß ich einen Heiligenschein um meinen Kovk trage. 3d) antwortete ihm, das fei meine Haube, die sich jm eiligen Bemühen um ihn aufgefchlagen. Er sagte, der Aeiliaenfdiein fnmmo uc''u nicm oemertt, Daß sein hölzernes Bein Feuer gefangen | und hätte" e" meln^Hem nichf"sckon^°a^^ .f,on.rde, gar nicht vergessen, und schon um ein Drifteis abgebrannt war. Eist jetzt, als er aus- I ken müssen " ffin ^valires «in tj-1 'S, ^[,5 ,es 'hm dafür schen­ken. wollte, weil der große Schluß, das Aufste gen von tausend Ra- baut und Rosalie fahrtfnrf- C JJ,Jrf)on<>s ®orttl.. sagte der Komman- Jti »"»!! «>. In- I toben», I* ta» lbnmmet elf>l^"n-",ll blbmpl,®6»

nidP'Ue trS weine Mutter scheltend und fluchend ein; ich kann weh' nachsagen, wie sie mich nannte, ich schämte mich auch nicht denn eLnmnfih> bmVd,r fSUIb.,os war und daß er Böses nicht glauben würde. Sic wollte mich fortreißen, aber er hielt mich fest und sagte ihr daß ßefid'ir rmeL roaTOn,tt'^ trlige ichon seinen Ring. Wie verzog sieh bas ®ef d)t meiner Mutter, mir war es, als ob eine Flamme aus ihrem Halse brenne, und ihre Augen kehrte sie in sich, sie sahen ganz weiß aus; sie verstuchte mich und übergab mich mit feierlicher Rede dem Teufel. Und wie so ein heller Schein durck) meine Augen am Morgen gelaufen, als ich Francoeur gesehen, so mnr mir «.u __

schwarze Fledermaus ihre durchsichtigen F legte; die Welt war mir halb verschlossen,