Ausgabe 
1.7.1922
 
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®hi Jubiläum der deutschen Schafzucht.

Seit wann wird der Hund als Jagdhund verwandt?

Der Verbrauch Deutschlands an heimischen Drogen.

Bor dem Kriege waren

Schriftlsitung: August Goetz. Druck und Verlag der Brühl fchen Univ.-Buch- und Steindruckerei, R. Lange, Gießen.

der Zubereitung.

Die allermeisten Pilzvergiftungen mit tötl. Ausgang find dem Genuß des sehr giftigen Knollenblätter schwämme»

Die Freundschaft mit den Pilzen, das dadurch bedingte Wan­dern im Walde, stählen die Aerven und vermitteln, wie alle die vielen, bei denen es mir gelungen ist, Lust und Liebe zur Pilz- jagd zu wecken, mir immer wieder bestätigen, einen dankbaren Aaturgenuh, wie er fesselnder und anregender nicht gedacht wer­den kann.

zuweisen. Verwechslungen können mit dem so sehr geschätzten Cham­pignon, einem unserer besten Speisepilze, Vorkommen, jedoch nur dann, wenn man die charakteristischen Merkmale, die beide unter­scheiden, nicht kennt.

zuzuschreiben, einem sehr häufig vvrkommenden Blätterpilz. Dieser Pilz enthält ein geschmackloses Gift, das beim Kochen nicht zer­stört wird und im Körper außerordentlich langsam und schleichend wirkt. Meist erst nach sechs oder mehr Stunden, also in einem Zeit­punkt, in dem die Anwendung von Gegenmitteln keinerlei Erfolg mehr verspricht. Das Gift zerstört die roten Blutkörperchen, greift

Eine der besten deutschen Kammwoll-Merino-Herden, die von Gutspächter Hermann Schumacher - Zarchlin gegründet wurde, mnn in diesem Jahre auf ein öSjähriges Bestehen zurückblicken. 2nn Jahre 1872, also vor 50 Jahren, wurde dort eine Stamm- fchäferei geschaffen und der Schäfereidirektvr Rudolf Thilo in Freienwalde a. O. zum Beirat bestellt. Aus diesem Anlast widmet

brauch an Arzneipflanzen in Deutschlau. ,.r als im Laufe des Krieges die Aufforderung zu einer Vermehrung der Drogengewinnung in Deutschland einsetzte, dieDeutsche Phar­mazeutische Gesellschaft" versucht, wenigstens einige Hinweise zu erhalten, welche Mengen von Drogen, die in Deutschland erzeugt werden können, in Deutschland alljährlich konsumiert werden Es wurden von Dr. Theodor Sab a lit st hka - Berlin in der ZeitschriftHeil- und Gewürzpflanzen", dem Organ der Deut-

Man beobachte beide Arten nebeneinander in der Aatur, studiere die Pilze möglichst unter Anleitung tüchtiger Pilzkenner und vergleiche naturgetreue Abbildungen guter Pilzbücher. Sehr bald wird man die unterscheidenden Merkmale sehr genau kennen und mit größter Seelenruhe sammeln und die ^rrlichsten Pilz­gerichte genießen. '

Es ist grundfalsch, wenn behauptet wird, alle Pthe, die beim Zerschneiden oder auf Druck die Farbe ändern, oder die Milchsaft absondern, seien giftig oder ungenießbar. Eine ganze Reihe von köstlichen Speisepilzen sind gerade an diesem untrüg­lichen Merkmal der Farbonänderung oder des Milchsaftes ein­wandsfrei tzu erkennen. Eine weitverbreitete, aber durchaus falsche

Der Knollenblätter schwamm heißt deshalb so, weil sein Stiel am Boden eine knollige Verdickung hat. Seine Blätter Lamellen unter dem Hut sind stets rein weiß, während der eßbare Champignon Blätter hat, die rosa, violett bis dunkel­braun sind. Die Farbe der Blätter unterscheidet die beiden Pilze so bestimmt, daß man sich nur Wundern kann, daß immer wieder Verwechslungen Vorkommen, die allerdings sämtlich auf mangel­hafte Pilzkenntnis zurückzuführen sind. Aar bei ganz jungen Pilzen ist die Färbung der Blätter noch nicht so ausgeprägt. Mün ver­zichte deshalb in Zweifelssällen auf die ganz jungen Pilze. Ein weiteres untrügliches Merkmal ist der Geruch, der beim Cham­pignon angenehm würzig, mandel- oder anisartig, beim Knollen­blätterschwamm ein unangenehmer, an keimende Kartoffeln er­innernder Geruch ist.

