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Schach-Aufgabe.
Bon Abela. Schwarz.
LLeitz.
Weiß seht mit dein ziveiten Zuge Matt.
Auflösung in nächster Nummer.
Auflösung des Bilderrätsels in voriger Nummer: Wer gern tanzt, den: ist leicht geigen.
vermischtes.
Lk. Das Alphorn. Aus dein schönen alten Volkslieds „Zil Straßburg aus der Schanz' ist ivohl einem jeden die bezaubernde Klangwirkung des Alphornes bekannt. Aber selbst iver in der Schweiz geivesen ist und es hat ertönen hören, weib vielleicht doch nicht, ivas für eine Art Instrument es eigentlid) ist. Das Alphorn, dessen Gebrauch wie so viele alte Bolksbrä td e im Ber- lchwmdeii begriffen ist, ist ein sehr altes und daher auch primitives Muslkinstrunient. Es ist, wie H. A. v. Berlepsch sn der Halb- iiwnatsschrilt der beutfdjeii und österreichischen Gejellschast, der ^Ratlir" es beschreibt, atts zivei Teilen zusammengesetzt: das obere Stuck bildet eine junge Tanne von ungefähr 5 Fuß Länge, die nach dem unteren Ende hm breiter auslänst imb gewöhnlich mit einem Eisen hohl ausgebrannt oder and) ausgebohrt wird. Das untere Stuck besteht aus einem zweiten Stücke Tannenholz, das gekrümmt und becherartig eriueitert und etwa IX Fuß lang ist. Der Klang des Jnstriunentes labt sich tmim beschreiben: es ver- einigt den Ton einer großen Trompete mit einem klarinettenartigen Klange und hat dabei die Klaitgstärke einer Orgetstiinme; es ist ein merkwürdiges Gemisch von Metallklang und Holztoticharakter. Die Eigentümlichkeit der Klangwirkung hängt aber nock, mehr als vom ynftrnmente selcht von den äußeren Bedingungen ab, unter denen es geblasen >vird. In unmittelbarer Nähe klingt es rauh und unangenehm, aber schon in einiger Entfernung ist der Ton klangvoll, weich und fein. Bei günstiger Witterung und reiner iiiift klingt das Alphorn hell, markiert, scharf und glänzend, kurz: trompetenähnlich, bei Gewitlerstimmung und bedecktem Himmel dagegen düster gefärbt, sehnsuchtsvoll und klagend. Den größten Etufluß auf den Klang, wie man ihn aus der Ferne hört, muß man aber der Echowirkung zuschreiben. Tie Weise des Echos ist eine kleine fanfarenartige Melodie von wenigen Takten, die je nach der Laune, Kmistiertigkeit und Phantasie des Bläsers wechselt, jeden- m> , stbee sehr streng rhythmisch, fast zerhackt zu nennen ist. Die JJielobte ist so kurz, daß zwischen ihr und dem Ertönen des Echos eine merkliche Pause liegt. Tie widerhallenden Felsenstimmen der Älphorntöne treten nun tu der verschiedensten Weise auf. Tie Weise wird fjinübergetragen an die Schallwand und komint das erste Mal in gleicher Tonhöhe zurück, rein, scharf markiert wie das Original; das zweite Echo ist fast um einen viertel Ton gesunken, es hat die rhythmische Lebendigkeit verloren und klingt matt, etwas langsamer, hinsterbend, llnterhalb des Faulhoms (jät' von Berlepsch dieses merkwürdige Sinken der Tonhöhe und die gleiche langsame Bewegung, em fast synkopiertes Hinziehen der Melodie viele Male gehört.^ Am genubreichsten ist der Zauberschall des Alphorns nach seiner Schilderung, wenn cs dem Wanderer unvermutet entgegen« Hingt. Bezeichnend für diese rätselhaften Klangwirkungen des Alphorns i|t cm derartiges Erlebnis von Berlepsch: er hörte ein Alp- i Horn, das er mindestens eine halbe Stunde entfernt vermutete und !
Büchertisch.
_ .— Der deutsche Wald von Dr. Heinz Welten. 100 werten stark mit 16 Abbildungen. Herausgegeben von der Vereinigung „Die Wissenschaft für Alle". Hermann Kllger Verlag, Berltn-Leipzig 1913. Preis geh. 50 Pfg., geb. 70 Psg. Als 158. Band der beliebten Sammlung „Bücher des Wissens" ist „Der deutsche Wald" im Beginn des Sommers, wo jung und alt ins Freie eilt, gerade zur rechten Zeit erschienen. Neben einer mit interessantem, statistischem Material versehenen Geschichte des Waldes bringt dieses Büchlein eine für jeden Naturfreund geschriebene, gemeinverständliche, jedoch auf wissensck)aftlicher Grundlage faßende Schilderung der einzelnen Waldformen und ihrer Ertennnngsmerkmale, der charakteristischen Eigenschaften der verschiedenen in Deutschland vorkommenden Baumarten, ihre Lebens- bediugungeu und Verwendung, des Einflusses des Waldes auf die ihn umgebende Landschaft, auf Wetter und Niederschläge und was immer nock) mit dem Walde in näherem oder loserem Zusammenhang steht.
