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Auflösung des Zitatenrätsels in voriger Nummer: Ohne Feuer nur roh, ohne Leiden nicht froh.
Redaktion: K. N e u r a t h. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei, R. Lange, Gießen»
MvrftTirfie Bibliothek, das Laboratorium zum Studium der Baum-
WMD-ÄL Ä« Sä »Sten » $*- d-° **»>$$3* t>er britisch-indischen Regierung stand, semerzert m Deutschland, und zwar in München, seine forsttechnischen Studien macht.
in Buchstaben elsyundertstebzig Dollars, durften nuht OePfanbet werben, jo lange sie da getragen wurden, wo sie außer halb des Machtbereichs des Gerichtes seien, und dabei blieb es.
kk. Was die Pariser für Vergnügungen aus- neben. Die Pariser leiden zwar, wie alle Welt, unter der Teuerung und behaupten, sie niüßten alles um 20 Prozent teurer bezahlen als früher. Das hindert sie jedoch nicht im geringaen, für ihr Vergnügen gewaltige Summen auszugeben. Der ^uuy Telegraph rechnet aus, daß die Jahresausgaben der Panier für Vergnügungen 51 Millionen Franken betragen. Verschiedene Posten der Rechnung >veiß er im einzelnen anzufuhren. Volle- 30 000 Franken werden für Theater- und Konzertbepich ausgegeben. ; Die Grobe Over ivird der Komischen Oper offenbar vorgezogen. jDas besagen wenigstens die Zahlen 3 149 985 und 2 633 o98 ^rarcken, bi? für diese Institute ausgegeben werben. Solche Zahlen tm um» nahmebudget erreicht kein anderes Pariser Vergnügungsunier- nehmen. Das staatlich unterstützte TlMtre Frangais bleibt- mit 2 294 668 Franken hinter der Komischen Oper erheblich zuruck. Die Millionen überschreiten noch eine ganze Reihe von Theatern m Paris hei ihren Jahreseinnahmen, so das TlMtre Sarah Bern- hardt, das Theatre Varietes, das Theatre Gaite, da» ubrigelis einen Zuschuß von der Stadt erhält, das Apollotheater, das Gymnase, das Renaissance- und das Theatre Porte-St. Martin. Das sind also nicht weniger, als sehn Theater, für die die Pariser mehr als 7 Millionen im Jahre aufwenden. Das TlMtre Reiane, das Palais Royal, das Vaiideville und andere. . m .. h
* * Der größte Hochzeitstuchen. Emen eigenartigen Rekord bat ein Mister Morqenstein in Philadelphia ausgestellt, indem er seiner ftiftete wie man ihn selbst in der klassischen Stadt dieser Kuchen noch nicht gesehen hat. Das Ungetüm, denn anders kann man den Berg von Süßigkeiten kaum bezeichnen, war 6 Fuß hoch unb wog nicht weniger als 300 Pfund. Dazu kommt noch, daß die süße^Schönheit eine Lebensdauer von etwa 25 Jahren erreichen können soll. Unter den Bestandteilen dieses Meisterwerks der Väcker- kunst an dessen Vorbereitung Mr. Morgenstein und sein Sohn Iwei Wochen gearbeitet haben, waren 100 Pfund trockene Wem- trauben, 30 Dutzend Eier, 75 Pfund Zucker und 20 Pfund Butter.
» Blutreinigungsmittel. Es gibt wohl heilsame Pflanzen, welche den Stoffwechsel in gelinder Weise anregen, wie Wallnußblättertee, Löwenzahn, Kuhblume, Ampfer usw., ;a bei euugen Krankheiten ($. B- Skrophulole, Rhachitrs, Gicht, veraltete Syphilis) kann sogar der Niitzen stärker wirkender nicht m Abrede gestellt werben. Im allgemeinen läßt sich jedoch behaupten, daß man am i besten für die Blutreinigung sorgt, wenn man bte Organe, m denen das Blut seine alten unb verbrauchten Stoffe absetzt, stets in gutem Zustande zu erhalten sucht. Diese Organe smd die Lungen, die Nieren, die Leber und die Haut, und was zu ihrer Pflege bient, ist nicht schwer zu erraten. Sffier Mc^e, anregenbe Lust einatmet, reichlich Wasser trinkt, die Hautkultur nicht vernach- lässtgt und sich babei fleißig körperliche Bewegung macht» der bedarf keiner blutreinigenben Mittel.
Vermischtes.
