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Jahrgang H928
Kummer 48
ÖKBBBBB
SietzenerZaMeMStter
Unterhaltungsbeilage zum Gießener Anzeiger
Der Dichter.
Bon Hermann H e s s e.
Nur mir, dem Einsamen,
Scheinen des Nachts die unendlichen Sterne, Rauscht der kühle Brunnen sein Zmrberlied, Mir allein, mir, dem Einsamen, Ziehen die farbigen Schatten
Wandernder Wolken Träumen gleich übers Gefilü.
Nicht Haus noch Acker ist, Nicht Wald noch Jagd noch ©enterb mir gegeben.
Mein ist nur, was keinem gehört,
Mein ist stürzender Bach hinterm Waldesschleier,
Mein das furchtbare Meer,
Mein der spielenden Kinder Bogelgeschwirr, Träne und Lied der Verliebten am Abend.
Mein auch sind die Tempel der Gatter, Mein ist der Vergangenheit ehrwürdiger Hain.
Und nicht mürber der Zukunft
Lichtes Himmelsgewölbe ist meine Heimat;
Oft in Flügen der Sehnsucht stürmt meine Seele empor, Seliger Menschheit Ziele zu schauen:
Liebe, Gesetz besiegend, Liebe von Volk zu Volk!
All find' ich sie wieder, edel verwandelt:
Landmann, König, Händler, emsiges Schiffsvolk, Hirt und Gärtner, sie alle
Feiern dankbar der Zukmrft Wellfest.
Einzig der Dichter fehlt,
Er, der vereinsamt Schauende,
Er, der Menschensehnsucht Träger und blasses Bild, Dessen die Zukunft, dessen die Wetterfüllung
Nicht mehr bedarf. Cs welken
Viele Kränze auf seinem Grabe, Aber erloschen und blind ist sein Gedächtnis.
Das Gelöbnis.
Von Friedrich F r e k s a.
Die Glocken der Kathedrale zu Pau kündeten die fünfte Stunde. Die Damen und Herren des Hofes der Königin von Navarra gehorchten den mahnenden Klängen und schritten aus ihren Quartieren, um die Fnihmette zu hören. Der Platz vor der Kathedrale lag noch in der blassen Dämmerung des Frühsommertages, doch ringsum leuchteten die Höhen der Pyrenäen im roten Mvrgenglanz.
Auf der obersten der Stufen, die zu dem gotischen Portal hinaufführten, stand starr und unbeweglich ein hochgewachsener, noch junger Kriegsmann, dessen staubige Stiefel einen langen, soeben erst beendigten Reiseritt anzeigten. Den einen Zipsel des blauen Reisemantels trug er nad) italienischer Sitte um die linke Schulter geworfen, so daß die Falten, die sich um den Hals flauten, zur Halste sein Gesicht verbargen. Jeder der Damen, die zum Kirchenportal hinausstiegen, warf er einen raschen Mick zu. Aber auf keiner blieben seine Augen hasten.
Als die Glocken im Ausläuten waren, kam die Königin Margot selbst Mr Kirche gegangen. Zwölf Hofdamen folgten ihr in Paaren. Gleichsam Mm Gruße lieh der Himmel jetzt über die östlichen Hügel die ersten Sonnenstrahlen gelangen. Wie nun die Damen in ihren burgundischen Gewändern aus Seide und schwerem Brokat, in denen Karmoisin und leuchtendes Grün die herrschenden 5arbeit waren, so langsam dahin- wo.ndellen, gewährten sie einen prächtigen Anblick. Als erste stieg Margot von Navarra die Stufen empor. Sie wurde geleitet von zwei Pagen in «chwarz und Silber, die Brevier, Rosenkranz und Betkissen trugen. Ein tl,!ltes Violett und ein schweres Schwarz waren die Farben des Gewandes der Königin, deren sonst so heiteres Gesicht sehr gedankenvoll «schien.
Beim Anblick des Damengesolges trat der junge Ritter einen Schritt ’Of, um die Damen zu mustern. Bei seiner lebhaften Bewegung sank U>> der Mantel von den Schullern und allen ward da ein sonnengerauntes Antlitz erkennbar, das ein dunkler Bart, geschnitten nach der Spanier, umrahmte. Beim Anblick des Edelmanns hiell Mar- ?l;600" Navarra einen Augenblick im Vorwärtsschreiten inne. Die Blicke i Swangen den Ritter, sie anzuschauen. Betroffen durch den e.;i* im Antlitz der Königin lieh der Ritter sich aus ein Knie nieder, bo Verwirrung und seine Hallung schienen Vergebung zu heischen, « Mvor wider alle höfische Zucht den Gruß oergeffen hotte.
h.m «9ot non Navarra schritt weiter in das Portal hinein, so dicht an «nienden vorbei, daß der Saum ihres Gewandes weich und seidig
fein Knie streifte. Da war ihm, als hörte er die leisen Worte: ,Herr Vetter, wartet auf mich nach der Messe!"
Wie im Banne erhob sich der junge Ritter und folgte den Damen nach in die Kirche. Ohne Denken und Sinnen nahm er einen Platz am sechsten Pfeiler des Langschiffes ein, denn ihm war es, als hätte die Königin durch einen Blick ihm diesen Platz angewiesen.
