Ausgabe 
23.12.1922
 
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Hierzu dienen folgende Einrichtungen:

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uvi uim i.ov/i.ou euerer mit vorgeoautem Rechen gegen Geröll mit umgebauten Tauchwänden gegen Schwimmstoffe. Der durch Sperrmauer gestaute See faßt 30000 Kubikmeter Master

diese

von nur ZOO Meter verbinden. An Las ®nbe ennenden Rückens tritt dessen Rase wieder sehr ^dertat, so dost dort bei den von der CZlatur. an«

schieber von 1,80/1,80 Meter mit vorgebautem Lechen gegen Geröll und mit umgebauten Tauchwänden oeaen ßchinimmfinffo

Von der Entnahmeöffnung der Riddermauer führt ein 1 60 JKetw toct1«: Eisenbetonwerkkanal mit einem Gefall von 1:1000 "Höchst" entlang den Höhenunterschied gegen den naturl.chen Dachlauf stets vergrößernd. In diesen Kanal mündet von dem Hll^rsbachstausee ausgehend, ein Stollen von 2 Quadrat- melerauf kürzestem Wege mit 700 Meter Länge durch dte schmälste Stelle des Bergrückens,des Höchst". Von da ab kuhrt der Eisenbetonwerkkanal mit der einer Wassermenge von 3000 <^krndMliter entsprechenden Weite von 1,80 Meter nach ö«rn auf der Rase des Bergrückens vor Listberg liegenden Masser- schlvst m erner Gesamtlänge von 3 Kilometer. Da beide Stau- beckw, durch Werkkanal und Stollen in Verbindung stehen und auf gleicher Hohe liegen, wirken sie als ein gemeinschaftlicher Stau­raum. Wahrend des Stillstands des Werkes füllen sich beide Stau- Höhe. Da die Ridder mehr Wasser als der Hillersbach sUtztt. füllt sich das Hillersbachbecken durch den Werk- und den Stocken auch mit Ridderwasser. Geht das Werk in V" bann fließt das Wasser aus beiden der Hillersbachsee durch den Stollen nach dM Werkkanal tm Riddertal. Der Stollen hat also zwei Fl'estrichtungen. Der Eisenbetonkonal ist nach der Gröhe des Wasterdrucks genau berechnet und mit entsprechenden Eisenclnlagea arm-ert. m offener Baugrube an Ort und Stelle eingeschaltet und ^toniert an den Innenflächen mit Zement verputzt. Er ist mit RevistonS- und Entleerungsschächten vewsehen, die mit Doppel»

cstellen für das Wasserschloh auf der Höhe und >aus im Tal eine verhältnismäßig kurze Triebleitung Meter nötig ist. Das Riederschlagsgebiet der beiden . biS zu den höchsten Höhen des Vogelsbergs, an den rnd Hohervdskopf und beträgt rund 80 Quadratkilometer, wa 60 Quadratkilometer auf die Ridder und 20 Quadrat» t- auf den Hillersbach entfallen. Dieses Gebiet speist also ckden Bachläufe. Wasserstandsbeobachtungen und Wasser» .ngen der Jahre 1906 bis 1910 gaben die Unterlagen für die ^.-echEng des zur Verfügung stehenden Wassers und damit die .^Dimensionierung" des ganzen Kraftwerks in allen seinen Teilen. Das Ergebnis war der Ausbau des Werkes auf eine Maximal­leistung von 3000 Litern in der Sekunde, d. L bei der gewonnenen Höhe von 64 Meter für 2000 Pferdestärken (P. S.) an den Turbinen. Mit diesen Maschinen kann, ibei den gemessenen Wassermengen, jährlich eine Strommenge von rund 5 Millionen Kilowattstunden erzeugt werden.

, ,0m Maschinen,aal kommen zwei Francis-Spiralturbinen von le 1000 I .b. nut <50 Mrnutenumdrehungen zur Aufstellung mit Venen Dynamomaschinen entsprechender Leistung auf gleicher Welle gekuppelt werden zur Erzeugung von Drehst rom von 5000 Bolt Bcr in Transformatoren auf die in dem Reh dec Usberlandanlage .vorhandene Spannung von 20 003 Doli gebracht wird.

