Ausgabe 
11.2.1922
 
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jem» Frau hätte wiedererkermen tonnen? fragte Ser Obrist Len

Wir wichen schweigend auseinander, um dieses Paar hindurch» gehen zu lassen, das wir nicht ohne tiefe Bewegung sahen, Denkt euch ein lebendiges Gemälde von Murillo. Unter gewölbten und' schwarzen Brauen zeigte der Mann ein starres flammen» auae- sein Antlitz war eingefallen und sein kahler Scheitel zeigte glühende Tinten; sein Körper war so leidend, dah man ihn nur mit Beben ansehen konnte. Und dtese Frau! Man kann sie fug gar nicht verstellen, ohne sie gesehen zu haben Siehatte jenen bewunderungswürdigen Wuchs, für den die spant che Sprache ein besonderes Wart geschaffen Hai; obgleich bletch, war ste noch immer schön; ihre Gesichtsfarbe war blendend infolge eines sur eine Spanierin sonst unerhörten Privilegiums; aber aus ihren Blicken strahlte die ganze Sonne Spaniens und sie trafen den, der sie ansah, wie geschmolzenes Blei. .

Meine Dame," fragte ich die Dame gegen Sude der Soiree.

.durch welchen Zufall haben Sie Ihren Arm verloren?' .Im Unabhängigkeitskriege," antwortete ste mtr.

® ^ur 'etn einziges Merkmal," antwortete dieser.

"Als ich die Unbekannte zur Ader liest, bemerkte ich an ihrem Arme, ein wenig über der Mitte desselben, ein kleines Mal, Ptina rote eine Linse groh und von braunen Haaren umgeben

In diesem Augenblicke erbleichte der Chirurg, der die gelobte Vorlckiwieaenbeit verletzt hatte; aller Augen hefteten sich auf

stchigen mid folgten dann der Richtung seines Blickes. Die Franzosen sahen einen Spanier, der in einen Mantel gehüllt war und dessen Augen durch ein Gebüsch von Orangen blitzten. Kaum Wtwn indes die Offiziere ihre Blicke auf diesen Mann gerichtet als er mit der Leichtigkeit einer Sylphe entfloh. Gin ®ouss,sr °°-

Dasiliskenaüge hat mich zu Eis erstarrt. Ich es mir doch, als hörte ich Totenglocken läuten! Empfangt mein Lebewohl, Ohr ^Bist^uBum><^mein!e der Obrist Hulot.Falcon Erfolgt den Spanier und wird uns schon Rechmschaft zu geben wessen, den > b;e Offiziere aus, als sie den Haupt-

Im Kampfe mit dem Eise am Südpol.

Wie wir vor einigen Tagen meldeten, ist der Judpolar. forscher Ernest Shackleton an Bord feines SchissesUuejl gestorben Einer der Grasten int Reiche der Polarfarfching ist mit ihm'dahingegangen. Besondere Verdienste hat.er sich er­worben um die Erforschung des Festlandes am Südpol Aus leinen Eilebnissen auf seiner zu diesem Zwecke veranstalteten Er. peüit on möch'en wir folgende packenden Abschnitte herausgrei-en:

In dem Augenblicke, da man dem Ziel nahe war, und z-va- in einer Entfernung von nur dreißig Kilometern von dem zur Ausschiffung bestimmten Punkt, warf sich den tapferen Mannern ein Schneesturni entgegen. Innerhalb «r Stunden fust e sich das kleine Stück offene Sce mit großen Eismaffen ®ie (Snfnirnnce" fuhr mit Volldampf voraus, aber der Revel hotte »u^nd bald hielt das Eis die .En, durance" unbeweglich wie in einem Sch.aubstock fest.

Man kann sich die Bezweiflung acker Mckchieder ^r Er peditioii leicht ausmalen Sie sahen das Estland Stuck t Pitf.rf verschwinden sie konnten nichts tun, als sicy änia werfen und auf Tauwetter zu hoffen, das jedoch nicht mehr tDmi6baffleton berichtet, dast er an diesem Tage erkannt hatte, die Aussicht auf ein Gelingen der Expedition sei entschwunde.., er würde nicht r^r nicht das ersehnte Ziel erreick-erh sondern auch das Leben seiner Gefährten selbst sei tu höchster Gefahr.

rea Miet) nur eins übrig, möglichst zu verhindern, dast das Fahreng gänzlich ^vom Eise'eingeschloffen wurde. Damit!seine SS nicht vollständig entnr-tigt wurden, gab er ^sehl, einen Durchbruch durch die Eismassen selbst zu unternehmen.

