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Schnürchen in ein Gesäß, also g. 8. eine kleine Tasse zu hängen, in der wir Ammonicnnniwat in Wasser auflosen. Nach wenigen Minuten hat sich im Fingerhut ein Eisblock gebildet, den ww leicht in der Weile herauslösen können, daß wir das Ganze aus euren kurzen Augenblick in warmes Wasser tauchen. Dadurch schmilzt das Eis am Rande der Metallwandung und der vorher im Finger­hut festqesrorene Eisblock gleitet nun ohne weiteres heraus. Be­sonders ivirkungsvoll iverden diese Versuche, wenn ivir sie am oder auf deni warmen Ofen aussühren.

VerMsschLss.

<= Der König von Dänemark im Seeräuber^ Film. König Christian von Dänemark hat jüngst ber einer kinematographischen Aufnahme als Schauspieler mitgewirkt, aller­dings unfreiwillig, aber doch unter so romantischen und eigen­artigen Bedingungen, daß sich die Geschichte, die inKopenhagener Blättern berichtet wird, 'ber Wiedererzählung wohl lohnt. Der König kreuzte mit der Königin und seinen zwei Söhnen auf seintt KacktRita" in der Nähe von Aarhus in Jütland, als die sich ihrer Vergnügungsfahrt behaglich erfreuenden Herrschaften Plo^ lich von Gewehrschüssen und gellenden Hilfeschreien aufgeschreckt wurden. Der König gab sofort Befehl, nach oer Richtung zu segeln, aus der der verworrene und unheimliche Lärm hertam. Man fand einige Boote, die mit abenteuerlich ausstasnerten und wild dreinblickenden Gesellen bemannt waren; die Kerle lieferten sich mit Gewehren und Revolvern eine regelrechte Schlacht, und der Kampf ging augenscheinlich um eineschöne Frau, die verzweifelt in dem einen Boot die Hände rang. König Christian hatte bereits die Vorbereitungen zu schleunigstem Einschreiten getroffen, als er plötzlich durch sein Fernrohr noch ein weiteres Boot erblickte, das in einiger Entfernung von den übrigen ruhig und friedlich dallag- 'iind in dem ein Mann mit gelassener Aufmerkfamkeit die Kurbel eines kinematographischen Apparates drehte. Lachend er­kannte der Herrscher die wahre Bedeutung dieses seltsamen Schau­spiels und ließ die Jachtaußer Gefecht setzen". Mer das Schick­sal, das ihn mit dieser Aufführung verknüpft hatte, ließ ihn nicht so bald los. Die Schauspielerin, die die Heldin darstellte, Frau Stub aus Kopenhagen, stürzte sich in das Meer,um den Schurken zu entgehen; auf dem halben Wege zur Küste aber schwanden ihr die Kräfte, und sie wäre ertrunken, wenn der König nicht aus ihrem Hilfeschreien erkannt hätte, daß es diesmal ernst sei Er sprang selbst ins Rettungsboot, nahm die halb ohn­mächtige Künstlerin auf und mußte somit auf den Film.

