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Ihr Wann* -r - *t» t' -

Kcrrrel mußte sich setzet,, Und sie sah ihm unfreuMich bl bk

Er wußte nicht recht, was er hierzu sagen sollte, und als er st« so erstaunt betrachtete, begann sie ihn zu schelten.

Herr Gebers sagt Loch, daß du ihm geraten hast, nach zu hei­raten Ich hab' den Gustav gern, aber er braucht mir Geld' Ich hab' ihm schon einmal tausend Mark gegeben, und ich weiß nicht, was er damit begonnen hat. Mein, wenn du chm ge­raten hast, mich zu heiraten, dann sag' ihm nur, daß ich (nicht

Wärmeeinheit ist bekanntlich die Grammkalorie, ^ne Wärme­menge, die imstande ist, 1 Gramm Wasser um 1 Grad zu ser- wärmen. Wieviel solcher Wärmeeinheiten pro Minute auf einen Quadratzentimeter eingestrahlt werden, kann, ermittelt wervm. Prinzipiell geschieht die Messung so, daß man emen Korp«, der alle Strahlungen absorbiert, eine bestimmte Zeit lang der Sonne

Augen

Jawohl, er ist mein Wann! Schon ganz lang« sind wir auf dem Standesamt gewesen, und deswegen wmme ich am Lage hier­her, um auf ihn zu warten. Er will mich ja nicht hier wohnen lassenI" setzte sie böse hinzu.Er ist überhaupt ein schlechter Mensch: aber ich habe ihn nun einmal, und er soll stch nicht einbilden; daß ich ihn laufen lasse."

Sie schien ganz vergessen zu haben, daß sie Karret einmal, nre »me i geküßt und ihm die Treue geschworen hatte, und er wundert« stch aewandt I auch, daß das niedliche kleine Fräulein Hellmund, das so adrett - und zierlich gewesen war, nun eine ärmlich gelleidete Frau mit

hohlen Wangen und einem verkniffenen Munde war.

Er wußte nichts mit ihr zu sprechen, als daß er Guschr zu sich bestellte. Sie versprach, Li« Botschaft zu übernehmen.

Hoffentlich haben Sie eine Arbeit für ihn," setzte sie hinzu. Er ist so faul, so schrecklich faul. ich kann noch immer nicht wieder arbeiten." Dabei drückte sie den Kopf des kleinen Kindes an ihre Brust und legte ihre Lippen auf die spärlichen blonden

will!" _ _,. ,

Zausend' Mark hatte die geizige Tante an Guschr gegeben und der wollte sie heiraten? Karrel wurde beinahe schwindlig, und die Tante redete und schalt eine Weile auf ihn' ein, bis er ihr ver­sprach, mit Guschi zu sprechen und' ihm vorzustellen, baß aus emer Heirat nichts werden könnte.Warum sagst du rhm das mcht selbst?" mußte Karrel endlich fragen.

Marenka zuckte die Achseln.Er laßt mrch gar mcht zu Worte kommen und- ist so lieb und- zärtlich: da mag ich ihm nrcht wehe tun. Aber heiraten will ich ihn nicht."

Karrel wußte nicht mehr Guschis Wohnung, aber Aante Ma­renka gab ihm die Adresse, und er ging eines Bachmittags hin,

Das Zimmer lag in einem neuen Miethause, und die Etagen­tür stand- weit offen. Karrel konnte unbehindert einen schmalen Gang hinuntergehen und an die Tür klopfen, an der eine Disiten- karte mit Guschis Damen steckte. Eine weibliche Stimme rief ,,H«- ein!", und wie Karrel eintrat, sah er eine junge Frau am Tische sitzen'und ein kleines Kind füttern. Sie war blaß und schlecht ge­kleidet; er erkannte sie zuerst nicht; dann aber blickte sie ihn mit ihren Hellen, blauen Augen an, und da sah er, daß es Linchen Hellmund war. .

Was wollen Sie hier, Herr Schulte?' fragte fte kurz.Mern Mann ist nicht zu Hause. E" ist eigentlich niemals zu Hause."

