— 211
»
m
■uf ■or
«t» en in
ret- eit ige >er
o'-t
fer ahl am
mg t>en hen her ins
irrein •in« Jein den
beit cher iher bett, ege. 55d Hch- iprf, feit,
zehn sich ranz die :lten. n in ttyät nter?
ich«n eftalt der auf« hnml Hügel x gs- meift ■ mit* Aus* sichen ; auf auch ngen . ’,toea ?l der l den
Beer — 6- für Masse : An- n der hi die ;e als Natt* chucht* izogen terung inder- weife!, Stone* adnrch ch das m ist. auszt*
-eder
voll war.
14. Kapitel.
Bor allem aber ist wichtig dir Tasche das; die beidmr Gräber des Hügels als Haupt* und als Nachbestattung m ihrer Alters folge („relativen Chronologie) gesichert find, was auch für andere Gegenden von Bedeutung sein wird. Die stark gerippte Nadel und der Armring des Hauptgrabes. nicht minder die ganze Anlage der, Bestattung zeigen <^nnen -ne an und für sich („typologisch") junger sind, als As, was die Freilegung der Nachbestattung zutage gebracht h-it. Das tatsächliche Alkersverhältnis der beiden Gräber ist basifg-n nach dem unzweifelhaften Befund (Haupt grab 21 a chbestat dm«) gerade umgekehrt. lSchlutz folgt.)
Der Waldteufel.
Bon Nikolai Lj esskow
(Fortsetzung.)
Er war nicht zu erkennen. Bor uns stand kein Mensch, sondern eine Schneesäule. Borris hatte den Kragen aus Wolfspelz hochgeschlagen und mit irgendeinem Fetzen umgebunden. Alles war vom Schnee überschüttet und zu einem Klumpen zusammengeklebt.
Boris wußte nichts vom Wege und erwiderte schüchtern, daß wir uns anscheinend verirrt hätten.
„Ruf den Spiridon her!"
Rusen konnte man nicht. Der Sturm verstopfte einem den Mund und heulte und pfiff schrecklich über die Ebene.
Boriska kroch auf den Kutscherbock, um Spiridon mit der Hand zu zupfen, aber er brauchte lange, bis er wieder vor dem Schlage stand und erklärte:
„Spiridon ist nicht auf dem Dock."
„Was? Nicht auf Bern Bock? Wo ist er denn?"
„Ich Weitz nicht. Er ist Wohl abgesriegeii, um den Weg zu suchen. Gestatten Sie, datz auch ich suchen gehe."
„O Gott! Nein! es ist nickt nötig — geh nicht fort; sonst verlieren wir euch beide und erfrieren."
Als ich und mein Beiter dieses Wort hörten, begannen wir zu weinen, aber in diesem Augenblick tauchte neben Boriska Beim Schlitten eine andere, noch grohere und schrecklichere Dchneesäute auf.
Es war Spiridon, der sich in eine Reserve-Bastmatte einac» hüllt hatte, die ganz mit Schnee bedeckt und vereist, feinen Kops umstarrte. „ . „
, Wo hast du den Wald gesehen, Spiridon?
„Ich habe ihn gesehen, gnädige Frau."
„Wo ist er jetzt?"
„Auch jetzt ist er noch zu sehen.
Die Tante wollte Ausschau-halten, sah aber nichts, denn alles war finster. Spiridon versicherte, es komme daher, weil ihr Auge sich noch nicht an die Dunkelheit gewöhnt hatte; erhabedenWald schon längst dunkeln sehen und das wäre eben das Ängluck. wir lä* men nicht an ihn heran, sondern er entferne sich von uns.
„Sie können sagen, was Sie wollen, das macht alles Sseliwa.r.