* Französische Schatzsu ch e r. An den Kasten Frank­reichs sind die Schatzsucher, die deni Meere vor langem ver- schlrnigene Kostbarkeiteii wieder entreißen wollen, in diesem Sommer eifrig an der Arbeit, und zwar sind es besonders zwei Unter- nehinungen, die Aussehen erregen. J>i der Bai von Gatremare bei Gouberville an der Kanalküste hatte ein gewisser Lesönschal vor drei Jahren zwei Silberbarren mit spanischer Bezeichnung und dem Datum 1692 gesunden. Er ging der Geschichte dieses wert­vollen Silbersimdes nach und stellte fest, daß eine spanische Gallione vor mehr als 20» Jahren hier untergegangen sei und einen großen Schatz von Gold- und Silberbarren mit in die Tiefe gezogen habe. Nachdem LesönSchal vom Mariiieminister die Erlallbnis ziir Nach­forschung erhalten hatte, hat er nunmehr mit allen wissenschastlicheii Mitteln und einem großen Apparat die Suche ailsgenominen. Ter andere Schatz des Meeres, der die Geniüter viel beschästigt, liegt bei der Ile de Rs und hat eine romantische Vorgeschichte. Er be­steht in einem gewaltigen Kasten, der mit Gold und Diamanten von höchstem Werte gefüllt ist. Mair schätzt den Inhalt dieses Kastens auf mehrere hundert Millionen Franes.Der glückliche Besitzer dieser Reichtümer war einstmals der Graf de St. Paul, ein Abenteurer aus der Vendöe, der während der Revolution nach Amerika geflüchtet war und im Jahre 1820 mit diesen Schätzen auf dem DreimasterJeune Henri" aus der Verbannung zurück- kehrte. Das Schiff war untergegangen und zwar an der Ile d'OlSron, wo Fischer bereits mehrere Kisten mit Gold und Juwelen gefunden haben. Der große Kasten aber war verloren und wurde vergessen, bis 1898 eine Dame aus dem Geschlecht des Grasen nach dem Schatz zu suchen begann. Langwierige Taucherarbeiten er­gaben, daß der Schatz nicht mehr an Ort und Stelle lag, doch will man jetzt Anhaltspunkte dafür gefunden haben, daß er , nach der Ile de Rs getrieben ivorden ist. Die Jagd danach ist mm in diesem Sommer von Mlle. de St. Paul mit einer Schar von Tauchern ausgenommen worden.

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; * Väter Und Söhne.Ich möchte dir sagen, mein Sohn, daß das Geheimnis des Erfolges die harte Arbeit ist." Sohn. Wenn es ein Geheimnis ist, Papa, dann hättest du es mir nicht sagen sollen. Glücklicherweise bin ich zu sehr Gentleman, um von dem Geheimnis, das ich so etstrhren habe, Gebrauch zu machen." * Sein Grund.Welches Motiv hat Sie dazu bewogen," fragt der Richter den Angeklagten,in den Keller einzusteigen und 6 Flaschen Kognak sowie 8 Flaschen Ungarwein zu stehlen?" Der Hunger, nichts wie der Hunger, hoher Gerichtshof," wimmert der Angeklagte.

Sprachecke des Allgemeinen Deutschen Sprachvereins.

* Deutsch aber kurz! Ein sehr vernünstiger Vorschlag wurde kürzlich in der Hamburger ZeitschristDer Handelsstand im Auslande" gemacht, ein Vorschlag zur Kürze, wie er auch im All­gemeinen Deutschen Sprachverein immer erhoben und nach Mög­lichkeit beachtet worden ist. Daß die Bewegung, unsere schöne Sprache von Fremdwörtern möglichst zu reinigen, unaufhaltsam um sich greift, ist nicht freudig genug zu begrüßen. Aber der Ersatz darf durchaus nicht durch langatmige, aus vielen Teilen zu­sammengesetzte Wörter geschehen; denn gegen diese lehnt sich der Verkehr natürlicherweise auf. Ich denke z. B. daran, daß das Reichsstempelgesetz unter andern: die bekannte Abgabe enthält für Gewinnanteilscheinbogen" undZinsbogen". Der Gesetzgeber hat, als er mit Fug und Recht die WörterDividende" undCoupon" vermeiden wollte, eine glückliche und eine unglückliche Hand ge­habt. Daß er das einfache WortZinsbogen" für das fremde Couponbogen" prägte, war eine gute Tat; sie konnte aber nicht gut mache», was durch die Heranziehung des endlosen Wortes »Geivinnanteilscheinbogen" verdorben wurde. Es ist nicht zu ver­wundern, daß die Stempelabgabe im Verkehr, der eines kurzen Ausdrucks bedurfte, einfach mit dem französisch-deutscben Wort: »Talonsteuer" bezeichner wurde, obgleich streng genommen nicht die manchmal gar nicht einmal vorhandenen --Talons", sondern die Bogen abgabepflichtig sind. Warum sagen wir nun nicht all­gemein für Coupon: Zinsschein, und für Tividendenschein: Ge- ivimischein? Daß der Geivinnschein nur einen Anteil vom Jahresgewiim geivährt, braucht doch nicht erst betont zu werden, also warum das weitläufige Wort Gewinnanteilschein? Uno warum nennt man die Dividendenbogen ähnlich denZinsbogen" nicht einfach: (Sewinnbogen und schließlich die betreffende Steuer: Bogenstener? Kürzungen dieser Art sind jedem, der mit Wert­papieren zu tun hat, verständlich und ohne sie kommt der hastende Bankverkehr gar nicht ans; sie bürgern sich aiich, einmal ge­braucht, sehr leicht ein. Der Deutsche soll sich nur davor hüten, seine peinlichen Ansprüche an die Genauigkeit des Ausdrucks so übertrieben hoch zu stellen: der Ausländer mit seinen knappen Ausdrücken, wie cheque, talon, share, safe, box usw., die ost allerlei Begriffe umfassen, kennt solche Bedenken nicht und fährt gut dabei. Jeder einzelne trage an feinem Teil zur Förderung der guten Sache bei, indem er der Losung folgt: Deutsch aber kurz 1

