— 122 -
Die vor-
Fuhvolk ohne Fuh. ,
Mit Wann und Roh und Wagen so hat sie Gott geschlagen.
Feldherrn ohne Witz, Stückleut ohne Geschütz, • Flüchter ohne Schuh, nirgend Rast und Ruh, Mit Mann und Roh und Wagen so hat sie Gott geschlagen.
Speicher ohne Brot, alle Arten Rot, Wagen ohne Rad, alles müd und matt. Kranke ohne Wagen, so hat sie Gott geschlagen.
Dies ist die öffentliche Meinung mit wenig Ausiwhmen Die Art sie zu bekennen, ihr nachzuleben, unterscheidet die verschie- benen Stände und ttt den Ständen die Jndwrduen. Die vornehmen Stände sind die Verderbteren; Hof-- und Staatsbeamte die
Die -Zeichen der Zeit
Aus den Drei Bekenntnissen" des Generals v. Clausewitz.
Indem ich mich von einer öffentlichen Meinung feierlich los- sage, die mich umgibt, bin ich genötigt, sie in ihren Hauptzugen flüchtig zii berühren. . , ...
Die Meinung, dah man Frankreich widerstehen tonne, ist unter uns fast gänzlich verschwunden. Man glaubt also an ore Rvtwendigkeit . . . einer Unterwerfung auf Gnade und Rngnade, endlich einer Entsagung auf den Vorzug eines eigenen Äursten- hauses. Man gibt diese Gradatioijen der -Uebel mit Acyselzuaen >u und errötet höchstens, indem man die Augen niederschlagt.
DieS ist die allgemeine Stimmung. Einzelne zeichnen ,rch noch nnrch die Frechheit aus, mit der sie auf die Sicherheit und kxm ruhigen Genuh des bürgerlichen Eigentums pochen; auf die Rotz- U-endigkeit, diesem alles zu opfern, auch die Rechte des Königs, a.rch die Ehre Les Königs, auch die Sicherhett und Freiheit des Königs!
^Sie^wüchchen nicht blvh wie die andern Ruhe und Sicherheit, sie find nicht blvh des Gedankens entwöhnt, unter Gefahren ihre Pflicht zu erfüllen, sondern sie verfolgen auch jeden nut unver- ^"DE Ä' ist^M^s^al? verzweifeln, wenn man unfern ZusMnd und einmrliel schlimmeren, welcher folgen wird, ledem '^^Wer^also'nicht ^verzweifelt an der Erhaltung Les Staates auf denr Wege der Pflicht und der Ehre, wer nicht glaubt dah nur die Ledinaunaslvseste schändlichste Unterwerfung Pflicht sei, und dah 2V Ehre nicht bedürfe, der ist ein Slaatsverrater, der darf sicher sein von jenen pflichtvergessenen Staatsbeamten gehahtver- D L d^i PEikum verleumdet, vor dem Könige angeklagt urth_hem Französischen Gesandten verraten zu werden.
Doch wenden wir den Blick hinweg von diesml traurigen üeiten der Rationalverderbtheit, die wie Geschwiire auhere Zeichen untergraben, vergiftet und aufgelost werden kann.
Alle diejenigen, welche nicht durch die Verderbtheit ihres Her- -ena unf> Mer Grundsätze zu einenr solchen Bekenntnis der Furcht Ad« Mutloswkettgekommen sind, wie es an der Tagesordnung iki stich nicht auf immer verloren, sondern konnten und wurden sich zu einem besseren Dasein erheben, wenn ihnen dazu die Hand gereicht wurde. Anhänglichkeit an die Regierung sich
i Knt die Regierung gegen die Untertanen, ja sogar gegen
I öS**
metouna un» eitamuj«LW>irtt inan
schmückt als sei sie aus dem reinen Gefühl, für das üvvyr auer entsprungen oder eins mit demselben, sage ich mich feierlich los, I ich sage mich los; von der leichtsinnigen Hoffnung einer Er- I rcttuTtci burcb bie Syinb -3uf,
I von der dumpfen Erwartung der Zukunft, die ein stumpfer I Sinn nicht erkennen will;
von der kindischen Hoffnung, den Zorn eines Tyrannen durch freiwÄlige Entwaffnung zu beschwören, durch niedrige^tertan g° ääs«*
ÄS
bekenne dah ein Volk nichts hoher zu achten hat, als die Wurde | 1ln^ «x'eibeit seines Daseins; dah es diese mit dem letzten Bluts
tropft verteidigen soll ; dah es keine heiligere^Pflicht^zu^ erfüllen hat keinem höheren Gesetz zu gehören; dah der Schandfleck eine
| fetäen Unterwerfung nie zu verwischen ist; dah dieser Visttropsen !n dem Blute eines Bolks in die Rachkommenschaft übergeht und I sväter Geschlechter lähmen und untergraben wird,. oatz
I m{,n bie Ehre nur einmal verlieren kann; dah die Ehre des Königs und L RegiEg eins ist mit der- Ehre des Volks und das einzige Palladium seines Wohls; dah ein Volk unter den'Esten Ver HÄltnissen unüberwindlich ist in dem grvhmutigen Kampf um seine
$reibeit >
dah selbst der Untergang dieser Freiheit nach e'nem blutigen und ehrenvollen Kampf die Wiedergeburt des Volks^sicher«, und ! der Kern Les Lebens ist, aus dem ernst ein neuer Daum die sichere
Wurzel schlägt; . . ... .. ..
