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Madamchen, wenn Ich n<
geschlagen. Rache, Rache wollen tetr Habels^n Opfer müflen 'coli haben!" so tobte und brüllte man durcheinander. Em Kerl mit ?knm LaLe stellte sich, von Lichnows h sprechend, vor die Vhesr-au des Gärtners Schmidt und sagte zu ihr. ,,Wte -E Madr-rcken wenn Ich nachher ein Stück von d e m als Koteten gebraten atü meinem Spieß brächte? Das lietze s«h wohl köstlich Umecken." Habei schnalzte der Kerl mit der 3“^.
Endlich stürmten einige die enge and steile Bodentreppe Hinauf und sanden in der von außer, verschlossen SE. enen Dachkammer den General v. Auerswald; ein Spvrmstie^l^verriet ihn dort, der unter der Bettdecke, unter der er lag, hervorragr«. De> General hatte seinen Rock mit dem Schlafrock des Haus hi« HL sr iS? N°Ke
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wurde. Dort nun begamr eme maßlos roh^^AElung^^^ ^Ld?"L L^rÄ^LeAhn tot! Schlagt ihn tot, mcTitS^unv. 1 6Vncfpn ©c&iicnicn, ©dbeln,
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» unta S Geschrei, zuerst mit Steinwursen an Hebt wa7 sie es die im Garten bei der Herauszerrung Les ^'inp-nVg fortwährend mit Wutaeschretz rief: „Scheht ihn tot. S^laat ihn tot ^den Hund!" Mit ihrem Regenschirm versetzte
Mn einen Stoß unter das linke Auge, daß es blutete und schlug ihm unter wild geschrieenen Schmähungen wiederholt auf den Kopf 'Dann griff sie von einem dort liegenden Otemhausen einen handgroßen Stein aus und zerfetzte mit ihm Len m^enKopf den Generals. Vergebens bat der Mißhandelte um Schonung, erwähnte daß er fünf unerzogene Kinder habe, denen erst vo<. lur-em die Mutter weggestorben sei, und fragte, ob denn unter seinen Peinigern kein Familienvater setz dessen KinLer stch frew- ten wenn sie den Vater wiedersäh^n? Ebensowenig Erfolg hatten die' ^ürb'tten der Hausbewohner, die dein Mißhandelten be- fugten Laß er nicht „der- Gesuchte" sei, oder überhaupt die Mut w mäßigen suchten. Der Masse aber war es einerlei, wer „der Gefundene" sei, sie schrie nur nach. einem „Opfer uberhaiM .
Dem steten Hetzen und Drängen nach. Sotschießen mrd ^,ot- schlagen des „Opfers" suchte man nun nachzukommen. Den von einem Trupp umringten General schleppte man rum Unteren Gartentürchen 'hinaus. Dort zog sich zwischen dem Garten und der: damaligen Dorn'Mmer Heide em Graben her. In den stieß man ihn mit einem heftigen Kolbenstoß vor die Brust hm em, gleich- darauf erfolgte ein Schuß, der ihn in den Bauch., traf. Sa er aber noch Lebenszeichen von sich gab, war es wieder die Zobel, die mit schnell herbeigetragenen, kegelkugelgroßen vteinen nach ihm warf und ihn mehrmals am Kopse traf. Gin zweiter Schuß, diesmal in den Kopf, tötete den General sofort. Wer selbst aus die Leiche noch warf das entmenschte Weib wiederholt Steine mit den Worten: „Hund! Spitzbubi So geht es ihnen all'!" Hat je ein Weib jenes Wort des Dichters wahrgemacht, so war es die Zobel, an der es wahr wurde:
Da werden Weiber zu Hhänen älnd treiben mit Entsetzen Scherz; Roch, zuckend, mit des Panthers Zähnen Zerreißen sie des Feindes Herz.
Sie wurde denn auch, später als Anstifterin und als Radels- fWverin, zugleich, mit Rücksicht auf ihre unmenschliche Grausamkeit, zu löjähriger Zuchthausstrafe verurteilt.
And was 'hätte der so grausam ermordete General v. Auers- wald verbrochen? Richts, gar nichts hatte er verbrochen. Die brüllende Masse wußte gar nicht, wer er überhaupt sm; nicht einmal die „parlamentskundige" Zobel kannte ihn; vielleicht hatte noch kein einziger seinen Ramen überhaupt je gehört. Parlament gehörte er zwar zu der mißliebigen Rechten, doch sprach er dort äußerst selten und nur in rein militärischen Angelegen-- hetzten und dann stets in friedlichem Sinn. So mochte er außerhalb des Parlaments unter den mehr als 600 Abgeordneten kaum in der Stadt bekannt sein, zumal er nicht seine Uniform, sondern einen schlichten Zivilanzug trug, und so besonders auch gerave an dem hier in Rede stehenden Tage. Sein einziges Unglück war, daß er als Begleiter des mißliebigen und bekannten Fürsten Lichnowskh an dessen Seite ritt. Dazu kam dann der den niederen Dolksklassen, zumal dem Straßenpöbel, wie damals schon so Parte noch eingefleischte Haß gegen die Wohlhabenden, die Wut gegen die Dornöhmen, die Besitzenden, als deren Vertreter die beiden Reiter, zwei so unzeitig spazierenreit ende stattliche Er-
-cheinungen und vornehme Herren, der aufgehetzten Masse er- chienen So konnte denn an ihnen während aus der Stadt heraus fortwährend die Geschütze gegen öie Barrikadenkanchser rhre Ge- finnunasaenossen. donnerten, die aufgeregte Wenge chr Mütchen Ahlen Hunderte standen hier gegen Einen. hundert Dewafsuete aeaei^ einen Unbewaffneten. Und so muhte srch. denn dieser Ghren- umnn ein preußischer General aus edlem Geschlecht, dessen beide Wüdärzrtz gleicher Zeit preußische Staatsminister waren, der Söhn eines Landhofmsisters des Königreichs Preußen ein tapferer Veteran der den Freiheitskrieg 1813/15 mrtgemacht, und als Offizier 'in vielen Schlachten gekämpft hatte, so m den siegreichen Schlachten bei Großbeeren (23.8.13), durch, die Berlin vor Ein- nähme und Plünderung gerettet wurde, bei Dennewitz (o. 9. iöj in der Völkerschlacht bei Leipzig (18.10.13) sowie M der bet Waterloo (18. 6.15) — er mußte sich hier, kaum 25 Minuten von den in der Stadt kämpfenden preußischen Truppen entfernt, von einer elenden Pöbelrotte, einer verruchten und ehrlosen Morder- bande totschlagen lassen 'wie ein Hund! O Schmach und Schande des deutschen Volkes! (Schluß folgt.)
