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Nachruf aus den Pfennige
jon vor dem 12. Jahrhundert prägte man aus einem Pfund feinen Silbers 320 Pfennige, so baß der Pfennig etwa 13 Friedenspfenntge wert war, um die Mitte des 13. Jahrhunderts 660, fm 14. Jahrhundert 960 Pfennige, und Anfang des 15. Jahrhunderts mußte eine Mark Feinfilter bereits 1200 bis 1400 Pfennige hergeben. Der arme Pfennig wurde also leichter und leichter, und das prerkten natürlich die Leute und wollten diese leichten Pfennige nicht mehr annehmen. Der Staat ater Hauchte Geld und konnte nicht gutes (schweres Silber in die Pfennige stecken. So verfielen denn erfinderische Köpfe darauf, die Pfennige zwar schwerer, zugleich jedoch auch schlechter zu prägen, und so wurde denn der Silberpfennig immer mehr mit Kupfer versetzt. Auch das ließ sich nicht verheimlichen, und man unterschied nun zwischen „weißen" und „schwarzen" Pfennigen, da die stark mit Kupfer legierten Pfennige gegenüber den Silbermünzen eine immer dunklere Färbung annahmen. Die ersten deutschen Pfennige, die ganz aus Kupfer bestanden, wurden 1494 geprägt, und damit war der Glanz des Silberpfennigs endlich verblichen. Der solide Kupferpfennig trat seine Erbschaft an.
Aber das Elend mit den schiech en Prägungen bl'eb das gleiche; die Kupferpfennige wurden leichter, so daß man wieder zwischen schweren Pfennigen unterschied, von denen 288 auf den Taler
kamen, und leichten, von denen 576 auf den Taler gingen. Dazu kamen die häufigen „Münzverrufungen", durch die schlechte Münzen aus dem Verkehr gezogen wurden. Man mußte also die „neuen Pfennige" von den „alten Pfennigen" sorgfältig scheiden. Diese beiden Bezeichnungen, die in den äirfunten immer wiederkehren, wollen besagen, daß der neue Pfennig die augenblicklich als gesetzliches Zahlungsmittel in Ahnlauf befindliche Münze darstellt, während die alten Pfennige den Münzcharakter verloren hatten. Bei diesem raschen Wechsel wurden die alten Pfennige immer wertloser, und deshalb findet sich in Rechtsbüchern die Vorschrift, daß Pfennigschulden sofort gezahlt werden müssen, denn „Pfenninge werden je länger je ärger". Die große Rolle, die der Pfennig im deutschen Volksleben gespielt hat, leuchtet aus der Tatsache hervor, daß wir noch heute in unserer Redeweise den Pfennig mit Geld überhaupt gleichsetzen, intern wir von Notpfennig, Zehrpfennig usw. sprechen. Das Sprichwort empfahl als bestes Mittel, „mit Pfennigfalte zu schmieren", d. h. durch Geld sich Vorteile zu verschaffen. Das Lob des Pfennigs hallt in ter ganzen Literatur Wiktw. „Der Pfennig im Beutel ist der teste Kumpan," sagt das Sprichwort, und in ter Sammlung von Redensarten des Agricola finden wir das Wort: „Wer einen Pfennig nicht so lieb hat als einen Gulden, ter wird selten reich werten und Gulden wechseln", die Vorstufe des Wortes vom Pfennig, den man ehren muß, um des Talers wert zu sein. „Alle Kunst, Ehr', Weisheit ist umfuft, wo am Pfennig es geteuft", sagt Sebastian Brant im „Narrenschiff", und an anderer Stelle: „Wer Pfennig hat, ter hat viel Freund', den grüßt und fchwägert jedermann."
