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und Hunger.

LkM ivxH ein dämmernder Morgen, und noch ein Dag des SHweigenS, der Traurigkeit, zehrenden Hungers, yyffnungÄlvseti Wartens auf die Hilfe, dis nicht kommen konnte, älnd noch , eins Macht ruhelosen Schlummers, erfüllt mit Träumen von festlichen Gelagen, wenn man nicht wach lag vor nagendem Hunger.

Fünf Tage grauenvollen Gefangenseins! Aus jedem Auge

Sie zu vermeiden wünschten. Der Herr aus Aeujerseh

Dan Äostrand:Meine Herren, ich bin 3Wn fremd. Ich habe die Auszeichnung nicht erwartet, die tote nur haben zuteil werden lassen, und ich empfinde es als eine Zartfuhltgrett

Morgan aus Alabama (ihn unterbrechend):Ich möchte die erste Frage zur Debatte stellen."

Seiner Anregung wurde stattgegeben, aber selbstverständlich jede weitere Debatte ausgeschlossen. Der Antrag, ein'Wahlbureau aufzusiellen, wurde angenommen. Herr Gaston wurde »um Vor­sitzenden, Herr Blake zum Schriftführer, bie Herren $>okomb, Dy er und Baldw in in das Komitee und Herr A. M, Howland 8UmMe^Herren zogen sich für eine halbe Stunde zurück und es folgte eine.

glotzte der Hunger.

Der sechste Tag ging hin. und der siebente schickte seinen Dämmerschein üb« die Grupps von Männern, die verstört, ver­zehrt und hoffnungslos noch genau so im Augenblick des Todes stand tote zuvor. Es muhte endlich heraus! Dies Etwas, das in jedem Herzen aufgekeimt war, bereit, endlich über aller Lippen zu kommen. Die Äatur hatte dies Äeuherste ertragen, sie mutzte sich ergeben Richard H. Gaston aus Minnesota, schlank, lelchen- haft bläh, erhob sich. Alle wutzten, was jetzt kommen mutzte. Alle waren bereit. Hede Bewegung, jeder Anflug von Erregung wurde unterdrückt. In den Augen, die noch eben-wild um sich geblickt hatten, stand nur mehr still-nachdenklicher, tiefer Ernst.

Meine Herren, es läht sich nicht länger zurückhalten. Die

KäbÄ p Kandidaten. Der Vor­schlag wurde angenommen. ;

Bogers aus Missouri:Herr Präsiden^ der Vorschlag liegt nunmehr dem Hause ordnungsgematz vor. Ich stelle den Anteag, ihn dahin abzuändern, datz an Stelle des Herrn Herrrnan Herr Lucius Harris aus St. Louis eingesetzt wird, der unS allen Wohl bekannt ist. Ich möchte nicht etwa dahin mihverstanden werden, als ob ich auch nur den leisesten Tadel gegen den Charakter oder die Person des Herrn aus Louisiana aussprechen wollte. Weit davon entfernt, ich ehre und schätze den Herrn genau so tose jeden der hier Anwesenden. Aber feiner von uns kann der Tatsache gegenüber blind fein, Latz bet Herr in der Woche, die wir hier festgefahren sind, mehr an Gewicht verloren hat als irgeEN« von uns. Keiner von uns kann der Tatsache gegenüber blind sein, , datz der Wahlausschuh entweder fahrlässig

| mindesten schwer gegen seine Pflicht verstvtzen

lehnt wurde.

2l L. Bascvm aus Ohio:Ich stelle den Antrag, die Ao- rninierung der Kandidaten zu sch liehen, und fordere das Haus auf, zur schriftlichen Wahl zu schreiten."

Sawyer:Meine Herren, ich erhebe ernstlich Protest gegen ein derartiges Verfahren. Es ist in jeder Beziehung unstatthaft und widerspricht der Würde dieses Hauses. Ich ersuche Sie, es sofort fallen zu lassen und zunächst einen Vorsitzenden und Bei- itzer zu wählen, damit wir uns ordnungsgemäh mit der schweben­den Angelegenheit beschäftigen können."