, 0m Unterwasser wird der für das Spitzenwerk nötige Aus­gleichsweiher durch Verlegung des Ridderlaufs, Aufschütten eine» Dammes mit anschließender 5 Meter hohen Mauer angelegt Gin Wohnhaus für die Maschinisten, Autohalle für Betriebsauw Stal- .................. L yx JÄÄWftÄ ÄÄ1» SS 5® Zmorerung gleichen Materialien. (Ein Steinbruch wurde auf werden. Entzogenes Gelände konnte meist durch Austausch nck dem anderen Abhang desHöchst" auch im Hillersbachtal ein- Staatseigentum ersetzt werden.

gerichtet ) Diese Mauer ist rund 110 Meter lang, 6,5 Meter

. bbL 5 ^Eter tiefer Fundierung: hat einen 60 Zentimeter tief in die Mauerkrone eingefchnittenen 20 Meter meiteil Ueberlauf, 60 Zentimeter weiten Leerlauf und dieselben Entnahmevvrrichtungen wie an der Riddermauer. Der Stauraum saßt r^ad 100 OOO Kubikmeter. Beide Staubecken geben also für rund 130 000 Kubikmeter ©tauraum.

Bei Hirzenhain wurde eine an der höchsten Steile 6 Meter uvec Erde hohe, rund 80 Meter lange, am Fuße 5 Meter starke Mauer aus Äasaltsteinen die in der Baugrube selbst und einem tn der Rahe am Hang desHöchst" angelegten Steinbruch g< Wonnen wurden, in Troß-, Kalk» und Zementmörtel errichtet. Di Fundierung (bis zu 4 Meter unter Erde) konnte auf festgelagertem und verkittetem Dasaltfels erfolgen. Die Mauer hat einen 20 Meter »reiten, 1 Meter tief in die Mauerkrone eingeschnittenen Ueber» fall, über welchen das im Werk nicht ausnutzbare Hochwasser in öen alten Dachlauf abstürzt, einen Leerlauf von 1 Meter Durch» iEs/rr, durch den der Stauteich entleert werden kann, und der , - - ------- ,lUm wm ^.uto

wahrend des Baues den Bachlauf aufnahm, iuti> einen Entnahme» j Leitung wird wie Wasserleitungen verdeckt verlegt.

,,, Das Turbinenhaus, ganz in Eisenbeton errichtet (Basaltklein» schlag und Splitt wurden an Ort und Stelle aus Bruchsteinen der Baugrube und desBnterwassergrabens mit Steinbrechern maschinell hergestellt), bietet Raum für zwei Maschinensätze in einem jaa «t>Dn^ 0 mnI 10 Meter, für eine Schaltanlage von jStoci Stockwerken drei große Transformatoren, eine Werkstätte. Bureau» und mehrere Lagerräume.

Lieber die Gesamtkosten, die 1920 für damalige Preisverhält» niffe auf 10 Millionen veranschlagt waren, lassen sich bei den sich stets überholenden Löhnen und Materialkosten keine annähernd zuverlässigen Angaoen machen.

Das Werk wird zu Beginn des Jahres 1923 wenigstens teil­weise in Betrieb gesetzt werden, der Vollbetrieb kann erst im Früh­jahr nach Vollendung des Stollens aufgenommen werden.

Im Submissionsergebnis wurden die Staumauer bei Hirz-m- ham der Baufirma Mörschel in Friedberg übertragen die Stau» mauer im Hillersbachtal, der Stollen, der Eisenbetonwerkkanal da« Wasserschloß, das Krafthaus im Rohbau der Hessischen Baugesell» schäft m Kassel, die Lieferung und Verlegung der eisernen Trieb- rohrleitung aus Mannesmann - Doppelbördelmusfenrohren der Firma Fuendeling-Rüster in Friedberg. Die anderen Arbeiten wuroen einheimischen Handwerkern übertragen Die beiden FranciS-Spiralturbinen a 1000 P. S. liefert die Firma Voith in Heidenheim a d. Brenz, die Dynamos die Firma Bergmann. Der- lin, die Schaltanlage und die Transformatoren werden von den Slemens-Schuckertwcrken erstellt.

