— 147 -
Wm stchen. Der hochbetagte Mann war mit einer, l<Hw«en Arbeit beschäftigt. Gr nxrrf Erbe aus, um, wie es schien, etwas
Kaiser Hadrian und der alte Gärtner.*)
Dierundsechzig Jcthre nach der Zerstörung des Tempels durch Titus erschien Hadrian in Judäa, um die letzte größte nationa e EMbuÄ d^r Mischen Nation zu unterdrücken. Die Geschrchte ^t uns die grausamsten Laten dieses Kaisers aMewahrt, selbst N römischen Schriftsteller haben sie uns nicht verschwiegen. Es A jeÄch^n 8st Mer Zug aus seinem Leben bekannt gewor-
Als der Kaiser Hadrian sich am See Tiberias b^and und -nz>a mit seinem Gefolge das Gefilde durchstreifte, fand er einen Greis von sehr ehrwürdigem Aussehen und blieb vor
Saaen aus dem Morgenlande", nach Äten orientalischen Quellen, bearbeitet m Julius Kossarski. (Verlag Berliner Buchpersand Derlin-Grunewald.)
Ich" wM,"^ antwortete der alte Mann, „Feigenbäume Wan,®u bist so ihvchbetagt," nahm Hadrian das Wort, „glaubst du die Früchte dieser Bäume noch zu erlebend
„Der Himmel," sprach der Greis, ,,'hat mich hundert Jahre alt werden lassen, er kann mir noch drei Jahre schenken, dann tragen die Bäume Früchte und ich kann sre noch gemeßem Und fuhr er eifriger fort, „wenn mich der Himmel vor dieser Ze Nrustn sollte, so Habe ich die Bäume für -™ Stärke und Nachkommen gepflanzt, wie meine Borfahren dies für iyre e96'^S tomeße^, der Greis, holte die fietnen Pflanzen ^^U»X;®Äen von Ehrfurcht vor dem Greise, sprachhuldvoll^zu ihm:^ M Schaffen und
©en'fen erfreut Wenn Lu so glücklich sein solltest, .Fruchte von den Bäumen die du hier gepflanzt, genießen zu können, wenn I dir der HimMel also noch, so viele 2«Hre sch enken sollte dann sende mir einige von diesen Feigen und last mich wissen wie es Dir geht
I Der Greis blickte den Kaiser ruhig an erfreut rm. Innern über seine Herablassung, und sah, wie er sich endlich mit seinem
D®te Sonne schien glänzend herab auf den greifen ©ärtner, Bie Wael sangen in dM Lüften, und die Blüten dufteten; dies« aber vollendete sein Tagewerk, und als die Sonne Herniedersa , verrichtete er seine Andacht und ging heim. , «,
Der Himmel aber schenkte dem Ma>me noch drei Jahre und die jungen Bäumchjen waren emporgeschossen und blühten zur Freude des alten Mannes, und er genoß ihre Fruchte V ;ßm t>,ie Worte des Kaisers ein, und er ging
WZMKWtzW Blätter in dasselbe und füllte es mit Feigen. Dann kleidete er sich sauber an und begab sich, nach Antiochien, deni Aufenthalts- °rtC®S ÄSdBe Haar des Greises flöhte jedermann Ghr- fuvcht ein und auch demKaifer. Gr erkamrte zwarnicht den Mann
Mn^'und da^GesNfatt^stchW^Zallstaberdie
I Ä- -«»-«
es vor den Kaiser nieder.
Ä LL 'S. 9"'w-=»« ™;*
als es Men konnte an k untereinander und sahen ungern
LL ä« - -
^Da wurde der Kaiser ernst und sprach - .-
Der allmächtige Gott hat diesen Dreis begluL, er hat ihn tfn sohohesMter erleben lassen und so hoch geehrt, soll ich,
wahr sein m ^tter scharf in sein kahles Wettergesicht,
,u vergewissern, ob nicht das bekannte Lächeln zwischen den Falten lauere. Dann aber suchte ich seine harte, schwielig Bauerrchand, drückte sie nachhaltig und sagte: »Vetter wnr beide glauben. Das ist der Anfang und die Grundbedingung aller Zukunft."
in den Boden zu pflanzen. . -
„Du scheinst sehr alt," redete ihn der Kakseran„blstdu nicht höchst betrübt darüber, in deinem Alter so schwere Arbeit verrichten zu müssen?" n,
,,O nein," erwiderte der Greis, »ich tue diese Arbeit sehr gern,' sie macht mir Vergnügen." - < 9«
„And was beabsichtigst du mit dem Auswerfen der Erde?
lasche und übergab es mir. Und warum soll ich es verschweigen? I ®8 enthielt ein Pfund Butter. , . .. r s™, I
„Es sind traurige Zeiten, in denen wir s g I
afilfctaÄS’eti ehT für aaem-ilEg-rte
U r ä sä« 6»«
-an»
S-E'LT'SL'UZL
ÄtrÄ-SltS
gegen dieses unheimliche Lächeln, das mi, f J ree[ren„ zwang, su Wen.
fest?" fragte ich. „Felsenfest , antwortete e „ , , ergäMte immer Nv4 in ®urem Heller unt>
MKWMRLW
Ar Glich darüber reuen oder gt?. .^vswer^ ^n?l. 3ÄÄÄ 'K7n wFÄ
-W-ML5LMZ not "a^stne Weltgerechtigkeit und an kommende Sterne glaube,
U ^ nun JjgJ“ aber ^n man so felsenseft daran glaubtnäe ich an die ewige Seligkeit, so wird es wohl