Der Pfennig ist tot. Es lebe ter Pfennig! So möchte man ausrufen, wenn man der Zeiten gedenkt, in denen noch das alte Sprichwort gatt: „Wer ten Pfennig nicht ehrt, ist des Talers nicht teert.“ Heute haben sich Danken und Kaufleute vollkommen losgefagt, weil sich diese genaue Rechnungsführung bei der ungeheuren Entwertung unseres Geldes, infolge deren der Pfennig wirklich nichts mehr wert ist, nicht lohnt. Wir ater hoffen, daß ter so sang- rM> klanglos zu Grate getragene Pfennig eine froh- lichk! ilrftänb erleben wird, durch die er wieder zu ten alten ®ßren und Ansehen kommt, das er so lange in der deutschen Geschichte genossen. Linser Wort Pfennig ist eine Verkürzung der alten Form „Pfenning", die sich auf den Münzschriften noch länger oewahrt hat als in ter gesprochenen Sprache, und die man wohl auch jetzt noch in Vüdteutschland hört, wo die Pfennigrechnung erst verhältnismäßig spät eingeführt Worten ist. Das Wort findet sich in allen Lermanischen Sprachen und ist wohl rein teutschen ilr» sprunges. Lieber die Ableitung, ist sich freilich die Sprachwissen- fchaft nicht einig. Da ter Pfennig aus den alten Blechmünzen, den log. Drakteaten, hervorging, die bisweilen vertieft geprägt waren, so baß bie Münze das Aussehen einer kleinen Pfanne eines „Pfännchens", hatte, so wollte man das Wort von diesen äußeren Merkmalen ableiten. Mehr Wahrscheinlichkeit dürf e die Herleitung der Bezeichnung von dem althochdeutschen „Phant", unserem Pfand, haben, worauf auch die frühe Form „Phenting" hin- teutet. Der Pfennig würde also danach eine Art Pfand bedeuten, das man zunächst für eine bestimmte Ware hingab. Linker ter Regierung Karls des Großen trat der Pfennig in ter Münz» ordnung an bie Stelle des römischen Denar, und zwar verordnete der Kaiser, baß aus einem Pfund Feinfilter, also aus einer „Mark", 240 Pfennige geprägt werten sollten. Der Pfennig hatte also vor 100 Jahren etwa ten Wert von 35 Pfennigen unserer Friedenszeit. Ater da man stets mehr Geld brauchte als man hatte, so griffen die Nachfolger des großen Karl schon bald zu dem Mittel, das Feingewicht zu kürzen und die Münzen Immer leichter zu machen. Schi
tzraphie HergesteM werben, Vendeapparat so operiert, te„__
einen Film an einer entfernten Station übertragen wird. Eine neue Aera für die illustrierten Zeitungen ist damit angebrochen. Die Versuche einer drahtlosen Liebermittlung von Photographien gehen bis ins Jahr 1908 zurück. „Dor 30 Jahren", heißt es in dem Bericht des Blattes, „erfand Amstutz eine Methode, durch bie ein Bild in kleine Teile zerlegt wurde und jedes durch einen Buchstaben des Alphabets oder eine Nummer bezeichnet wurde, um feinen Licht- und Schattengrad anzuzeigen. Diese Methode ist mit verschiedenen Verbesserungen kürzlich wieder aufgenommen worden, ater sie bleibt unbefriedigend. Eine richtige Photographie kann nur genau übermittelt werten, wenn das Bild, das gesandt werden soll, selbst die Grundlage für bie drahtlose Einrichtung bildet. Eine solche Methode ist nun ausgearbeitet worden, und zwar verwendet man die Erfindung von L. Thorne Daker, dessen Apparat in ten Jahren 1908 bis 1911 dazu benutzt wurde, um Hunderte von Bildern von Paris und Manchester nach London zu telegraphieren. Sehr ermutigende Ergebnisse wurden vor etwa zwei Jahren mit ten Instrumenten Bakers aus ter Telegraphen- linie zwischen Manchester und London erreicht. Es hat zwei Jahre geduldiger und kostspieliger Lintersuchungen bedurft, um dieselben Ergebnisse mit ter drahtlosen Telegraphie zu erreichen. Während ber letzten Wochen sind nun Verbesserungen gemacht worden, bie einen bedeutenden Fortschritt aufweisen und ten Tag in greifbare Nähe rücken, an dem das drahtlose Bild eine regelmäßige Erscheinung ter illustrierten Blätter werden wird. Die bisherigen Resultate sind noch nicht vollkommen. Ater es ist doch schon möglich, ein Bild auf drahtlosem Wege ziemlich getreu wieder- zugeben.“ Es wird in dem Blatt ein Beispiel drahtloser Photographie veröffentlicht, in dem ein Mann auf Schneeschuhen dar- gestellt ist, ter einer ten Skilauf lernenden Dame Hilfe leistet. Die Figuren sind ganz deutlich, wenn auch freilich noch etwas verschwommen und in unsicheren Linien toietergegeten. Die Zeit der Liebermittlung mit dem Apparat Bakers ist nur auf drei Minuten herabgesetzt worden. Wine besonders präparierte Photographie wird mit dem drahtlosen Senteapparat in Verbindung gebracht und innerhalb von drei Minuten wird die photographische Lietertragung auf ten Empfangsapparat erreicht; ter ganze Vorgang vollzieht sich automatisch, so daß alle Fehlerquellen ausgeschaltet werten. Das gezeigte Bild wurde von einem Gebäude nach einem etwa 100 Meter entfernten anderen übermittelt. Man wird jetzt Versuche unternehmen, um die Liebermittlung auf größere Entfernungen auszutehnen, und da die Entfernung in ter drahtlosen Telegraphie verhältnismäßig wenig ausmacht, hofft man in dieser Hinsicht bald gute Erfolge zu haben, nachdem nun einmal die Grundlagen ter neuen Erfindung gesichert sind.
