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SiehenerZamilienblStter
Unterhaltungsbeilage zum Giehener Anzeiger
Jahrgang <928 Dienstag, den 3. Juli Nummer 53
In einem Konzert.
Von Hermann Hesse.
Die Geigen schwirren hoch und weich, Das Horn klagt aus der Tiefe her, Die Damen glitzern bunt und reich Und Lichtgefunrel drüber her.
Ich schließe meine Augen still: Ich sehe einen Baum im Schnee, Der steht allein, hat was er will, Sein eigen Glück, sein eigen Weh. Beklommen gehe ich aus dem Saal Und hinter mir der Lärm verklingt Von halber Lust, von halber Qual — Mir blieb er unbeschwingt.
Ich suche meinen Baum im Schnee, Ich mochte haben, was er hat, Mein eigen Glück, mein eigen Weh, Das macht die Seele satt.
Musik.
Von Friedrich von Stendhal.
Im Jnselvsrlag, Leipzig erschien in diesen Tagen eine Taschenausgabe auf Dünndruckpapier, die Auszüge aus Friedrich von Stendhals Werken in übersichtlicher Anordnung enthält. Die Auswahl wurde von Arthur Schurig in meisterlicher Art getroffen und bringt Gedanken des geistvollen großen Skeptikers über führende Persönlichkeiten auf dem Gebiete der Musik, der Literatur und Politik, sowie Aphorismen, Anekdoten, Charakteristiken und anderes. Das kleine Werk führt den Titel „Gedanken, Meinungen, Geschichten" und wird allen Freunden Stendhals eine willkommene Gabe sein (304). Mit Erlaubnis des Berlages bringen wir nachstehende musikalische Betrachtungen, die Stendhal seiner Rossinr- Biographie als Einleitung voraussetzte:
Meiner Meinung nach vermag die Musik nur auf den Menschen zu wirken, wenn sie seine Phantasie entsprechend der ihn beherrschenden Leidenschaft bildlich erregt. Durch einen mittelbaren, aber sicheren mechanischen Vorgang nimmt die Musik jedes Landes die Farbe seiner Regierung an, denn diese formt die Seelen. Von edlen Passionen erlaubt man tm unfreien Italien der Gegenlvart nur die Liebe. Mit dem Tankred ist die Musik kriegslustig geworden, anderthalb Jahrzehnte nach den Wundern von Areole und Rivoli (1796 —97). Bor jenen großen Tagen, die Italien erweckt haben, spielten Krieg und Waffentaten keine Rotte in der italienischen Musik. Wie hätten Menschen, denen der militärische Ruhm verschlossen loar, und die im Waffengebrauche nur Werkzeuge der Anmaßung und Unterdrückung sahen, den Reiz der Kriegsstimmung ahnen können?
Anders bei uns. Bei der Geburt der Musik in Frankreich ist auch gleich ein Heldenlied entstanden: Allons enfants de la Patrie ... In den dreißig Fahren, seitdem die französischen Komponisten italienische Musik nachmachen, ist nichts von gleichem Werte geschaffen worden. Bei uns in Frankreich, too die Liebe nur eine Leidenschaft zweiter Ordnung ist, erstickt unter der Eitelkeit und dem scharfen Witz der Nation, kopieren Blinde etwas, was sie nicht sehen.
Die Musik hat nur Wirkung auf die Phantasie. Beeinträchtigt ivirbjie "«ich das Gedächtnis. Im Augenblicke, da man eine schöne Melodie hört, erinnert man sich der Traumgebilde des kleinen Romans, den sie in uns °t erstehen lassen, als wir sie zuletzt gu unserem Entzücken hörten. Alles P dahin. Unsere Phantasie ist verweht, und die Musik ist nicht mehr die mmächtige Fee in unserem Herzen. Man ist kaum noch imstande, sekundäre Mrkungen zu empfinden, subalterne Borzüge, etwa die technisch vorzüg- stche Ausführung.
Das Schöne in der Musik wechselt alle dreißig Jahre. Um die durch
.verursachte Geschmacksveränderung festzustellen, brauchen wir des- Mb nicht über Cimarosa und Paesiello zurückzugehen. Als diese beiden Eister um 1800 zu schaffen aufhörten, hatten sie seit zwanzig Jahren alle Ueater Italiens und oer ganzen Welt mit immer neuen Werken versorgt. Imiv ■ oder ihre Mache war des Reizes des Unvorhergesehenen ver- fat» ^stvvgen. Der liebenswürdige alte Pachiarotti erzählte mir einmal tim, i ~ während ich seinen englischen Garten bewunderte, die Schach- wÜ7e.n des Kardinals Bembo und seine in England gekauften herrlichen mnl j — er habe ehedem, in Mailand, Abend um Abend, manchmal fünf- ebe ^stimmte Arie von Cimarosa wiederholen müssen. Ich gestehe, euren derarttgen Exzeß der Liebe und Torheit einer ganzen Stadt bettÄtE.- , ^nnen, mußte ich mir dies durch eine Anzahl Augenzeugen "sttmache ? en‘ kann das Menschenherz eine solche Berrückthett lange
Wenn uns ein Lied, das wir vor zehn Jahren gehört, immer noch Ber- gnügen macht, so hat sich die Art des Vergnügens geändert. Die Melodis ruft uns die angenehmen Vorstellungen zurück, die unsere Phantasie bamoM beglückte. Neues Entzücken entsteht nicht. Eine getrocknete Blume zaubert uns dermaleinst einen schönen Tag unserer Jugend zurück.
