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Auflösung des Kreuz- und Querrätsels in voriger Nummer r
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na
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gel
Sltatenratsel.
AuS jedem der solgenden Zitate ist ein Wort zu nehinen, so daß sich ein neues Zitat ergibt:
1. Kühn war das Wort, weil es die Tat nicht war.
2. Eng ist die Welt und das Gehirn ist weit.
3. Nicht das Große, nur das Menschliche geschehe.
4. Jedwede Fahn' zog ihren Mann durch's Los.
5. Eifersüchtig sind des Schicksals Mächte.
6. Aber Reue soll nicht deiner Seele schönen Frieden stören.
7. Das Schiff nur bin ich, aus das er seine Hoffnung hat geladen.
8. Das Leben wagt der Mut, nicht das Gewissen.
9. Dem bösen Geist gehört die Erde, picht dem guten.
Auslösung in nächster Nummer.
durch die Grausamkeit der russischen Landmilizen, durch Hunger, Kälte und Entkräftung die meisten Gefangenen; gegen ihn war man wegen seiner großen Jugend bUrmiherziger, so daß er lebend nach Moskau tarn. Hier wird Schehl von einem Obristen zum Diener seiner Tochter bestimmt und verlebt verhältnismäßig gute Tage; erst gegen Ende 1814 reklamiert man ihn in Petersburg als preußischen Untertanen und um die Mitte des Jahres 1815 gelangt er dann wieder in die Heimat.
Seine Erlebnisse hat er später aus' dem Gedächtnis niedergeschrieben, und diese Niederschrift hat jetzt sein Großneffe unter dem Titel „Mit der großen Armee 1812 von Krefeld nach Moskau" bei L. Schwann in Düsseldorf herausgegeben. Am 20. Mai sah er bei einer Parade bei Leipzig Napoleon« zum ersten Male. „Ich konnte mich von der grenzenlosen Begeisterung überzeugen, die sein bloßes Erscheinen bei sämtlichen« Truppen hervorrief. . ." In der ganzen französischen Armee herrschte „ein guter Geist; die Soldaten achteten und liebten ihre Offiziere wie ihre Väter und diese wiederum behandelten ihre Leute mit der größtmöglichen Schonung. Im Dienste waren sitz sehr strenge, aber außer Dienst betrachteten sie ihre Untergebenen, die sich ordentlich führten und sich nichts zu Schulden kommen! ließen wie ihresgleichen". Schehl erzählt uns, daß er. Dorrt 20. Juni bis Ende Oktober, ivo er gefangen wurde, mit seinem Pferde stets unter Gottes freiem Himmel gelegen hat, nicht eine einzige Nacht unter einem Dache. Wir hören von den „bielen bodenlosen Morästen, in denen unsere Plänkler, meist Husaren oder Jäger zu Pferde, manchmal stecken blieben, dann aber auch plötzlich so tief einsanken, daß wir sie und die Pferde mit Hilfe' von den abgehauenen jungen Baumstämmen und den Fouragier- leinen von dem sonst unvermeidlichen Tode retten mußten." Am 20. August wurde der Dnieprfluß überschritten. „Bon hier an befanden wir uns nun im eigentlichen Rußland, wo auf unserem ganzen Wege kein einziges Haus mehr zu sehen war, denn die! Russen zündeten alle ihre Wohnungen an, wenn sie dieselben verlassen mußten." Die Verpflegung wurde immer ungenügender; „wochenlang konnte an reine Wäsche gar nicht gedacht werden, man behielt die Kleider immer auf dem Leibe, kaunr daß einer dem anderen die schweren Stiefel auszog." Dazu kam die fürchterliche Insektenplage. Dann kam am 7. September die Schlacht bei Borodino, wo der General Caulincourt fiel, Schehl auch seinen Eskadvonchef v. Berckheim verlor und ihm sein Pferd erschossen wurde. Und nun ging es nach Moskau, das am 14. September erreicht wurde. „Näher bei Moskau sahen wir zu beiden Seiten ganze Felder voll reifer Wassermelonen. . . Wer wird es uns da verargen können, wenn wir dachten: „Jetzt hat aller Jammer ein Ende und ihr geht in das gelobte Landein." Aber „die Stadt war wie ausgestorben, kein einziges menschliches Wesen begegnete uns, nicht ein einziger Schornstein rauchte, ganz Moskau schien sich in ein großes Trümmerfeld verwandelt ju haben". । Und „am selben Tage, gleich nach Mitternacht, bricht