* Das Geschenk des Kaisers an den Schwerzer I Bundesrat. Die von Kaiser Wilhelm dem Schwerzer Bundes- I rrtf. ...nt Geschenk gemachte Standuhr, eine ausgezeichnete Leistung I
SigS 4üÄnntanufa$tur 'zu Berlin, ist ni^bie « ilrer Ar - vielmehr sind drei Stück vorhanden, von denen iedes einen Wert von zwölftausend Mark darstellt. .Eins hat der I Vizekönig Li Himg-Tschang geschenkt. Ber 2,75 -Petern Note i und 85 Zentimetern mittlerer Breite gibt sich du^Standuhr so bedeutend, daß sie nur in ermm größeren Saal zur angemesienen i ßieftima gelangen kann. Ihr in Hermenform aufsteigendes Posta- I ment trägt oben das keck aus einem!Amen- und Muschelmotiv kom- I Monierte Gehäuse, mit Zifferblatt und Zeiger rn fern ziselierter I Goldbron^, und »war die Ziffern sich abhebend von tiefblauem Emaillegrund. Drei wunderhübsche Amoretten in rwanglosen I Sinfeit svielen lustig in die Ornamentik hinein. ! An der opfert I öäfite des Postaments schwebt vor einer Miffchelgrotte zwischen I Amoretten und Palmenbündeln die iettoa 70 Zentimeter hohe Ge- I ftatt einer idealschönen TubMäserin, durch die. die Zeit symboli- I - nri inirS mXeitb sich mehr zur Mitte, innerhalb einer Ro- caillefassung eine stimmungsvoll g em alte Parklandsch aft darbietet. I ■E<a§ Kunstwerk wächst in lebendiger Silhouette empor, ast mit I höchster Feinheit in allen Einzelheiten durchgeführt uud im ganzen I fu einheitlicher Wirkung gebracht. Aber tote sehr auch die Leistung I entzückt, so regt sie doch die Frage an, ob es ratsam ist.cm zer- I brechliches Material wie Porzellan zu solcheni hochragenden Auf- I bau zu verwenden. Ein gewisses Stilgefühl lehnt ^.bagegen auf, I Wenn über Schranken, die vom Material und gesetzt sind, hinweg- I gefeprüten wird. Leitungen — keine Gei a tzr I
für die Bügel! In letzter Zeit war viel von dem Bogel- mord die Rede, den das Anlegen FArlscher. Leitung en zurFolge I haben soll. Kleine Vögel, hauptsächlich Schwalben, dte -sich auf I eine Stromleitung setzen, so hieß es, fallm tot Ä Boden- I stimmt nun nicht, wie der stanzoflsche Physiker Broca ausfuhrt, | mit den Tatsachen überein. Wirklich kann man beobachkn, tme sich Sperlinge ungefährdet auf die i&tromteitung der Straßenbahn I ^der die Stromschiene der Hochbahn setzen und dann munter davonfliegen. Das ihnen der elektrische Strom Nichts, schadet,- I hat folgende Gründe: wenn man einen isolierte-Körper, .tote es I fliegende Vögel natürlich sind, mit einem! elektrischen Lertm m Berührung bringt, so nimmt er elektnsche Ladung an, deren Wert gleich dem Produkt aus der eigenen Kapazität und dem'Potential des Leiters ist. Bei ganz kleinen Vögeln wre Schwalben oder Sperlingen, die vielleicht zehn Gramm oder etwas mehr wiegen'mögen, ist die eigene Kapazität so gering, daß -sie 'gar ferne Rolle spielt, und dementsprechend ist. auch bte elektrische Ladung, die der Vogel empfängt, ganz unwesentlich. Das. stimmt allerdings nur, | solange der Vogel isoliert ist. Falls er gleiMtttig Mit dm elektrischen Stromleitung -einen nicht isolierten Gegenstand beruht, oder falls er etwa zwei stromführende Drähte zugleich berühren sollte, kann er sehr wohl durch den Strom getötet werden.
kf. Können Strumpfbänder gepfändet werden? Es ist eine heikle, sehr heikle Frage, die da beantwortet werden sollte, unb es bedurfte des ganzen Scharfsinnes eines amerikanischen Gerichtshofes, die richtige Lösung zu finden. In einer kleinen Ortschaft des Staates New Pork war eine Schauspielerin von ihrer Schneiderin in Boston auf Bezahlung von 500 Dollars verklagt worden. Sie räumte unumwunden ein, die Summe zu schulden, nur, so führte sie aus, sei sie dazu vorläufig nicht im Stande, weil sie von ihrem Direktor ihre Gage noch nicht bekommen habe. Ter Anwalt der klagenden Schneiderstrma griff aber in die Verhandlung ein und erklärte, er werde Pfändung der Beklagten beantragen. Sie habe pfändbare Gegenstände im Besitze, nämlich diamanten- besetzte Strumpfbänder, die einen Wert von 1170, tn Buchstaben . elfhundertsiebzig Dollars hätten. Ter Verteidiger der Schauspielerin ging darüber hinweg, woher sein Gegner diese Kenntnis habe. Er bestritt den Tatbestand durchaus nicht, meinte aber, hort, wo die Verklagte ihre Strumpfbänder zu tragen pflege, seien sie außerhalb des Bereiches der GeH.chtsbarkeit. Damit wat die Frage der Pfändbarkeit auf ein anderes Gebiet hinübergespielt. Das Gericht entschied, die juwelengeschmückten Strumpfbänder im Werte von 1170,
* Unfehlbares Mittel. -„Also, warum willst Du ihn niM Mratm Er ist reich und alt." - -„Der, alt? Der kann noch gut seine zehn Jahre leben!" = „Also heirate ihn und koche selbst," .
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Schachausgade.
Schwarz.
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Weiß.
Weiß setzt mit dem dritten Zuge Matt.
Auflösung in nächster Nummer.
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