Die Drehbühne in Frankreich.
Die zuerst von Lautenschläger praktisch verwirklichte Drehbühne ist bei uns in Deutschland seit langem eingebürgert und besonders von Reinhardt in genialer Weise verwendet worden. Die Franzosen, die, wie in vielen Dingen, so auch in Theater- fachen sehr rückständig sind, haben sich erst jetzt zur Einführung ter Drehbühne entschlossen, und zwar ist die erste Bühne das Grand Theatre in Lyon, das seit Beginn dieser Saison eine solche Vorrichtungen für Szenenverwandlungen besitzt. 3m „Journal des Debats" erzählt Hubert Morand von diesem „Wunder", dem er noch mit sehr viel Zweifel gegenüberff eßt. Es ist für uns nicht uninteressant, die Einwendungen gegen die Drehbühne zu hören, die ja auch bei uns zu Anfang erhoben wurden und heute längst Überwunden sind. Morand wohnte einer Vorstellung des „Werther" bei, und zwar fand er hinter ter Bühne Theaterarbeiter beschäftigt, gerate ten Salon für den dritten Akt herzurichten, während vorn gespielt wurde. Einer ter Arbeiter schlug einen Nagel ein, um ein Bild daran aufzuhängen, und machte einen solchen Spektakel, daß ihn ein anderer des Lärms verwies, ter deutlich im Zuschauer raum zu hören war. Da man aber doch den Nagel einschlagen mußte, so wartete man damit, bis auf der Bühne größerer Lärm herrschte, ter das Klopfen übertönte. Doch findet der Verfasser, daß das llmfleifet ter Vorsatzstücke überhaupt nicht so leise vor sich gehen kann, daß es nicht die Vorstellung stört. Nach dem Fallen tes Vorhanges kann nun mit Hilfe ter Elektrizität innerhalb von drei Minuten die neue Dekoration fertig dastehen. Aber trotzdem wurde ein Zwischenakt von einer guten Viertelstunde eingelegt, gerate tote sonst. Der Regisseur erklärte kstese durch die Drehbühne unnötig gemachte Pause damit, daß sich die Künstler und auch die Orchestermitglieter etwas erholen müssen und daß vor allem das Publikum auf die Pause nicht verzichten will, in der man etwas plaudert und sich begrüßt, -lieber« Haupt hat ter Regisseur in Lyon an dieser in Frankreich einzig dastehenden Neuerung mancherlei auszusehen. Er findet es sehr bedenklich, daß durch die Drehbühne die Tiefe, ter Szene um die Hälfte verringert wird, und meint, daß man eigentlich nur schmale Räume und kleinere Zimmer naturgetreu wiedergeben könne, während es ganz unmöglich sei, auf der Drehbühne großräumige Sze« Sterten aufzubauen, tote z. B. ten Tempel in „Samson und Dalila" und den Walkürenritt. Es scheint danach, daß die Franzosen mit ter Drehbühne noch nicht viel anzufangen wissen, und daß sie