Sämtliche Baustellen bezogen aus der B-berlandcmlage der Provinz zum Antrieb der Baumaschinen, wie Betonmischmaschinen. Stembrecher Prehluftanlagen usw. den elektrischen Strom

Die beiden Staumauern, der Werkkanal, das Wasserschloß und die Triebrohrleltung sind fertiggestellt, der Stollen ist von zwei Seiten zusammen 550 Meter vorgetrieben und zum Teil auS» gemauert. Das Maschinen- und das Wohnhaus mit Stall sind im Rohbau vollendet, der Innenausbau ist im Gang. Die Grdarbeiten rm StckuWeiher bei Hirzenhain mit Schutzanlagen für den Bahnhof, öte Arbeiten im Unterwasser, die Wegbauten sind in Angriff genommen, ebenso die Montage dec Turbinen und der Schaltanlage, wi boten tm letzten Jahr Beschäftigung für etwa

vvv -cirDetlev,

deckeln wasserdicht verschlossen sind. Der Kleinschlag und Splitt wurde in dem früher genannten Steinbruch am .^chst" bei Hir­zenhain mittels Steinbrecher maschinell hergestellt.

i Der Stollen wird bergmännisch durch das Gebirge getrieben I und ist von zwei ©eiten in Angriff genommen in der durch mehr» fache Vermessung über den Berg genau sestgeleglen Richtung und I Hohe. Es wurden die verschiedensten Bodenarbeiten von Löß

Basaltgeröll, Asche, Lava und Tuff bis zum festen Bafaltsel« angetroffen. Die verschiedenartige Lagerung des Gebirge« ermöa- ttchte nur ein langsames Vordringen, da jede Gebirgsart ein neue« Einarbeiten erforderte, wobei einmal enge Verzimmerung gegen Gebirgsdruck nötig war, an anderen Strecken solche durch Felsen | ersetzt wurde. Soweit das Gebirge nicht mit Hackwerkzeugen gelöst toer&en formte, muhte zum Bvhrbetrieb übergegangen werden Eine I elektrisch betriebene Preßluftanlage betreibt Preßluftbohrhämmer vor Ort, woselbst etwa drei bis vier Bohrlöcher angesetzt werden. Dlese werden m,t Sprengladungen ausgesuckt, die nach Verlassen b«« Stollens abgefchossen werden. Der Betrieb geht in Tag» und Rachtschichten. Bei größerem Vortrieb und begonnener Aus­mauerung wurde die natürliche Entlüftung des Stollens von Sprenggasen bald unwirksam, so daß künstliche Ventilation ein- gerietet toeröen mußte. Der Stollen wird gegen Gebirgsauhen- druck und Wassermnendruck in Dasaltbruchsterngewölbe gegen De» btrge oermauert und innen mit einer Rabihzementschicht versehen . , SaL,3ö?rLfel'|c6tDro ,t aRcter im Durchmesser und 10 Meter - tn Eisenbeton ausgeführt und m Muschelkalk- SfjÄfJlst auf der Höhe weithin im Riddertal sichtbar. Ein Schieberhaus mit Drosselklappe als Ab» öM ^^^°brleitung mit elektrischer Bedienung vom Krafthaus aus, ist dem Wasserschloß unterirdisch angebaut ,^Fvn dort führt eine 1.20 Meter weite Stahlrohrleitung mit 2?0Meter Lange o4 Meter tief nach dem Turhinenlmus Di«

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Schriftleitung: August Goetz. - Druck und Verlag der Drühlfchen Univ.-Buch^und Steindruckerei, A. Lange, Gieße«.