Dell aus Jvva:Meine Herren, ich erhebe Protest. Es ist hier nicht an der Zeit, auf Formalitäten und Gepflogenheiten einer Geschäftsordnung zu bestehen. Mehr als sieben Tage sind wir ohne Aahrung. Jeder Augenblick, den wir mit mühigen Diskussionen i | vergeuden, verschärft unsere unglückliche Lage, och erkläre mich mit den genannten Herren einverstanden und uarf wohl anneft» men ba6'ieher der hier Anwesenden mit mir einer Meinung ist. Ich'sehe jedenfalls nicht ein, aus welchem Grunde tote nicht un­verzüglich einen oder mehrere der genannten Herren auswahlen sollen. Ich möchte eine Desolation beantragen, dahin lautend

Gaston:Gegen eine Desolation kann Protest erhoben werden.

allerhand Parlamentsangelegenhelten. .

Urplötzlich kamen zwei Herren dicht an uns vorbei, standen einen Augenblick lang still, während der eine zu dem andern sagte:

Ach, Harris, wenn du das für mich tätest, würde ich es dir mein Lebtag nicht vergessen, alter Junge."

Die Augen meines Deisegefährten leuchteten vor Freude auf. Diese Worte mutzten eine angenehme Erinnerung m ihm wach- Gerufen haben Aber bann machte er ein nachdenkliches, beinahe melancholisches Gesicht, wandte sich an rnich und sagte:

Ich möchte Ihnen eine Geschichte erzählen, ich mochte Ihnen «d, geheimnisvolles Kapitel meines Lebens enthüllen, em Kapitel, ttuf das ich nicht zurückgeariffen habe, seit es sich begeben hat.

Sracft!i^m^r'baÄgenbe 1 'Meine.Herren, es lätzt sich nicht länger zurückhalten. Die fdtfame Abenteuer. Er sprach manchmal freudig erregt, manchmal | Stunde ist gekommen 13011 un8

mTncholisch, aber imme7 mit innerstem Lrnst. &um und sagte:

Die Geschichte des Fremden. IMeine Herren, ich schlage vor den Pfarrer James Sawyer

Am 19 Dezember 1853 fuhr ich mit dem Abendzug von I aus Tennessee!"

«t Louis näck Chicago Alle zusammen waren tote nur vierund- I William D. Adams aus Indiana sagte: E

»fnaimia Passagiere Es waren weder Frauen noch Kinder dabei. IIch schlage Daniel Slots aus Aeuyork vor. _

.?DteÄr^i in ausgezeichnMer Laune, mti> manche nette Bekannt- | Charles I. Langdon:Ich schlage vor Samuel A. Bowen auS

töaft war bald gemacht Wir hatten -die besten Aussichten auf I St. Louis"

K a^ Seife und auch nicht einer von uns allen hatte glaube Slote:Meine Herren ich trete zurück hinter John A. van auch ,mr die eiseste Ahnung von den Schreckni sen, die wir I Äostrand jun. aus Aeujerseh." . x K f,

WhänJXfi« kW. sollten Gaston:Wenn kein Einwand erhoben wird, möge dem Wunsch

Hm ll Sn nS ftaatfan, heftig zu schneien. Kurz nach- des Herrn Slote nachgekommen werden ",

Bem tote ben leS OrtOMben hint« uns hatten, kamen tote Da Herr van Äostrand aber protesrierts, wurde der Mrzicht

Ebeu^Gebiet der einsamsten Prärie, die trostlos un° pes Herrn Slote zurückgewiesen. Die Herren .Sawyer unb Bowen betoobrrte Strecke Landes die sich Meilen und Mellen weit hin- | boten ihrerseits Verzicht an, der aber aus gleichen Gründen abge- zieht bis zu den Jubilee Settlements. Der von Mmmenunb Der- gen, ja nicht einmal von einzelnen Seifen behinderte W)ud pfiff scharf über die Wüstenebene und. trieb den'fallenden Schnee vor sich her, wie ein stürmisches Meer den Gischt seiner schäumenden Wogen vor sich herschickt. Der Schnee erhöhte sich rasch, und wir Merkten aus der sich vermindernden Schnelligkeit unseres Zuges, Latz sich die Lokomotive mit immer wachsender Schwierigkeit hm- durchpflügen mutzte. Manchmal kam sie fast, inmitten mächtiger Schneewehen, die sich tote ungeheure Grabhügel quer über bie Schienen türmten, zum Stillstand. Die Unterhaltung wurde matter. iUnsere Fröhlichkeit wich sorgenvollem Ernst .

