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Adalbert von Chamisso (Louis Charles Adelaide)/ 1781—1838 (59) mit 850 Vertonungen: besonders bevorzugt sind: 1. Frisch gesungen: Hab' oft int Kreise der Lieben 53, 2. Ich habe bevor der Morgen 34, 3. Tragische Geschichte: 's war einer, dem's zu .Herzen ging 32, 4. Der Soldat: Es geht bei gedämpften Trommelklang 30, 5, Die Müllerin: Die Mühle, die dreht ihre Flügel 30.
Inlius Konrad Reinhold Sturm, 1816—1896 (66) mit 584 Vertonungen: besonders bevorzugt sind: 1. Nur einmal möcht' ich dir noch sagen 72, 2. Gott grüße dich, kein anderer' Gruß 63, 3. Mailied: Kein' schön're Zeit auf Erden ist 17.
Ferdinand Freiligrath, 1810—1876 (55) mit 542 Vertonungen: besonders bevorzugt sind: 1. Mein Herz ist im Hochland (nach 'Byron) 77, 2. Hurra, Germania: Hurra, du stolzes schönes Weib 65, 3. O lieb, so lang du lieben kannst 48, 4. Ruhe in der Geliebten: So last mich sitzen ohne Ende 33.
Robert Prutz, 1816—1872 (46) mit 484 Vertonungen; besonders bevorzugt sind: 1. Vorsatz: Ich will dir's nimmer sagen 146, 2. Christnacht: Heil'ge Nacht, auf Engelschwingcn 60, 3. Mond, hast du auch gesehen 52, 4. Abends: In dieser'Stunde denkt sie mein 46. lr ।
Karl Wilhelm Osterwald, 1820—1887 (64) mit 428 Vertonungen; besonders bevorzugt sind: 1. Da die Stunde kam, daß ich Abschied nahm 37, 2. Heimlicher Liebe Pein: Mein Schatz ist auf die Wanderschaft 33, 3. Dort unterm Lindenbaume 25.
Julins Mosen, 1803—1867 (84) mit 401 Vertonungen; besonders bevorzugt sind: 1. Der träumende See: Der See ruht tief im blauen Traum 57, 2. Da drüben überm Walde 38, 3. Andreas Hofer: Zu Mantua jn Banden 33, 4. Brennende Liebe: Jn meinem Gärtchen lachet 28.
KarlTheodorKörner, 1791—1813 (48) mit 383 Vertonungen; besonders bevorzugt sind: 1. Zur Nacht: Gute Nacht, allen Müden sei's gebracht 78, 2. Trinklied: Konimt, Brüder, trinket froh mit mir 26, 3. Ständchen: Alles wiegt die stille Nacht 18.
Johann Ludwig Tieck, 1773—1853 (33) mit 349 Vertonungen ; besonders bevorzugt sind: 1. Herhstlied: Feldein- wärts flog ein Bögelein 132, 2. Ruhe: Süstliebchen, im Schatten 61, 3. Zuversicht: Wohlauf, es ruft der Sonnenschein 31, 4. Im Windsgeräusch in stiller Nacht 23.
Justinus Andreas Christian Kerner, 1786 bis 1835 (32) mit 228 Vertonungen: besonders bevorzugt sind: 1. Sängers Trost: Weint auch einst kein Liebchen 28, 2. Wanderlied: Wohlauf noch getrunken den funkelnden Wein 27, 3. Zwei Särge einsam stehen 24, 4. Der Wanderer in der Sägemühle: Dort unten in der Mühle 23. -1
Graf von Platen-Hallermund, 1796—1835 (32) mit 228 Vertonungen: besonders bevorzugt sind: 1. Last tief in dir mich lesen 47, 2. Geduld, du kleine Knospe 33, 3. Reue: Wie rafft ich mich auf 25.
Diese vorstehenden 29 berühmten Dichter — den dreißigsten, den 82jährigen würdigeir Paul Hehse, mußte ich, als den einzigen, sich noch des Lebens Freuenden, bei nachfolgender Betrachtung ausschalten — haben zusammen 1842 Jahre erreicht; das ergibt ein Durchschnittsalter von 63 Lebensjahren. Wenn ich, was wohl berechtigt wäre, den im Alter von 22 Jahren,auf dem Felde der Ehre gefallenen Theodor Körner ausschlösse, würde fogar das Durchschnittsalter auf 65 Jahre sich steigern. Das ist ein gewichtiges Resultat, das die Dichter, wie ich an anderer Stelle nachgewiesen habe, mit erfolgreichen Komponisten gemeinsam genießen und das fast das aller sonstigen Berufe weit hinter sich läßt. Ich fügte das hinzu, weil Unwissenheit oder tendenziöse Unwahrheit die Dichter und Komponisten in der.Mehrzahl als kurzlebig bezeichnet, so daß sie niemals in der Lage seien, die Früchte ihres Schaffens selbst zu geniesten.