1 — „D i e S ck) m e 11 e r l i ii g e Deutschlands mit be
sonderer Berücksichtigung der Biologie" von Professor Dr. K. Eckstein; K. G. Lntz-Verlag, Stuttgart. (Schriften des Deutschen Letzrervereius für Naturkunde. 26 Bünde.) Der erste Baud behandelt nach einer kurzen morphologischen und biologischen Schilderung der Schmetterlinge im allgemeinen die Tagfalter. Die Beschreibung der einzelnen Falter erübrigen die auf_ 16 Bnutdruckiafeln lithographierten Abbildungen. Im Texte ist der größte Nachdruck auf die biologischen Verhältnisse gelegt. _____
beeilte Jidj, den Bläser aufzusuchen. Beim Biegen um die nächst« Wachecke zeigte sich der Alphornbläser jedoch in nächster Nähe am
^^"^^^deckung eines neuen Zwergvolkes UJ f^e V,f ® t n e a. Aus London wird berichtet: In de» Institution erstattete der englische Kapitän Cecil G. Raw- ling Bericht über die Entdeckung eines bisher unbekannten Zwergvolkes auf Holländisch NeuFninea. In der Nähe des Kapareh- Dlusses, der dem Westen, Mimikas zuströmt, entdeckte man die ersten Vertreter dieser seltiamen Rasse, Angehörige des Stammes der Tapiro. Es gelang Mnächst, zwei dieser Zwerge zu fangen, unö spater tonnten noch zwei weitere Männer festgenommen werden Die Zwerge waren aufs höchste erschreckt, aber mit per Zeit gelang es den Reisenden doch, ihr Mißtrauen zu zer- storen, mit ihnen Tauschhandel zu treiben und sogar ihr Dorf «irinn zu besuchen. Tie Auffindung dieser Ansiedlung gluckte nur mit großer Schwierigkeit, und wenn es auch nicht zu offenen -Feindseligkeiten kam, so svurden die Reisenden doch "ine-wegs mit offenen Armen empfangen. Es blieb ihnen unmöglich, grauen und Kinder zu sehen zu bekommen, lucnn sie £ud) ba§ lärmende Geschrei dieses Teiles der Bevölkerung bei der Bäucht in die Berge hören konnten. Bei den Männern wurden et* un& ergab sich, daß die ourchschnitt-
liche Große 4 Fuß und 84/i Zoll beträgt. Diese Maße stellen das neuentdeckte Zwergvolk in die unmittelbare Nachbarschaft der Pygmäen am Kongo.
Getreulich ivirket ihm zur Seite Der Königsberger Heidemann.
Gott gebe iinserm teuren König,
Des starke Hand den Frieden hält.
Solch tapfrer Männer nicht zu wenig, Wenn einmal die Entscheidung füllt." Mchst Ostpreußen ist Schlesien diejenige Provinz, die an der Erhebung den hervorragendsten Anteil hat. Ihr bebührt daher ein besonderes Band, das von Winckler-Tannenberg entworfene „Schlesische Vivatband".
Eine Rücksprache mit dem General-Feldmarschall v. d. Goltz zeitigte ein weiteres Band, das Wivatband für „Jungdeutsch- land", welches von dem Berliner Professor Emil Döpler d. I. gezeichnet ist.
Ein viertes, ebenfalls von Döpler gezeichnetes Band ist vornehmlich für das Regiernngsjubilänm des Kaisers bestimmt und wird zugleich als Bivatband für alle patriotischen und Kerems-Feste des ganzen Jahres dienen.
„Dem Kaiser Heil! seit 25 Jahren Hat er regiert mit starker Hand. All Deutschland, Halt' in Mühen und Gefahren So treu wie er zum! Vaterland!
Denk' an die Helden, die uns einst befreiten, Ihr alles opferten ans Pflicht, Und zage nicht selbst in den schwersten Zeiten, Denn Gott verläßt die Deutschen nicht!"
Der Verkauf aller neuen Vivatbänder, die im Verlag von Gräfe und Unzer, Berlin N. 24 erschienen sind, dient den Zwecken der Veteranen spende und der Jugendpflege. ;
' Ein Vivatband für, die Einweihung des Völkerschlachtdenkmals ist bereits in Auftrag gegeben.
Möge nun der klingende Erfolg nicht fehlen. Möge aber auch, Ivas wichtiger ist, die ideale Seite, die Kräftigung und Stärkung des patriotischen Gedankens der Vaterlandsliebe und der Treue für Kaiser und Reich, verbunden mit der dankbaren!Eritr- nerung an die Heldentaten unserer Väter vor hundert Jahren, gegenüber dem materiellen Erfolg nicht zurückstehen!
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Redaktion: K. Neurat h. — Rotationsdruck und Verlag der Briihlffchen Universitäts-Buch- und Steindruckerei, R, Lange, Gießen»


