Ausgabe 
27.1.1913
 
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Redaktion: K. N e u r a t h. Rotationsdruck und Verlag der Brühl'jchen Universitäts-Buch» und Steindruckerei, R. Lange, Gießen,

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häufigste Gattung ist die der Gebetsteppiche, auf denen die Perser ihre Andacht verrichten. Tie persische Tepplchindustrie ist die wichtigste des Landes; ihr Export hat außerordentlich zn- genommcu und belief sich 1906 aus eine Summe von 10 Mil- Honen Mark, während er 4 Jahre vorher kaum die Hälfte er-

Kaiser'" jauchzte ich laut, als ich mit meinen stopj gegen wann Bauch anrannte. Er faßte mich mit der einen H°u? mi Nacken und horte mich mit der anderen. Da biß ich rhn m den Arm, so daß er vor Schmerz ansichrie.Reiß' ihn los, Rufton! rief er. SW ihn doch los, Mensch! Er Zerfleischt mich!" Sie Sögen Tttich bnn ihm lveg. Doch das Gelächter tu erbe ich tue vergessen, diesen Jubel, diese Beglückwünschungen! Selbst ment Gegner ließ sich's nicht nehmen und schüttelte mir die Hand. Ich mmne^ teils küßte ihn auf beide Wangen. Fünf Jahre spater erfuhr rcy von Lord Rufton, daß mein ritterliches Betragen an jenem Abend noch immer bei meinen englischen Freunden in frischer Erinnerung sei. , . , e

(Fortietzung lolgt.) "

von der modernen persischen Teppichkunft.

Der 'höchste Reiz des persischen Teppichs beruht in seiner Farbe Bor einigen Jahren nun wären diese beruWtciun Webekunst beinahe auf dem europaiichen Marit tomprouiitnerr worden, denn man konstatierte, daß die modernen Anilinfarben bei der Färbung in Anwendung tamen. Der Ruhm des Perfer- teppichs ivar in Gefahr, der wichtigste Exportartikel des Landes bedroM Da griff, wie Henri de l'Allemagne in einem inter­essanten Aufsatz der Nature ausfiihrt, die Regierung mit ener­gischen Schutz in aßregeln ein.

Die Einfuhr der Anilinfarben wurde aufs strengste,verboten; die persischen Zollbehörden lassen keine modernen Färbemittel durch, und auch der Schmuggel wird >o eifrig verfolgt, daß fast nichts mehr von diesen die alte Teppichkunst schädigenden Pro- I butten die Grenze passiert. Die Anwendung der Anilinfarben erleichtert zwar die Arbeit beträchtlich und gibt miet) eine viel reichere Tonskala, aber die Dauerhaftigkeit leidet, und jene in­timste Schönheit des Perserteppichs, die in der wundervollen Harmonisierung einiger weniger Naturfarben besteht, ist dahin. -Der,'größte Stolz der modernen Tepplchindustrie in Persien ist c«, hei den alten Formen und Methoden deviArbelt geblieben zu sein; nur dadurch wird die Bedeutung dieser Industrie verbürgt, die durch Sitten und Glauben aufs innigste nut dem Wesen des Perservolkes verbunden ist. Ist doch der Teppich der einzige Schmuck, dein mau in ben Wohnungen begegnet, wird doch seine Verwendung beim Gebet dem Muselmann durch die Religion voraeschriebeu! Das Material, daö man heute für die Teppich­kunst verwendet, besteht in dem Fließ der .Hammel, dem Haar der Ziegen, der Kamele, der Grunzochsen, dann auch- in Seide, Baumwolle und sogar in Leinen nnb Hanf. Der größte Teil der Teppiche wird aus Schafwolle gefertigt. Das Maienal wird einer zweifachen Waschung unterworfen, dann -erfolgt das Fächeln mit der Hand imb bas Kämmen der Wolle auf einer warmselde, die über ein seltsames, harfenähnliches Instrument gespannt ist. Bei der Färbung verwendet man nur Naturfarben, und zwar werden beizende Pflanzenstoffe benutzt, wie die Gerbstosse, und von den beizenden Mineralien Eisen- und Kupfersnlfate, Chroni- alaun ii. a. Blau bringt man mit Hilfe des indischen Indigo hervor, Gelb durch Färbung mit Wau und das Rot durch Ver­wendung von Krapp. Beim Weben sind nochsimmer, wie m alter Zeit, zwei verschiedene Arten von Webstühlen int Gebrauch. Die Nomadenstämme verwenden horizontale Webstühle, die sie leichter transportieren können; sonst sind die vertikalen üblich. Tic besondere Stellung der Teppichindustrie im persischen Volksleben tritt noch darin zutage, daß das Teppichweben als eine edle, auch der höchsten Stände würdige Arbeit angesehen wird. Die vornehmen Frauen beschäftigen sich dainit in ihren Mußestunden. Jedes Tors verfertigt eine besondere Art Teppiche, die ihm eigentümlich ist, von den Vorfahren her durch lange Tradition Überliefert. Die Künstler benutzen dabei feine. Vorlage, cs sei denn, daß sie eine ganz bestimmte Zeichnung itachüilden sollen ober nach Vorschrift für ben Import arbeiten. In der Industrie sind vielfach Kinder beschäftigt, die einen Tagelotzn von 20 bis 80 Pfg., je nach den verschiedenen Gegenden, empfangen. Zwischen den Eltern und den Fabrikanten werden oft wichtige Mietskontrakte auf 8 bis 10 Jahre geschlossen, durch die der Fabrikant die Ver­pflichtung überiiimmt, für die Ernährung der Kinder zu sorgen. Was die Preise der Teppiche anbetrifft, so kann man annehinen, daß der Quadratdezimeter eines guten Teppichs 4 Mark wert ist und 2 Tage Arbeit erfordert; bei den gröberen Teppichen ist die gleiche Fläche kaum mehr als 25 Pfg. wert und wird in 2 Stunden hergestellt.