Vücheriisch.

Z eit im Bikd", Moderne Illustrierte Wochenschrift/ Nr. 35. Neue deutsche Verlagsgesellschaft, München. Aus dem Inhalt: UmschlagzeichnungKanal-Tunnel" von Kley. Der nationale Frieden in Oesterreich. Von Josef 'August Lux. Der Kanal-Tunnel. Von Dr. Colin Roß. Hertling. Zum 70. Geburtstag des bayrischen Ministerpräsidenten. Von Fer. Mit Zeichnung von E. Preetorius. Frieden int Haag. Von Samson. Mit Zeichnung von Theo Waidenschlager. Die Lage bei Leipzig am 16. Oktober 1813. Von Karl Bleibtreu. August Bebel. Von Edgar Steiger. Anna Pawlowa. Bon Monachus. Mit Zeichnungen von Wera von Bartels. Das neue Germanische Museum an der Harvard-Universität in den Vereinigten Staaten/ Von Dr. R. W. Drechsler. Phantasus. Gedicht von Arno Holz. Berliner Plakatkunst. Von Dr. Adolf Behne. Alte Herrenhäuser am Kap der guten Hoffnung. Von Hans Grimm. Askese. Novelle von Hugo Greinz. Das Berliner Aquarium, Von Dr. Hans Ammann. Das junge Mädchen von heute. Von Hans von Hülsen. Preisgaben. Von Dr. Alfons Gold­schmidt. Fortsetzung des RomansDie bange Nacht" von Adolf Köster. Chronik des politischen und kulturellen Lebens mit zahlreichen aktuellen, interessanten Bildern. Ferner eine Reihe lesenswerter Beiträge aus allgemein interessierenden Ge­bieten, wie aus dem des Bankwesens, des Kino, der Reise und des Verkehrs, der Hygiene, der Mode, der Literatur u. a.

Mter-Natke!.

In die Felder nebenstehender Figur sind die Buchstaben a a a a a, ec, d d, e e e e, g g g g> h h h h, i i i i, 1 1, n n, rrrrrr, s s s g, t t t t, h w derart einzutragen, daß die senk­rechten und wagerechten Reihen gleichlautend folgendes ergeben:

1. Angesehene Körperschaft.

2. Ort in den Nheinlanden.

3. Provinz in Kaukasien.

Auflösung in nächster Nummer. .

Auflösung des Versteckrätsels in voriger Nummer: Alte Bäume lassen sich nicht biegen.

Redaktion: I. V.: August Goetz. Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei. R. Lange. Gieße:»-