Briese aus meinem Kloster.
Bon Hans Heinrich Ehrler*).
Die ganze Arche Roah sehe ich. in meinen Klosterhof kommen, äleberallher und aller Sorten sind, die Menschenkinder^Ich freue mich, der Vielfältigen und freue mich., weil em guter Weg sie an diesen aus der Welt gehobenen edlen Ort geführt hat, um etwas m erleben das ihr Wesen auch, edler und erhobener entlassen wird. 3 Mur dw Hoffärtigen, in der Kruste des Dunkels Herem- kommenden möchte ich wieder durch das Klostertor hinausblasen Sie haben einen Stock verschluckt und eine Pfauenfeder rm ab- gewandten Körperteil stecken. Ihre Gesichter ftnb, non der Straße her. verstaubt. -Ihre Seele konnte nicht nnt- kommen weil sie verpfändet liegen geblieben ist bei den Geschäften und Erfolgen draußen, in den Kastenschranken emgelchlossen. Vielleicht wurde sie auch im Automobil vor der »Post abgelegt.
' Sie suchen Anekdoten in den Hallen des Heiligtums Schwanke vom Mönckswein, Schauergeschichten aus gruseliger GelßelMnmer und aus dem Teufelsloch darin der Doktor Faust verschwand Daß in dem.vielräumigen Pehäus nur eine Wärmestube ist, dünkt ihnen staunenswerter als' der hohe Zeitenzauber des ganzen ^^Rein^ich. möchte die Bedauernswerten nicht Hinausblasen zum Klostertvr aber dessen Steinbogen sollte sich herabsenken über ihren Durchgang, sie ängstig, kleiii und zerknirscht machen: Zeuch
gckhen die Eingebundenen mit ihren verklebten Augen in der Schönheit der Erde umher und verlangen alles zu sehen, b<l f®fe£yinTße6ten>der Mcuzeitigen fahren nranchmal auch mit ihren Wtomobilen in den Klosterhvf vor die Kirche. Die Erde ^^^Rc-ulich stiegen' dort ein Herr und eine Dmne aus. Es war niemand nah außer mir. So frug der Herr mich.: „Saggen Sie, uas Sitt 3dj. ^efamJund antwortete höflich: „Bvu Sir and Bou
Wo "kann ich. eine Schrifttafel, den Zeitgenossen sichtbar, hin- fe6et£n8 bringt niemand mit auf die Welt, und doch, ist es das woraus alles ankommt, damit der Mensch nach allen Seiten zu ein Mensch sei: Ehrfurcht. # Goethe.
Bruderherz! . f
Ich habe mich der Armut ergeben ganz übergeben Du lachst. Molch! Denkst, ich. sei immer em Schlucker gewesen, den Gold Silber Mickel und Kupfer flöhen wie einen Fremdling, und letzt auch das allen anklebende Papier des Gantraches.
Du täuschest Dich, in meiner Geheimkammer saßen doch noch Wünsche nach einem eigenen Fleck Erde, nach einem Ewusl 1 und Garten, welche ich erworben, einem andern abgemuft hatte mit Geld, daß sie aus meinen Manien ms Grunobuch emg .tragen fein sollten. Die Wünsche sind ausgeflogen auf Miminerkehr.
Ich gehöre mit Leib und Seele und allen meinen Sinnen zum Orden der 'heiligen Armut, zur Brüderschaft des »ranz von Assisi, des Poverelto. 1
Wenn die Menschen auf anmal vom Geist dieses liebsten, gottesfröhlichen Heiligar ein Licht in die Betrachtimg des Erden- gutes einfließen lassen möchten! n < a
Gehst Du in einen Park, gehört er nicht Dir? Siehst Du das Landhaus eines reichen Mannes auch nur von außen an, gehört
*) Hans Heinrich Ehrler, der den Lesern des „Gieß. Anz" schon durch manche vortreffliche Skizze im Feuilleton ^bekamrt iH hat das Buch, geschrieben „Briefe aus meinem Kloster (Verlagsanstalt Greiner U. Pfeiffer, Stuttgart), das ebenfalls nur aus kleinen Skizzen zusammengesetzt ist, deren. btn^erZusammenaang jedoch in der geschlossenen Persönlichkeit des Verfassers , ruht. Richt Weltabwendung spricht aus dem DichterWhll des Klooer- Hofs zu Maulbronn, sondern rm Gegental tragt das fesselnde such den ausdrücklichen Wahlspruch „Es ist Zeit zu bekennen.


