griffen worden, ich würde darum doch nicht des Königs Baum ver-
(Fortfetzung folgt.)
Druck und Verlag: Brühl'schs Universitäts-Vuch. und Steindruckerei, R. Lange, Gießern
Libers Gaspard Nachricht tauchte in ihm'auf: -in Ser ein riLn 1 JA1 a,ut "och mußt- es gewesen sein! Da schlug ein furchtbarer Ge- danke ihm durchs Hirn: Dagmar/' sprach er bebend, „besinne dich! NW wahr, er trug einen Rock, einen Gürtel mit Stickereien? War kein ^"ppentier, zahm oder Gewild, darauf gestickt?"
starrte lang vergebens auf ihr Antlitz: dann bewegten sich ihre Augen unter den geschlossenen Lidern: „Ein Geier!" sprach sie leise.
A>e von lahem Stoß getroffen, fuhr der Ritter auf: „Rolf Lembeck!' schrie er „Verfluchter! Das gilt dir deinen Tod!"
m .-f as rund aber schlang die Arme fest um seinen Hals: „Vater! mein Vater!" schrie sie. „D, ich sterbe!"
Der Augenblick, den des Königs Arzt vorherqesehen hatte, schien Sa!"« gespitzt hatte der Pfeil ihr Herz getroffen: sie fffrt
mehr, erbarmungslose Gichter warfen den jungen Körper in ihrer Vaters Armen hin und wider.
fm22m29k der Ritter sein Kind ins Schloß zurück: Heudan, die DM, folgte mit gesenktem Haupt.
hnf^'C hnh ‘1" ö": "der da er ruhig nut der Hand auf seinem Schwerte u dasaß, hob sie eine Glocke vom Tisch und schellte, und da der Knabe fuhr eintcat, bedeutete sie ihn: „Gaspard soll kommen!" Dann sah sie wieder vvs ihre" Gast und sriia, als sei's nur, um die Minuten hinzubringen- I „Ihr habt rvobl fdwne ftrnnpn in hör £$0^9" } 0 ° I
hing er im Sattel: vor seinen Augen war immer nur fein
Kind in eines Fremden Armen, dessen Antlitz er nicht erkennend
Erst als das Roß unter den Bäumen des Schloßberaes kLm »«-- er empor und zog den Zügel an. Aber er wandte^ein T,>?^, cj er wußte selber nicht wohin: in seinem Kopfe war m WnA11
»Ärhabt wohl schöne Kia^'in^r Festes""" »'"-«"rmgen: | l'4 Wirral das er weder schlichten noch z'ur Ruhe bringen
„Wie meint Ihr, edle Frau?" dunkelte schon, da er zum zweitenmal heimkam und jetzt fanaf™2
„Nun, ich hörte auch nur so." I remntA ~ Nachts von seinem Bette, wo er mit ?
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der braune Mann mit der Gugelkappe war leisen, aber ick-eren Schrittes 2 !■ .... , *
cmgetreten und blieb nun an der Schwelle stehen. I t • ^JInn stwg er zuruck in seine Kemenate und wart sich wieder ,
"Wer ist der Mann?" frug der Ritter. ' ’ Lager; als aber im Zwielicht der Ton des Wächterhor^s an l?
„Es ist mein Schreiber," sprach sie: „er mag Euch selbst berichten I °9r sron™ J,pran9 er auf und holte drunten selbst ein Dutzend w" "* •* “ * - «--«*-*4* »Tb«: NK USVUS
Der /Zchloßhaupimann wandte sich in seinem Sessel und blickte auf I .. .vrgraträumen lagen. „Vas'! Bas'l der Feind kommt'" 'rief Trnnm11 -s“ ** -.....
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Cucf; gefallen mag! Wenn man die pcäße seiner Worte nicht mehr hört I 'S11. Are/ Lieblings. „Ci, Sinb, sprach sie, während die Sckläa, — wer weig, ob sie Dank oder Undank holen!" 9 ,mr"er m dröhnten, „das ist die Holzaxt, es ist ja nimmer fiS
Auf des Gastes Stirne furchten sich die Zeichen der Ungeduld: Lasset I f,„,?inr-5?aufd’cn “A v.on hundert Adlerflügeln, der Donner eines furck
Eueren Mann seine Rede tun, edle Frau, um die Ihr mich geladen Ha2 I ^arln ®/“r3es wachte in diesem Augenblick die dicken Scheiben de? fli.
