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Unterhaltungsbeilage zum Gießener Anzeiger
Samstag, -en Zebruar
Jahrgang |928
Nummer 10
Walzer.
Bon N ov a l i s.
Hinunter die Pfade des Lebens gedreht, Pausiert nicht, ich bitt' euch, solang es noch geht, Drückt fester die Mädchen ans klopfende Herz, Ihr wißt, wie flüchtig ist Jugend und Scherz.
Laßt fern von uns Zanken und Eifersucht sein Und nimmer die Stunden mit Grillen entweiht«. Dem Schutzgeist der Liebe nur gläubig vertraut, Es findet noch jeder gewiß eine Braut.
Fürst Pücklers letzte Liebe.
Nach neuen Urkunden.
Bon Friedrich v. O p p e l n - B r o n i k o w s k i.
Dieser Virtuose der eleganten Liederlichkeit, wie Treitschke ihn nennt, hat zu seiner Zeit Ruhm als Schriftsteller, als Lebeniann und als Gartentünstler geerntet, sich als Reisender einen Namen gemacht. Sein Leben liegt vor uns ausgebreitet in seinen zahlreichen Büchern, in den neun Bänden seiner Briefe und Tagebücher, in der dürftigen Biographie von Varnhagens Nichte Ludmilla Assing und nicht zuletzt in den Parkanlagen von Muskau, Branitz und Neubabelsberg. Als Mensch war er weniger schätzenswert, eitel, effekthascherisch, aalglatt und skrupellos. Seine Liebschaften würden ein Leporello-Album füllen, denn er hatte meist mehrere gleichzeitig — von den vornehmsten Damen bis herab zu der braunen Abessinierin Machbuba, die er an den Nilquellen auf dem Sklavenmarkt gekauft hatte und die er, schon mit grauen, freilich schwarz gefärbten Haaren, als lebendes Reiseandenken nach Muskau mitbrachte, zum Entsetzen seiner ehemaligen Gattin und damaligen Freundin Lucie, der Tochter des Staatskanzlers Fürst Hardenberg. Auch diese Ehe und der nachfolgende lebenslängliche Freundschaftsbund war etwas durchaus Ungewöhnliches, gewollt Originelles. Im Jahre 1817 hatte er die um zehn Jahre ältere Frau geheiratet, die von ihrem ersten Gatten, dem Reichsgrafen v. Pappenheim, schon seit langem getrennt lebte und sich Pücklers wegen von ihm scheiden ließ. Sie brachte ihm eine Tochter Adelheid mit in die Ehe und ein Pflegekind, die bildschöne, aber eiskalte Helmine Lanzendorf, angeblich die Tochter des Pappenheimschen Kutschers, in Wirklichkeit aber wohl ihr eignes Kind von dem französischen Marschall Bernadotte, dem nunmehrigen Kronprinzen von Schweden. Hel- mines Schönheit tat es nicht nur dem alternden König Friedrich Wilhelm III. an, der ernstlich damit umging, sie zu heiraten, wie er später ihre Altersgenosjin, die Gräfin Horrach, tatsächlich geheiratet hat, sondern auch ihr neuer Stiefvater Pückler faßte eine krankhafte „Gehirn- liebe" für sie, die zu dauernden Spannungen mit seiner Gattin führte. Mit unglaublicher Naivität klagte er dieser selbst seinen Liebeskummer und wünschte wie der sagenhafte Graf v. Gleichen mit zwei Frauen zu (eben, bis Helmine schließlich zwar nicht den König heiratete, der sie zur Fürstin von Sagan hatte machen wollen, wohl aber einen armen Leutnant v. Blücher, der in Schlesien in Garnison stand.