t Ich schließe jetzt noch eine Anzahl von Dichtern in alphabetischer .Ordnung an, die mit einer Dichtung besonders große Erfolge errangen:
N. Becker> der Deutsche Rhein: Sie sollen ihn nicht haben 130
B. B l ü t h gen, Das erste Lied: Wer hat das erste Lied erdacht 117
U. Nötiger,- Osterlied: Die Glocken läuten das Ostern ein 65
H. von Gilm,- Allerseelen: Stell' auf den Tisch die duftenden Reseden 46
N. Grün, Das Blatt im Buche: Ich hab' eine alte Muhme 65
R. Hamerling, Viel Träume: Viele Vögel sind geflogen 58
C. Keil/ Frühlingsliebe: Wenn der Frühling auf die Berge steigt 47
G. Kinkel, Ein geistlich Abendlied: Es ist so still geworden 63
H. Klettke,- In die Ferne: Siehst du am Abend die Wolken ziehn 61
Wolfgang Müller,- Mein Herz ist am .Rheine 59
Julius Rodenberg/ Im Maien: Nun bricht aus
allen Zweigen 119
C. Stieler, Vale carissima: Ich bin der Mönch
Waltramus 6I
Graf von Strachwitz,- Meeresabend: Sie hat den ganzen Tag getobt '43
Walter von der Vogel weide, Unter der Linden an der Heide 66
R- E. W egener. Das Mädchen Und der Schmetterling k Lustwandelnd schritt 48
Es wäre nun wohl nicht uninteressant, bei den betreffenden Dichtungen den Komponisten hinzuzufügen, dessen Vertonung den größten Erfolg gehabt hat, jober um mich noch törichter auszudrücken, der dazu die fchönste Weise erdacht hat. Tas zu entscheiden, liegt außer dem Bereiche der Möglichkeit, und nur ein wenig informierter Uebereiliger konnte aus seinem kleinen Fas- sungskreise heraus ein solches Wagnis unternehmen. Dagegen kann ich einige Dichter herausgreifen, die unsere bekannten Liederkomponisten ganz besonders bevorzugten:
Franz Abt liebte besonders junge unbekannte Dichter/ Johs. Brahms neben altdeutschen und ausländischen Volksliedern Daumer und Tieck, Robert Franz Heine und Osterwald, F e r d. Gumbert eigene Dichtungen und Geibel, Ad. Jensen Hehse und Geibel, Carl Loewe Goethe und Uhland,- Heinrich Marschner Geibel, C. G. R e i s s i g e r Reinick, A n t. Rubinstein Goethe und Badenstedt, FranzSchuberi Goethe und Wilhelm Müller, Robert Schumann Heine und Rückert, Ferd. Sieber Lenau, Wilhelm Tauberi (der Komponist von 15 Wiegenliedern und 147 Kinderliedern) Hoffmann von Fallersleben, Reinick und Loewenstein, H. T r u h n Heine und Eichendorff, Hugo Wolf Mörike und Goethe, C- F, Zeller Goethe.
vergessene Dichter unserer beliebtesten Volkslieder.
Und nun zum Schluß diejenigen Volksweisen, deren Dichter nicht mehr nachweisbar sind:
Ach, wie ist's möglich dann. Als ich noch im Flügclkleide. Das Jahr ist gut, braun Bier (ist) geraten. Die Binfchgauer wollten wallfahrten gehn.
Ein Jäger aus Kurpfalz, der reitet durch den grünen Wald.- Du, du liegst mir im Herzen.
Ein Schäfermädchen weidete.
Einst hat mir mein Leibarzt geboten.
Es, es und es, es ist ein harter Schluß.
Es ritten drei Reiter zum Tore hinaus.
Guter Mond, du gehst so stille.
Ich hab' den ganzen Vormittag.
Ich will vor deiner Türe stehn.
Jetzt gang i ans Brünnele.
Mädele ruck, ruck, ruck an meine grüne Seite.
Rosestock, Holderblüh, wenn i mein Dianderl sieh, 's ist mir alles eins.
Und der Hans schleicht umher.
Was kommt dort von der Höh'?
Wo a klein's Hüttle steht.
Zu Lauterbach hab' i mein Strumpf verlor'n.
humoristisches.
* Erkannt. „Ich glaube, wir trafen uns vorigen Winter in einem Restaurant. Ihr Ueberzieher ist mir sehr bekannt."- — „Aber damals hatte ich ihn noch gar nicht." — „Nein; aber ich."
* Einschränkung. Richter: „Sie haben also zuerst fünf Jahre Volksschulbildung genossen — Angeklagter: „Na,- von Genuß war da nicht viel die Rede!" ,
* Pariert. „Guten Abend, Herr Meyer — nun wird abÄ unsere Gesellschaft fein." — „So? Wollen Sie denn schon gehen?^
Logogriph.
Leuchtend durchbrech' ich das nächtliche Dunkel mit ,F" an der Spitze
Trag' ich im Haupte ein „D", folg' ich dir treulich als Hund. . Auflösung in nächster Nummer.
und car7;
Die weiteren Stichs Mett
die
H. trB M. trA M. p7
M. pA
V. car9
V. carZ
im Skat liegen c8 Spielgang:
1. V. pB
2. H. carA
3. H. carK
deut Spieler zu bis auf cD, wobei Gegner aber 24 Attgett erhalten.
15 Augen
22 „
14 „
Auflösung der Skat-Aufgabe in voriger Nummer: Abkürzungen: tr ---- Treff, p — Pique, c — Coeur, car = Garreau trB — Tresf-Bube, pA — Pique-Aß, cD Coeur-Dame usi.
Mittelhand hatte: trA, trZ, trK, tr9, pA, p3, p7. cZ, cK, c9, Hinterhand befaß die übrigen. —
Redaktion: K. Neurath. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei, N. Lange, Gießen.