ich erkläre und beteuere der Welt und Rachwelt dah ,ch die falsche Klugheit, die sich der Gefahr entziehen will, für das -ver
| derblickste halte, was Furcht und Angst ernflohen können, . - ■ dah ich die warnenden Begebenheiten alter und, neuer Zeit dw weisen Lehren ganzer Jahrhunderte, dre edlen Wisp'/^e^sse und Völker nicht in dem Taumel der Angst unserer Tage vergesse um) die Weltgeschichte hingebe für das Blatt eurer lügenhaften Zettu g, dah ich mich reinfühle von jeder Selbstsucht, dah ich 1®®!
Gedanken und jedes Gefühl in mir von allen meinen Mitbürgern mit offener Stirn bekennen darf, dah ich mich nur zu g uckua) fühlen würde, einst in dem herrlichen Kampf um FrecheH^ una I Würde des Vaterlandes einen glorreichen Untergang zu sinoen | - Verdient dieser Gedanke in mir und in den mir Gleichgesinn- I ten die Verachtung und den Hohn unserer Mitbürger?
Die Rachwelt entscheide hierüber!
| Auf dem heiligen Altar der Geschichte lege ich dieses leichte I Blatt nieder in dem festen Vertrauern dah, wenn der Sturm ver I Zeit «s hinweggeweht, einst ein ehrwürdiger Priester dieses Don I pels es sorgfältig aussen und in das Jahrbuch des vielbewegten
»eneral Bork an seinen König Friedrich Wilhelm DI. I Lber die Konvention von Taurvggea mit dem russischen General I v. Dieoitsch.
mOrf rechtfertigt in diesem zweiten Schreien seinen Schritt I Ä- °>- -
Hbres und 'aller deutschen Völker zu werden Es liegt klar am I dah die Hand der Vorsehung das grohe^Werk leitet. Der I $85$ ÄfiSS 2» A8A7NS ÄÄÄS’Ä * S
v ... mufite lebet treue ‘^Diener ben ^ettrnnftänuen |
Kenias war seine Pflicht, ^itumstände a^ l^^ Un L,™ öderes Verhältnis herbeigefuhrt, und es ist edensatts lIuan, ^iese nie wieder zurückkehrenden Verhältnisse zu benutzen. ch spr^e hier die Sprache eines alten treuen Dieners; und diese Lvrache ist die fast allgemeine der Ration. Der Ausspruch Gw. Majestät wird alles neu beleben und enthusiasmieren; wirwerdrn uns wi^ alte echte Preuhen schlagen, und der Thron Ew Maiestat wird für die Zukunft felsenfest und unerschütterlich dasteh^i.
Ick ekwarle nun sehnsuchtsvoll denAusspruch Ew. Maieswh ob ich gegen den wirklichen Femv vorrucke, oder ob die politischen VerMtmsse erheischen, dah Gw. Maiestat mich ve'.urtesten. Beides we^de ick mit treuer Hingebung erwarten, und ich schwöre Ew Könial Majestät, dah ich auf dem Sandhaufen ebenso ruhig wie auf dem Scklachtfelde, auf dem ich grau geworden bin die Kugel ^warEi t^rM Ich bitte daher Gw. Majestät, um die Gnade, bei dem .Urteil, das gefällt werden muh, auf meine Person keine Rücksicht nehmen zu lassen. Auf welche Art ich sterbe ich sterbe immerwie Ew. Majestät alleruntertänigster und getreuester Unter- !an V v r ck. , „
Blücher an Scharnhorst
5. Januar 1813.
Mich juckts in alle Finger, den Säbel zu ergreifen We-mes jetzt nickt Sr. Majestät unseres Königs und aller übrigen deutschen Fürsten und der ganzen Ration Fürnehmen ist, alles Schelmenfranzosenzeug mit jammt dem Bonaparte und all fcumn ganzen Anhang vom deutschen Boden weg zu vertilgens so scheint Mich, dah kein deutscher Mann mehr des deutschen Ramens Werth sei. Jetzo ist es wiederum die Zeit zu duhn, was ich schon Anno 9 angerathen, nämlich die ganze Ration zu den Waffen anzurufen, und 'wann die Fürsten nicht wollen und sich dem entgegenset^n, sie jammt dem Bonaparte wegzujagen. Denn nicht nur Preuhen allein sondern daß ganze deutsche Vaterland muh wiederum her- aufgebracht und die Ration hergestellt werden.