Pücklers Ehe mit ihrer Mutetr ging also nicht Helmines wegen auseinander, sondern aus materiellen Gründen. Nachdem er ihr ganzes schönes Vermögen verjubelt oder in Muskat« verbaut und außerdem noch eine halbe Million Taler Schulden gemacht hatte, starb sein Schwiegervater, Fürst Hardenberg, unter Hinterlassung nicht geringer Schulden, Und seine Tochter, fand sich durch sein Testament enterbt. Da sah Pückler sich zum „Bettelfürsten" degradiert und fürchtete, die eben erworbene Fürstenkrone, das einzige, was er seinem Schwiegervater verdankte, „auf dem Trödel" verkaufen zu müssen. Um den völligen Zusammenbruch abzuwenden, bot seine verarmte, verblühte Frau ihm freiwillig die Scheidung an, damit er durch eine neue reiche Partie seine Verhältnisse wieder ordnen könnte, und er nahm es nach anfänglichem Widerstreben an. Er ging nach England, um einen Goldfisch zu angeln, aber alle seine Fischzüge, über die er Lucie haarklein berichtete, schlugen fehl, und so kehrte er schließlich zu seiner geschiedenen Frau zurück und lebte weiter mit ihr unter einem Dach, in Muskau oder in Berlin, wo er ein glänzendes Haus machte. Wie er selbst einer Freundin schrieb, hatte sich auch „das Berliner Publikum und alle seine Prüden nach und nach daran gewöhnt, einem Original wie ihm alles zu gestatten". In seiner Weise liebte er Lucie auch jetzt noch und beteuerte ihr, schließlich alles entbehren zu können, nur ihre Liebe nicht. Freilich mutete er der Liebe und Nachsicht seiner „Schnucke", wie er sie nannte, mehr zu, als eine Frau sonst zu vertragen pflegt, und das Bild von Philemon und Baucis, das er auf jeth Verhältnis zu ihr anwandte, war eine fromme Lüge. Eine Liebschaft sagte die andere bis er, fast sechzig Jahre alt, sich wie ein Fähnrich in eine junge und schöne Frau aus der vornehmsten Gesellschaft verliebte
und bei ihr leidenschaftliche Gegenliebe fand. Das war seine letzte große Liebe und für sie die erste.
Damit kommen wir endlich zum Thema unseres Aussatzes. Aber so lang die Einleitung auch war, sie war doch nötig, um Pücklers Wesen zu verstehen und zu begreifen, wie er Lucie auch jetzt zur Vertrauten seines Liebesglücks und Liebesgrams machen konnte. Bisher hat tiefes Dunkel über dieser Liebe gelegen. Ludmilla Assing erzählt zwar von ihr, versichert jedoch, der Name seiner Geliebten sei in einiges Schweigen versenkt. Da sie aber Pücklers ganzen Nachlaß einschließlich einer Unzahl von Liebesbriefen geerbt und ihn ihrerseits der Berliner Staatsbibliothek vermacht hat, und da sie ferner angibt, daß Pücklers letzte große Liebe 1847 plötzlich gestorben [ei, hat sie es der Nachwelt ermöglicht, den Namen festzustellen: Es war Rosalie, Gräfin de la Rochefoucauld, die Gattin des französischen Gesandten in Weimar. Heute, nach 80 Jahren, darf man diesen Schleier wohl lüften und einige ihrer Briefe aus der Bornhagenfammlung ans Licht ziehen. Sie find ein eigenartiger Beitrag zu dem Thema der Tristanliebe, um so eigenartiger, als dieser Tristan der Großvater seiner Isolde hätte sein können.
Wie diese Liebe sich angeknüpst hat, ergibt sich aus der munteren Reiseschilderung von 1845, die erst in Pücklers Nachlaß (Band 2) veröffentlicht worden ist. Er hatte sich mit Rosalie und ihrem Gatten im Sommer in Reinhardsbrmm getroffen, und alle drei hatten zu Pferde den Thüringer Wald durchstreift und waren schließlich in Bad Li ebenste in geendet, wo sie wieder gemeinsame 2(usf(üge machten.
