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Magisches Madrat.
die Felder nebenstehenden Quadrats sind die Buchstaben A A A A A A BBB 8 SS SS TT derart einzutragen, datz die wagerechten u. senkrecht. Reihen gleichlautend folgendes bedeuten:
1. Musikalische Bezeichnung.
2. Weiblichen Vornamen.
3. Früheres Maß.
4. Königreich des Altertum».
'Auslösung in nächster Nummer.
Auflösung des Logogriphs in voriger Nummer r Haken, Haien, haben, Hamen, Harten.
Dass es nicht das Fehlen des Papiers to'at, das die Erfindung der Buchdrnckerknnst so lange hintan Kwlt, baß vielmehr nur ein allgemeines kulturelles Bedürfnis die praktische Ver Wendung dieser Idee herbeisühren konnte, beweist das Beispiel der Sarazenen, die nach dem Fall von Samarkand 704 mit der Versertigung des Papicres vertraut wurden und zweifellos das. Druckverfahren von den Chinesen gelernt, hatten. Dennoch entwickelt sich die Buchdruckerkunst ebenso wenig in den Kalifaten von Arabien und Spanien, wie in der antiken Niltur. Ein gewaltiger aus dem Volke selbst hervorgehender Antrieb geistiger und mate- rieller Art war notwendig : er fehlte im Altertume, er war vor- ^an^Diel"ersten ^Drucker^erschienen bei Beginn der Renaissance, als in Deutschland, wo sich die Besremng der Geister vor allem in religiöser Richtung äußerte, und sich ein so großes Bedürfnis nach Bibeln und religiösen Erbauungsbüchern geltend machte, daß es durch die Manuskripte nichtbesriedigt werden konnte. In anderen Teilen Europa war das Verlangenmach den alten Schri t- stellern so mächtig geworden, daß sich ebenfalls eine Verviet sältigung auf mechanischem Wege als unbedingt notwendig erwies. So verbreitete sich denn die neue Kunst in den Zähren von 14u6 bis 1478 bis nach Spanien und der skandinavischen Halbinsel, Bei Beginn des 16. Jahrhunderts waren schon gegen,, 16 000 Buchausgaben gedruckt. In der antiken Kultur, selbstmm römrwe« Weltreiche bestand dagegen eine solche Nachfrage nach Buchern gar nicht. Die Schristlverke waren m einer genügend growi Menge von Manuskripten ttt Umlauf und für das lUerarsiche Bedürfnis sorgten die wenigen Verlagsanstalten von Alexandria und Rom, in denen eifrige Schreiber die Manuskripte wieder und wieder vervielfältigten. Nur der Gedanke an einen großen mate> Allen Gewinn konnte die Geister der beginnenden Rmaissmicedazu bewegen, dem Problem der Druckkunst immer cisriger nachzugehen Und es endlich zu lösen.
warum haben die Alten die vruckerkunst nicht erfunden?
Der antiken Kultur war im allgemeinen der Gedanke eenes Druckens mit beweglichen Lettern durchaus nicht unbekannt; trotzdem ist die Buchdruckerkunst nie bei ihnen ausgebildet worden.
infi-rpffante Frage, warum die Alten diese IN per neucriui Geschickte zu welthistorischer Bedeutung gelangw Erfindung Nicht wÄwWOI ttaakn aber es war kein materielles Bedürfnis für den Druck vorbanden- in der antiken Kultur fehlten die dazu anregenden Elemente 'die auf den Druck hingedrängt hätten. Das Prinzip der beweglichen Typen scheint schon im frühen Altertume bekannt gewesen zu sein. Unter den Trümmern der griechisch-römischen Welt die sich bis auf unsere Tage erhalten haben, verraten Nicht wenige die Verwertung von einer Art Stempeln oder>eines pnmi- tiven Druckverfahrens. Siegel und Stempel KM ^rvielsaltigung von Inschriften sind sehr häufig, und im ^ahre 1908 wurde sogar von den Italienern auf Kreta eine Terra tot t a - a n f tftr ifii entdeckt, deren Buchstaben alle mit getrennten Stempeln eulgepreßt waren. Auch Cicero hat den Gedanken beweglicher Typen auSge-- sprochen, denn in einer seiner Schriften,, tn der er üegcn die Lehren Epikurs wendet, spricht er den interessanten Satz aus. „Warum sollte man nicht anch glauben, daß man dadurch, daß man unzählige Formen von Buchstaben des Alphabets entweder in Gold oder einem anderen Material herstellt, zusammenstellen und mit diesen Buchstaben die Annalen des Eiinrus auspragen könnte?" Mehrfach ist der Gedanke ausgesprochen worden, daß der römische Senat die Verwendung von beweglichen Aypen zur Vervielfältigung von Manuskripten nur verhindert Hube, wert er die aufklärenden Wirkungen des gedruckten Buches fürchtete. Mait hat auch angenommen, daß das Fehlen des Papiers den Alten die Anwendung der Druckerkunst iimnöglich gemacht habe. Aber dazu hätte sich auch Papyrus verwenden lassen.
