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vermischtes.
kf, $8 ie Prinz Hu ui bett um Prinzessin Marghe- xjta freite. In italienischer Sprache ist dieser Tage aus der Feder von Fanny Zamvmi-Salazar eine Biographie von „Margherita von Savoyen, Italiens erster Königin", erschiene». Unter vielen anderen anekdotenhaften Zügen erzählt die italienische Schrift-
Redattion: K. Neurath. - Rotationsdruck und Verlag der BrülMen Universitäts-Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen.
ivorden wcireiesen ^e.<)cu sonderbaren „Einzelbernsen" findet mau i in jeber Unterabteilung eine Anzahl bisher ziemlich unbekannter I , Spezialfächer". Auch unter den Frauen gibt es viele, die sich >nit etwas „Besonderem" ihr Brot verdienen. So merster Lime die foaenannten „goats“=Sünbenbäcfe. vjbre -Tätigkeit besteht darin, I sich täglich niid so ost dies erforderlich sein sollte, oftentttch abkanzeln und dann ans ihrer Stellung forlschicken zu taffen. Erscheint z. B. in einem Warenhaiis »iw. im Beschwerdebureau em ärgerlicher, unzniriedener oder beleidigter Kunde, so imrb von der -awftebetut de? Bureaus sofort ein Sündenbock zur Stelle beordert, m Gegenwart des zürnenden Kunde» ilreng ins Gebet genommen und auf der Stelle, mif Grimd der Anschuldigung, entlassen. •liefe kleine I Sift söhnt meistens die Kundschaft mit bem Geschäft ivteber voll | ftänbia «u8 unb — ber Süubenbock hat seine Arbeit getan.
Weibliche Polizei-Angestellte konnnen schon häufiger vor, ebenso Verwaltungs-Beamtinnen verschiebener Art. .
Eine Frau im Staate Pennsylvania versteht es, sich ein recht nettes Sümmchen durch das Züchten echt persischer Katzen zu erwerben. Diese luertuofien Tiere erzielen nämlich emen Preis uoit etwa 25—100 £ — 500-2000 Mark. Eine andere, ebenfalls sehr unternehmuugSlnstige Jraii in Maryland beschäftigt fiel) mit Tanbenzilcht, die ihr ein jährliches Emkoinnien voii durchschiiittlich 700 £ => 14 000 Biark sichert. . „ .
»um Schluß sei noch ein hochlt emtraglicher Haubelszivetg erwähnt, zu bem sich ein Mann in Seattle bekennt. Sein Amt bestehl darin, den borstenartiqen Schnurrbart der Wa.toffe, die in ber Beringstraße erlegt wurden, an sich z» bringe» unb zu ver- bcwdeln. Diese starken Borsten werbe« den Tieren unter der Nase berauSqetissen, in Bündelcheii vereinigt unb durch Agenten nach Rhina als - Zahnstocher verlaust, wo sie sehr hoch bewertet werden und äußerst gesucht siiid. Bei einem bejahrten Walroß Und die Borsten ungefähr einen Fuß lang unb so dick wie em Bleistift. Werden diese zähen Borsten nun in bümie L-tabchen geschnitten, i0 kann man sie bequem zwischen die Zähiie schieben, ohne sie ab- zubrecken ober damit das Email der Zähne zu beschädige», »seine Jahreseinnahme von 1911 beziffert dieser unternehmende Händler von Walroß-Schnurrbärten ans etwa 1000 Dollars.
