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Sh ahne weiteres daraus, Latz sich tu diesem Falle Berlin bzw. 1 eltoto auf der der Sonne abgekehrten Seite befindet, und zu-
Geltow auf der der Sonne abgekehrten Seite befandet, uno zudem die relative Aethergeschwindigkeit sich hierbei als Differenz zwischen der Aetherbewegung und der absoluten Erddrehung ergibt. Auch. der Llmstand, daß nachts die Reichweite der Funkwelten wesentlich größer ist als am Sage, findet so eine zwanglose Deutung, da sich nachts die Stationen gewissermatzen in der Aether- Wind-Schattenseite befinden, also in einem mehr ruhenden Retyer, auch hier erscheint der Vergleich mit Schallwellen, die bekanntlich in ruhender Luft auf weitere Strecken deutlicher wahrnehmbar sind als in bewegter, naheliegend. Lleberhaupt finden die elektrischen und magnetischen Erscheinungen, die letzten Endes doch immer als Dewegungs- und Strukturzustände des Reihers auf gefaßt toeroen müssen, hier eine einfache Erklärung, insbesondere hinsichtlich der
scher Gewohnheit nach zehn Minuten wieder Weggehen. Der Achtzigjährige aber geriet in das Reden, zeigte seinem Befücher LiePhoto- Shien, die an Len Wänden hingen urid Familienangehörige!
eilten, und führte ihn durch sein Haus, dann ging er mit ihm in Len Garten, zeigte ihm seine Blumenbeete. Schließlich sahen die beiden Männer, der alte und der junge, im Wohnzimmer, von dem der Blick hinaus in das Erntefeld ging. Der Pfarrer hatte nach der Heimat und nach den Stellen gefragt, die Oestreich seither innegehabt hatte, da kam dieser, ohne unmittelbar dazu auf» gefordert worden zu sein, ganz von selbst dazu, seinen Lebenslauf zu erzählen Am Erntelage, umweht vom Blumendufte, der durch das geöffnete Fenster Hereindrang, erfüllt vom Danke gegen Gott und von der Freude, in wenigen Stunden seine Kinder um sich zu sehen, ließ er seinen Blick auf die ihm zugemefsene Lebenszeit zurückgleiten. „ ,
,Die Welt," so erzählte er, „hat sich von Grund aus geändert, seitdem ich am 2. August 1842 zu Ruttershausen bei Gießen geboren bin Ich habe noch viele alte Hessen gekannt, die 1812 mit in Rußland waren; der alte Schäfer Benner aus meinem Geburtsorte hat mir manchmal erzählt, was für Rot er an der Beresina ausgestanden hat. Linser Ort gehört zur Pfarrei Kirchberg. Dicht bei Ruttershausen liegen die alte Kirche und das Pfarrhaus, vom Kirchenplatz schaut man herunter auf das Lahntal, selten yar eine Kirche eine so schöne Lage wie meine Hmmatkirche Nas Lahntal ist dort breit und freundlich. Dicht dabei liegt die Rinne Staufenberg. Meine Eltern waren brave, fromme aber gering bemittelte Leute. Der Vater war Wiesenwärter und hat daneben etwas Ackerbau getrieben. Ich wurde früh zur Arbeit angehalten hals beim Futtermachsn, beim Kartosselausnehmen und war ein ziemlich wilder Junge. Als ich ungefähr zwolf Jahre alt war, kam eines Sages der Pfarrer von Kirchberg, der uns in der Schule Religionsunterricht erteilte, zu meinen Eltern und erdfp nete ihnen, sie möchten mich zum Lehrerberufe bestimmen, da ich gute Anlagen habe. Dis dahin war ich mir selbst nicht Mrnißt geworden, daß ich gute Anlagen habe ich hatte nur.meine Sveube am Unterricht gehabt, war flink im Rechnen und streckte im Religionsunterricht ost den Finger Meine Eltern wollten Merst aus den Vorschlag des Pfarrers nicht eingehen, da sie noch drei kleinere Kinder zu versorgen hatten, als aber meiner Mutter eine kleine Erbschaft von einer Saute in dem benachbarten Daubringen rufiel willigten sie ein. Rach meiner Konfirmation erhielt ich Unterricht bei unserem. Lehrer. Drei Jahre später meLete rch mich zum Eintritt in das Lehrerseminar zu Friedberg. Damals gmA die Main-Weserbahn noch Nicht, ich ging bei der Anmeldung die sieben Stunden hin nach Friedberg und zurück zu Fuß, nmsi war damals noch nicht verwöhnt. Das^war in der 3eit, ln .dei die Leute vom Vogelsberg zu <yufj nach Frankfurt zum ÜNaik.e gm gen und dabei ihren Handkarren vor sich herschoben. Zwei Jahre später im Alter von neunzehn Jahren, bekam ich meine erste dienst- liche Verwendung, und zwar kam ich, der ich vorher me den Rhein gesehen hatte, nach Rheinhessen. war zuerst in DostheiM unu dann in Rack Schulvikar, 1869 wurde ich m Rack definitiv an» gestellt und 1875 kam ich hierher. .