Musikalische Eindrücke sind stärker als dichterische. Eine Oper Cimarosa- wirkt mächtiger, als die schönste Dichtung, etwa Latta-Rookh von Thoma- Moore oder Das befreite Jerusalem von Tasso, well Musik auch stark körperlich ergreift. Die Mathematik bereitet uns stets das nämliche Vergnügenr sie hat feste Grenzen. Die Musik ist ein grundanderes menschliches Genußmittel. Sie gewährt grenzenlose Lust; immer sich gleich aber und stettg ist ihr Genuß nicht. Kulturstudien, historische Gestalten, Romane, schöne Verse, alles das, was auf der Klaviatur unserer Genüsse zwischen der Mathematik und der komischen Oper steht, schenkt uns umsomehr Genuß, je länger wir uns ihnen ivibmen. In der Musik dagegen gibt es nichts Festes. Dieselbe Oper, die uns heute das lebhafteste Vergnügen schafft, langweilt uns brd Tage später unsagbar ober quält gerabezu unsere Nerven, vielleicht nur, well in der Nachbarloge eine Dame sitzt, die eine kreischende Stimme hat, oder weil es zum Ersticken heiß im Saale ist, oder weil unser Nachbar unruhig sitzt und unseren Stuhl hin und wieder berührt.
Der durchaus physische und mechanische Genuß, oen die Musik den Nev- ven des Ohres bereitet, indem sie sie bis zu einem bestimmten Grade vo« Spannung zwingt, dieses körperliche Vergnügen bringt offenbar das menschliche Gehirn in einen gespannten, empfänglichen Zustand, indem es den Hörenden angenehme Visionen zeigt. Wie in einem Rausch empfindet er Vorstellungen, die ihm in anderem Zustande kaum Vergnügen bereite«.
Ein berühmter neapolitanischer Arzt sagte zu mir gelegentlich des tolle« Erfolgs von Rossinis „Moses in Aegypten" (im Theater San Carlo 1818): „Fügen Sie zu den Lobpreisungen, die man Ihrem Maestro zollen kann, den Ruf eines Mörders hinzu! Ich kann Ihnen mehr als vierzig nervös« Fieber- und Krampfanfälle an jungen Frauen infolge von übermäßigem Musikgenufse nachweisen, und zwar ist das Gebot der Juden im dritte« Akt schuld mit seinem süperben Tonwechsel.
Derselbe Philisoph — denn er verdiente diesen Ehrentitel — war der Meinung, zur Musik gehöre Halblicht. Zuviel Helle beunruhige den Sehnerv ; Seh- und Hörnerv aber zugleich anzustrengen, übersteige die Gehirnkraft. Es wirkt wohl noch etwas anderes mit, fügte Cotugno hinzu: die Elektrizität des Körpers. Um für die köstlichen Visionen der Musik voll empfänglich zu sein, muß man von jedem anderen Menschenkörper isoliert sein. Die Luftschicht um uns muß musikalische Atmosphäre werden. Zum reinen vollständigen Genuß muß sich der Mensch isolieren wie eine elektrische Kraftzelle. Zwischen mir und meinem Nachbar ist mindestens ein Zwischenraum von dreiunddreißig Zentimetern vonnöten. Die animalische Wärme eine- fremden Körpers beeinträchtigt den Mnsikgennß.
Ist man bereits lange Zeit Liebhaber der Zauberin Musik, so stelle« sich, bei wirklich guter Musik, nur noch uns faszinierende Visionen ein, dis im Zusammenhänge mit der Passion stehen, die zur Zeit in uns herrscht. Jedwedes Vergnügen ist doch nur Illusion, und je mehr jemand wirklich Bernunftsmensch ist, umsoweniger ist er empfänglich dafür. Der Zustand, in den die Musik den Empfänglichen versetzt, befähigt ihn zur Träumerei und zärtlicher Liebe.
Pirsch auf den Bock im roten Rock.
Von T. von Wildungen.
Das Schönste und jagdlich vielleicht das Höchste ist für mich, aber wohl auch sonst für manchen alten, weidgerechten Jäger, die Pirsch auf den Rey- bock, sobald er vollständig verfärbt und das Gehörn sauber gefegt hat. Wen« das Rehwild fein rostrotes, sommerliches Kleid angelegt hat, und jeder dürr- belaubte Ast und Busch, jeder kranke Wacholderstrauch, unter der braunen Färbung ein Reh vortäuschen wollen, bann ist es die rechte und beste Zeit, auf einen guten Bock zu pirschen.
Meinem Junge», dem fünfzehnjährigen Sekundaner, habe ich versprochen, daß er in den großen Ferien den ersten Rehbock schießen sollte; kaum war der zweite Ferientag heran, da wurde ich an mein Verspreche« erinnert. Punkt 6 Uhr nachmittags stand der leichte Jagdwagen mit den beiden Eisenschimmeln vor der Tür. Unter Weidmannshellgrüßen und Winken von Mutter und Schwester fuhren wir ab. Auch sie wußten, daß Sohn und Bruder heute seinen ersten Rehbock schießen sollte, und das war eben in einem Jägerhause ein Ereignis besonderer Art. In einer guten halben Stunde waren wir im Revier. Der Wagen blieb in dem nahen Dorfkrug zurück, und wir wanderten fürbaß, wennschon es noch reichlich früh war für die Pirsch. Die Sonne stand noch ziemlich hoch, und der „Alte vom Bruch", der Bock, den ich ihm zugedacht — die Forst- und Waldarbeiter nannten ihn wegen seines grauen Geäses den „Griesicke" — trat vor den Sternen nicht heraus...
Die Sonne ist zur Rüste gegangen, und nur noch einige goldrote tonten und verblassendes Mendrot am fernen Horizont zeigen die Stelle, wo sie


