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Der Versuch war nngiinstig ausgefallen. Laura hatte von dem Vater Geld verlangt, um einige Stück Leinwand zu kaufen, mit der Begründung, mau müsse doch etwas Vorsorgen, trenn Fränzchen mal heiraten sollte. Der Alte haue unwirsch geantwortet, er denke nicht daran, seine Tochter eiitpt fremden Kerl zur Frau zu geben.

Der Sommer ivar vergangen, Erich erwartete seine Versetzung, denn er stand dicht vor der Berufung zum Forster. Da ereignete sich etwas, das dem Forstmeister den Anlast gab, Grumbach zwangsweise zu pensionieren. Ein Strich Wald war im Sommer von der Nonne befallen und abgetrieben worden. Nun kamen die Händler von tveit und breit, nm sich das Holz anzusehen und meistens zu der Zeit, wenn der Graubart hungrig und müde ans dem Wald gekommen tvar und nach dem Essenüber den Dienst nachdenken" wollte, tvie er sein Nachmittagsschläfchen nannte.

Als dieser Fall wieder einmal eintrat, überreichte Grumbach dem Händler ein geladenes Gewehr und hing sich selbst das zweite um. Auf die erstaunte Frage, n>as das bedeute, erwiderte er, aus einer herumzichenden Menagerie sei eine wilde Bestie, wahrschein­lich eine Hyäne, entsprungen, die sich jetzt in der Heide herum- treibe. Erst gestern habe sie ein alteS Weib bis auf Kopf und Füße aufgefressen.

< i Der Händler verzichtete auf die Besichtigung des Holzes und Uhr eiligst davon. Nach zwei Tagen stand die Schauermär in allen Blättern der Provinz. Der Forstmeister erhielt sofort eine Anfrage von der Regierung, ob er noch nichts zur Beseitigung der Bestie getan habe. Nötigenfalls würde man ihm eine Kom­pagnie Soldaten zur Verfügung stellen. In seiner Antwort be­antragte der Forstmeister nicht nur eine Ordnungsstrafe gegen den lateinischen Förster, sondern auch seine Pensionierung.

, Das war ein Schlag, der den Graubart sehr hart traf, denn sein Herz hing an dem Walde. Dumpf brütend saß er Tag für Tag an seinem Schreibtisch. Da faßte Erich mit sicherem Blick den richtigen Entschluß. Er meldete sich zu der freiwerdenden Stelle Bärenbruch. Nach acht Tagen hatte er seine Ernennung.

Lieber Kollege, ich habe soeben meine Berufung als Ihr Nachfolger erhalten. Ich möchte Ihnen beit* Vorschlag machen, daß Sie bei mir wohnen bleiben."

Ach Unsinn, das erlaubt die Legierung nicht."

Wir brauchen sie gar nicht zu fragen, wenn ich Ihr Schwieger­sohn werde und Fränzchen heirate."

Der Graubart sah den Kollegen einen Augenblick sprachlos an. Dann sprang er auf und umarmte ihn.Mensch, Zühlke, Erich... ja, das geht. Fränzchen, komm schnell, du wirst den da heiraten!"

Folge ist: Verhinderung garstiger Runzelbildung. Wie oft äußerlt sich Europäer entzückt über die regelmäßigen, schönen Gesichtszüge aller Chinesen! Sie danken sie dem Zopf, durch den ein frischer freier Kopf bedingt wird. Im übrigen ist zu ermessen, daß eine ungehinderte Blutzirkulation auch nicht ohne Einfluß auf die Er­nährung und damit auf die Entwicklung des Gehirns sein kann/ mithin auf di? Intelligenz.

Der lange Zopf des Chinesen ersetzt jede Kopfbekleidung; zu­sammengerollt schützt er gegen die stärkste Sonne und gegen den schlimmsten Frost, die starken Staubstürme aber, die den Europäer so arg belästigen, werden von dem rasierten Chinesenschädel, der sich leicht waschen läßt, nicht so qualvoll empfunden. Mancher seiner chinesischen Patienten hat Dr. Budberg gEagt, daß ihm, seit er den Zopf nicht mehr trägt, der Kopf schmerzt und benommen ist.

Die alten Hygieniker, die das Zopftragen vorschrieben, sind aber auch Aestheten gewesen. Der Zopf verleiht dem runden Schädel des Chinesen einen freien Ausdruck, die eigentlich niedere Stirn erscheint hoch. Aber die hygienische und ästhetische Bedeu­tung des Zopfes wird noch übertroffen durch seine politische. Ein ungeheures Konglomorat von verschiedeurassigen Völkerschaften wurde durch dies eine Kennzeichen zu einem nationalen Ganzen verbunden. Der Zopf fällt und es ist kein Zufall, daß zur selben Zeit das große Reich zusammenbricht.

humoristisches.

* Der unschätzbare Dien st.Mr. Schrimple," sagt der Großindustrielle zu dem jungen Rechtsanwalt,ich möchte Ihre unschätzbaren Dienste in Anspruch nehmen."Hocherfreut," entgegnet Schrimpfle strahlend,was kann ich für Sie tun?" Ich liege mit einer Konkurrenzfirma in einem schwierigen Pro­zeß, und da möchte ich Sie bitten, die Gegenpartei zu vertreten."