Große Sprünge konnte ich als Schulvikar und auch als junger Lehrer nicht machen, bei meiner ersten definitivenAnstellung bekam ich 300 Gulden Gehalt, aber ich war zufrieden und streckte mich nach der Decke. Ich fand liebe Aachbarkollegen und auch unter den jungen Bauern manchen Freund Damals war in Rheinhessen Viel ideales Streben zu stnden, die jungen Leute taten sich in Lesevereinen zusammen, hielten gemeinsam Zeitungen und Zeitschriften. Zuweilen kegelten wir auch und machten an schonen Svmmertagen Ausflüge, aber wir waren nichts weniger als ausschweifend'/ An meiner Sätigfeit hatte ich Freude. Manchmal war | mein Mut etwas niedergebeugt sobald ich ^r m die Schufftube I trat wurde es mir wieder fröhlich zu Mut. Ich,p.att£.nJol? I heim und in Rack einklassige Schulen, also gleichzeitig Kinder von g_13 Jahresj vor mir, aber die Kinder waren gut geartet und
freundlich, und so ging alles gut. . .
.Und nun muß, ich Ihnen erzählen, wie ich zu meiner §rau kam, von deren Grab ich gerade gekommen bin. Ohr Vater war 9tv»t in Mainz gewesen, er war früh gestorben, und die Mutter war mit ihrem Kinde nach ihrem Geburtsort Wendelsheim zu- riidgcgangen. Im Jahre 1868 spielte ich, eine Seittang zu Wendelsheim im Rachmittagsgottesdienste die Orgel. Der Pfarrer | nahm mich jedesmal mit in fein 5jau£, und id) trat erst spät aben&ö I bergaufwärts den Heimweg an. Dort im M^^^se habe ich Mathilde Hagenbruch kennengelernt. Ihr stilles bescheidenes Wesen sagte mir zu, wir sprachen viel miteinander über Bucher, die wir gelesen hatten. Mathilde gehörte nicht zu den Madchem die nur lachen können und denen, wenn sie unter ernsthaften Men» ttben sind kein gescheites Wort aus dem Munde kommt, dabei war sie fleißig und häuslich. Sie sagte mir eines Sages, daß sie nn Winter gern zum Spinnrad' greife. Da dachte ich an meine liebe I Mutter die an den Winterabenden bis spät in die Rächt hinein bei schlechtem Licht stets gesponnen hat, und das Mädchen ist mir dadurch innerlich näher gekommen. Ich war in dem Alter, -in dem man einen Hausstand begründen kann, und so erwog ich in der Stille ost den Gedanken, ob' Mathilde nicht die passende Frau für das Schulhaus in Rack werden könnte. Aber sie schien mir unerreichbar zu sein, bald hieß, es, ein reicher Gutsbesitzer aus Flomborn werbe um sie, bald sprach man von einem Kreuznacher
täglichen Schwankungen. . , .
