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Holz bestand, und daß das Feuer m dreseml Klima und tn der trockensten Jahreszeit ausbrach, so rst kantnl anzunehmen, daß selbst die Londoner Spritzen und Feuerwehr den Brand zu loschen vermocht hätten."
Die Büchererzeugung der Welt.
Wir entnehmen der in Madrid erscheinenden Zeitung „Heraldo" eine interessante Statistik über die Bücherproduktion der hauptsächlichsten Kulturländer. Die Zahlen gelten sür das Jahr 1911 und sind von dein bekannten spanischen Schriftsteller Eduardo Ravarro Salvador aus Grund einer sehr sorgsälligen Enquete zusanunen- aestellt. Was zunächst die Ziffern der Produktion angeht, so gibt darüber nachstehende Tabelle Aufschluß. Es prodnzierten tm ge
nannten
bien, Türkei)
Das
Werke
w
mit einer erstaunlich
4 000
3 700
2 665
n
H
. 33 000 . 29 000 , 24 000
11223 11000
10 929 10 400 10 000
7 000 6 475
u H
V
II
II
Werke
n
ii
»
2702
619
616
533
507
312
260
240
181
180
137
133
122
Jahre: Deutschland . . Rußland . . . < Japan . . . . . Vereinigte Staaten Großbritannien. . Italien . . . <
Holland ....
Spanien und Portugals
kennzeichnet.
Vergleicht man die Zahl der veröffentlichten Werke mit der Einwohnerzahl des betreffenden Landes, so ergibt sich gleichfalls ein interessantes Bild, das in der nachfolgenden Aufstellung gum Ausdruck kommt. Es entfielen aus je eine Mistion Eiu-
hohen Ziffer von Autoren den ersten Rang, indem dort mehr als fünfI bis sechsmal soviel Werke ans eine Million Einwohner ent- sallen, als in den folgenden vier Kulturländern. Während Japan auch in dieser „relativen Uebersicht" seinen Rang behauptet, Skandinavien und Holland überraschend vorrücken, treten Rußland
wohner in:
Schweiz .
Dänemark, Schweden, Norwegen.
Holland .........
Japan
Deutschland
Italien .
Frankreich ........
England
Rußland
Balkanländer
Oesterreich-Ungarn
Spanien und Portugal ....
Vereinigte Staaten .....
Wie ersichtlich ist, behauptet die Schweiz
zusammen: 163 392 Werfe.
Land Goethes und Kants ist demnach, was die Zahl der verösfentllichten Werke angeht, noch immer das erste der Welt. Ueberraschend erscheint die ungeheuer angewachsene Produktion Rußlands und besonders Japans, sowie der Umstand, daß so verschieden große Länder wie die Vereinigten Staaten und die Schiveiz fast dieselbe absolute Ziffer aufweisen, eine Ziffer, die merk- würdiaerweise zugleich sür drei weitere Kulturländer (England, Italien, Frankreich) gilt. Ter geistige Tiesstand Spaniens, das zusammen mit Portugal bloß ein Dreizehntel der deutschen Pro- ouktion erreicht, ist durch den Platz an letzter Stelle genügend ge-
Frankreich ......... Schweiz .......... Oesterreich-Ungarn ...... Dänemark, Schweden, Norivegen . . Balkanländer (Bulgarien, Griechenland, Montenegro, Rumänien, Ser-
und die Vereinigten Staaten trotz ihrer absolut hohen Produktion weit zurück. — Wohlgemerkt handelt es sich bei den vorstehenden Tabellen um die Zahl der Werke, nicht etwa der inrBuchhandel verkauften Bände. Erst die Auflagenziffer der Werke aber (d. h. anders ausgedrückt: die Zahl der Leser) würde »eben obigen Aufstellungen ein erschöpfendes Bild von der knltnrellen Regsamkeit eines Volkes geben. Eine derartige Uebersicht ist bisher noch nicht versucht ivorden, da sich hier genaue Angaben mir sehr schwer erlangen lassen.
Vermischter.
