s 804

mehr!

(Schluß folgt.)

O wohl Dir Seele, daß der Heiland einst kam!

Er kam auf Erden.

Wunderbare Liebs

Trieb Ihn vom hohen Himmelszelt, Trieb Ihn ein Mensch uns gleich zu werden.

Lächelnd blickte er auf den belebten Prospektund» gedachte der diplomatisch anzüglichen Briefe ferner Schwester. Mcht umsonst hatte sie ihn zum Ritter der Zungen Gouvernante erwählt und ihm eine zweite Ehe mit einem ernsten, braven, tüchtigen Mädchen anempfohlen, um gleich daraus Emma wieder anzupreisen. Er durchschaute den Wunsch der Frau Wonsakin und sah sinnend auf ferne Nachbarin. Noch immer hing sein Herz an fernem verstorbenen Werbe! Aber seine Kinder entbehrten eine Mutter, fern Haus verkam. Er fühlte sich in den vereinsamten Räumen unglücklich und öde. Der Gedanke, daß -eine Zweite bei ihm schalten und walten sollte, war ihm kein Schmerz, kern Entsetzen

Vermachtes.

kf Wie baut mau die Christgeschenke auf? Es dürste nicht allgemein bekannt fern, daß «»ch dre Anmckmrng dw Kestaaben unterm Weihnachtsbaume rn den verschiedenen Zeiten und bei dm Ächiedenen Völkern allerlei Wandlungen unter­worfen gewesen ist. Bei seinem Leipziger Wethnachtsfeste hat Goethe wie in Dichtung ruid Wahrheit zu lesen steht, nt nber- mütiger Laune für den Hund ein Würstchen.als Festgabe an den Baunr gebunden. Noch heute aber herrscht uu germanlsccMr Norden, besonders in Norwegen, ganz allgemein dre Sitte, dre Christgaben, soweit dies rrgerrd möglich ist, rn dieZwergn. de» Baumes selbst zu binden. Dort verwendet ncan weniger von dem Flitterschmucke, der bei uns so beliebt ist, und den Putz des Baumes bildeir dafür vielmehr die vielen und vielversprechenden, so zier- lich umschnürten kleinen Päckchen, dre au- dem dunkeln Tannen- grün winken. Umfangreichere Geschenke können dann nun frei­lich nicht an den Baum selbst gehängt werden, sondern werden unten an den Stamnr gelehnt. Bei uns zu Lande ist heute wohl dre verbreitetste Sitte, die Weihnachtsgaben alle mit den Chrrstbaum herum aufzubaueir. Doch gibt es auch davon Ausnahmen. In manchen Häusern, besonders solchen, die mit eurer reichen Kmder-- schar gesegnet sind, wird jedenc Familtenmitgltede ein eigener Gabentisch aufgebaut. Während aber tn solchen Fallen das Zim­mer, wo die frohe Feier begangen wird, nur von entern großen Christbaume erhellt wird, herrscht im deutschen Kaiserhanse der Brauch, jedem Mitgliede des Kaiserhauses einen eigenen Barnn anzuzünden, rim den seine Gaben aufgebaut werden.

* Ein weißer Delphin. In der Welt der Säugetiere und der Vögel sind Fälle von Albinismus verhältnismäßig häufig, weiße Hasen, Katzenalbinos und weiße Drosseln Und schon mehrfach beobachtet lvorden. Aber ein Albino unter den Delphinen ist der Zoologie bisher wohl kauin bekannt geworden.. yrt den Mit­teilungen des Gatry Marine-Laboratormms berichtet nun Prof. W McJntosh von dem Fund eines wetß.M Delphins rn der St'. Andrews-Bai. Es handelt sich unr em Delphtnweibchen von etwa 90 Zentimeter Länge. Der Fisch wies eine gelbltch-wetM Färbung auf; die einzigen Spuren der gewöhnlichen Farbe des Delphins fanden sich in zwei etwas dunkleren schmalen Langsstreifen und in zwei dunklen Fleckxn, die unterhalb der Mgen sichtbar waren. Die Augen dagegen zeigten im Gegensatz zu den Beobach­tungen, die man sonst bei Albinos macht, völlig norntale Farben­pigmente.

