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diese Schätzung der klaren Erkennt

fchsietzen.

So wirkt sich denn bei Fichte alle Phuvsopystche (Srfelinhn« und alle Gefühlsinnigkeit Loch aus in aktiver Anteilnahme am Leben, in tätiger Mitarbeit an den Kulttiraufgaben. Hünengräber bei Ober-Lais (Kr. Schotten). Bon Dr. O. Kunkel-Giehen.

stets treu geblieben. .... <

Seiner tätigen Ratur, seinem gewaltigen Drang zu wirken uno ÄU schaffen, konnte, ein passives Derweilen in andächtigeii Empsm- vunaen und beseligenden Gefühlen nicht genügen. plebrigens hat ia auch Meister Eckhardt einmal gesagt:Wenn einer im dritten Limmel verzückt wäre wie Paulus und sähe einen armen Menschen, Ifer einer' Suppe von ihm bedürfte: es wäre besser, er liehe die

Verzückung! und diente dem Dürftigen."

'ÄLWJteÄ sagten einmal,ist das wahre Element des vernünftigen Geistes, in ivelchem allein er Ruhe findet und Seligkeit; aber der reinste Ausdruck d^ Absobtien ist Me i ein Aufbau. Leit

Wissenschaft, und diese kann nur um ihrer selbst willen geliebt | stal t^ben Die lo

werden wie das Absolute. Daß in einer in dieser Liebe aufgegan- genen Seele etwas Gemeines und tinedles gar nicht stat.find^ und das; ihre Reinigung uiid Heiligung sich gatrzvon Mber ergeben wird, versteht sich und findet sich durch sich selbst Einem loschen Bekenntnis gegenüber, daß Fichte in-seiner Person und fernem Leben wahr gemacht hat, sollte die übliche Rede verstummen, dah Aeligion lediglich Sache desGefühls" fet oder bah derkalt« Verstand das Gefühl notwendig ertöte". ,

Cßjfls über neben der Schatzung klarer Einsicht Fichte noch

weiterhin von der Mehrzahl der Mystiker und ihrer voiwiegMd beschaulichen Religiosität scheidet, das.ist sein^ mächtiges titiliches Derantwvrtunasqefühl und seine innere Allivisitt. ^pchon im Sy­stem der Sittenlehre" von 1798 spricht Fichte den Gedanken aus: Diejenigen, welche die Dvllkomuienheit in fromme Betrachtungen, bt ein andächtiges Brüten über sich selbst sehen und von ihm die Vernichtung ihrer Individualität und ihr Zusammenslietzenmtt der Gottheit erwarteii, irren gar sehr. Ihre äugend ist und ble^ Egoismus; sie toofien nur sich vollkommen machen. D-e wahre Tugend besteht im Handeln; im Handeln für die GemMe (d. i. Gemeinschaft), wobei mau sich selbst gänzlich vergesse Sn dieser Ablehnung des rein passiv-beschaulichen Mystizismus ist sich Fichte

Kraut schreibt er tm März 1<93Deutz, du gute ©eefe, eine öe- daltenereRuhe in mein stürmendes Herz unter der feiten Stirn, «-uh Sanftheit nnb herzgewinnetide Milde in meinen Feuereifer für die Veredelung meines Brudergefchlechts

Wie hoch er die K u ii st stellt (was doch auch für fern Ge- tüb! sprichts zeigt fein Satz:Die schöne Kunst bildet nicht tote der Gelehrte nur den Verftand oder wie der moralische 3M&lebrer nur bas Herz; sondern sie bildet den ganzen vereinigten Menschen. Wieviel das aber besagen will, ergibt sichaus FichtesAusspruch Der Zweck, ein ganzer Mensch zu fein, ist hoher als leder a weil Zireck " Zur Würdigung der Kunst betont er auch dies:Sie macht den transzendentalen Gesichtspunkt zu dem lal sgemei-iM. Oer Mbilofvvb erhebt sich und andere auf diesen GesichlSpuii.t nut Arbesi und nach einer Regel. Der schöne Geist steht darauf, ohne eL bestimmt zu denken; er kennt keinen anderen, und er erhebt die- tenNn die sich seineni Einfluß überlassen, ebenso unvermerkt zu Asm daß sie des .siebergangs sich nicht bewußt werden.