insbesondere Herz und Leber an, die es verfetten läßt und außer Tätigkeit seht. .Diese außerordentliche Gefährlichkeit des Pilzes, die Häufigkeit seines Vorkommens lassen es ratsam erscheinen, auch im Rahmen dieses kurzen Aufsatzes auf seine Merkmale hin-

Der Hund als Wächter, schreibt Dr. Max Hilzheimer, der sich durch seine Studien über die Geschichte unserer Haustier« einen Aaamen gemacht hat, in derAatur", scheint älter zu sei» wie als Jagdgenvffe. Bezeichnend für diese Annahme scheint u. a. die Tatsache, daß dem großen Jäger Aimrod selbst in der ältesten Form der Sage, der Jzdubarlegrnde. der sonst keinem Weidmann mangelnde Jagdhund fehlt. Dem sucht dann ein« spätere altvrientalische Fabel abzuhelfen, die uns erzählt, wie Aimrod sich vergeblich bemühte, die Frevler der Herden seines Vaters und Bruders, den Löwen, den Wolf und den Schakal, zu vernichten. Da findet er einst von einem Jagdzug zurückkehreno, den ihm bis dahin unbekmmten Hund, welcher di«

Serbe bewacht. Aimrod erkennt sofort, welche Hilfe er im Hund« im Kampf gegen wilde Tiere hätte. Er bemüht sich, den Hund von der Herde weg zur Jagd zu verlocken, lange Zeit vergeblich, bis er ihn mit dem Blut einer Gazelle und eines Hasen verlockte, ihm zu folgen. Die ältesten Schädel, die wir auf Jagdhunde be­ziehen können, finden sich in Europa erst im bronzezeitlichen Ablagerungen. Es ist dies ein kleiner Laufhund-ähnlicher ThpuS,

Da es aber im Orient, schon früher in Aegypten sicher schon Jagd­hunde gab, und diese höchstwahrscheinlich von dem größten -------- , der drei in Aegypten einheimischen Schakale abstammen, und da zahlenmäßige Aügaben über den Ver- ! le7,er. der europäische Stammvater der Jagdhunde auf einem i Deutschland Mir spärlich Daher hat steinzeitlichm Hund zurücrgeführt wird, der höchstwahrscheinlich ------ - - -- ' ' von einem kleinen nordeuropäischen Wolfe abstammt, so sind ver- mutlich in verschiedenen Ländern selbständig Wachhunde verschie- dener Abstammung zur Jagd herangezogen worden, so daß die Jagdhundgruppe nicht einheitlicher Herkunft ist. Sehen wir doch auch heute noch Hunde anderer Abstammung, wie Terrier- und Windhunds, zu Jagktzwecken dienen.

scheu Hortusgesellschast, aus, zu diesem Zwecke von sieben Drogen- häufern zahlenmäßig« Angaben ihres jährlichen Drogenverbrau­ches erbeten. Das Ergebnis dieser Erhebungen läßt erkennen, daß der Umsatz an manchen Drogen gewaltig ist, weit höher^ als man wühl gewöhnlich annimmt. Dabet ist es nicht zu über- . , . . .. , sehen, daß große Mengen von Heil- und Gewürzpflanzen ta

Auffassung ist es auch, daß es Mittel gäbe, die Giftwkeit der I den Fabriken verbraucht werden, die im Umsatz der Drogen- Pilze beim Kochen selbst zu erkennen, wie z. B. am Verfärben i Häuser überhaupt nicht erscheinen. So benötigte eine einzig« der Pilze oder am Schwarzwerden eines mitgekochten silbernen I brutsche Fabrik zur Herstellung ätherischer Oele jährlich 900 000 Kg, Löffels oder einer Zwiebel. Alles das sind Märchen. Ts gibt I Fenchel und 500 000 Kg. Kümmel. Eine Firma verarbeitete im nur ein einziges Mittel, um die irrtümliche Verwendung von I Durchschnitt jährlich 100 000 Kg. Jriswurzel, 300 000 Kg. Pfeffer­schädlichen Pilzen zu vermeiden, lerne die Pilze kennen! ä minzkraut, 250000 Kg. Rosenblätter usw Der Bedarf an Drogen, den man haute zwar infolge ihres hohen Preises einzuschränken versucht, wird in Zukunft voraussichtlich noch gröber sein al» vor dem Kriege. Auch jene einheimischen Pflanzen, die Ersatz­stoffe liefern für die aus dem Auslands eingefü'hrten Genuß- mittel Tee und Kaffee, werden in Zukunft mehr Beachtung ver­dienen. Ein nicht geringer Teil.der Bevölkerung wird auch Beate, tvo diese ausländischen Degetabilien wieder zu haben sind bei den iheimischen Naturprodukten aus finanziellen Gründen bleiben.