schon an verschiedenen Stellen in der Stadt Feuer aus". Schehl schildert, Ivie die Soldaten nun mit Erlaubnis der Vorgesetzter: plünderten. Er sagt, er habe nie begreifen können, weshalb die Welt so lange darüber in Zweifel geblieben ist, wer beit Brandvon M o s ta u .angezündet hat, „denn «es lebten doch Augenzeugen genug, die ebenso gut wie ich gesehen haben, daß diese furchtbare barbarische! Zerstörung von dem russischen Gouvernement systematisch organisiert war". Später hat er an der Parkmauer des Schlosses des Grafen Rostopschin, des Gouverneurs von Moskau, die Wort« gelesen: „Dieses Schloß gehört dem Grafen Rostopschin, er hat es eigenhäirdig verbrannt, damit nichts davon den französischen Hunden bliebe". Wegen seiner Gefangenschaft kann uns Schehl vom weiteren Verlaufe der Kämpfe nichts erzählen, aber kulturhistorisch ist auch das interessant, was er als Gefangener erlebt hat,
(Ein deutscher Knabe mit Napoleon M2 in Rußland.
Das schicksalsreiche Jahr 1812, dessen hundertjährige Erinnerung uns die Bilder vom höchsten Glanz napoleonischer Macht und vor: dem Grab seines Ruhmes und seiner Armeen in Rußlands Schneewüsten so lebendig vor die Seele ruft, hat eine gewaltige Literatur biervorgebracht. Zahlreiche Generale und Männer in leitenden Stellungen haben in ihren Erinnerungen die Ursachen Md den Vollzug dieses Gottesgerichtes dargestellt.
Neben dieser gleichsam offiziellen Geschichtsschreibung „von. oben" nimmt ein Büchlein eine eigenartige Stellung ein, das Uns diesen großen historischen Vorgang sozusagen „von unten" schildert, in volkstümlicher Weise ein Stimmungsbild mitten aus dem Heere selbst heraus malt; für uns gewinnt es noch! besonderes' Interesse, weil es ein deutscher Knabe war, der uns hier von feinen russischen Kriegsabentenern erzählt. Karl Schehl, der Sohn eines Papiergroßhändlers in Krefeld, ließ sich vierzehnjährig, als das zrveite französische Karabinerregiment in feinet Vaterstadt im Quartier lag, heimlich als Trompeter anwerben, wozu er durch seine musikalische Ausbildung geeignet war. Die Freude tot schönen Pferden und an der edlen Reiterei verleitete ihn vor Öttern zu diesem kühnen Knabenstreich; dann aber auch die sehr strenge Behandlung im elterlichen Hause. Am 2. März 1812 verließ er Krefeld mit dem Regiment, machte den ganzen Feldzug bis zum Einzug in Moskau mit, durchlebte den Brand der alten Msfischeir Hauptstadt, den Beginn des Rückzuges und die ersten Wchlachten in der zweiten Hälfte des Oktobers mit, wobei sein Regiment so gewaltige Verluste erlitt, daß es schließlich bis aus sechzig Mann aufgerieben war. Ws er mit 39 Kameraden zusammen am Abend des 26. Oktobers zum Fouragieren kommandiert war, wird er mit dem ganzen Trupp von den Russen gefangen genommen und nach Moskau zurückgebracht. Auf dem Wege starben
jemand sah. 1826 soll es der Engländer Laing besucht haben, aber das Ivar eine vage Behauptung und die Stadt blieb weitev- hin ein geheimnisvoller, den Europäern unzugänglicher Ort, von deut aus die Wüstenräuber ihre gefährlichen Abenteuer untev- nahmeir. So fest begründet war der Ruf von der Unzugänglichkeit Ualatas, daß auch die Franzosen lange zögerten, sich der alten Wüstenkönigin zu nähern; es ging das Gerücht, daß die Mauern den Ort in verzweifelter Gegenwehr bis auf den letzten Mann verteidigen würden. Endlich unternahm nach langen Vorbereitungen Oberst Roulet zu Anfang dieses Jahres die Expedition; es mußte ein Marsch von fast 700 Kilometern zurückgelegt werden; zuerst an dem Tele-See vorbei, dann durch eine weite Wüste, aus der in der Ferne Hügel emportauchten, hinter denen man die mysteriöse Stadt vermutete. Nach einigen Angriffen von Wüstenbewohnern, die aber feilten Schaden anrichteten, gelangte man auf den Gipfel einer Düne, von der aus der maurische Führer auf das melancholische Gewirr der Mauern Ualatas hinwies.
