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AssMsprung.

ßTpfk (»ituuftreicficit. Mer der Bauer fallt ihm in den..Arm. Die Auaen, aus denen die Geldgier leuchtet, widersprechen seltsam beit salbungsvollen Worten, die über seine tippen kommen.Das ist eine sündhafte Rede, was du da sagst, Anna Was von einem Toten kommt, darf man nicht zuruck-- weiseii. Er hat ja nicht gewußt, daß du inzwischen Kamel- bänerttr^tgew0hde^ vielleicht gar schreiben sollen, dem Habenichts?" höhnt sie. . -.. t

Der Stadler wendet sich und geht, der Ture hort er noch, wie der Bauer zu ihr sagt: ,,Sei M, das Geld kommt uns gerade gut, können wir nächste Woche am Markt eine Stufi kaufen. Das ist wie gefunden.

Der alte Landstreicher wankt durch den Hof und den Abhang hinab. Ein Zorn ist in ihm, er weih sews nicht warumSo ein Gesindel," brummt er.So ein Gesindel.

Dann kehren seine Gedanken wieder zu sich selbst zurück und während er der Schenke zueilt, murmelt er.40 Gul­den und nicht einmal einen lumpigen Kreuzer ^.ruikgeld. So ein Gesindel! Jetzt muß. ich schauen, daß ich diese Nacht irgendwo unterschlupfe und morgen geht nach K. ins Spital. Schade, in E. ist es viel besser, die Kost und alles, aber dorthin darf ich morgen nicht zuruck, wenn ich heute erst gegangen bin. Ob es das Gesindel wert ist. Aber ich Habs ja nicht für sie getan, sondern für den andern. Nun ja, wenn wir armen Leute nicht ehrlich zu- sammenhalten täten, die nix haben, die Reichen - er wendet sich zurück, gegen den Berg, von welchem die,Fenster de« Kamelhofes heriinterleuchten die Reichen sind alle zusammen ein Gesindel und die, welche arm waren und bann zu etwas gekommen s»nd, sind die schlechtesten. 40 Gul­den und nicht einmal zwei Kreuzer ans einen Schnaps!

lind scheltend wankt er weiter, der Schenke zu.

Das Ende der Mauern von Paris.

. .Fast einstimmig hat der Pariser Stadtrat den Beschluß ge­faßt, bei der Regierung um die Schleifung der Befesttgungswatle einzükommen, und es steht außer Zweifel, das; die Regierung ihre Zustimmung geben wird. Damit hat denn eine Frage ihre Losung gefunden, die beinahe vier Jahrzehnte in der Schwebe gewesen ist. An humoristischen Zivischenfällen ist die ganze Angelegenheit sehr reich gewesen. Es braucht nur an das 1 vnrlose Berschwinden des gesamten Aktennmterials im Jahre 1878 erinnert zu werdm, das in jahrelanger Arbeit mühselig zusammengetragen war. Da hieß es denn von neuem beginnen. Aber daß die Sache sich noch 26 Jahre hinziehen würde, das hat sich damals wohl niemand träumen lassen. Kurz und gut, Paris wirdschuhlo» , wie französische Chauvinisten sich zu erzählen wissen. Aber die statt­lichen Forts werden einem Belagerer gegenüber wohl eine beredte Sprache führen. . r

Der Lage von Paris, die es zu cutem äußerst wichtigen strate­gischen Punkt macht, entspricht es, daß es von ieher eine starke Befestigung gehabt hat. Die verschiedensten Festungsgürtel, von der einfachen, alles beinahe hermetisch abschließenden Stadtmauer an, bis zum modernen Festungswall, hat Paris int Laufe der Jahrhunderte besessen. Philipp August Karl V., Heinrich IV., Ludwig XIV. und zuletzt Ludwig XVI sind von den französischen Königen jene gewesen, die Paris zu befestigen suchten. Ällerdmg-> hatte der von Ludwig XVI. angelegte BefestrgungSgürtel mehr einen fiskalischen, als einen strategischen Wert. 23 Kilometer war damals die Zollmauer lang. Für jene Zeit ein überaus stattlicher Um­fang! Napoleon I. ist der geistige Urheber des heutigen H-estungs- walles gewesen, der jetzt sein Leben lassen muß. Man sagt, daß das Schicksal des fast unbefestigten Wien im Jcchre 1806-in ) Napoleon den Plan hat reifen lassen, die französische Hauptstadt vor einem ähnlichen Geschicke zu bewahren. Aber vorläufig blieb der Plan doch auf dem Papier, und dann drängten sich die Er­eignisse derart, daß Napoleon keine Zeit zu einer gründlichen Befestigung von Paris hatte, ein Umstand, der ihm 1.814 den Thron gekostet hat. 'Erst 25 Jahre später wurde die Frage wieder aufs Tapet gebracht, und jetzt war es Thrers, der ich mit,seiner ganzen Tatkraft dafür einsetzte. Es gelang tönt, ap er Minister geworden, dem Parlamente die notwendigen Kredite avzurmgen, und im -Jahre 1840 konnte mit dem Bau begonnen werden. Für die damalige Zeit war es ein gewaltiges Werk. a0 000 Menschen schufen es in mehr als zweijähriger Arbeit, lind eine ganze In­fanteriedivision war zur Ueberwachung herangezogen. Die Kosten stellten sich auf 140 Millionen Franks. Der Festungsgürtel war 33 Kilometer lang; er zählte im ganzen 94 Bastiome, von denen 67 auf dem rechten und 27 auf dem linken User der Seme lagen Mer was in den vierziger Jahren genügt hatte, das erwies sich in dem großen Kampfe des Jahres 1870/1871 als unbrauchbar. Die Reichweite der Kanonen war um das Doppelte, ja um das Dreifache gestiegen, und trotz des Walles und der Forts bestrichen

Auflösung in nächster Nummer.