Ech die Nachfrage nach einheimischen Gewürzen sehr erheblich fein, da die Gewürze aus fernen Ländern sehr teuer, wenn überhaupt erhältlich sein werden.

Die übertriebene Furcht vor Pilzvergiftungen ist ganz un­angebracht. Die allermeisten in der Presse bekanntgegebenen Pil^ Vergiftungen sind entweder auf Leichtsinn oder auf den Genuß verdorbener Pilze zurückzuführen. Vergiftungen sind ausgeschlossen, wenn man nachstehendes beachtet. Vor allem verwende man nur Pilze, die man sicher als genießbar kennt. Man hüte sich vor ver­dorbenen Pilzen. Pilze find wegen ihres großen Gehalts an Ei­weiß, wie alle Nahrungsmittel, leicht der Fäulnis ausgesetzt. Man verwende nur gesunde und junge Exemplare. Zu alte, zu wässerige oder gar verschimmelte Pilze sind zum Genuß ungeeignet. Ganz besonders wichtig ist es aber, ein zu langes Aufbewahren der Pilze zu vermeiden. Am besten ist es, die Pilze an dem Tage, an dein sie gesammelt wurden, zu reinigen und zu putzen. Ist die Derwer- tung nicht am gleichen Tage möglich sie hat aber spätestens am zweiten Tage zu erfolgen dann nehme man die Pilze aus den SammelbeAltern und schichte sie auf Unterlagen luftig, von einander getrennt, in der Weise auf, daß die Stiele nach oben stehen. Läßt man die Pilze im warmen Raume über Nacht stehen, so kann man die unliebsame Erfahrung machen, daß bereits nach . .

24 Stunden die ganze schöne Ernte von Pilzmaden zerfressen ist. | Fi _ _ .... _

Zubereitete Pilzgerichte genieße man grundsätzlich noch am Tage | dieDeutsche Landwirtschaftliche Presse" der Stammschäferei Zarchlin einen mit schönen Abbildungen über das Zuchtmaterial der Schäferei geschmückten Auffatz. Sehr bald erwarb sich dir Stammschäferei Zarchlin, die bei Karow in Mecklenburg liegt, und 1750 Morgen umfaßt, einen guten Aus, so daß das Ausland bald aus der Herde Böcke bezog und sie auch bereits vor Jahr­zehnten auf Ausstellungen, so z. D. der D. L. G.-Wanderausstel­lung in Breslau im Jahre 1888, seitens kompetenter Beurteiler sowohl hinsichtlich der Wollbeschaffenheit wie der Ausgeglichen­heit der Tiere ungeteilte Anerkennung fand. Im Jahre 1893 übernahm C. Steinkopf zu Zähren die Pachtung Zarchlin- damit ging auch die Stammschäferet in sein Eigentum über. Auch die züchterische Beratung und 'Zuchtleistung wechselte. Nach Thilo- Tode ging sie an Schäfereidirektor Strecker den Aelteren und nach dessen Ableben im Jahre 1909 an Schäfereidirektvr F. Arnold, Berlin-Friedenau, über, in dessen bewährten Händen sie heut« noch ruht. Es werden hier jährlich von 250 Müttern etwa 220 bis 225 Lämmer geboren. Das.Zuchtziel ist, auf großwüchsigen und muskulösen Körpern von leichter Ernährbarkeit, höchster Frühreif« und Fleischfülle eine edle, kräftige, möglichst lange Kammwolle mit ausgiebigem Rendement und hohem Dchurgewicht zu erzielen. ES darf behauptet werden, daß dieses Ziel vollauf erreicht wor­den ist.