Die uns von der Sonne zukommende Wärmestrahlung ist es, di« alles Leben und alle Bewegung auf der Erde ermöglicht. Die Sonne ist es, die Luftmassen erwärmt und dadurch Wind und Kon­densation des Wasserdampfes (also Bewölkung und Niederschlage) hervorruft. Die Stärke der Sonnenstrahlung und ihre etwaigen Aenderungen kennen zu lernen, müßte also auch gerade für den Meteorologen höchst wichtig sein. Aber erst in neuerer Zeit wandte man sich allgemeiner diesem Problem zu, als eine andere Wissen­schaft die Medizin, zu ihren Zwecken meteorologischer Daten, be­sonders gerade in der Frage der Strahlung, bedurfte. Die Licht- n yer- und Wärmestrahlen (bekanntlich sind dies elektromagnetische Zuviel 1 Schwingungen von einer Wellenlänge von 4 bis 8 tausendstel ' - 1 Millimeter für sichtbares Licht, darüber hinaus Warmewirkung), wie sie uns von der Sonne zukommen, erleiden m unserer At-^ mvsphäre mancherlei VeränderungAi, ehe sie die Erdoberfläche treffen worüber uns das Spektroskop Auskunft gibt. (Das Spell troskop ist ein Apparat, mit dem man das Sonnenlicht , in ferne Spektralfarben zerlegen und- die Grundstoffe, aus denen die Sonne besteht feststellen kann.) Schon die äußere Gashülle der Sonne absorbiert ja gewisse Wellenlängen, die im Spektrum als dunkle Linien erkennbar sind- Don den Gasen unserer Lufthülle abfor- bieren besonders Wasserdampf und Kohlensäure. Diese sog.tel- lurischen" Linien verraten sich durch ihre wechselnde. Starke, je nachdem die Sonne bei hohem oder tiefem Stand eine dünnere oder dickere Luftschicht durchstrahlen muß-, während die echten Sonnen­linien unverändert bleiben. Außerdem wird auch viele Strahlung durch Staubtrübungen irgendwelcher Art zurückgehalten und re­flektiert So gelangen von der an der Grenze der Atmosphäre auf- treffenden Sonnenstrahlung bestenfalls nur 50 bis 80 Prozent zur Erdoberfläche. Wie die Strahlung gemessen wird und- zu was für Resultaten man dabei gelangte, soll im folgenden kurz dargestellt

In dieser Zeit wurde Tante Marenka lebenslustig. Sre ging mit Guschi ms Varietetheater und ins Bierlokal, sie, putzte sich mehr als es sonst ihr« Art war, und wenn Karrel dabei war. dann winkte sie ihm verschmitzt zu, gerade, als wollte fte chm etwas Desondres damit sagen. Aber er wußte nicht, was sre wollte und ließ sie mit Guschi meistens allein. ,

Ms sie ihn eines Abends kommen ließ und rhm erklärte, daß sie nicht daran dächte, sich wieder zu verheiraten. Sie wollte sich wohl einmal belustigen, aber ihre Freiheit wollte sie mcht aus-

da er keine richtige Abrufe angeben konnte, wußte er, daß er von I ihr nichts hören würde. Gr aber schrieb, wenn er Muße fand, und I als er nach zwei Monaten wieder nach Hamburg zurückkehrte, da I hatte er Herzklopfen, als er das Haus betrat, in dem er rm vierten I und Linchen im zweiten Stock wohnte. Doch als er bei ihrer Wrrtin I fragte, wann Fräulein Hellmund nach Hause käme, erfuhr er, daß I sie ausgezogen sei. Wohin? Das vermochte die Vermieterin mcht zu sagen, und als Karrel auf dem Kontor nachfragte, auf dem sie zu arbeiten pflegte, wurde ihm der Bescheid, daß. Kraulern I Hellmund di« Stellung hier aufgegeben habe. Ihr Bräutigam I hätte ihr wohl eine andre besorgt. Diese Antwort erteilte eme Maschinenschreiberin, an die sich Karrel mit seiner, Frage gewannt hatte und als er das ältere Mädchen verständnisvoll anstarrte, setzte sie hinzu:Fräulein Hellmund' war mit einenr feinen imigen Herrn verlobt; ich habe sie mehrmals zusammen gesehen!

