— jawohl, hier! Zum Mutabzapfen die geeignetfl® Stell«: denn überlegen Sie s bloß selber: aus dem Handgelenk kommt schweres b ^ fber ist es ganz leicht und frisch. Die Doktoren Em das natürlich nicht und verstehen s nicht; wie sollten sie auch PkJx'T’x? x Faulpelze, die Deutschen! Meistens befassen 11*?« tinb wiegeschickt machen es manche von
- ?r J,!6L Dohver an, schlagt mit dem Hammer auf — und fertig ist die Geschichte!... Ra, während ich nun so meditierte war es auf dem Hofe ganz dunkel geworden und die Höchste Zeit in die Klappe zu gehen. 1 '
(Schluß folgt.)
Die Erftndrrng der Rechenmaschine.
Die Rechenmaschine ist als ein geistvolles Hilfsmittel, um zeit- raubende Gehirnarbeit durch die mechanische Wirkung eines Instrumentes zu ersetzen, -heute vielfach im Gebrauch. Aber obwohl sie erst seit wenigen Jahrzehnten in der G?lehrtenstube, in Geschäfts- und Derwaltungsraumen allgemeiner zu finden ist, so ist das Suchen nach einer solchen Maschine doch schon sehr viel alter. Bereits im 17. Jahrhundert haben die erlauchtestm Köpfe sich um diese Idee bemüht, und es gelang dann im 18. Jahrhundert Philipp Matthäus Hahn, die erste für das Aschnen in allen vier Arten wirklich brauchbare Maschine zu schaffen. Diesem württembergischen Pfarrer und Feintechniker, Der die nach dm großen Leistungen des 16. Jahrhunderts versessene deutsche Feinmechanik wieder belebte und auf dem Gebiet der AHrrnacherei sowie der instrumentellen Mechanik bahnbrechend wurde, widmet Max Engelmann eine ausführliche Darstellung, die soeben im Verlag von Richard Carl Schmidt & Co. in Berlin erschienen ist, Don dem kulturgeschichtlichen Hintergrund des Württemberg unter Karl Gugm und der gangen Schiller- und Goethezeit hebt sich die eigenartige Persönlichkeit und das großartige Werk des Pfarrer-Technikers eindrucksvoll ab. Die Erfindung der Rechenmaschine, mit der -hauptsächlich sein Rame verknüpft ist, ist nur ein Teil seiner Gesamtleistung, und ohne seine jahrelang geübte Kunst, den Himmel und seine Bewegungen mechanisch nachzubilden, ohne seine zähe Arbeit, die ihn beim Gr- rechnm der Verzahnungen und Aebertragungen „beinahe stumpf im Denken" machte, wäre seine Rechenmaschine wohl nie erschienen.
Die Geschichte der Rechenmaschine geht bis auf dm schottischen Baron Rapier zurück, der das Rechenbrett und die Federver- fahren Adam Rieses und Peter Apians 1617 in die Form von bezifferten Holzstäben umwandelte, die, entsprechend gruppiert und aneinandergefügt, bas Aechnm in allen vier Rechnungsarten durch einfaches Ablesm ermöglichten. Diese „Rechenstäbchen" aber wurdm dann in noch bequemere „Maschinen" verwandelt, indem sie auf drehbare und verschiebbare Zahlenzylinder in ein rechteckiges Kästchen angeordnet wurden. Auch Hahn hat zunächst eine solche „Rechmlrommel" geschaffen. Das sind aber nur Vorläufer der wirklichen Rechenmaschine, die ein mit entsprechendem selbsttätigen Schaltmechanismus ausgestatteter Apparat ist. Der erste, der eine solche wirkliche Rechenmaschine schuf, war der berühmte französische Mathematiker und Philosoph Pascal. Seine Maschine war vorwiegend für börsmmästige Geldumrechnungen bestimmt und ist wahrscheinlich 1644 fertiggestellt worden. Unabhängig von ihm arbeitete Leibniz seit 1673 an einer sehr sinn- reichm und kompliztertm Rechenmaschine, die aber nicht vollendet wurde. Während die Pascalsche Maschine nur einfache Additivum ausführen konnte, beten Einstellung und Ergebnisziehen noch sehr primitiv ist, war der Leibnizsche Apparat ein Werk, das durch wiederholte, äußerst schnell erfolgenbe Additionen zu multiplizieren und durch ebensolche Subtraktionen zu dividieren ermöglichen sollte.