Morgens um zwei Ähr wurde ich durch das Aufhoren ledei Bewegung aus meinem unruhigen Schlummer Mveckt. Blitzartig er­hellte sich mir die erschreckende Wahrheit: Wir waren in einer Schneewehe gefangen!Alle Mann zu Hilfe!" Jeder sprang zu und gehorchte dem Befehl. Hinaus ging s m die furchtbare Aacht, die pechschwarze Finsternis, den wogenden Schnee, den treibenden Sturm Jeder einzelne wützte, datz ein einziger verlorener Augen­blick allen bie Vernichtung bringen konnte. Schaufeln, Dreitew Hände, alles und jedes, was nur Schnee beiseite zu schaffen ver­mochte, war umgehend mit Beschlag belegt. Es war em gefpen- wuium. ,

stisches Bild tote dies kleine Häuflein von Verzweiflung besetz j Auherdem mutz sie nach dem Gesetz einen Tag aufliegen. Dadurch sener Menschen halb im tiefsten Dunkel und halb im grellen Licht teür5e atfD gerade die Verzögerung hervorgerusen werben, di« ^r Lokomotlvlaterneii gegen die steigenden Schneebanke ankämpfte. « - ---------------- --

Die erste, allzu kurze Stunde genügte, um bie völlige Rutz- losigkeit all unserer Bemühungen erkennen zu lassem Wahrend tote die eine Schneewehe fortschaufelten, baute der Sturm zwos. neue Barrikaden quer über die Schienen. Aber was noch schlimm« War, tote mutzten entdecken, datz bei dem letzten grotzen Angristz Ben die Maschine auf den Feind gemacht hatte, die Achse beS Triebrades z«brochen war. Selbst wenn wir also freie Dayn ge- habt hätten, wären wir hilflos gewesen. Müde von unf«er Arbeit mit schwer besorgt stiegen wir in den Zug. Wir sammelt«, uns um die Oesen unb erörterten ernst unsere Lage. Wir hatten keiner­lei Vorräte mit. Das war unsere Hauptsorge Frieren wurden tote nicht, denn d« Tender barg einen guten Vorrat Holz, um SSltfe konnten wir niemand schicken, ja, wenn wir auch jemano SMÄ Sw.«. -iw StSS KÄlMÄiö « km Schlcll-I unlerroerfm im» «« *< z-r»»sim o« teil* Sucta, ».«. «M

den Entsatz warten ob« auf den Hungertod! . r ,, I av,nh.ibnton Der Vvr-

Binnen ein« Stunde sank die Unterhaltung zu ememWeisen Flüstern herab, bas man all« Enden im Zuge auffangen konnte, toenn der Sturm stieg oder fiel. Die Lampen tourben trüber, und die Mehrzahl der Verdammten lieh sich in dem flackernden Dämmerlicht nieb«, um zu grübeln, die Gegenwart zu ve^essen, toenn sie es konnten, ob« zu schlafen, wenn es ihnen möglich war.

Die trägen Stunden dieser ewigen Aacht vns schien sie selbst . verständllch^ewig zu sein - gingen schleppend zu Ende^ mLSS Osten brach kaltes Dämm«grau herein Dirgends ein lebendes Wesen, keine menschliche Behausung nichts als die weite weihe Wüste. Hochgewirbelte Schneelaken trieben vor dem Wtod bald hierhin, ixild bvrthin, unb eine kreisende Welt von Flocken v« Motz den Mick in den Himmel über uns.

Den ganzen Tag trieben tote uns im Zuge herum, s^che wenig und dachten viel. Und noch eine bange trostlose Aacht . .