Aus bestimmten Lieberlegungen, auf die hier jedoch nicht etn» gegangen werden kann, ergibt sich ferner, daß bei auftretenden Sxnnenflecken, und zwar im Entstehungsstadium, ein erhöhter Qlet^'ßfftrDTTi vvn ben (Sortnenflecfen in bcn staunt enid-eichen must, woraus sich dann auch der beobachtete Zusammenhang der Sonnenflecken mit den erwähnten irdischen Störungen erklärt
Bei dem zu Anfang angezogenen Michelsonverfuch haben wir es gewissermaßen mit einer parallelen Erscheinung insofern zu tun als es sich in beiden Fällen (elektrische und optische Erscheinungen) um FvrtpflanzungsWirkungen im gleichen Medium, den Reiher, handelt.- Der Michelsonverfuch wurde, tote gesagt zum Zwecke des Rachweises einer absoluten Bewegung der Erde im vermeintlich ruhenden Welt-Aethep vorgenommen. Er war offenbar seiner ganzen Anlage nach so orientiert, daß eine erwartete Aetherverschiebung im Sinne der gefolgerten absoluten Bewegung der Erde im Raume festgestellt werden sollte, eine solche relative Aetherverschiebung konnte aber nicht beobachtet werden Demgegenüber ist jedoch nach obigen Ausführmngen ein Aetberstrom an der Sonne in den Raum gefolgert werden eine Aeiherverschiebung mußte mithin also auf der Eröober- K feststellbar sein, aber dieser müßte um etwa 90 Grad, oder itmaß ausgedrückt, um 6 Stunden, gegenüber den bisherigen Vermutungen verschoben sein. Es wäre nun offenbar in hohem Maße interessant, wenn ein Kontrollversuch. nach der Michelfon- schen Methode durchgeführt würde, bedeutete doch em b.wrvei zu erwartendes positives Resultat eine weitere Bestätigung dieser Anschauung vom kosmetischen Geschehen. Andererseits aber würde solch ein positiv verlaufender Versuch die Grundlagen der Ein- steinschen Relativitätstheorie und damit diese selbst, La sich diese letzten Endes auf dem vermeintlichen Widerspruch zwischen Len Versuchsergebnissen von Fizerin und Michelson auf» baut zu Fall bringen. Die Wahrscheinlichkeit, daß ein solcher Kontrollversuch zu positiven Resultaten führt, ist aber angesichts der besprochenen Störungen im Radioverkehr offenbar sehr groß; stellen diese Erscheinungen doch im Sinne einer Aetherverschiebung ein direktes positives Gegenstück zu Len negativ verlaufenen Michel- sonversuch dar. , , _ ,.
Wir erkennen also aus obigen Betrachtungen, Laß die Storungen im Radio-Fernverkehr tatsächlich mit hoher Wahrscheinlichkeit auf kosmische Ergebnisse zurückzusühren sein dürsten.
Aber in Betrachtungen über den wahrscheinlichen Zusammenhang der elektrischen Störungen mit kosmischen Geschehnissen können wir noch einen Schritt weiter gehen. Wie bekannt, ist em offenbarer Zusammenhang der Sonnens leckentätig k e i t mit irdischen Erscheinungen (elektrischen, magnetischen, Rordsichterschei- nungen ufto.) aus Beobachtungstatsachen festgestellt worden, ohne daß man hierfür eine befriedigende Erklärung gefunden hatte. Diese periodischen Schwankungen in der Sonnenf leckenhauftgkeit sind aber andererseits mit den P l a n e t e n b e w e g u n g e n und Konstellationen auf Grund von Beobachtungstatsachen in Zusammenhang gebracht worden, ohne daß man hierfür eine Erklärung gefunden hätte. Der Zusammenhang der Fleckentätigkelt mit den fraglichen irdischen Erscheinungen, sowie der Zusammenhang der Fleckenhäufigkeit mit den Planetenbewegungen un& »ftellungen ergibt sich nun aber gleichfalls auf Grund rein mechanischer Anschauungen als weitere, man möchte sagen, zwingende, Konsequenz der hier entwickelten Vorstellungen, wodurch, der vermutete Zusammenhang der täglichen Störungen im Funken-Fernverkehr mit kosmischen Geschehnissen geradezu zur Gewißheit wird. -Die Stellung der Bewegung der Planeten, insbesondere des Jupiters, bleibt also keineswegs ohne jeglichen Einfluß aus irdische Verhältnisse, tote gegenwärtig allgemein von der Wissenschaft behauptet wird, wenn dieser Zusammenhang auch anderer Ratur ist, als früher vermutet wurde und auf dem Llmwege der Sonnenfleckentätigkeit erfolgt.
Der achtzigste Geburtstag.
Von Heinrich Bechtolsheimer.
(Fortsetzung.)
Als Oestreich wieder nach Hause gekommen war, fand er Besuch vor. Der Ortspfarrer, ein junger Mann, der erst vor kurzem tn die Gemeinde gekommen war, war erschienen, um seinen Glückwunsch darzubringen. Er war aus einer Stadt gebürtig und zuletzt Hilfsgeistlicher in Mainz gewesen, Lamm wollte er nach städti