Was Leibniz nicht zu vollenden geglückt war, das führt« Hahn durch, indem er seit 1770 in vierjährigen, mühseligen und zahlreichen Dersuchm das Prinzip seiner Rechenmaschine ausarbeitete. Am 1774 hatte er den komplizierten Mechanismus fertiggestkllt und konnte seine Maschine bem Herzog Karl Gugm und .dem Kaiser Josef II. vvrführen. Sn Wielands „Deutschem Merkur" hat er sie 1779 eingehend beschrieben. Gr sagt darin: „Der Herr von Leibniz muß seine wichtigen Gründe gehabt Haben, warum er so viele Kosten auf dergleichen Versuche verwendet. So viel ist gewiß, daß meine Maschine die einzige in dieser Art auf der Welt ist, und wenn es auch sog. Rechnungs« maschinm sonstm geben sollte, so bin ich gewiß, baß von dieser Vollkommenheit und Bequemlichkeit noch keine existiert." Hahns Erfindung erlangte auch allgemeine Anerkennung und eine gewisse Volkstümlichkeit. Ricolai empfiehlt sie z. B. in seinen „Reifm", und Jean Paul fragt in seinen „Palingenefien": „Warum stellt man nicht längst auf Gtdm die Hähnsche Maschine, da sie gewissmhaft, als Rechnungstevisot an?“ Es hat sich auch eine ganze Anzahl dieser Rechmmaschinen erhalten; aber allmählich gerieten sie in Vergessenheit. Erst im 19. Jahrhundert hat man auf feinen Apparat wieder zurückgegriffen und ihn praktisch In weiterem Umfang nutzbar gemacht. Jedenfalls aber bleibt Hahn der Ruhm, die erste brauchbare Rechenmaschine für alle vier Rechnungsarten geschaffm zu haben.
jjnfigcn machen . . . Sv gelangte ich Senn bis zu ihrer Haustüre — und ich muß lagen, die Reise hat mich viel Kraft und Schweiß gekostet. Aber ich dachte: Rymphodora Semionowna wird Mich schon mit Preiselbeersaft und anderen kühlenden Sachen reichlich entschädigen — und hatte schon die Türtlinke ergriffen, als plötzlich hinter dem nächsten Wirtschaftsgebäude sich ein Lärm erhob, Gestampf, Geheul, Kindergeschrei ... Ich sehe mich um. Großer Gott! Geradewegs auf mich los rennt ein riesengroßes, rotbraunes Tier, das ich zuerst gar nicht als Hund erkannte: das Maul weit ausgerissen, die Augen blutunterlaufen, das Fell wild gesträubt. Doch hatte ich keinen Atemzug tun können, da ist das Angeheuer schon die Treppenstufen hinaufgerast, stellt sich auf die Hinterbeine Und springt mir direkt an die Brust. Stellen Sie sich meine Lage vor! Ich war starr vor Entsetzen, konnte nicht einmal den Arm heben . . . Ganz blödsinnig war ich geworden; ich sah nur die entsetzlichen Weißen Hauer dicht vor meiner Rase, die feuerrote &unge. Aber im gleichen Augenblick sprang ein anderer dunkler Körper vor mir in die Höhe, wie ein Ball — mein lieber Tresor kam n(ir zu Hilfe! Wie ein Blutegel hängte er sich dem An- geheuer an den Hals! Das röchelte, knirschte, wankte zurück. . . Ich riß mit einem Ruck die Tür auf und war im Hausflur. Da stand ich nun ganz benommen, drückte aus Leibeskräften auf das Schloß, draußen aber hörte ich wurde ein verzweifelter Kampf ausgefochten. Ich fing an zu schreien, um Hilfe zu rufen; das ganze Haus geriet in Aufregung. Rymphodora Semionowna kam mit aufgelösten Zöpfen gerannt; im Hofe ein Durcheinander von Stimmen; dann Plötzlich, .Halt! Halt! Macht das Tor zu!' Ich offne die Tür — nur einen ganz Keinen Spalt — und sehe: das Angeheuer ist nicht mehr da, die Leute rennen im Hof durcheinander, fuchteln mit den Händen, heben Holzscheite vom Boden auf ganz toll sind sie alle. ,Ins Dorf, ins Dorf ist er gelaufen!' schreit ein Weib mit riesigem Kopfputz aus einem Windfenster. 3$ trat vors Haus. ,Wo ist mein Tresor geblieben?' And da sah ich ihn auch schon — meinen Retter. Er kam vom Hoftor, hinkend, ganz zerbissen, blutüberströmt. ,Was ist denn eigentlich los?' frage ich die Leute, die immer noch tote von Sinnen im Hofe pin und her rennen. ,Ein toller Hund', antwortet man mir, .einer t>on den gräflichen! Seit gestern treibt er sich hier herum.'
