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nicht zu Hofe, um zu soupieren. Obwohl .- -. wir yMgen Dachse damals, wir hielten uns Wn ran. . .. muß. doch mal zusehen, ob ich auch noch ein Stückchen Pastete und em Glas Sekt erobern kann...
Es war aber doch anders als „damals . Damals hatte man sich zu den langgestreckten Büfetts durch kämpfen müssen, auf denen die Riesenbauwerke der Koche, Kunsch werke aus Tragant, zwischen den Delikatessen thronten. Heute speiste inan an „kleinen Tischchen . J)tn lich ein wirklicher Fortschritt. .Denn das Ringen damals um einen Teller iind um ein Glas Champagner, das war manchmal furchtbar gewesen. Jetzt fast inmt mtt em paar netten Leuten zusammen, konnte ein bißchen plaudern. 9m ja. . . viel freilich nicht. Und zum essen kam man auch ,licht recht. Denn der eine Lakai setzte den Teller hm^ der andere nahm ihn weg. Zum Schnellesser war man schließlich noch nicht ausgebildet. Kam aber vielleicht
Dann entdeckte Gudarcza auch seine Töchter.
Sie saßen schräg gegenüber an einer der tiefen Fenster^ nischen und hatten ihre Ritter um sich. Auch Hoburg war darunter. Er saß sogar unmittelbar neben Signe, auf dev anderen Seite hatte der junge Horfeck Platz gefunden. Um Dodo bemühten sich ein paar Garde-Infanteristen Hübsch sah die kleine Kröt übrigens auch aus, aber Mutter hatte gewiß gefunden, daß ihre Bäckchen gar zu sehr glichten. Das war auch solch Unterschied zwischen beit Madels: Dodo immer gleich mit Blut in den Wangen, Signe immer im Elfenbeinton, durch den die Röte nur ganz leise hindurch» schimmert. Signe immer kühl, auch wenn sie, tote jetzt, zwischen zwei Feuern stand.
Plötzlich fiel Gudarcza ein, daß er seine Söhne ja noch gar nicht gesehen hatte. Richtig: Friedel war natürlich nicht hier, als Bräutigam, dessen Verlobte Nicht vorgestellt war. Wer Eberhard? Eberhard war doch befohlen. Daß sich solch Junge mal nach dein alten Vater umsehen sollte — keine Spur.
Oder war er doch nicht hier?
Wer da saß ja anl eigenen Tisch Oberst von ^ngeich heim, Eberhards Regimentskonnnandeur, und schaufelte sich eine Portion Trüffelsalat, die für drei starke Manner hatte reichen können, auf den Teller. Mußte der Mann einen be- nerdenswerten Magen haben — r, .
„Ihr Herr Sohn? Nein, bester Herr von Gudarezch
*)C-' Es* klang fast wie eine leichte Verlegenheit aus bett Worten. Was war denn da los?
„Ist mein Junge krank?"
Jugenheim nahm noch ein paar große Bissen, undi dann sagte er, mit einem Entschluß, der ilmr nicht ganz, leicht fiel: „Wollen wir tins nachher mal ein ruhiges Eckchen suchen, Herr von Gudarcza? Ja, eigentlich ist hier wohl nicht der rechte Ort . , . aber . .
Glückslasten.
Roman von Hanns von ZobeltiA (Nachdruck verboteml (Fortsetzung.)
Das arme Kerlchen! Eigentlich toar's doch ein ganz nettes Kerlchen. Und hätte sein Schwiegersohn werden können. Komisch — zu komisch. Oder auch traurig, . Signe! Kenn einer dir Signe aus!
„Durchlaucht tanzen nicht?" rr
„O nein, Herr von Gudarcza. Früher war ich toohl ein leidenschaftlicher Tä.üzcr. Aber je£t? Nem, «em.
„Ich hatte so lange nicht die Ehre, Durchlaucht zu fctjcn./z . .
„Ich war cüt wenig verreist und bin erst vor einigen Tagen zurückgekommen. Ich habe meine Tante besucht, die augenblicklich in Meran ist. Uebrigens hat ste mir herzliche Grüße an das gnädige Fräulein aufgetragen. ^ch will doch sehen, >ob ich tte bestellen kann." _ -
Er schob sich langsam vorwärts. Langsam, aoer mir der selbstverständlichen Sicherheit, die Stellung und Gewohnheit geben. Man machte ihm Platz, wo es irgend ging. Die meisten kannten ihu toohl, und wer ihn nicht kannte, sah die Crachats und das breite Ordensband. ,
Der Major verfolgte, tote er sich bis zu eigne hut- durchschlängelte. Sie stand mit einigen Dragonern im Gespräch. Es tottr die letzte Tanzpause vor dem «ouper.
Gudarcza sah auch noch, tote Hoburg Signe begrüßte. Fast ehrfurchtsvoll. Und wie sie erst leise den Kopf neigte, ihm die Hand reichte. Dann schien es sich um tegenb em Nrrangement zu handeln. Der Prinz sprach lebhaft nut einem der Dragoner, mit dein langen Abercron. Der zuckte die Achseln, lächelte etwas verlegen. Schließlich verbeugte
Da intonierte die Kapelle des 2. Garde-Regiments yben auf dem Musik-Balkon wieder, und Hoburg tanzte Tiltt StQl'lC. „ . „ ,
Also er tanzte dennoch. Nachdem er eben so eifrig gesagt hatte: nein — nein!
Sch an — schau!
Ja, die Signe — , . . Flicht einem Prinzen einen regelrechten Korb und weiß es doch so emzurichmn, daß er auf dem nächsten Hosbalt mit ihr tanzt. Solch einen Tanz, den er sich noch dazu von einem anderen abtreten lassen tnuß. Ein Mordsmädel. . . die Signe...
Und nun ging's wohl endlich zum Souper —
Wahrhaftig, das war noch' gerade so wie damals. Dieselbe drangvoll fürchterliche Enge. Nem, schlimmer fast tioch. S. M. sollte auch schon mal zum Grafen Eulen,' bürg gesagt haben: „Solch Massenfest geb ich uicht tote- der." Ja — aber die Leutchen waren doch, alle eingeladen
pardou: befohlen worden. Und man geht ja am Ende


