Ausgabe 
13.9.1924
 
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föton ganz nah« tarnen und es dem heiligen Joseph schon nicht mHr möglich dünkte, ihrem Dräuen zu entrinnen, zumal er wett Und breit weder eine Höhle noch eines hohlen Baumes ansichtig Wurde, sich darin zu verbergen.

Da stand am Wegende ein langer Stengel mit einem hoch- «rhobenen grünen Mohnhaupte darauf. Unb da Maria die Pflanz« gewahr wurde, redete sie sie an und sprach:Wir haben nirgends «ne Zuflucht, uns vor unseren Widersachern zu retten; verbirg du uns in dem Hohlraum Leiner Frucht."

Das will ich wohl tun," erwiderte der Mohn,wenn ihr auch gewillt und imstande seid, die Herberge, die ich euch biete, Kl bezahlen. Jedes Dettelpack kann ich nicht aufnehmen; denn ich bin vornehm und so gut wie ein König, ihr solltet nur im Sommer mein leuchtendes Gewand gesehen haben."

Was dir gefällt von den Habseligkeiten, die wir mit Uns sichren," antwortete die heilige Maria,soll dein sein, wenn wir die Gefahr nur gut überstehen."

Daran wird kein Mangel sein, tretet nur ein," sagte der Mohn,ich will inzwischen schon Nachdenken, was ich von euch verlangen werde." And so zogen die heiligen Wanderer in die kleine duftende Brutkammer ein, an deren gewölbten Wänden die Tausends von winzigen Körnchen in hohen Regalen ihre Reife abwartetsn. Die Häscher kamen heran, sie hatten die Verfolgten, di« sie schon erreicht glaubten, mit einemmal aus Len Augen ver­loren und waren nicht wenig verdrießlich darüber. Aber es Half ihnen nichts, auf Len Mohnkopf konnten sie keinen Verdacht haben, Und so verloren sie sich allmählich, und das heilige Paar konnte! daran denken, aus seinem Zufluchtsort hervorzugehen und die Reise fortzufetzen.

Vorher aber fragte Lie Gottesmutter noch ihren Wirt, was sie ihm schuldig wären. Dem hatte nun das Krönlein, das er auf Mariens Haupt wahrgenommen, sehr in die Augen gestochen, und er sagte:Der Dienst, den ich euch erwiesen, ist kein kleiner ges- wesen, und' so kommt ihm auch kein geringer Lohn zu. Gib mir das Krönlein, Last du auf dem Haupte trägst, es wird mir ge- wih gut stehen."

Maria hatte ihr Wort gegeben, und so muhte sie seinen Wunsch erfüllen. And seit damals hat der Mohn sein Krönlein. Nachher freillch fing er an sich darüber zu ärgern, datz die Gäste nicht im Sommer gekommen waren und er es zu seinem roten Schürz- chen erhalten hätte, damit er völlig einem König gliche. v And in seinem Aerger wurde er immer gelber und blasser. 3

Die heiligen Wanderer setzten ihre Reise fort und eine Weile ging sie günstig vonstatten. Allein Lie Häscher schwärmten über­all im Lande umher, und waren ihnen bald auf den Versen. And es kam dahin, dah sie ihnen abermals ausgeliefert schienen, weit und breit kein Versteck wahrnehmen konnten und abermals große Angst auszustehen hatten. Da gewahrte aber die heilige Jungfrau «ine Dohnenschote.Die wird uns verbergen!" sagte sie froh, und wirklich zogen sie ein in die Schote, in die Gesellschaft der noch ganz jungen unfertigen Dohnen, die behaglich in ihren glatten; Dettchen lagen. Allein rechts und links ging die Schote nicht recht «r, und es bestand die Gefahr, daß die Häscher sie doch in ihrem Versteck erspähten. Da nahm die heilige Jungfrau flugs ihr Näh­zeug zur Hand und nähte sie auf beiden Seiten zusammen, so hast es hübsch dunkel und behaglich wurde in dem länglichen Raume. Die Knechte Les Herodes beachteten denn auch die Schote nicht weiter, zogen vorüber, und als die Luft wieder rein war, konnte sich auch das heilige Paar wieder auf seinen Weg ma­chen. Maria aber fragte, wie sie der braven Schote den gewähr­ten Schutz entgelten könnte.