Der Individuelle und sein Erfolg. Freund Listig hielt mir einen langen Vortrag. Ja, die Geschenke, be­sonder^ das Spielzeug, das müsse man ganz tiidivrduell machen; nicht plump fragen, o nein, vorsichtig müsse man sondieren und dann sei man sicher, daß es Freude macht und Nicht am zweiten Tag in eine Ecke wandert. Er, zum Beispiel; seinem Jüngsten, der noch in die Volksschule ging, habe er einen Steinbaukasten und ein Schaukelpferd gekauft, deut Gymnasiasten eine ganze Jndtaner- bücherei, und seinem Aeltesteit, dem Mediziner, eine seine Pfeife, einen anatomischen Atlas und ein famoses Kommersliedcrbuch . . . Am ersten Weihnachtsseiertag sprach ich bei Listig vor, öffnete aber die falsche Tür: Da lag der Volksschüler auf dem Boden und sang nach selbstgemachten Melodien Lieder aus dein Kommersbuch, die Nicht für Neunjährige geschrieben waren; der Gymnasiast saß auf dem Schreibtisch, qualmte aus derfeinen" Pfeife und schnitt Figuren aus dem anatomischen Atlas; der Mediziner aber saß oer- kechct auf dem Schaukelpferd, rauchte aus einer schmierigen Stum­melpfeife und las den Ücderstrumpf, den er in der Jugend ver­säumt hatte. (Nus derMuskete".)

In dieser argen, bösen Welt Zu leben, leiden, sterben endlich. O diese Lieb' ist unergründlich! JaWunderbar" so heißt Sein Nam'. O Heil Dir Seele, daß Er kaml Er kam aus Erden.

Engel kündens heute, Daß Er erschienen, unsers Gottes Heil. O daß doch heut es alle Herzen hörten, Und Ihn erwählten als ihr bestes Teil. Ihn, den zll haben ewges Leben heißet, Ten einst mit Jubel noch das Weltall preiset. Ja, dessen Name: Wuitderbar, Der nun int Fleisch ist offenbar.

Er kant aui Erden.

Seliges Geheimnis,

Das mm der Vater beiten offenbart,

Tie auf des heiligen Geistes Stimme hörten, In denen Christus so geboren ward. Tie Er zum selgen Eigentum erkoren, Für die Er etitit in Niedrigkeit geboren. Glaub an den Namen: Wunderbar, So wirst du Gottes Kind fürwahr!

Er kam atü Erden.

O, welch große Freude

Bringt diese Bolsckait in das Herz feinem.

Tas Ihn erklärt zum bleibenden Gefährten.

Fürwahr, bett ganzen Himmel schließt es ein Das Wort vom fleischgewordnen Gottesiohne, Ter kam, auk baß Er unter uns hier wohne. Ja teuer wert ists Wort und wahr Von Ihm, bes Name: Wunderbar.

Er kam auf Erden

Niedrig und in Schwachheit.

So liegt Er dort im Krippelein.

O das; doch nie wir solchem Herren wehrten, Der unsertwillen wurde arm und klein.

JaBrüder" schämt Er sich nicht uns zu neunen, Wem muß da nicht das Herz vor Scham und Liebe brennen? Er, dessen Name: Wunderbar.

O nein, 's ist nicht zu fassen klar!

Er kam auf Erden.

Er wird nnebcriommett. In Herrlichkeit und großer Kraft. Tann werden, die Ihm angehörten, In denen Er Sein Werk geschafft, Voll Jubel grüßen Sein Erscheine». Er kommt, sich ihnen zu vereinen. Dann zeial sicbs, ob dein Heiland tvar Ter, dessen NameWunderbar".

Klein-Linden. Elisabeth I u n g.

Ratsei.

Hört, Kinder, was ich Euch will sagen, Es hat sich etivaS zugetragen:

Es war ein Kmd, wem's lat gehören, Wird Euch des Rätsels Lösung lehren. Es ivohnt nn einem schönen Ott, Ihr selber weitet gerne dort.

Ta kam des Wegs ein Mann daher, Dem unser Kind gefiel gar sehr..

Faßt fest es on und nahm es mit, Es mochte wollen oder uit.

Darob beim Kinde großer Schmerz, Er trai es bis iu's pinne Herz. Doch böse war die Absicht nicht, O nein, seht nur in ivelchem Licht Ihr findet uusern Liebling wieder. Man singt sogar ihm schöne Lieder. Wie es nun sieht die Herrlichkeit In die man es verseht hat heut. Ist es zufrieden, hent sich sehr, Nun sagt, wie heitzl's, wo war es her?

Auflösung in nächster Nummer.

Auflösung des Weihitachts-KönigSzuges in voriger Nummer: Heiter strahlt die WeihnachtSsoune, Heiter strahlet sek er Blick, Jedes Herz ist voller Wonne, Jede Brust ist voller Glück.

Prächtig schmücket jetzt aus's Neue Chrisikiudlein seine Bäume aus. Daß sich jeder Mensch ecireue, Zieht es beut' von Haus zu Haus.

Redaktion: K. Neu rätst. Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schsn Universitäts-Buch» und Stemdruckerei, R. Lange, Gießen.