'So empfindet er tief eine innere Verwandtschaft zwischen Kunst und Philosophie. Auch fühlt er cinen starten Drang, seinen phl.o- wvbischen Gedanken ästhetisch, wertvolle Form zu geben. Dast er als Redner gewaltigste Wirkung erzielte, ist bekannt, weniger daß r- sich bis in fein Alter zur Redekunst bewußt erzog. Melch hohes Ideal des Schriftstellers ihm vvrschw-b e zeigt dw letzte von den Vorlesungenüber das Wesen des Gelehrteii von 18«. Endlich hat Fichte sich auch als Dichter versucht. Em Sonett, in deni er das Wesen und die erhebende Wirkung seiner phl.o- fvphischen Weltbetrachtung ausspricht, mag hier Platz finden.

Was meinem Auge diese Kraft gegeben, Daß alle stilistgestalt ihm ist zerronnen, Daß ihm die Dachte werden heitre Sonnen Unordnung Ordnung, und Verwesung Leben - Was durch die Zeit, des Raums derwvrr'nes Weben Mich sicher leitet hin zum ew'gen Bronnen Des' Schönen, Wahren, Guten und der Wonnen Und drin vernichtend eintaucht all mein Streben . Das ist»! Seit in Uranias Äug', die tiefe, Sich selber klare, blaue, stille, reine Lichtslamm, ich, selber still, hineingesehen: Seitdem ruht dieses Äug' mir in der Tiefe Und ist in meinem Sein das ewig Eine, Lebt mir im Leden, sieht in, meinem Sehen. ~

Das Eichholz, westlich von Ober-Lais, gelegen auf der Höhe des rechten Hanges vom Kruminbahtälchnt lurz bevor dieses nach Süden in den Wiestngrund sich offn t Ackerland aerodet. Dort hatten, vv.n Walde treulich behütet, vier Hünengräber die Hahrtausende überdauert. fDon ihnen Mm?zwek dL Kulturarbeiten zmn Opfer Lehrer Sauer m Ober-Lais gab von der Gesährfemg dieser Denkmäler unserer Vorgeschichte rechtzeitig Aachricht und stellte zugleich die Mttackett verständnisvoller Einwohner des, Dorfes für fee Grabung in Aussicht. Die .Untersuchung sand uu Auftrag bei Denkmalpflege und des Oberhessischen Museums 6.i Gießen stMtte Rovember dieses Jahres statt.

Wirksick tonten gleich zu Degimi vier f rettoi.lt ge H-lser pünktlich zur Stelle. Und an den folgenden Tagen wuchs fee Zahl derer d leiden SPaten führten, noch stattlich an. zumal schon am »weiten Abend im Schulhaus einer ansehnlichen ^rfmnmtune hM-ßnifet recht erfreuliche Ergebnisse der Grabung erklärt werden SW Z fchL Zeugnis für bas B-rhiltnis zwischen Leb reim und Gemeinde, nicht minder für den Gem«nsi mi per i Laiser dal, hier erstmals Arbeiter und Landleute tatkräftig ans Werk gingen um Wissenschaft und Denkmalpflege praktisch zu WZern. Sie folgten damit dem Beispiel, das schon früher Lehrer Studenten und Schüler bei Ausgrabungen hessischen Museums gegeben hatten, und sie stellten so selbst em i Beispiel auf, das die heimische Bodrnsorschung zur Host H I berechtigt dah ihr auch in Rvtzeiten Erfolge fsi^tveriigt M st brauchen: eine Hofstmm. die sich tz wieMrzsich berichtet weiden

I bei Ausgrabungen und durch die sonch nötige solche-

I ilrternebntungen geboten wird, befeiis feiner Worte. - ah-i I feien die Namen der Laiser. die sich verdient gemach.,,habeu.

1 hier befenntgegeben. Es traten neben Lehr^S « r tem Kol^e. 1* Pcbrer Ströftinaer und als praktischer Helfer. O. -ö-tot tfr..