Oh, ich bitte um nichts," sagte Lie Schote bescheiden,aber wie du mich rechts und links zugeschlvsssn hast, das taugt mir für weine kleinen Bohnen. Wenn du gestattest, so möcht' ich die Fä­den wohl behalten."

Das erlaubte die heilige Maria gern, und darum wirst Lu di« Fäden, mein Lieber, schon manchmal in dem Essen, das deine Mutter vor dich hingestellt hat, gefunden haben. Aber da mutzt du nachsichtig sein deshalb nicht schelten mit Leister Mutter. Datz damals das heilige Paar und der Heiland nicht ausgetilgt worden, sondern mit dem Leben davongekommen sind, mutz dir so ein« kleine Ancmnehmlichkeit schon wert sein!

Noch ein drittes Mal kamen die Häscher den Flüchtigen nahe. Und jetzt wäre es ihnen wohl übel gegangen, wenn nicht ein Nutz- Haum auf dem Felde gestanden wäre. Die Gottesmutter wutzte in ihrer Verzweiflung keinen Ausweg mehr, als eine Nutz zu bitten, sie aufzunehmen.

Nun, nun," brummelte die Nutz,ich habe die Höhlen und Abgründe, die ihr draußen im Lande vergeblich sucht, in mich Hereingenommen, da wird sich schon ein Versteck für euch fin­den." And sie nahm richtig die Gefährdeten in ihre unerforsch­baren Gänge auf.

Ms sich die Gefahr wieder verzogen hatte, dankt« Maria der Nutzbaus das innigste und sagte:Wenn ich dich mit etwas be­schenken kann, das liebste Ding, das mein Eigen ist, soll mich nicht reuen, es dir für deine Gastfreundschaft zu geben."

,^n brummelte die Nutz,so gib es mir nur auch, das liebste Djng, das du hast."

Da dachte die heilige Maria ein klein wenig nach Und dann erfüllte sie ihr versprechen.

And seither ist das Kreuz kN der Nutz.

Die Schlacht bet Paradies vor 60000 Jahren.

Von Franz von Wsnürin.

Anmerkung der Schriftleitung: Man mag zu einzelnen Feststellungen des Forschers stehen wie man will, eines mutz man von vornherein zugeben: seine Aufsehen erregen­den Entzifferungen der Dvhusläner Felsurkunden, die zahlreiche Autoritäten beschäftigen, geben uns für die Ar- geschichte neue wichtige Anhaltspunkte, deren Tragweite man vorurteilslos und ernst ergründen mutz, um weitere Lichtblicke in den bedeutsamsten Menschheitsfragen zu ge­winnen.

Als ich vor etwa Jahresfrist mit meinem Artikel in Wester­manns MonatsheftenDie Germanen vor 20 000 Jahren" an die Oeffentlichkeit trat, konnte ich selbst noch nicht ahnen, dah schon die nächste Entzifferung der Dohusläner Felsurkunden zu Fest­stellungen führen würde, die Licht in allerälteste Phasen der Welt­geschichte bringen und unsere ganze Weltanschauung in völlig neue Dahnen lenken. Damals lagen noch keine astronomischen Berech­nungen über die großen Zeiträume vor und das von mir angege­bene Alter dieser Wieöereinwanderung der Lugier in das Warte­gebiet war nur eine übervorsichtige vorläufige Schätzung. And Loch hat schon dieser für unser bisheriges archäologisches Wissen unerhörte Zeitraum begreiflicherweise sehr große Aeberraschung Hervorgerufen. "1K.