Eigenartige ErwerbsZweige. ,
Amerika das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, ntsoiider heit, was Erwerbsfähigkeiten anbetrisst, zeigt ««* *” ■ £"$5*d 1 2p,..[ich genauen BernfsslatiMk einige einzig dastehende ^eimm UgÜngen Diese Statistik weift nämlich nicht oOem toamn elbein e auf, wie Tischler, Schlosser, 'Mechaniker usiv. usw , fonöeut anbei dem genaueste Unterabteilungen, die angeben, was jebe Ei,,-eine, quasi als Spezialiach, zu teilten hat. auf diese -treiie st« en sich eü e Menge eigenartiger Beschäftigungen heraus, >vaS sicherlich Üi mehr als einer Hinsicht lehrreich unb interessant fern
Einzig i» seiner Art, ivenigstens bis leist, ist ber Paverb als Schlau",enzüchter unb Handelsmann". Dieser Herr besitzt eine Schlangenfarm in Texas unb betreibt seit fieben fahren einen schivunghasten Schlangenhaudel. Allein im Jahre 1910 verkauf e eb etwa 150 000 Schlangen, darunter Klapperschlangen, die für zoologische Institute, Zirkusse und medizinische Zivecle erstandeii ivurden. Bernfsziveig, bet nur einen Mann in KansaS Cüy aufweift, ist das Aussangen des Rauches von 'rennenden volz- klöheir des amerikanischen Walnußbaumes tu luftdichten Glasern. ^Lch^RäÄeU^umr'a^ bei. Gläsern" her'änsgelassen' wstd
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* Scherz frage. „Welches ist der Unterschieb zivischeu etiteiui Schneider und einem Schutzmaim?" — „Der Schneider faßt, em. unb liefert «8 und der Schutzmann faßt ab uw liefert: em.
Gedanken stehen. Daun folgte er feiittfirt Generälstabschef Sem sRfctb ein prächtiger, kräftiger Brauner mit zwei weißen Fußen, war miP Türpfosten angebusiden. Er schwang sich i« den Satte nnb ritt an eine Mteilung Reiterei, die eben vorbei am, ®r sprach eilt paar Worte mit einem Offizier, der das Regiment Mitte. Gleich darauf sah ich, zivei Husaren — cs war ein Äufaren-Regiment — ihre Glieder verlassen und neben dem Grafen Stein Ausstellung nehmen. Das nächste Regiment wurde ebenso angehalten, und der Patrouille wurden zwei lUanen zuge- fügt Das folgende lieferte ihm zwei Dragoner und da» letzte »wer Kürassiere Dann nahm er seine kleine Reitergruppe betseite, versammelte sie um sich und setzte ihnen auseinander, was |te tun sollten Danach ritten die Neun zusammen weg und verschwanden in dem „Pariser Wald".
(Fortsetzung folgt.)
Sprachecke des Allgemeinen Deutschen Sprachvereins.
_ Der Gara » S. »An bem ofterabent (Abend vor Ostern — so erzählt ein Nürnberger Chronist — do man jalt (jäöltft 1423, do kam zwischen dem garans und einer urlltthn das
■■ und plitz:::." Was ist der sfruher
auch b'a 6) Garaus? Aeußerlich betrachtet zunächst die Zu- fammensetzung der beiden fast gtetchbedentenden Ausdrucke „gar und „aus" zu einem Hauptworte. Hiernach muß Garaus etwas sei», mit bem eine Handlung gar (— fertig, zu Ende) unb aus ist — ein "elftes. Wenn die Nürnberger Hüt „den Garaus schlug , so schlug sie die letzte Stintbe des Tages. Nebenbei gesagt, dreizehn. Tie alte Nürnberger Uhr zählte nämlich bie ©tauben von teouneu- aufqana bis Sonnentmtergaug, veränderte sich also je nach der Länge des Tages. Boni 27. Marz bis 20. April hatte sie dreizehn Stunden für den Tag. Tas mag der Fremde mit Berivunoerung gehört habe», und daher auch wohl der Ausruf des Erstaune»., und der Verblüfftheit: „Na, nun schlägt-l aber dreizehn l -r er Garaus, um wieder auf ihn ztirückziikomme», wirb noch heute abends in bet alten Hans-SachS-Stabt gelautet. Aber et wird nicht »tw geschlageii und geläutet; mau kann auch einem beit Garaus machen. Schon bei Fischart geschieht ba?, als em UieitfcU vom Leben zum Tobe gebracht, als mit seinem Leben „das Garaus aewielt" wirb, wie bet Schlesier Günther sagt. Und haben wir ba§ Wort nicht heute noch immer im Sinne be=3 Endes einer Haub- i lmm? „Noch eine Runde, und dann ist's GarauS", ruft bet Spieler — unb bet letzte Tanz wirb — besonders auf bei» Laude I — noch in unseren Tagen nicht bloß „bet Kehraus", sondern auch bet Garaus" genannt. Nicht selten ist et ein Gemisch von ver- ftbiebene» Tänzen, die unvermittelt ineinander übergehen, muß also mit Vorsicht „genoffen" werde», da er einem nicht voll- beschlagenen Tänzer leicht den Garaus bringe» kann. _
1 1 M Sohns (Hannover).