Am 14 Februar 1915 ging man ans Werk. Die Mitglieder der Expedition verfuchten, ausgerüstet mit Eisenpicken und Sagen einen Weg für das Schiss zu bahnen. Diese langwierige und schwierige Unternehmung dauerte mehrere Tage Die Sage du i man aebrauchte schnitt durch eine Eisdecke von P/2 Meter Dicke

Es war nötig, mit der Hand eine ^^rmezuschaffen di mindestens 50 Meter lang war, denn das öal^eug sollte mit -inem Anstoß mehr als 400 Meter Eis zerbrechen.

I An der andern Seite dieses Eisfeldes war eine kleine Strecke | Essener See bis zu der man zu mindest zu kommen hoffte.

Shackleton rechnete aus, dast das Festland' von. dort 3CKilo Ifr... ontfornt sein müsse wie er aber selbst sagt, ist es sehr | Mytoieriq die Entfernungen in den Südpolgegenden genau zu

Knen, da der Dampfkreis dicht ist und die Eisflächen em- anöer fe|e äjneln & bie Säge losgeschnitten

ilan ging dahin, das Fahrzeug auch das formten Weg M fchdm! währen^da^Ä^m S des Schiffes

I laus zu nep . Mitglieder der Expedition befanden, die "«ch Arb-N -ml «in G-llns-n>M-n, nm ihr«» CSKg

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3 « rr-'k' bes Eises! Es ist sonderbar, wie dieser

S ^uL Anblick d?'See von Tag zu Tag verändert Viäbrend am Abend die Oberfläche ruhig und überall gleich SS sieht man am nächsten Morgen erstaunt rundherum , SUe Eismassen die während der Rächt allerlei Formen

r.Ä-"=S «ÄTS halten Der unwiderstehliche Druck des Eises, bas aus dem : LBSÄÄ S SA.

Da kommt er!" riefen die Offiziere aus, 'al mann atemlos zurückkehren sahen. r r. ja über I

Zum Teufel!" versetzte Falcon,der ist, glaube ich uver die Mauer gesprungen. Ein Hexenmeister kann er nutzt sein, also muh er hier ins Haus gehören! Der kennt hier alle Wege mrd Schliche deswegen ist er mir so leicht entgangen. . 1

Ich bhi verloren!" versetzte der Chirurg wU trüber Stimme "^ruhige dich" antwortete ichwir werden der Reihe nach" bis zu deinJ Abreise bei dir wachen. Heute abend be-

ta SM tnrtrn M jun»« Olfliim. » » ®'® H'J

Sn tn Gesellschaft einer Dame abzureisen, die von March ei |

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»s beißt lieben Aber auch nur eine Spanierin Tann noch zu ihrem ©Siebten laufen, wenn ihr der Tod schon auf bei Zunge fitz.

Der Chirurg versank in tiefes Nachdenken Um die unheib HUBSSB MMMZW u®!ä®äSMf r

^n frisch abgeschnittenen Frauenamn hervor, .den er mit einer lebhaften Bewegung dem Ghirurg ^te um ihn au^ em Mal aufmerksam zu machen, welches jenem ähnlich war, das dieser 1 unklugerweise beschrieben hatte.

Beim sLnk etal- UL? die neben das Dett gestellt war erfaßte der Chirurg devArm wieder und antworte durch sein Staunen. Ohne weitere Erörterungen senkte der Gatte der ain bekannten seinen Dolch in das Herz des Chirurgen.«

"ihre Erzählung ist furchtbar schwer zu glauben sagte ein «ÄtoUl«Können Sie mir wohl erklären, wer sie Ihnen erzählt hat, ob der Tote oder der Spanier.

Mein Herr," antwortete der Erzähler,ich habe ben arme -Mann gepflegt da er erst fünf Tage spater unter schrecklichen ßeiTen starb. Zur Zeit des Feldzuges, der unternommen wurde um Ferdinand VII. wieder einzusehen, wurde ich S,u einem Posten ' w Svanien ernannt, kam aber glücklicherweise nicht weiter als nach Tours, denn man machte mir Hoffnung auf die Annehmer- stelle von Sancerre. Am Abende vor meiner Abreise war ich aus einem Satte bd Frau von Listomeie, Nw Nch auch mehrere angesehene Spanier eingefunden hatten. Als ich den Spieltisch ve ließ, bemerkte ich einen spanischen Granden, eVcn ^uweado im Exil, der seit fünfzehn Tagen in der Souraine angekmnmen roar Erst sehr spät war er zu diesem Balle gekommen. Gi er­schien zum ersten Male vor Leuten und besuchte die Salons in Mpleitung seiner Frau, deren Arm durchaus unbeweglich war.