Pückler hat seine beiden Reisegenossen ausführlich geschildert, den Gesandten als weitgereisten, von witzigen Anekdoten übersprudelnden Weltmann, seine junge Gattin, in Deutschland geboren und in Frankreich erzogen, als Naturschwärmerin und als glückliches Gemisch deutscher und französischer Eigenschaften. „Jene glückliche Vereinigung," schrieb er, „gibt ihr alle Heiterkeit und Lebendigkeit, Grazie i>nd Präzision der Französin, wie sie dem deutschen Blut die Gemütlichkeit und das innere reiche Leben der Phantasie verdankt." Wer war mehr als sie für Pückler geschaffen, der den Kosmopoliten mit dem Romantiker verband! Aber auch mit dem weitgereisten Causeur und Weltmann, der ihr Gatte war, ließ sich für ihn gut leben — solange nicht die Liebe dazwischen trat. Später freilich nennt Pückler ihn in seinem Tagebuch „klein, vierschrötig, dick, brummig, grob, eifersüchtig und fabelhaft selbstsüchtig". Er mochte zwanzig Jahre älter fein als seine Gattin, aber ein Don Juan wie Pückler, obwohl noch erheblich älter, stach ihn leicht aus. Die Ungezwungenheit des Reise- und Badelebens tat das ihre dazu; bei einem Ausflug schlugen alle drei sogar mit dem Wagen um und kollerten miteinander einen Abhang herunter... Kurz, schon die ersten erhaltenen Briese der Gräfin zeigen, daß beim Wiedersehen in Weimar im Herbst 1845 aus Pückler und ihr ein Liebespaar geworden war.
Sie zeigen freilich auch, daß er gleich nach dem Abschied von ihr einem andern Abenteuer nacheilte, und daß sie seine Beichte darüber hinnahm, wenn auch nicht ohne Schmerz und Eifersucht, nur um eins bat sie ihn — um stete Aufrichtigkeit! Damit trat sie also in Lucies Fuhtapfen, und so wäre sie für den alternden Don Inan eine recht bequeme Liebe geworden, hätte nicht die 'Ängst vor ihrem Gatten und die Reue über das Unrecht, bas sie ihm antat, einen tiefen Schatten auf ihr Liebesglück geworfen, und hätte nicht auch Pückler bald in ihrem halben Besitz kein vollkommenes Glück mehr gefunden. Lei ihren heimlichen, gefährlichen Stelldicheins fetzte er nicht nur sein Leben aufs Spiel, sondern auch Ruf, Stellung und Leben feiner (Beliebten, und mitten in diesen Gemütsbewegungen feierte er seinen sechzigsten Geburtstag!
Diese äußeren Umstände kennen wir nur lückenhaft aus den Briefen Rosalies, die, ihrer Geburt und Erziehung entsprechend, ein Durcheinander von französischen und deutschen Sätzen ober Satzteilen finb, bie letzteren in nicht immer ganz einwandfreiem Deutsch. Genauen Bescheid wissen mir dagegen über Pücklers seelische Haltung aus seinen Tagebuch- aufzeichnungeii und aus seinen Anvertrauungen an Lucie. Hier zunächst ein Stück Selbstbekenntnis:
Ich leide wie ein Zwanzigjähriger unter der Leidenschaft für diese verführerische Frau ... Sie ist die einzige, die mich völlig beglücken würde, wenn sie mein wäre ... Der liebe Gott scheint diese Frau eigens für mich geschaffen zu haben, sie mir aber zur Strafe für meine Sünden verweigern zu wollen ... Welch ein Glück, welche fünfte, ununterbrochene Seligkeit, ein solches Weib ausschließlich für sich zu haben! Aber welche Qual, dies Glück gleichsam mit Händen zu fassen und es nicht erreichen zu können, weil es zu spät ist, beim: sie ist erst seit wenigen Jahren verheiratet.
Und an Lucie schreibt er mit gewohnter Naivität:
Was ich nicht mehr für möglich hielt, ist zum Ereignis geworden: Ich liebe eine Frau, bei der ich bas vollkommene Glück hätte finden können. Die grundlose, ziellose Schwermut, bi es Ungenügen an allem, weil mein Leben mich unbefriebigt gelassen hat, bas alles wäre nicht gekommen, und all bie Verirrungen, in bie ich geraten bin, hätten nicht ftattgefunben.