* Abenteuer eines Kino-Schauspielers Di Kino-Schauspielerei ist für die Kiinstler, wie hoch die Gehälter auch manchmal sein möge», nicht immer ein Paradies. J>n „Caffaro" erzählt der bekannte italienische Schauspieler Capozzi, der bei einer Reihe italienischer kinematographischer Aufnahmen mitgeivirkt hat, einige Abenteuer aus seiner Tätigkeit. Einmal sollte er den Eintritt in einen Löwenzirkus darstellen und mußte dabei ein „Christenmädchen" aus den Armen tragen. Es ivar bestimmt, daß der Schauspieler mit feiner Bürde durch eine Falltür in den Zirkus hinaufsteigen sollte; dann, wenn er sich ivieder in Sicherheit gebracht haben würde, wollte man durch eine zweite Falltür Löwen u den Zirkus lassen. Durch ein Versehen aber iverden beide Fall
türen zn gleicher Zeit geöffnet, und als Capozzi mit seinem „Christenmädchen" in die Arena kommt, sieht er sich plötzlich zwei großen, grimmig fauchenden Löiven gegenüber. Das Mädchen ergreift sofort die Flncht und verschivindet durch die Falltüre. Man fürchtete nun, daß die Löwen durch die Falltür ausbrechen könnten, und so mürbe sie sofort geschlossen. Capozzi war der Rückzug abgeschniiten, er sah sich allein im Zirkus den Löiven gegenüber und hielt sich für verloreg. Sein Schicksal ivürde ihn auch ereilt haben, ivenn nicht schleunigst der Löweiibändiger herbeigestürzt lväre und die ungenu'itlichen Bestien zum Rückzug veranlaßt hätte. — Ein anderes Abenteiier, das weniger gefährlich war: Capozzi sollte einen internationalen Hochstapler und Taschendieb spielen. Dabei kam eine Szene, bei der er in größter Hast aus einen schon absahreiiden Zag springen und in einem Frauenabteil verschwinden sollte. Der Darsteller nahm ordnungsgemäß ein Billet erster Klasse Turin — Monealieri, und in dem Augenblick, als der Zug sich in Bewegung setzte, sprang er auf das Trittbrett und öffnete bie Tür zum Damen- knpee, indeß der Kino-Photograph seine Aufnahme machte. Das lväre alles ganz schön imb gut gewesen, aber in dem Kapee saß eine einsame englische Dame, die natürlich keine Ahnung von der Bedeutung dieses Manövers hatte. „Sie erschrak nicht wenig", erzählt Capozzi, „um sie zu beruhigen, riß ich mir den falschen Bart ab nnb bemühte mich, ihr die Situation zu erklären. Aber sie verstand kein Wort Italienisch; statt dessen ergriff sie den Ring der Notleine und wollte den Zug zum Stehen bringen. Ich ahnte die Katastrophe, die bninit entstehen ivürde, und packte die Snnie nm Handgelenk; sie mürbe ohnmächtig. Der Zugführer stürzt herbei, Schaffner kommen, man packt mich unb will mich als echten Eisenbahnräuber verhaften. Schließlich gelingt es mir, zu Wort zu kommen, unb ich schreie ans Leibeskräften: „Ich bin ein Kino- Schanspieler." Tas rettete mich. Man lächelte, die Tarne kam ivieder zu sich und das Abentener endete ohne böse Folgen.
* Eisenhaltige Pflanzen Die Ansicht, daß der Spinat das eisenreichste Gemüse sei, ist nicht nur in Laien-, sondern auch in Aerztekreisen weit verbreitet, aber, wie die Untersuchungen von Haensel ergeben haben, irrig, denn nach diesen Untersuchungen hat von allen Vegetabilien, die zilr Nahrung verwendet werden, der Kopfsalat den größten und der Spinat den geringsten Gehalt an Eisen. Wenig bekannt ist die Tatsache, daß auch die Kartoffel Imagnum bonum] eisenhaltig ist. Nächst deut Kopfsalat besitzen die Blätter des Kohlrabi den größten Eisengehalt. Es folgen dann in absteigender Reihenfolge: Winterkohl, Endivien, Kartoffel unb Spinat. Bei ber Bebeutung ber Mineralstoffe für bie Ernährung sind diese Tatsachen nicht ohne Bedeutung, wird doch der Eisen- bedars des Menschen aus täglich etwa dreiviertel Milligramm geschätzt. [„Archiv f. physik.-diät. Therapie.“]
* M i ßv e r stä u d n i s. Diener (eines verschuldeten Barons) i „Herr Baron, bie Knöpfe an meiner Livree könitten auch mal versilbert werben." — Baron: „Nee, nee, bas; geht nicht; bie müssen schon branbleiben."
Büchertisch.
— R a ts m ä d e l g e s ch i ch t e n. Von Helene Bühlau. 15. Tausenb. Broschiert 4 Mk., gebnnben 5 Mk. I. C. C. BrunS' Verlag, Minden i. W. In den Böhlauschen Ratsmäbelgeschichten tritt das alte Weimar Goethes und Schillers vor unser Auge, so lebensfrisch unb kar, daß wir das Wehen seines Geistes verspüren. Und inmitten dieser klassisch großen Zeit stehen die beiden Rats- mädel in ihren Leiden und Freuden, ihren lustigen Einfällen und tollen Streichen und alle jene kleinbürgerlichen Verhältnisse, die uns heute als das Wesen einer guten alten Zeit erscheinen. Die Ratsmädelgeschichten sind ein wirklich erquickendes und ergötzliches Buch fürs deutsche Haus.
Arithmogriph.
1 2 2 7 weiblicher Vorname.
2 13 4 1 früheres Wegmaß.
3 4 4 6 österreichischer Feldherr.
4 7 2 7 ein Tier.
14 5 Nebenfluß des Rheines.
5 7 4 7 ungarisches Komitat.
6 4 1 spanischer Tanz.
4 6' 4 7 Figur ans der „Sizilianischen Bauernehre".
7 4 6 1 eine Arzneipflanze.
Die Anfangsbuchstaben der gefundenen Wörter ergeben der Reihe nach, von oben nach unten gelesen, den Namen eines modernen Romanschrillstellers.
Auflösung in nächster Nummer.
Auflösung des magischen Quadrats in voriger Nummer:
Redaktion: K. N e u r a t h. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei, R. Lange, Gießer^


