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toutito vom Norden umschlossen. Dl« zur Einschliehung der Stadt von Osten und Süden anmarschierenden deutschen Verbände unter Scheffer-Boyadel und Litzmannn werden von russischer Aebermacht eingeschlossen, es gelingt ihnen aber in der Nacht vom 23. zum 24. November bei Drzeziny durchzubrechen und noch 16 000 Gefangene und 64 Geschütze einzubringen. Eine der glänzendsten Taten der Kriegsgeschichte!

Zur Verstärkung des rechten Flügels der Armee Mackensen wurde die 48. Reserve-Division des 247 Res.-Korps als letzte Re­serve aus den flandrischen Schützengräben herausgeholt und in 84stünöiger Fahrt nach Schlesien geworfen. Bei Kreuzburg fand am 27. November die Ausladung statt. Am 28. November vor­mittags 11 Ahr wurde unter brausendem Jubel die russische Grenze überschritten.

Wie mit einem Ruck war man in Asien. Die gute deutsche Landstraste hatte ihr Ende erreicht. Strahen, Häuser und Be­wohner machten einen vollkommen verwahrlosten Eindruck. Dom

Links an die Brigade Rott schlost sich die Gruppe Zaenker, und an diese das 2. pvmmersche Korps, das bereits ein auster- ordentlich lebhaftes Artilleriefeuer unterhielt.

Das l1/222 bog bei Kocina links ab, erreichte gedeckt Widawa, wo es zunächst Halt machte, da die Straßenbrücke abgebrannt war. Gegen 5 Ahr wurde zum Angriff angetreten. Richtung war das brennende Ruda, das mit seinem flackernden Feuerschein die Ebene beleuchtete. Der Angriffsbefehl der 48. Aes.-Div. war auf eine Mitteilung der Division Menges ausgebaut, wonach die Wi- dawka überall leicht zu durchwaten sei. Diese Mitteilung war leider falsch. Das vereiste Flüstchen war breit und tief und die Eisdecke brach zusammen. Da der Aebergang unmöglich war, kehrte II/222 auf die Meldung, dast sich am Südende von Rogvzno an der dort befindlichen Fabrik ein brauchbarer Steg vorhanden sei, um, überschritt gegen 7 Ahr abends an dieser Stelle die Widawka und ging dann in der Reihenfolge 7., 8., 6., 5. Kompagnie in Marsch­kolonne den Weg in südlicher Richtung fort, machte nach einigen

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Erläuterung: >-,->4 Die Angriffsrichtungen nach dem Divisionsbefehl an Vormittag.

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Gefecht bei Ruda

30. XL 1914.

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fernen Kanonendonner begleitet, ging der Marsch über Kalub nach Gaszyn, wo die Mannschaften des R.J.R. 222 am Ende ihrer Leistungskraft spät abends anlangten. Aeber die Quartiere spricht man am besten nicht, denn sie spotteten tatsächlich zum Teil jeder Beschreibung. Der nächste Tag brachte wieder einen schweren Waschtag dem Kanonendonner näher, der auf jeden einen faszi­nierenden Eindruck machte.

Am 30. November vormittags versammelte sich das 1. Ba­taillon bei Rychlohihe an der Warthe. Die Warthebrücke hatten die Russen zerstört, über die aus dem, Flusse ragenden, schwarz- verkohlten Holzpseiler war ein Laufsteg für Infanterie geschlagen, während Kavallerie, Artillerie und Bagage durch den seichten Fluh hindurch nmstten. Koseler Landsturm bewachte den Fluh- übergcmg; um i/2ll Ahr war die ganze Division übergeseht. Dann gab es hinter dem Dorfe Kocina auf der Straste nach Widawa einen längeren Halt. Der Befehl war gekommen:Die 48. Reserve- Division greift cm. Die Aussen hatten sich hinter den vereisten Widawka-Abschnitt gestellt. Die Brigade Rott (221, 222) stand auf der Straste nach Widawa. Bon ihr sollte R.J.R. 221 in der Richtung auf die Waldstücke östlich von Wola Kleszcvwa und das R.-Jäg.-Batl. 20 sowie ! 1/222 über Widawa Vorgehen. Regiments­stab, I und III/222 als Reserve in Kocina verbleiben. Die 3. Komp. 222 wurde zur Deckung des Generalkommandos 24. Res.-Kvrps, das auf einer flachen Höhe nordwärts Kocina seinen Gefechtsstand Hatte, vorgeschoben.