nur .st nicht Zeit für andere Weisheit!" 9 9 9°^' waches .klirren. Dagmar war totenbleich, und ihre Hand Merte n
„Sprich ohne Umschweif, Gaspard!" rief Frau Wulfhild. Baum "gestillt!" Idrf-,e(te: "®5 ist ja nichts, Kind: sie haben eine"
Bu^e"nw"ld^"°"?°?^lev de'^W^g zwischen^Euere"mGarten und dem I 0 Bast* ich 2>chte 2e^°Dmi2ml'Vtt2" Sd>V€<ten: »Einen Saum! Buchenwald herunterkam; da »tob aus dem Baumschatten ein Memith I vacyre, oer Himmeml falle em!
dev'En h9 9Jiar/’er ?der Iltis sein — mir vor den Füßen quer über I test~bu ba^niditr S°P " "®5 fam ’a öon ber Gartenseite: hör-
"^un und? I „®u la richt Ding, rief die Base. „Was kümmert dich der Saum*
»Ja, Herre, es kam weder ein Marder noch ein Iltis'" -DieJBogel fmb ja kaum vom Rest geflogen!"
BamnA'2chloßhaupt.nann fuhr auf: „So fitzt es wohl noch heute in bem Atem stockte, war selber schon hinabge-
^aum! ..... I flogen,^unb bte Alte faltete zum Morgengebet die Hände- durch hm
”are '?vgl'ch," sagte Gaspard: „auch möglich, daß ein Zauber- I f etne 6l? ersten Morgenstrahlen.
fpiel dabei gewesen ist. Ihr hörtet wohl schon sagen: es springt ein Wolf I hi„ „x Ia"9e danach trat der Schloßhauptmann in den ©arten-
sAt‘Aeif”e!rote UNS IN den Weg, und faßt man's mit dem rechten I .A. n9h 221? folgte ihm. Als sie bei den Zinnen hinaustraten, stand HaÄ" >at man cin ""es Weib oder gar einen jungen Knecht in seiner £ benn? ®an2mnnht2Löherrou6nbe,rt v°r sich hin: die Pappel, wo war
' I |ie oenn e z?ann wandte er den Kopf und lief vläklid) in
. Der Ritter warf einen forschenden Blick auf den Sprecher- Was soll I Stuc^en seitwärts auf die Mauer zu. ' 9
bas hier? Derne Ras und Augen sind mir zu scharf für solche Kunkel- I £D?0mA.r?s I,ef?cr yßitter »Bu hier? so früh?"
Weisheit- I ®ein Kind stand reglos an den Zinnen und starrte in die liefe-
m Gaspards Augen, die ihm begegneten, war kein Arg zu lesen. I 2 3Ur t,örA-: '2« Hündchen hielt sie übereinander auf
sagte er, „der eine spricht S, der andere widerspricht's; doch i 6 2"s gedruckt, als müsse sie den Tod gefangen halten.
Baum^aefnriinnön^ ^^bst/gesehen: ein Marder war unten in den „Dagmar!" rief er angstvoll. „Was ist dir? Bist du krank geworden?"
°ben schwang sich ein junger Fant aus seinen wandte sie sich und sah ihn an. ' 9
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noch' U?r ficbba?hahenei nn^eff2n« GUdj schien der Fant seine Lust Ihre Lippen regten sich, aber ein Wort war nicht ZU hören
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„Ich sah nichts weiter, Herr." I j.er s??. vermochte nur leis den Kopf zu wiegen, als sei das alle-,
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wmfte sie dem Schreiber, und er verließ das Zimmer Run I hi rfk* ^atte' brauste betäubend in ihm auf: aber er
men^afSr W fic feife; "werdet Ihr b?n Baum'des Königs I Leben hing daran, te
.Ei wandte den Kopf, aber ans feinen Augen waren die Gedanken nach anderswo entflohen: er frug: „Was spracht Ihr, edle Frau"' tmHjjA.?5 st^ ihbe Worte noch einmal gesprochen hatte frua er weiter-
^iir von diesem Abenteuer mehr zu melden, als 'ich eben hörte?" Öqd) sie erwiderte: „Rein, Herr: Ihr müsset nun so zufrieden fein'" mAj seine dasteren Augen auf sie und sprach zu sich selber- .Mas will das Weib? Denn nicht deinetwegen hat sie dich aeladen- fie . iß,-um wen die Pappel fallen soll!" Laut aber sprach er und richtete £anb-n<! ‘9en Gestalt sich auf: „Ihr drücktet ein Seif in meine ganbi" Gott mog mir roten; und mög er auch bei Euch sein edle
^Aßatte sich gewandt und war aus dem Gemach aefchritten Unten nÄfi* «?6 "«'»«: «r ÄWmS.Ä einen s A, d) e bas Tier durch Wald und Felder sich selber Elstern nm9;hn i2°d) die Lerchen fangen, ob Falken und
—... • t« schrien, er horte es nicht: gleich einem gebrochenen Mann- Verantwortlich: vr.Hans Thyriot.