Vermachtes.
* Treue Liebe, lieber 30 Jahre ist der jetzt achist undsünszia Jahre alte Pantosfelfabrikant Hermann Heß- bera in Elb in a seiner Braut treu geblieben, um sie nun endlich zum Traualtar zu führen. Als er dies vor über 30 Jahren tun wollte, drohte ihm eine reiche Tante mit Enterbung. Da beide Brautleute arm waren, versprachen sie sich gegenseitig Treue und beschlossen Ovarien. Kurze Leit daraus starb die Erbtante und Herr Hehberg trat in den Besitz des reichen Erbes. Leider konnte auch fetzt die Hochzeit nicht stattsinden, wenn Hehberg die Erbschaft nnht verlieren wollte Denn das Testament enthielt eme Be- st mmuna wonach das Erbe an andere Personen fallen sollte wenn die geplante Ehe doch zustande käme. Die Drohung der Enterbung war nach einer Erklärung im Testamente auf 30 Jahre l-ang festgelegt, ^etzt endlich sind die 30 Jahre vorüber und Hehberg konnte sein Ehe- versprechen einlösen. An einem der letzten Aage fand denn auck die Dränung statt und zwar im Hause des Vrauti- qams, der durch ein Herzleiden an das Haus gefesselt ist.
— Aus der Münchner „Jugend". Die zNwlsiahrige Martha war in säst allen Gegenständen eine recht üpte Schülerin dock lat sie eine unbesiegbare Abneigung gegen die Geographie und ibre Lehrerin geriet in Helle Verzweiflung, wenn die ^Kleine z B als Hauptstadt von Spanien einen der Nüsse von Frankreich'nannte. Um nun darin Abhilfe zu schaffen, gab die Dchrerin di>m Kinde einen Brief an die Mutter mit, in dem sie diese au.|-- forderte das Kind beim Lernen der geographischen Aufgaben strenge 'zu überwachen. Aber am anderen Tage wußte Martha wieder nicht die Flüsse, die sich ins Schwarze Meer ergichen. ^Hat deine Mutter meinen Brief nicht 8*?
bie Lehrerin. „Gewiß Fraulein. — „bind was hat sie dazu nefagt?" — „Die Mutter hat gesagt, daß sie auch keine Geographie gelernt und doch geheirat hat, daß meine ^nnie t o ) weniger gewußt und sie doch einen Mann erobert hat, daß Sie aber? obwohl Sie so gut Geographie können, keinen gekriegt haben," ___________
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aui den Platz legte. Hatte er »dafür eu e ch bie Usehr-
hosft, so ward er Snterltch enttaulcht, denn er wuro-, bem
zahl seiner Hörer Tschechen waten, »o ihn A^de lag, so Hörsaale hinausgeworen. Da de. Rau' t roie Mauthner passterte ihm nicht viel und uveroies wgw i u b
humorvoll bemerkt, wer anderen fern! Ged chte vorlegt^ un wenn sie politisch und lateinisch s , m.t einem Male der ZMML-SUM
dis die Volnei abrückte. Darüber war die ganze Ursache oes ©Weites eigentlich vergessen und mit emem; Fenseremwurf 9irnipffnr Linker endete der verhältnismäßig harmlose oall. E $ ® bedenklicher gestaltete sich der Fall Kra.nc, bet dem
Ministeriums Hohenwart an Stelle des alten nhre
liebenswürdigem Telegramm emgeholt. » ■ Schneider da
fortine Rehabilitierung unseres verehrten Professors Dchnetoer 0 Fbr Schützling Krainc unsere Wissenschaft und unsere deutsche Mniterwrack e ill Gesahr bringt." Dian kann sich die Freude des Ministers beim Empfange dieser Depesche denken. Zwischen ihm »»r» derUniversität entstand ein erbitterter Streit, ob d,e De m- auenten dem Strafrichter oder dem Disziplinargericht der Unl- nei-fität überweisen seien. Die Universität lieb aber Nicht locker und einer nach dem andern von den deutschen Pro essorm kam zn 1* ;imnen Zerren, versicherte sie chmunzelnd seines Beistandes u d versprach ihnen bieder, für die Relegation zii stimmen. Vor nrhpntlirbeit Richter hätte es wohl Schlimmeres gefetzt. Aber inzwischen fiel das Ministerium Hohenwart und aus der Relegation ward eine Rüge in mildester Form. Heute istMauthner selbst der Ansicht, daß durch diesen kecken Studentenstreich dem armen Krame eigentlich Unrecht geschehen sei.