Den jungen Edelmann, der einen langen Ritt hinter sich haben mochte, fröstelte. Seltsam und bildhaft erschien ihm gegen die erste morgendliche Frische da draußen der Raum hier innen. Aus der nach Osten gelegenen Seite des Chores erglommen die bunten Fensterscheiben in tiefen, satten, traumhaften Farben. Ihr leuchtender Widerschein spiegelte in rötlichem und bläulichem Schimmer auf dem gegenüberliegenden Pfeiler des Schiffes, wob auf dem Steinboden bunte Schleier und gab den Gesichtern der knienden Frauen den Glanz der Verklärung.
Ans weiter Ferne drang das Singen der Betenden zum Rttter om sechsten Pfeiler des Schiffes. Als die Orgel erklang, war es ihm, al« schwebe er über dunklen, brausenden Gewässern.
Die Messe war beenbet. lieber dem Altar verflogen die Weihrauchwolken; leise schritten Damen und Herren aus der Kirche; einsam lag an der einen Ecke des Chores vor dem Bilde des heiligen Rochus ein Mönch in weißem Gewände, den Kopf in den Armen vergraben, und betete brünstig. Die Sonnenstrahlen verloschen, die Leuchtkraft der Fenster erstarb, silbernes Grau durchwallte den Raum der Kirche und verlor sich bald in den dunklen Wölbungen.
„Herr Vetter, denkt Ihr Eurer Dame so stark, daß Ihr weder Lebendes noch Totes gewahrt?" klang es plötzlich vor dem Ritter. Zuerst erlangten die Ohren des jungen Ritters ihre Kraft für die Wirklichkeit zurück. Er hörte das Rascheln des Brokatkleides, m'.d als er nun seine Augen wiederfand, sah er vor sich das ernste Gesicht der Königin Margot,' die ihn groß und dunkel anschaute. „Ich dachte nicht Ihrer", stammelte er. „Meine Seele war verloren, ich glaubte, meine Dame hier zu finden an Eurer Seite. Aber als ich hier stand, war meine Kraft geschwunden. Denn ich bin zwei Tage und zwei Nächte durchgeritten, allein Leib ward müde und meine Gedanken ruhten."
Wieder sah die Königin den Ritter seltsam an. Ihre Blicke geboten, ihr zu folgen, und sie sagte, während sie zum Chor hinaufschritten, wobei die Schleppe ihres Brokatkleides leise über die Stufen strich: „Herr von Bourdeille, erzählt mir von den Kriegszügen in Parma und Piemont." Mit leiser und leidenschaftlicher Stimme erzählte der Ritter der Königin von den Talen des französischen Adels in Italien, bis sie endlich wieder am sechsten Pfeiler des Mittelschiffs standen.
„Sagt mir doch, Vetter," fragte die Königin mit veränderter Stimme, „wie habt Ihr Eure Dame, Mademoiselle de la Roche, zu Ferrara tennengelernt?"
„Madame," erwiderte der Ritter, dem Zwange der dunklen Augen gehorchend, „Ihr wißt, mein Vater hatte mich nach Ferrara geschickt, um die Künste der Wissenschaften zu studieren. Aber außer der Fechtkunst und den guten französischen Liedern habe ich Wissenschaften und Künste nie geliebt. Sv war ich denn traurig, in der fremden Stadt, in der es keinen Burgunderwein gibt, lerne Bratküchen, keine luftigen Mädchen und keine frohen Frauen wie in Paris. Eines Abends schritt ich durch die Straßen zum Schloß, denn die Frau Herzogin Rene hatte mich zu sich besohlen. Als ich über die Brücke des Schloßgrabens ging, überkam mich die Sehnsucht nach Frankreich und ich fang das Lied unseres Meisters Francois Villon, das er zum Preise der Samen von Paris gedichtet hat. In der Wölbung des Tores wollte ich gerade die letzte Strophe anstimmen, da klangen mir die Worte des Liedes aus dem Dünkel entgegen, gesungen von einer tiefen Frauenstimme. Und wie ich meine Hand ausstreckte, fühlte ich vor mir eine junge, schlanke Gestatt. In den letzten Vers: „Senn der lachende Mund gibt den Preis von Paris" stimmte ich jubelnd mit ein und bann grüßten sich unsere Lippen".
Wieder schaute die Königin den Herrn von Bourdeille seltsam an. Zum zweiten Male schritt sie mll chm zum Chore hinauf, allwo noch immer der Mönch im weißen Gewände betend am Boden lag. Von bet Frau Herzogin Reue nmßte der Ritter der Königin erzählen, vom Leben am Hof zu Ferrara und von den itakienischen Samen.
Zum anderen Male standen der Rttter und die Königin wie zuvor am sechsten Pfeiler. Da fragte die Königin den Ritter: „Wie nahmt Ihr Abschied von Mademoiselle be la Roche?"
.Als ich ins Feld zog, trennten wir uns am Hoftager zu Fontainebleau. Es war stich am Morgen. Die Hörner riefen die Damen und Herren zur königlichen Jagd, ich aber mutzte reiten, tun zum Heere nach Piemont zu gelangen.
Mademoiselle de la Roche war zur Jagd gerüstet. Sie trug ein grünes Brokatkleid und um die Schultern einen Marder pelz, denn es waren schon kalte Herbsttage, das Laub war gelb, und rot leuchteten die Beeren der Eberesche. Mademoiselle be la Roche reichte mir vom weihen