Die Brigade Stehr (223, 224) erhielt Ruda als Angriffsziel.

Die kurze Ruhepause bei Kocina benutzte Didisionspfarrer Haupt, um vorn Pferde herunter noch eine Ansprache zu hal­ten. Auf den 1. Advent hinweisend, entwarf er ein Bild von der kvmmeirden Weihnachtszeit, die in diesem Jahr so ganz anders gefeiert werde, als im Vorjahr und betonte ncchmals die Pslich- ten, die wir als Soldaten übernommen hatten. Es lästt sich nicht leugnen, Last uns der Hinweis auf die Weihnachtszeit und die Erinnerung an unsere Lieben daheim etwas weich stimmte, zumal wir wustten, dast wir heute noch in den Kampf, der vor uns int Widawa-Grrrnd bereits entbrannt war, eingreifen muhten.

Die 3/222, die hinter dem Gefechtsstand des Generalkomman­dos ansmarschiert war, hatte einen wundervollen Aeberblick über das gonge Gefechtsfeld von Ruda bis Rogvzno. Jenseits der Widawka, an dem bewaldeten Höhenrand hatten sich die Russen wieder festgesetzt. Es war ein klarer, kalter Rovembertag, der noch bis in die späteren Abendstunden einen wundervollen Weit­blick gestattete.

hundert Schritten Halt und setzte die Gewehre zusammen, auf wei­tere Befehle wartende s

Dem R.J.A. 221 ging es ähnlich. Auch dieses fand keinen Aebergang und drückte deshalb- dem westlichen Fluhafer folgend über den gleichen Steg bei Rogvzno an das i 1/222 heran. Das gleiche Schicksal hatte auch die Brigade Stehr (223, 224). Auch sie muhte, um das jenseitige Afer zu erreichen, dem Flüstchen entlang nach dem genannten Steg marschieren und versäumte auf diese Weise nutzlos wertvolle Zeit. Die Brigade Stehr marschierte in Marschkolonne mit aufgepflanztem Seitengewehr an 11/222 in Rich­tung auf Ruda vorbei, als plötzlich aus dem 500 Meter entfernten und hochgelegenen Waldrand ein mächtiges Infanterie- und Ma­schinengewehrfeuer losbrach, glücklicherweise aber zu hoch lag und den Steg bestrich und auf dem Flüstchen lag. 11/222 ergreift schnell die Gewehre, schwenkt links ein und bleibt etwa 20 Minuten lie­gen. Da kommt endlich von rechts der Angriffsbefehl. Es war inzwischen 10 Ahr geworden, nur der Silberschein des Mondes und die Flammen des brennenden Ruda beleuchteten das Ge­lände. Mit donnerndem Hurra und in wenigen, langen Sprün­gen wird unter schweren Verlusten die feindliche Stellung er­stürmt. Die Verbände waren vollkommen durcheinander gekom­men. Die Truppe stürmt aber, von einer mächtigen Kam, stim- mung ersaht, den Fliehenden nach. Da ertönt plötzlich der Rus Ruda!" Der Feuerschein des Dorfes gibt die Richtung an und unter dem Gesang vaterländischer Lieder stürmt die junge Mann­schaft vorwärts. Die Begeisterung ist unbeschreiblich. Major Dardeleben, 11/222, ist eifrig bemüht, in die Schützenschwärme des Bataillons Ordnung zu bringen. Ms die kampfbegeisterte Truppe aus dem Wald 300 Meter nördlich von Ruda heraus- tritt, liegt das brennende Dorf vor ihr. Am Nordrand von Ruda, wo ein in die Widawka mündender Bach flieht, gibt es noch einen kurzen Aufenthalt, der durch das Feuer eigener Abteilungen von Westen her hervorgerufen wird. Dann aber gegen 11 Ahr abends erfolgt unter brausendem Hurra der umfassende Angriff auf Ruda. Geren diese Stohkraft der kampfbegeisterten Mannschaft war jeder Widerstand in dem brennenden Dors vergeblich. Wer sich nicht ergab, wurde niedergehauen.

Der Sieg war erfochten, aber es dauerte noch lange, bis die vollkommen durcheinander geratenen Truppenteile wieder geord­net waren.

Das Artilleriefeuer verstummte, auch das Infante rief euer flackerte nur noch hie und- da auf, um bald ganz einzuschlafen. Im Fluhtal stiegen die Nachtnebel auf, und als es Mitternacht