Auflösung der Charade in voriger Nunimer

Po, Blade; Pomade.

die deutschen Geschütze weitaus den gröMen Teil der SM Nach 1874. legte man einen Gürtel von Forts rn gelingender -Tust« fernung vor den Festungswerken an und zog so die Lehren an» der fünfmonatlichen Belagerung. ,, _,, ,

In 38 Jahren, bis zum Jahre 1951, muß ine Schleifung!

des Festungsgürtels vertragsmäßig beendet sein, und so wird> eA denn noch eine geraume Zeit dauern, bis Parts seiner Walle ledig ist und das gewonnene Terrain dem Allgememzwecke dienstbar gemacht ist. Die Stadt Paris aber muß gründlich in ihren Säckel greifen. Nicht weniger als 400 Millionen Franks wird ihr die ganze Umgestaltung kosten, 100 Millionen davon bekommt das Kriegsministeriilm, 120 Millionen wird die Mtragung dev Befestigungen und die Anlage von Boulevards und Parks ver- schlingen, und der Rest geht anKleinigkeitendrauf. Manch alter Pariser aber wird dem fallenden historischen Wahrzeichen mehr als eine Träne nachweinen.

vermischtes.

* Hundert Jahre F e l d m ü tz e. Das Jahr 1813 hat außer Preußens Erhebung und Befreiung auch die oeldinutze, wie sie heute bei unserem Heere getragen wird, hervorgebracht, a. teie Mütze, die aus dem Geschlecht derSchliff-" odertffv eunntien hervorgegangen ist, mußte viele Wandlungen durchmachen, bevor sie ihre jetzige Form erhalten hat. Im Jahre 1714 belahl pried» rich Wilhelm L, um die damals kunstvoll nnsgeiuhrten Puder- srisuren seiner Soldaten nach Möali bkeit zu schonen, aus den verbrauchten Wollivesten der Unteroffiziere und Mannschasten Schlasmützen" anzusertigen. Natürlich wurde der BeKHt aus- geführt und die Probe, die der Armee zuging, war eine regel­rechte Zipfelmütze mit einer Quaste an der Spitze. ~a mutte Farbe der Wollwesten bei de» einzelnen Regimentern verichteden war, so kann man sich denken, daß auch die Mützen in der Farbe die verschiedensten Variationen auizuweisen Halten. Auch Friedrich der Große hatte nichts gegen das Tragen der Ztwelmutze, uns die Sieger von Roßbach und Lentben Haben sicg, geschmückt nut der blauen, rosa, lila, gelben, weißen oder stroh'arbenen ^chlas- mütze, zur Ri,he begeben. Zur Zeit Friedrich Wilhelms H. scheinen diese Mützen auch am Tage getragen worden zu sem, - denn der König traf die Bestimmung, an dem unteren Mützenrand dw Regimentsfarbe anznbringeii. Weiter verordnete er, dag die Lipfel nur bis zu diesem Rand herunter reichen dunen, außer bet den Husaren, denen es gestattet war, die Zivsi-l bis an, d,e Achsel sasteii zn lassen. Ta diese Aenderungen ivohl kaum luv den Racht- gebraiich gemacht ivurden, so nimmt man wohl mit Recht an. daß diese Mützen auch am Tage getragen ivorden lind. Nach oein Re­gierungsantritt Friedrich Wilhelms III. wurden zu den Mimen statt der alten Wollivesten die alten Oberunvormeit verwandt und gleichzeitig wird ihr von jetzt ab die BezeichnuiigIeltmutze bet- gelegt. Dadurch wurde erreicht, daß die Grenadiere, Musketiere, Artillerie und Jngenieu.rkorps Preußischblau, .sulmeie und Jager arün (nie ersten trugen damals ebeivalts grüne Uniformen, -ra» äoner hellblau, Kürassiere weiß mit Regimentsveiatz und dw pusaren ieach der Farbe ihres Tolmans das außerdienstliche Haupt be­deckten. Im Jalne 1808 wurde derZippel" abgeschafft und da- für eine hernnteiknöpfbare Ohrenklappe eingesuhrt. Sieie Art Alütze war nur den Unteroffizieren und Soldaten gestattet zu tragen. Aber erst der 18. Juli 1813 hat, nachdem die Ohrenklappen verschwunden, der Teckel breiter und ein lederner Schirm angesetzt wo,den war, unsere Feldmütze entstehen lassen, die zu tragen man auch den Offizieren erlaubte. 1842 hat lie als Schmuck die Kokarde erhalten und mit ihr zugleich ein Aussehen, das bis heute tm Wesentlichen dasselbe geblieben ist. .

* Richtig. Herr:Sie tadeln die Geldheiraten? Mer man braucht doch zum Fleisch etwas Sauce." -- Dame:Ja, ja, aber Ihr Herren wollt die Sauce gleich mit Lofseln essen,"

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Redaktion: K. R e n r a t h. Rotationsdruck und Verlag der Brühlschen Universitäts-Buch» und Steindruckerei, R. Lange, Gießen»