Vier Hauptarten von Teppichen gibt es, die zugleich die Be­deutung dieser Gewebe im Leben des Persers wiederspiegeln. Der Mitgiftsteppich wird von der Braut dem Gatten ins Haus gebracht; er ist die Meisterprobe ihrer Geduld, ihrer Geschicklichkeit und ihres guten Geschmacks und wird daher in höchster Vollendung gearbeitet. Die Ornamentik zeigt Embleme der 'Tugend und besondere Staminesabzeichen. In den Thron- und Moscheeteppichen haben die Künstler in wundervoller Form ben Eindruck der von den Sängern verherrlichten Blumengärten fest« chatten; Bäume und Früchte, Alleen, Terrassen und Fontäne sind hier in schematischer Form bargestellt. Ter Teppich ist

Auflösung in nächster Nummer.

Auflösung der Skat-Aufgabe in voriger Nummer: Abkürziiuaen: tr Treff, p = iiqne, c Eoeiir, car - Garrenn tiB Treff-Bube, pA Pique-, cD Eoeur-Taine usw.

Das Spiel ivurde verloren. Vorhand erhielt: carB, tr8, tr7, pD, p7, carZ, carK, car9, car8^ car7, im toint lagen p9 und p8; Hinterhand hatte den Nest. Sp " 1. V. carZ M. carA

Vernr»?ehteK.

* Hüte aus Aluminium. Unter den Gesetzgebern der Vereinigten Staaten, die darüber nachsinnen, wie man das so kostspielige Leben billiger gestalten könne, ist einer auf einen über­raschenden Einfall gekommen: er empfiehlt als bestes Mittel gegen Teurung den Aluminiumhüt, der von den amerikanischen! Damen zwangsweise getragen werden muß. Dieser eigenartige! Menschheitsbeglücker, Mr. John Benyon aus Boston ui Ncassa- chusetts, geht von der Schätzung aus, daß jede Frau in den Ver­einigten Staaten zehnmal so viel für ihre Kleidung ausgibt, als jeder Mann. Wie kann mau nun dieser Verschwendung, in der er die Wurzel alles Hebels sicht, steuern? Nichts einfacher als das. Der Reformator bringt bei dem Kongreß in Washington ein Gesetz ein, das bei hoher Strafe jeder Frau befiehlt, einen Hut aus Aluminium zu tragen, der vom Staat kostenlos getiesert wird. Dieses Geschenk an die Damen würde die Vereinigten Staaten allerdings nicht weniger als 1200 Millionen Mark kosten und zwar das jährlich. Aber dafür sind die ,vanulienvater von der großen Sorge der Hutrechnungen befreit und die grauen habeii schöne Hüte auf Lebenszeit, die sich je iiach der Jcobe in die verschiedensten Formen biegen lassen.

ff. Schätze, die das Meer herausgab. Wohl denen, die vor einigen Tagen am Strande der Rockaway Beach die Gewalt Poseidons bewunderten, der mit seinem Dreizack die Wogen peitschte, daß sie hoch aufschäumend unter Donnergeprall auf den Sand aufschlugen! Für sie hatte Poseidon eme Ueber- raschung. Plötzlich sah einer der Schar, wie es auf dein L-ande glitzerte und fimfelte. Nicht weit daneben wieder cm Blitzen. Und dann wieder und wieder! Bald sprach es sich herum'. Alles eilte herbei. Und als die Meereswogen sich besänftigten, da gab es eine wilde Jagd auf bem Sande. Unbtzsiehe da, das Funkelnde und Glitzernde und Blitzende waren kostbare Geschmeide, waren Ringe unb Armbänder, waren Ohranhängsel und juwelengejchmuckte Strumpfhalter. Poseidon hatte das ans, Land geworfen, das ihm seine schönen Damen einstmals unfreiwillig zum Geschenke gemacht hatten. Insgesamt aber sollen die Meereswogen an Land gespült haben: 24 Goldringe, 50 kostbare Halsketten, drei .goldene Uhren, eine brillantengeschmückte Uhr; 3 berlen« unö juwelenbesetzte Ohrringe, 30 jnwelengeschmückte Armbänder, 1 Strumpf, an dem ein juwelengeschmücktes' Strumpfband saß, eine große Anzahl von juwelengeschmückten Broschen, Kämmen, .kurz, die Juwelenausstellung auf dem Strande konnte nut den Auslagen eines Juwelenladens ersten Ranges wetteifern. ,

* Ein höflicher Gatte. Ehemann beim Mittagesten. Entschuldige, mein liebes Kind; es ist ja nur eme Vermutung, aber wäre cs nicht immerhin möglich, daß dein Kochbuch einige Druckfehler enthält."

KöWsyrung.

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