Ausgabe 
19.4.1924
 
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mein Vater tat Himmel totaß sich eurer erbarmen, eh« denn ihr euch nicht euerer selbst erbannet?

Di« Minden aber sprachen: Wer ist jener, der sagt, er ist Voltes Sohn und ist selber nichts denn wir?

Als sie nun also redeten, sprach Jesus zu ihnen: Wer blind ist, siehet nicht den Weg, darum sehet zu, daß euere Augen aus­getan werden.

Es war aber unter ihnen einer, der war bsind geboren. Der rührete Jesu Kleid an und sprach: Herr, wie sollen unsere Augen ausgetan werden, wenn es Nacht ist um uns?

Spricht Jesus zu ihm: Blind ist, wer nicht hat den Glauben an das Licht. Wer aber nicht glaubet an das Licht, der wird nicht das Licht schauen. Glaubet an das Licht m euch und es wird euch werden. Denn es stehet geschrieben: und Gott bsies chm ein den lebendigen Odem. Darum ist Gott in euch. And Gott ist das Licht. And das Licht ist in euch. ,

Sie tasteten aber nach ihm und riefen: Wer ist jener, der das Licht siehet und ist doch blind wie wir?

Lind Jesus trat zurück, daß sie chn mcht beruhreten und ant­wortete und sprach zu ihnen: Wer da siehet, siehet und Ware er blind, wer aber sehend ist und will nicht sehen, der bleibet blind und wenn er auch sähe. ~

Da warf einer sich wieder vor Jesu und fand den Saum seines Gewandes und schrie: Herr, hilf uns, Latz toir das Licht fefteir.

Spricht Jesus zu ihm zum anderen Wale: Das Licht ist in euch! And wich von ihnen.

And Jesus zog über das Land eine gute Zeit und ging in eine andere Stadt, da viele Menschen wohneten, und sah Lahme, die warteten, daß einer käme, sie zu Heiken.

Da er sie nun also sah, erbarmet« ihn der Lahmen. Spricht Jesus zu ihnen: Werfet eure Krücken von euch, denn ihr könnet gehen so ihr nur wollet.

Da ergrimmeten sie und riefen: Sehet, er toll unserer spotten. Wie sollten wir gehen, da wir doch lahm sind?

Jesus aber redete zu ihnen mancherlei durch Gleichnisse unö sprach: Siehe, es war ein Wann, der hatte viele Söhne und ließ jedem einen Acker. __ _

Der Jüngste bestellte feinen Acker vom Morgen bis zum Abend. Seine Brüder aber bestellten ihre Aecker nicht und spra­chen: Was sollen wir uns mühen, da Gott die Sonne lasset für unS scheinen? . ,

"Da nun der Tag der Ernte kam. trug des Jüngsten Acker hun­dertfältige Frucht, feiner Brüder Aecker aber trugen nur sechzig-

des Jüngsten Reichtum sahen durch seinen Fleiß, ärgerten sie sich an ihm und sprachen: Was soll der Jüiigste reicher fein, denn wir? ., -

Unö sie machten einen Bund wider ihn und schlugen.ihn und nahmen, was fein war.

Da er aber am Boden lag, lahm und tränt, sprachen sie zu chm: Du fauler Knecht, bestelle deinen Acker, daß wir uns von deinem Fleiste bezahlt machen mögen.

Der Jüngste aber jammerte laut und schrie: Oh, über mich Ungerechte! Habet ihr mich nicht lahm geschlagen und nun foll ich arbeiten für euch? And bestellte fortan seinen Acker nur halb, denn er war lahm und krank. . , _ ,.

Als nun die Zeit der Ernte kam, trug fein Acker karge Frucht und ihn hungerte. Die Brüder aber nahmen ihm noch das ger- ringe, das er besah.

Da zerrih er feine Kleider, warf sich meder, klagte Gott an und schrie: Herr was lassest du geschehen, dah fre mir nehmen alles, was mein ist? Herr, hilf mir in meiner Avtk

Doch die Stimme Les Herren schwieg.

Die aber solche Worte von Jesu höreten, verwunderten sich sehr und sie antworteten und sprachen: Wie kann Gott dem Ar­men nicht helfen, gegen seine Brüder?

Jesus aber sähe sie an und sprach zu ihnen: 'Der sich selbst verlasset, den wird auch der Dater im Himmel verlassen. Wer es fassen mag, der fasse es. And er verschwand vor ihnen.

And Jesus kam an einen Brunnen und setzte sich, denn er war müde von der Reife. ,

Da kommt ein Weib Wasser zu schöpfen und siehet ihn mcht, denn ihre Augen sind voller Tränen.

Spricht Jesus zu ihr: Weib, was weinest du?

Spricht das Weib zu ihm: Herr, sie haben im Kriege meinen

Sohn erschlagen. . .

Spricht Jesus abermals zu ihr: Weib, was weinest du?

Spricht das Weib zu ihm: Herr, soll ich nicht meinen, denn ich hatte nur diesen? , , ,

Jesus aber antwortete und sprach: Siehe das Volk! Sind sie nicht lahm und blind insgemein? And du willst, dein Sohn solle unter solchen das Geben haben? Wahrlich, ich sage dir, selig sind, die da gegangen sind im Glauben an ihres Volkes Licht, denn sie werden das Licht schauen.

Spricht das Weib zu Jesu: Herr, sage mir, ist mein Sohn im Himmel?

Spricht Jesus zu ihr: Du sagst es.

Da fiel das Weib nieder auf die Knie und rief: Herr, ich sehe, Satz du ein Prophet bist. .