stellet», in ihrem neuen Werke, wie Prinz Humbert um Prinzessin Margherita freite. Im Jahre 1867 hielt Karl von Rumänien mit die junge Prinzessin an, aber Prinzessin Margherita schlug die Werbung aus unb sagte ihrer Mutter, der Herzogin von wemia, sie solle sie doch in Italien lassen; sie ivotte liebet unvermahlt ttt Italien bleiben, als auf einem Throne des Auslandes sitzen. Eines Tages iiiiterhielt sich König Viktor Emaiiuel mit bem General Meuabtea über beit Plan einer Bermähluug bes Thronfolgers unb fragte ihn, ob et keine Prinzessin nennen könne. Der General aqtc ziemlich freimütig, er müsse sich bnrübet wunbern, baß ee. 'Majestät nicht bie schönste unb geeignetste Gattin für den Thronfolger gefunden habe, nämlich die Prinzessin Margherita, Viktor Emanuels Nichte. „Die ist doch noch ein Kind!" erwiderte bet König und der General meinte darauf: „Nein, Majestät, sie ist kein Kind mehr, sonder» ei» anmutiges wohlerzogenes Mädchen. (Die Prinzessin war damals löjährig.) Wenige Tage darauf ließ die Herzogin von Genua in ihrem Palaste ihre Tochter rufen unb ließ ihr gleichzeitig mitteile», ber König wünsche sie zu spreche». 'Margherita tarn sogleich herab, aber im Privatgemache ihrer Mittler fanb sie nicht de» König, sonbet» ben Thronfolger. Die Herzogin hatte bem Prinzen Humbert erlaubt, selber um ihre Tochter anzuhalten, weil sie wünschte, baß biese vollkommen frei übet sich verfüge. Der Prinz, bet bie stolze, reine öeele feinet Cousine kannte, hatte von seiner Tante bie Erlaubnis bekommen, was jeder I allein mit ber Prinzessin zu rede». Als bet Prinz unb die Vrui- ! | zessin allein waren, sagte Prinz Humbert mit militärischer Kurze.
„Margherita, willst Tu meine Fra» werbe» ?" Worauf Margherita zwischen Freude unb Verwirrung schwankend, lächelnd antwortete: „Du weißt, wie stolz ich darauf bin, bem Hause Lavoye» anzn- gehören. Wenn ich Deine Frau werde, gehöre ich ihm doppelt an." Prinzessin Margherita ging sogleich wieder in ihre Gemächer hinauf, umarmte ihre Erzieherin, bie Baronin von llrbeijci, unb sagte nichts als bie Worte: „Ich bin die Brant des Ptii>zen
Ergänzungsrütsel.
D.. V.. st - » - .j. an M..f..e. . u H..S,
. i. .. r F. ii.. n an .. ein;
E. fch-ä.t ..ch. v.. . al) f.- l>. t h.r..S,
,r w.. I h. t.. s..sch . ag.. . e.ul
Auflösung in nächster Nummer.
Auslösung deS Geographischen Verschiebrätsels in voriger Milliliter;
Madrid
Arabien
Borneo
Italien
BtvSlau
Wien
Kni»»
Prag Bntiapest, M a r i e n b a b.