Gust Böck Q Daubett. Hch Emrich. K. Fritz, O. Hähmel, Hch.

gerE der^Mchte mit'den großen MhstUcrn verfendfe^ Gefühls- I Ad. Simmt sitN.'-K^Theifh Durchmesser von etwa zehn

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da in seinen Grund, daß er die Veremtgung mit der Gottheit nicht I Evurcy au». » i plattenförmiger Steine, fee

S gelEmäßig erlebt hätte, sondern über die WärmeundSn- L^^?fe.7chfchntttsichZander halb Schritte Abstand hielten, nigkeit des Gefühls, das doch für sich dumpf und u-'klai| ' Diese Beobachtung liest nach den bisherigen Erfahrungen m

«mm oder gar zu phantastischer Schwärmerei ve. fuhrt (wie wie I . G^iet ein Grab der mittleren oder spaten §m!lstaMnt manche Erscheinungen der Gegenwart ze^enl). stieb, Fichte s s I * , ,inc Annahme, die aber, wie wir sehen werden, mter» hinauf zur lichten Höhe des Gedankens. Besonders deutlich sfe ch' I durch die Pli'tersuchung nicht bestärigl wurde.'

Ideal eimnal ans in derAnweisung'-: wahrhafte teinträilze bei vorgeschichtlichen

und vollendete Mensch soll durchaus sich selber klar jein.denn. I(üfl g<ärt. Da, wo sie m Gestalt

die allseitige und durch geführte Klarfett gehör!»um Dllfe und | ® b SrDdemnaaeI aaffreten, liegt allerdings bei

Abdrucke Gottes." Aber diese Schatzung der llaien Erkentd » gner geitot n Abschwemmung der zum Hüge, auf-

ein Hvlzgefüge gedient zu haben scheint, ^nn für feele Gravtzuge, isi vn^unehmen dast sie unten zylindrisch, oben kegelförm.g ge ftoltet teuren ein Aufbau, den fee Jahrtausende äußerlich meist Sa SSc^n haben. Die lockeren Steinkreise aber sind mit- unter wie bei dem ersten Hügel von Ober-Lais, nach dem Aus- grabüngsbefund ehemals in einiger Entfernung vom urspriingllchn Aflaelhth aesetzt Richt ganz selten sogar haben sie sich «w D unterk Drittel der Aufschüttung selbst gelegt auch

in Wllen wo eine spätere Zutat, etwa durch Rachb-stat.iugen, kommt. Der oben angedeutete praktische ..gveck sckEidet dMnraiatürlich aus. Die Tatsache, dah die Grabhügel fer ?S>ien »ft da« Haus der Lebenden darstellen, sie; einmal fett GeLnken auftauchen, die Steinlränze herzuleiten von der Be- festiaunastoeise des Gestänaes der zellförmigen Huttendach^i "deck bas ist eine unsichere Vermutung; und wann sie toirkkich für Lk^ngfes Brenches berechtigt ist. s° bleibt.für die Mass- der späteren Denkmäler dieser Art tm Grunde doch nut du ~ robnto eines smbolischen Grabgeh-grö übrig, im Sinn, etm bekannten und weithin verbreiteten Zauberkreise. Dabet tauch KSng ^f an fr gewaltige Anlagen, tote sie wtonehenge al« tnnbl berühmtestes Beispiel repräsentiert, und auch cui ila-t siche Gräberfund von Mhkenä mit seinen schätzereichrn Schach WMihmnen QBenn ein Hügel von entern Graben umzog' ist^ teie es Häufig, mehrmals sogar mit !einer Kteselpflastetui^ auf der Sohle, aus dem Trieb sei Dietzen, doch

toSrt« sestaestellt werden konnte, dann erheben sich d-e Zwets . ob ebensalls ein Gehege darin zu erblicken ist (u. a. war «to benae mit Wall und Graben umgeben), ob die Grabaalage b ib- ) ÄctÄ werden sollte, oder ob der Graben nur durch «S RcknmEnschrrren der Erde zur Aufschüttung entstanden ist- Vielleicht ist keine dieser ErMruvgsmögNchkeiten ganz auszt