* Die Abhilfe.Nein, Herr Wirt, so geht es nicht länger," klagt der entrüstete Mieter,Ihr Haus ist zu zugig.. Wenn ich in der Mitte eines Zimmers sitze, so weht mir mein Haar ganz übers Gesicht. Wie kann man dem bloß abhelfen?" Ja, da wird mir nichts anderes übrig bleiben," antwortet dev Wirt nachdenklich,als Ihnen auf meine Kosten die Haare schnei­den zu lassen."

t * Der Nörgler. Er war noch nie im Theater, nun sieht er zum erstenmal, in einerBolksÄorstellung", eine Oper.Run natürlich!" sagt er ingrimmig nach den ersten Chören und dem großen Quartett,Urs Volk ist alles gut genug, nun singen sie alle auf einmal, um früher fertig zu werden."

Der Zopf.

Der Zopf, der hängt ihm hinten. Wem? Dem Chinesen? Nein, wenn wir mit diesem Sprichwort den unbelehrbaren Philister treffen wollen, so ist es in diesem Falle der symbolische Zopfträgep der Europäer, der sich über die uralte chinesische Sitte lustig macht. In früherer Zeit haben Unwissende und in neuerer Zeit gute Ge­schäftsleute der Welt vorgemacht, der Zopf des Chinesen sei nichts als ein lächerliches Attribut sklavischer Gewaltherrschaft. Leider haben in den letzten Jahren diese guten Geschäftsleute den Sieg behalten: dermoderne" Chinese hat sich den Zopf abgeschnitten und dafür eine Mütze loder einen Hut gekauft und, um konsequent zu sein, eurvpäische Kleider angezogen. Diese Verwandlungskünste scheinen beim ersten Anblick Nur Äeußerlichkeiten zu sein: in Wirk­lichkeit sind durch sie die staatlich-gesellschaftlichen Grundlagen Chinas Äufs schwerste erschüttert.

Den Unwissenden und den allzu guten Geschäftsleuten sei ein Aufsatz Dr. Bergs' in tzaMn empfohlen, der, in der 7,Deutschen medizinischen Wochenschrift" erschienen, vielleicht zum erstenmal mit dem entsprechenden Ernst der Zopffrage untersucht. Gleich am Ein­gang wird därgelegt, daß der Zopf die diffizilsten hygienischen! Prinzipien in höchstem Grade erfüllt. Altchinas! Hygieniker man kmnt sie aus den Schriften Tschung-tses und Lieh-tses widmeten der Kopfpflege die größte Aufmerksamkeit. Schon deut SchädÄ des Neugeborenen wird eine besondere Pflege zuteil. Der ganze Kopf wird rasiert, Häubchen oder Tüchlein, die die Blutzir.kusi lation hemmen könnten, sind verpönt ; auch ein weiches Kissen darf die Hautatmung Und -abdünstung nicht hindern. Sobald das' Woll­haar der ersten Zeit mit beständigem Haar gewechselt hat, wird dieses mit Fäden zu vielen kleinen Büscheln ausgebunden, und zwar so, daß das Haar an der Haut nicht aufliegt, sondern emporgehoben ist. Dadurch ist der Luft überall Zutritt gewährt und die Kopfhaut dätzei vor der Sonne geschützt. Durch den leichten Zug der nach oben gerichteten Haarbüschel findet eine gewisse Entlastung des Hautdruckes auf die Blutgefäße des Nnterhaut- zellgewebes stakt.

Dem größer gewordenen Kinde läßt man das Haar um den Scheitel herum Wachsen und rasiert die übrigen Partien ab. Nun wird das Haar zum Zopf geflochten; eine kleine Troddel oder eine Geldmünze an seinem Ende schafft ein, wenn auch nur geringes/ Gewicht, das zu einer Glättung nicht allein der umliegenden Kopfhaut, sondern auch der anliegenden Gesichtspartien führt, llnbehinderter Mutzirkulativn dienen diese Prinzipien, und die

Vüchertisch.

Griebens R e'i s e f ü h r e r. Band 105:M ailand n n b Uingebu n g". 3. Auslage. Mit 2 Karten und einem Grundriß. Verlag Albert Goldschmidt, Berlin W. 35. In über­sichtlicher Weise findet man zuverlässige vorurteilsfreie Angaben über Unterkunit und Verpflegung, Verkehrswesen und Vergnügungen. Die Sehenswürdigkeiten sind ausführlich aber ohne Weitschweifig­keit behandelt. Ferner enthält das kleine handliche Buch eine Anzahl Ausflüge in die Umgebung der Stadt, z. B. nach Cartosa di Pavia, Monza u. a. Im Band 167: ist derGardasee m it V e ro n a u n d B r es c ia" behandelt. Mit 4Karten. Auch dieses Büchlein, dessen textliche Ausführungen durch vorzügliche Kartenbeilageu unterstützt werden, kann bestens empfohlen werden.

Auflösung in nächster

1.

2.

3.

Ort in Bayern.

Republik in Amerika.

Raum, welcher gesellschaft­lichen Zwecken dient.

Nummer.

Kreusratfel.

In die Felder nebenstehender Figur sind die Buchstaben aaaaaa, bbbbbb, cccc, eeeeee, g g, iii, 11111 1, nun, 0, r r r r, s s, u u derart einzutragen, daß di« senkrechten und wagerechten Reihen gleichlautend folgende» ergeben:

Auslösung der Schach-Aufgabe in voriger Nummerr Weiß. Schwarz.

1. L c 8 a 6 S b' 5 c 3

2. Tc7 c4f und Matt.

A.

1. Beliebig anders.

2 . D, L oder c 2 c 3 f und Matt.

Redaktion: K. Neurath. Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei, R, Lanae, Gießm,