Angeschmiegt an den Abhang eines Berges, auf engem Raum gleichsam in sich selbst zusammengezogen, offenbart sich Ualata stur den Blicken, wenn man über der Stadt steht. Ein schützender Kreis von Hügeln verbirgt von allen Seiten eifersüchtig die von keinem europäischen Fuß betretene Stadt den Blicken der Ungläubigen. Auf den ersten Anblick macht Ualata den Eindruck einer Burg. Eine imposante Kasba beherrscht die Häuser mit ifirer gewaltigen Masse. Im Osten stehen zwei Blockhäuser als Wachtposten gegen die Wüste; schwere Holztore verschließen den Eingang der Straßen; di« Häuser selbst setzen wie Festungen aus; die Brustwehren ihrer Terrassen zeigen einen Kranz von Schießscharten. Einige Gebäude sind bis zu drei Stockwerken hoch und hinter ihren mit engen Gucklöchern versehenen Mauern scheinen wachsame Augen auf die Ankunft des Feindes zu lauern. Eine Stadt, die dereinst in ewiger Wachsamkeit gegen Angriffe ihre festen Umwallungen erhielt, heute Uber eine verschlafene ruhige Stätte des Verfalls, in die die Franzosen ohne jedes Hindernis einzogen. In den engen, schattigen Gassen und den Häusern mit ihren weiten Höfen überraschten Zeugnisse einer hohen Kunstübung, die man hier am wenigsten erwartet hatte. Tie Türen an den Fassaden zeigen reichen Bildhauerschmuck; an den Wänden im Innern finden sich hochinteressante Malereien mit sehr feinen geometrischen Ornamenten, die in ihrem Reichtum und ihrer geschmackvollen Form an die Schmuckkunst der Alhambra erinnern. Es wird umfangreicher Forschungen bedürfen, bevor die Schleier von der Geschichte und Kunst der geheimnisvollen Stadt gehoben sind. Reiche Manuskriptschätze werden Aufschluß geben. Tie Gründer des Ortes waren Neger, die aus dem Süden kamen und die Sprache von Marka redeten. Sie nannten sich Uafaten und wohnten in Strohhütten. Erst nach dem Einfall der Araber unter dem berühmten Jahia entstanden die Steinbauten; ein Brunnen ward entdeckt, der Wasser im Ueberftuß gab und dis Stadt blühte auf. Tie Quelle, aus der der Reichtum von Ualata floß, war der Salzhandel. Heute flattert die französische Fahne von der Spitze der Kasba und die Franzosen haben Besitz ergriffen von diesem Ueberreft einer verschwundenen Kultur.
Nase, Nagel, Siena, Siegel, Segel.
Redaktion: K. N e u r a t h. - Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei, R. Lang«, (Siete*


