SiehenerZamilieiibMer
Kummer 90
szwingen Zwerglein
ein
Sied von Sankt Martin.
Von Fritz Dietrich.
Tankt Martin trabt durchs weite Land fftn »/fenr'» #V3en' offener Hand. ®in Vogel krönt ,m hohen All
.frommen Ritt mit süßem Schall. Sankt Martin trabt durchs Land. Auf feiner Rüstung Sonne blinkt, r E.er Halm sein Grllßlein winkt. rln Vchch neigt sich dem andern zu: fromme Reiter, du!" Sankt Martin trabt durchs Land. Sankt Martin fröhlichen Gesichts, Im Hause nichts, im Beutel nichts. Die letzte Münze fiel herab. Der Armut zu im Trab, im Trab. Sankt Martin trabt durchs Land. Noch bauscht der Wind den Mantel weit Bald kommt auch seine Scheidenszeit. Wie manches Ringlein glitt schon rasch Ao"' Fmger in die Betteltasch'. } Sankt Martin trabt durchs Land. Sankt Martin trabt und gibt und gibt Und wird zum Bettler, weil er liebt. Mitwandernd über ihm im All Ein Krönlein süßer Vogelschau. Sankt Martin trabt durchs Land.
Der Hahn.
Von Otto Ernst Hesse.
Unterhaltungsbeilaae zum Gießener Anzeiaer
Lampe zögerte. Er hatte dielen fflnmV nUe Weiterungen auf.
Hat Er eines noch auf dem Bodei ^BiMe ^ T‘r, ^uerrohr kaufen;
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gerecht zu werden Ö'tit Und)> f” H^rn auf friedliche Weise
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bei UMeinOjn V?ru^-F^chichte ist dem zweiten Bande der ,“ lelil,,n Berlin erschienenen Sammlung „D r e i B ü ck, e r entnommen. Die reizend ausgestatteten
M-S: L-L-LS3LNL heimgekehrt war, wechselte mit Lich7und Wolken über
Nur ein Hahn ün H?l h« Winterschlaf des ostdeutschen Landes lag. zu ahnen. Er krähte." Nachbarhauses schien den kommenden Frühling °r mit"rornig den Federkiel auf das Bütten, dem »o[!te eamoe!" fc^®»r nnh n- fe,^r1tun(tvoI(en Perioden aufzwingen nnn TOonfi, ? .fs'fr.e er, und eine Wut, wie man sie diesem Zwerglein seiner st' klar nicht zugetraut hätte wischte die Falten des Grübelns" ö>is er unb rnn'?ierbasä kost kinnlose Gesicht weiß beherrschteİmvek "fch^ Tür. „Samper0 5 ® ener mit fliegendem Haarbeutel zur
stoischen Ruhe des alten Infanteristen, der sieben Jahre auf der -s unb Kosakenpferde geschossen hatte, stieg Lampe
Ser rrC£Pr emp?1r- "2Bas wünschen der Herr Magister?"
haM' % schrie dieser mit unmelodiöser Stimme. „Hör Er den «en Ged^nek. ff^ormeh bringt mick noch zur Raserei! ... Ich kann Liimb.^ s-r ^'sseu! . . Ich kriege niemals diesen Brief an den Herrn
® «ifÄ roe™ blefes Krähen nicht beseitigt wird! .. ." Äif ?'!LfIanS es aus der Tiefe des Nebenhofes.
dm! aMaerem-.?^'s'Z werden zu wollen", bemerkte Lampe und schob er selten zu hiinge?"kam" $l1ört’euteI in ble Mitte des Rückens, wo fraatea^,n®nilCtinC Bemerkungen!" schnob der kleine schiefe Mann. „Ich
Pnm. rt " ch "ach dem Grund besagter Kräherei!" er. J£e Gnat>-/?''"^r. .,Der Hahn ist ein wichtiges Tier", replizierte hhinerhof ohn? Hahnber Naturgeschichte erinnern, daß ' jjerr^p ^°”Jicur soll seine unvermeidliche Pflicht tun", schnitt ihm sein
Ki °i^^rung ab, „soll aber das Geschrei' darob unterlassen!" ' Kan»^-ü. Kikeriki! tonte es schmetternd.
das l>eiden Händen zu den Ohren. Lampe sah besorgt durch
licher Sp^^ach^dem Himmel. „Es wird regnen. Euer Gnaden nachmittäg-