Er führt uns irgendwo hin." . ,,__
Als ich und mein Beiter horten, Latz wir zu einer so schrecklichen Zeit in die Hände des Bösewichts Sseliwan gefallen waren, fingen wir zu weinen an. Die Tante aber, die als ^"^^?"^nauf- gewachsen und dann Regimentsdame gewesen war, verlor sticht so leicht die Fassung, wie die Stadtdameii, die mit aller Hand Angluck weniger verlraut sind. Die Dante hatte Erfahrung und Plebung, Lind Las rettete uns ans der Situation, die In der Tat sehr gefahr-
Ich weitz nicht, ob die Tante an den bösen Zauber Sseliwan- alaubie oder nicht, abe-r sie hatte vortrefflich Begriffen, datz eS Wir unsere Rettung das Wichtigste sei. unsere Pferde bei Kräften zu erhalten. Blieben die Pferde erschöpft stehen und umr^ d« Krost red- stärker, so wäre unser Verderben besiegelt. Der S.urm würde uns ersticken und der Frost umbringen. Behielten die Pferde aber nur so viel Kraft, um den Wagen Schritt für Sch Zit Labinzusckleppen, so durfte man die Hoffnung ö^gen, datz die Pferde, die dem Winde nach gingen, von sechst auf oen Weg her* auskvmmen und- zu irgendeiner Behausung bringen wurden. P.nd wenn e* auch eine ungeheizte Hütte „auf Huhnerfuhchen in einer Schlucht wäre, der Schneesturm könnte doch nicht ft wuteiidhercch- beltfd-en und auch dieses Schütteln Ware zu Ende, das bei jeder Anstrengung der Pferde, ihre müden Mtze vonväris zu setz«r, fühlk-ar wurde . Dort könnte man einschlafen. ÄH und mein Beiter^wollten so schrecklich gern schufen. In dieser Mziehung w« blvh die Kleine glücklich, die am Busen ihrer 2Imme uu warmen Hafenbelz einschlies, während man uns beide niä>t Wfaf®" *"*$, -- Au s;ante wntzte wie gefährlich es war, da der Schlafende noch schnefter msrierst Ansere Stoge verschlimmerte sich mit jedem Aügm- blick weil die Pferde kaum mehr vorwärtskamen und der Kutter und der Lakai auf dem Docke zu erstarren und undeutlich zu spre chrii anfingen. Die Tante hörte auf, auf mich unv den Bette. #u adäen und wir schliefen sofort aneinandergeschmiegt ein. ^>ch sah fEi- heitere Traumbilder-: Sommer, unser Garten, unsere Leute, Apvllinarij, dann geht plötzlich alles auf lene ?^rL^1*ttea5 Maialöckchmi und auf Sseliwan über, von dem ichhalvekwas Wre baL nur träume . . . Alles verwirr-te sich, so datz ich nicht mel-r Mseinander-Halten konnte was Traum war-
^Lachen geschah. Mit einem Male spure ich Mc xdlte toteöer, 4-( «Uf das Heulen des Windes und tote die Bastmatten schwer ans das Dach des Schlittens klopfen: aber- g-^ v°r me neii A igen geb' Ssseliwan, den Kittel auf der einen Schuber, und halt in Lr gegen uns ausgestreckten Hand eine Laterne ... War dies ein Gesicht, ein Traum oder blvh Phantasie?
Es war weder Traum noch Phantasie, sondern dem vchckfal b-alte es in der Tat gefallen, uns in dieser entsetzlichen Nacht in den entsetzlichen Hol Sseliwaus za bringen. Wir konnten M feinem anderen Orte Zuflucht finden da es rinMumkeine andM Behausung gab. Aber wir hatten die Schatulle der mailte bet uns in der sich die dreihigtausend Rubel, ihr ganze» Vermöge«»
Der erste Hügel im Gichholz enthielr zwei Bestattungen: das Hauptgrab unter der Hügelmitte, die N a ch b e sta t tr n g sm Ostteile der Aufschüttung. Beide entstammen drr sog. Hügel- »räberbrvnzez eit, der Mitte des zweiten vorchristlichen Jahrtausends. .
Zur Anlage der H a u p t b e st a 11 u n g war eine drei Meter lange, anderthalb Meter- breite, rechteckige .genau westöstlich gerichtete, noch unten kaum sich verengende Grube sechzig Zenti* meter in den gewachsenen Grund getieft. Ihr Boden war mit gröberen Platten, deren Zwischenräume mit kleineren sorgfätt g ausgelegt waren, gleichmätzig gepflastert. An den Seiten der Grube waren Steine in mehreren Lagen sauber geschichtet. Der Innenvaum Ivar unregelmäßig ausgefüllt. Die Stein Packung ragte etwa zwanzig Zentimeter über die alte Oberfläche und griff hier nach allen Seiten etwas über den Grubenumsang hinaus. Hie Deckschicht zeigte eine seichte Einfenkung. aus der sich ergibt, datz die Leiche in einem offenbar holzumschlossenen Hohlraum (am besten würde ein Baumfarg zu dem Befund passen) auf dem Dobenpflaster der Grube beigesetzt war.