Es war gut, daß Karrel nicht recht zur Besinnung kam; fern Herr nahm ihn mit nach Berlin und dann nach Warschau, Ueberall aab's Geschäfte zu machen, es galt, seine Gedanken zusammen- zunehmen. Endlich lagen die Türme von Hamburg wieder vor Karrel, aber er freute sich nicht, sie zu sehen. Er war jetzt in der Welt umhergekommen und wußte, daß sie nicht überall schon war, aber an Linchen Hellmund konnte er noch nicht denken, ohne einen scharfen Schmerz zu empfinden. Er hatte sie für treu und gut ge­halten. und sie war beides nicht gewesen.

Der Winter kam wieder einmal und vrele Arbert rm Geschäft. Herr Schmidt vertraute ihm jetzt manches an; da mußte Karret besonders acht geben, und es paßte ihm nicht besonders, als Tante Marenka ihn eines Sonntags zum Abendessen einlud. Tante Ma- lenka hatte sich blitzwenig um ihn gekümmert und war manchmal kaum freundlich gewesen; da hatte er sie beinahe vergessen und ließ sie mit ihren Gold- und Srlbersachen allein fertig toeröen. Gr wußte, daß sie im Sommer seine Eltern besuchte und berichte^ wieviel sie für ihren angeheirateten Dessen tat, aber er konnte sich nicht denken, daß man ihr glaubte.

An diesem Abend empfing die Tante ihn sehr freundlich und sagte ihm, daß sie Gutes von ihm gehört habe. Er solle inur immer so bleiben. Als sie noch nicht mit ihrer Ermahnung zu Ende war trat Guschi ein, begrüßte die Tante vertraulich und nrate auch Karrel zu. Er war gut gekleidet und schien sehr guter Laune.

Für seinen alten Freund hatte er einen flüchtigen Gruß, dann wandte er sich Tante Marenka zu und machte so viele Witze, daß diese aus dem Lachen nicht herauskam. Dur als er eine Anspielung auf ihr vieles Geld' machte, wurde sie ernst und erwiderte ver­drießlich, daß es mit ihrem Reichtum nicht weit her sei. Aber dann vergaß sie ihr« Verstimmung, und der Abend verlies gemütlich.

Beim Heimweg hängte sich Guschi in Karrels Arm.Dun laß uns noch ein Glas zusammen trinken. So lange haben wir uns nicht gesehen! Du sammelst wohl schon Reichtümer was?

Wer irgendetwas gefiel Karrel nicht mehr an fernem Freunde. So lehnte er das gute Glas ab und ging lieber nach Hause.

Haare

Einen Augenblick stand- Karrel noch neben ihr, aber dann ging er eilig davon. Es kocht« in ihm. Eine ohnmächtige Wut, und dann doch ein unsägliches Mitleid mit Linchen und ihrem Kinde stieg in ihm auf, und dann suchte er Guschi dennoch ein wenig zu entschuldigen. Jedermann mochte ihn nun einmal gern, und da­durch tat er Dinge, die nicht recht waren. Den ganzen Abend war­tete er auf ihn, weil er ernsthaft mit ihm reden wollte, aber eb erschien nicht, und am andern Tage gab's so viel Arbeit im Ge­schäft, daß Karrel fast ein wenig verstört wurde.

Er hatte fein eignes Zimmerchen im Kaufhause, das er zum Umkleiden benutzte. Der einfache blaue Straßenanzug, mit dem er morgens kam, war Herrn Schmidt nicht elegant genug; im Ge­schäft mußte er einen feinen schwarzen Anzug tragen, der zugleich Reklame für die schwarzen Anzüge der Firma machte.

Auch heute wechselte Karrel gleich seinen Anzug und kam erst nach einigen StundAi wieder in seine Kammer, um sich ein Papier aus der Tasche seines Straßenrockes zu holen. Aber sein Anzug war verschwunden, ein sehr vertragener hing an seiner Stelle. Karrel wurde sehr ärgerlich. Es war schon einmal vorgekommen, daß ihm etwas aus seiner Kammer weggekommen war, und er wollte gerade Lärm schlagen, als er zum Prinz pal gerufen wurde, der einen Auftrag erhalten hatte. .Und dieser Auftrag war so großartig, es stand eine so große Summe auf dem Spiel,, daß Karrel seinen Verdruß hinunterschlucken mußte und ihn gewisser­maßen auf gelegene Zeit verschob.

(Fortsetzung folgt.)

Die Messung der Sonnenstrahlen.

Ein neues Problem der Wissenschaft.

Von Dr. W. Malsch, an der Badischen Landeswetterwarte in Karlsruhe.