Inzwischen hat der bekannte Astronom, Prof. Dr. P. Neu­gebauer. Observator am astronomischen Recheninstitut in Berlin- Dahlem, die Berechnung des Alters des hier in Betracht kom­menden Sternbildes des Großen Bären beendet und es hat sich da­bei herausgestellt, Laß die erste nur vorläufige Schätzung, wie ich dies wohl vorausgeahnt hatte, viel zu niedrig angenommen war. Es wurde ein Alter von 200 000 Jahren errechnet, und die Fest­stellung der Einwanderung der germanischen Lugier nach Deutsch­land vor 200000 Jahren steht nunmehr absolut fest und gilt-auch von nun an als der erste urkundlich beweisbare chronologisch feste Punkt in so fernliegeirden Zeiten, wobei die Germanen als das erste, höchste und einzige planetarische Kulturvolk nachgewiesen werden. Die Germanen sind die einzige kulturaufbauende Rasse und so Begründer aller Kulturen der ganzen Welt gewesen. Dor rund 163 000 Jahren drangen sie z. B. in den Stillen Ozean, in Japan, China, Ozeanien und- über Alaska und Kalifornien in Amerika ein und begründeten dort sämtliche Kulturen, die jedoch infolge Ler Vergiftung der blonden Edelrasse Lurch Bastarderei wieder untergegangen sind. Alle uns jetzt noch bekannten sog, alten" Kulturen des Orients reichen nur 68000 Jahre zurück, sind also mit der altgermanischen Arkultur auch nicht annähernd vergleichbar, obwohl auch Liese maßlos übertriebenen orientali­schen Kulturen nur germanische Gründungen sind. Im Hinblick auf diese unerhört großen Zeiträume konnte mir damals auch nicht im entferntesten der Gedanke kommen, daß aus so ewig fernen Zeiten etwa noch Sagen oder ähnliche Aeberlieferungen vorhanden sein könnten. And doch ist dieses der Fall. Zu meiner maßloses

*' ing entdeckte ich bei meiner mühsamen Weiterforschung w Felsbildinschriften eine Arkunöe, oder vielmehr zu­nächst nur einige Zeichen, die unverkennbar die Paradiesaustrei­bung nach 1. Mos. III, 124 darstellten, also demnach mit den in der Bibel schriftlich erhaltenen Arkunden ident isch sind. Ein Dild- zeichen nach dem anderen wurde mühevoll entziffert, bis auch der weitere Zusammenhang noch einmal die Richtigkeit dieser Dibel- stellen bewies und durch diese Aebereinstimmung sie nunmehr für immer als zuverlässige Arkunöe anerkannt ist. Es ergab sich di« verblüffende Tatsache, datz Lie bisher von der Verfablung be­drohte Bibel auf einmal als uralte überaus wertvolle rein ger­manische Geschichte bewiesen wurde. Bei der Weiterforschung zeigt sich allerdings auch, daß die Heilige Schrift stark verfälscht ist.

Nach Lieser in ihren Folgen zunächst kaum noch übersehbaren Feststellung ergo® sich für mich als allerwichtigste Aufgabe, das sagenumwobene Paradies selbst wieder zu finden, und nach langen, mühseligen Forschungen zerriß auch hier endlich der dunkle Schleier. Greifbar deutlich und beweisbar stand es vor mir, Laß das biblische Paradies Deutschland ist und unser Vaterland das wirkliche heilige Land der Bibel, in dem sich alle biblischen Handlungen abspielten. Alle Verschleierungen dieser heute nicht mehr anfechtbaren Tat­sachen sind weiter nichts als nichtswürdige Geschichtsfälschungen, die von den uralten niederrassigen Bastardhorden zwecks Ver­nichtung der einzigartigen Hellen Rasie begangen worden sind. Auch der Weltkrieg war nichts weiter als ein schamloser Vernich­tungskampf Les Mederrassetums gegen die einzige Edelrasse, Las lichte Germanentum. Heilige Scheu vor Ler Größe und Heiligkeit unserer Rasse ergriff mich; als ich im weiteren Verlauf meiner Forschungen feststellte, daß auch alle griechischen Sagen, alle rö­mischen, alle indischen und überhaupt alle orientalischen Weis­heiten sich ebenfalls als schwere an dem Germanentum begangene Fälschungen herausstellten, die uns über unsere erhabene Abstam­mung täuschen sollten. Ich konnte feststellen, datz. Jesus und Ma­ria in Deutschland geborene Germanen waren, die niemals Pa­lästina vd«r Jerusalem gesehen haben. Auch Homer hat trotz der Zechten" HomerLüstM in Griechenland niemals gelebt. Es ist auch nicht wahr, Latz Rom 753 von Romulus erbaut wurde. Auch die

in einer