Darnach trifft Jesus einen Hauptmann, der gehet das nackte

Schwert in der Hand. Fragt ihn Jes«»: Was gehest du mtt Dem nackten Schwerte?

Der Hauptmann aber antwortete und sprach: voll ich mcht hm was meines Dienstes ist?

Spricht Jesus zu ihm: Du hast gehört, datz zu den Alten ge» agt ist: Du sollst nicht töten. Darum sage ich dir, stecke dein Schwert in die Scheide.

Der Hauptmann aber ergrimmte und sprach: Sie haben meine Brüder getötet. ,

Spricht Jesus zu ihm: Wer Blut »ergießet, detz Blut soll auch vergossen werden. . ,

Darüber zog Jesus hinauf und fand fitzen Derkaufer und Käufer, Wechsler und Krämer, die handelten allerlei Gut, das keiner mit Augen gesehen, und was durchs ihre Hände ging wuchs, dah keiner es mehr kaufen konnte. Sie mästeten sich aber an ihres Volkes Rot und Nahrung.

Da nun Jesus solches sah, trat er unter das Volk und sprach: Wer sind diese? s

Etliche aber antworteten und sprachen: Sage es selbst.

Spricht Jesus: Wird unter euch einer sagen, was ihr selber nicht wisset? Ich aber sage euch, so ihr nicht von euch tuet euere Verderber, seid ihr gleich dem Hirten, der die Wölfe lässet unter

Und Jesus ging hinaus und sähe das große Volk und sah Hunger und Krankheit, aber auch, daß sie die Hände legeten in den Schoß ihres Elendes. And es jammerte ihn derselben.

Da es nun Abend ward, saß er unter ihnen und lehrete sie.

Es waren aber etliche, die hatten nicht Arm und nicht Bein. Die zeigten Jesu ihre verstümmelten Glieder und sprachen: Herr, siehe, wir haben nicht Arm noch Bein.

Spricht Jesus zu ihnen: Wo habet ihr sie gelassen?

Sie aber schrieen und sprachen: Haben wir sie nicht für die Brüder gelassen und keiner hat uns gedanket?

Jesus antwortete und sprach: Suchet ihr Lohn bet den Men­schen und nicht bei eurem himmlischen Vater?

Leidet um des Lichtes willen in euch, denn das Licht in euch löschet keiner, und wer um des Lichtes willen leidet, dem sollen ewige Leuchten brennen.

So ihr euch aber nicht besinnet auf das Licht in euch und nicht die Hände reget und nicht ausweiset die falschen Propheten, wird auch mein Vater im Himmel sich nicht besinnen auf euch.

Es waren aber Zweifler unter ihnen, deren einer stand auf und schrie: Herr, lasse uns nicht auf Öen Himmel warten, hilf uns zu dieser Stunde, daß wir sehen, ob du wahrhaft Gottes Sohn bist. Jesus erhob sich über sie und sprach: Oh, ihr Klein» gläubigen, so ihr nicht demütig werdet und ärger noch leidet denn bisher, ist euere Zeit noch nicht erfüllet.

Wollet ihr die Brüder neiden, die eueren Acker genommen haben und eueres Lebens Dotdrcrft? Sie haben ihren Teil er­halten, und wenn sie vor dem himmlischen Vater stehen, werden sie nichts erhalten, denn sie haben ihren Lohn dahin.

Ihr aber werdet, so ihr sterbet, im Glanze stehen, denn ihr habet g»l;tten um der Gerechtigkeit willen.

Etliche aber antworteten und sprachen: Sollen wir solange im Elend bleiben, so ist es nicht not, uns die Herrlichkeit zu zeigen, da wir sie doch nicht sehen. ,

Spricht Jesus zu ihnen: Habet ihr nicht gelesen, tote der Herr feinem Knechte Mose vom Berge Rebo gezeigt hat das ver­heißene Land? And der Herr sprach zu ihm: Du hast eS mit deinen Augen gesehen, aber du sollst nicht hinübergehen. Also werdet auch ihr nicht hinühergehen, aber ihr werdet schauen das verheißene Land. . , t r, . , . .

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, so ihr dem Lichte folget tn euch, wird auch eueren Kindern das Licht wieder scheinen.

And sie fielen nieder auf ihr Angesicht, so Blinde als Lahme und die, die ihren Willen- verloren und keine Freude mehr hat­ten an dieser Wett und weinten taut

Als sie wieder aufblickten, war die Stätte leer, da er gestände».

FrühKngserwachSN.

Von ElaraDiebig.

Es duftet nach Frühling. Doch zeigen die breiten Buchenäste kein Blättchen, das junge Grän schläft in braune«, schwellende« Knospen, aber es schläft nicht mehr fest, es träumt schon vom Tag der Auferstehung. Klarer, blauer, fröhlicher Himmel, goldenes Sonnengeflimmer, und unter den Fichen raschelndes Laub. Das Weidengestrüpp am Weg steht mir silbrigen sammetweichen Kätzchen, durch die zähen Stengel schießt der Lebenssaft, daß sie rot glänzen wie frisches Blut. And weiße Schneeglöckchen hocken m Büscheln beiein­ander, schütteln sich im lauen Wind und flüstern von Lenzes- hoffnung. Die Vögel stimmen ihre Kehlen, noch klingt ihr Lied schüchtern der Frühling liegt im Wiegenbett, fle wecken ihn mit zarter Melodie, bis er die strahlenden Augen aufschlägt, die Hände voll Blumen greift und sie mit Jauch­zen über die Welt schüttet.

O wie schön, wie schön 1 Sie hüpfte mehr als sie gmg, sprang nach rechts, nach links, kniete ins vermoderte Winter-

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