„Mr hatten in der Rachbarschaft einen Grafen, der hatte sich eine ganze Meute ausländischer Hunde angeschifft, schauerliche Bestien. Meine Knie zitterten, daß ich kaum stehen konnte; ich rannte -um Spiegel, zu sehen, ob ich gebissen wäre. Rein, Gott sei Dank, nichts zu bemerken; nur die Fratze war natürlich ganz grün; Rymphodora Semionowna aber lag fast auf dem Diwan und gackerte wie ein Huhn. Ra, es ist ja auch zu begreifen: erstens die Rerven, zweitens die Empfindsamkeit. Rach und nach aber kommt sie zu sich und fragt so recht gefühlvoll, ob ich noch am Leben wäre. -Jawohl' sag' ich, .und Tresor ist mein Retter.' — ,Ach', sagt sie, .tote edel! Der tolle Hund hat ihn also totgebiffen ?' — .Rein', sag ich, .nicht totgebiffen, nur arg verwundet.' — ,Ach', schreit sie. .in diesem Fall muß man ihn sofort erschießen,' — ,Re', sag' ich, da bin ich anderer Meinung; ich will versuchen, ihn auszukurieren . . .' Sn diesem Augenblick kratzte Tresor an der Tür; ich ging hin, ihm aufzumachen. ,Ach Gott', ruft sie, ,was fällt Ahnen ein? Er beißt uns ja alle!' — .Erbarmen Sie sich' sag" ich, das Gift wirkt doch nicht so schnell.' — ,Ach', sagt sie, ,toie ist das möglich! Sie sind ja verrückt geworden!' — .Rymphe', fag' ich .beruhige dich nimm Vernunft an . . .' Sie aber schreit mit einemmal: .Gehen Sie hinaus, sofort hinaus mit Ihrem abscheulichen Hund!' — ,Gut, ich gehe', sag' ich. — .Sofort', sagt sie, ,im Augenblick! Aus meinen Augen, du Räuber', sagte sie, ,und daß du mir nie mehr in meine Rahe kommst! Du kannst selber toll werden!' — .Sehr schön', sag' ich, .geben Sie mir aber ein Fahren«. denn ich fürchte mich jetzt, zu Fuß nach Hause zu gehen!' Sie starrte mich an. .Gebt ihm einen Wagen, eine Kuts<K, eine Droschke, was er teilt — wenn er sich nur schneller packt! Ach, diefe Augen! Ach, was er für Augen macht!' And mit diesen Worten saust sie aus dem Zimmer, versetzt dem Dienstmädchen, das auf M Geschrei gerannt kommt, noch fix eine Backpfeife — und ich höre, sie hat wieder einen Anfall. And Sie mögen mir nun glauben oder nicht, meine Herren, aber von dem Tage an brach ich leben Verkehr mit Rymphodora Semionowna ab; und nach reiflicher Aeberlegung aller einzelnen Amstände muß ich hinzufügen, wß ich auch dafür meinem Freunde Tresor bis zu meinem seligen Ende Dank schuldig bin.
„Ra, ich ließ also den Wagen vorfahren, setzte meinen Tresor mit hinein und kutschte nach Hause. Daheim untersuchte ich ihn Mndlich, wusch ihm die Wunden aus und dachte: morgen in aller Sruf>e fahr' ich mit ihm zur Hexe nach Jefremow. Diese Hexe wer war ein alter Bauer. Der Kerl machte Wunderdinge: er flüsterte etwas über bem Wasser — andere behaupteten, er träufle Schlangenspeichel hinein —, gab es einem zu trinken, und die Krankheit war wie toeggeblafen. Bei der Gelegenheit, dacht' ich, «W ich mir in Jefremow auch zur Ader; das ist gut gegen den schreck — aber natürlich nicht aus dem Handgelenk!, sondern aus dem Falkennest."
- »Das ist denn das für eine Stelle, das Fallennest?" fragte eXrr Finoplentow mit schüchterner Reagier.
Sie das nicht? Die Stelle hier — auf der Faust, ntoen dem Daumen, wo man den Tabak zum Schnupfen hinschüttet