Das Skelett war völlig vergangen. Bon der Kleidung war In der Brustgegend, wenig über dem Steinpflaster, eine 23.5 cm lange bronzene Gewandnadel erhalten, deren Kops dem eines stlagels ähnelt und deren Hals durch drei unter sich von -Wei breiten seichten Einziehungen geschiedenen Gruppen starker Lippen (5, 5, 16) verziert ist. Schwärzliche Moderspuren pm oberen Teile der Radel schienen von einem Kleidungsstück (Fell?) herzurühren. Nach der Lage der Nabel war das Kopfende des Grabes im Westen, der Blick des Toten also nach Osten gerichtet. Etwa siebzig Zentimeter südlich der Nadel lag aus dem Steinpflaster ein bronzener Armring von fünf und sechseinhalb Zentimeter Innendurchmesser. Er ist ans sieben Millimeter starkem Rundstab gebogen, die Enden sind wenig petschaft- artig verstärkt. Seine Autzensläche ist dicht geriefelt. Die Oeffming des Schmuckstückes sah nach Westen. Unter ihm war ein durch die Kupferfalze der Bronze konserviertes Holzplättchen erhalten, bereu Material Herr Privatdozent Dr. Funk untersuchen will. Heber dem Ring und an seiner Außenseite war Holzmoder. Offenbar war der Armreif m einer Schachtel neben die Leiche gestellt worden. Datz er vom Toten nicht getragen wurde, ging schon
aus der Lage im Grab hervor.
Ob es sich um ein Männer* oder um ein Frauengrab handelt, ist zweifelhaft. Doch finden sich bei uns in fich:ren SrauenBcftattungen gewöhnlich zwei Gewandnadeln, an Schulter eine, und ebenso mehrfacher Armschmuck.
Oestlich dieses „Schachtgrabes", nahe am Rand drs Hügels, lag die Nachbestat ta n_g. Ihre ziemlich regellose Packung aus verhältnismätzig kleinen Steinen begann dicht unter der Oberfläche und erstreckte sich bis auf den gewachsenen Grund: man Hute hier eine Grube in den vorhandenen Hügel getieft, den Toten eingebettet und das Grab mit Steinen und Erde, die geringe Holzkohlespuren enthielt, ausgefüllt.
Zwanzig Zentimeter tief lag, die Spitze nach Nordosten gerichtet, eine 19.5 Zentimeter lange bronzene Gewand na de l mit einem vom Schaft aus konisch sich verbreiternden, oben flachen Kopf. Unterhalb seines leicht gekerbten Randes umgibt den Radelschaft ein Band von seinen Horizontalriefeln, das unten durch Schrägstrichrln abgeschlossen ist. Auf eine anderrha.b Zentimeter starke Verjüngung des Schaftes folgt bann eine ebenfalls fein geriefelte, oben und unten von Schrägstrichem gesäumte Anschwellung. Für die Halsprofitierung dieser und der beim Hauptgoab beschriebenen Nadelform wird neben dem Zierzweck ein praktischer Gesichtspunkt geltend gemacht: der Faden, mit dem die Nadeln vor dem Herausrntschen ans oem Gewände bewahrt werden sollten und der bei anderen Typen durch ein Oehr gezogen wurde, konnte auf diese Weise sicherer als bei glattem Nadelhals befestigt werden. Etwas abseits des eben Behandelten Fundstückes tag zwischen ben Steinen noch der ^vps einer sog. Radnadel. Die alten Brachflächen zeigten, datz, das Stück nicht vollständig in das Grab gekommen ist - solche Sparsamkeit bei Totenopsern begegnet man öfter. Da die Stelle wo der Aadelschaft ansehen mützte, ebenfalls abgebrochen ist, könnte es sich immerhin auch um einen vadförnngen Anhänger (das angebliche Somienshnibol) handeln. ,
Das Ergebnis der .Untersuchung des ersten Grabhügels un Eichhvlz ist m verschiedener Hinsicht von Bedeutung.
Sie Erkenntnis, datz ein brvnzezeitlicher Grabhügel mit einem Steinkranz umhegt ist, bereichert unser Wissen Über die Geschichte dieser Denkmälergattung für unsere Gegend


