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und warm in all die

gefrorenen

un

man, stand

und

aber ich

fest;

sagte sie dann,daß. warten, bis der Arzt

Kurve, aber zu spat--. Uns allen stockte der Atem, mit

voller Gewalt fuhr er gegen den Bannt, der Schlitten zer-- schellte und der Willi blieb wie tot liegen.

Die Mädchen schrien auf, und einige Verhüllten ihr Gestcht. Wir Knaben aber rannten so schnell wie möglich hinunter.

Willi blutete aus einer Wunde an der Stirn, sonst war er

einem großen Holz- Auf diesen Schlitten

leichenblaß und lag wie leblos da. ,

Jeder wollte helfen, und die Mädchen kamen hinzu, und alle redeten durcheinander; aber wir waren alle völlig ratlos. Einige meinten, er sei tot; andere behaupteten, er lebe noch; alle hitten wir .großes; Mitleid mit ihm, aber niemand wußte/ was anzufangen sei. ,

Da trat die Marie hinzu. Sie hatte ein schönes gehakeltes Kopstuch aus weißer Wolle. Sie band es ab und band es dem Bewußtlosen um Hals und Kopf, wischte tfjto mit einem Taschen­tuch das Blut ans dem Gesicht, und dann stand sie auf. Alle waren jetzt still. Sie war leichenblaß, so blaß wie der Willi selbst, und halblaut sagte sie zu einem:

Geh du zum Arzt, schnell," fügte sie hinzu.

Der ging. , ,

Zu einem anderen sagte sie:Geh nach Hause zu in einem Vater, er soll mit einem Wagen kommen."

Auch der ging. Ein Mädchen schickte sie zu Willis Mutter/ sie mußte aber sagen, es sei nicht so schlimm.

Mer kann etwas Ergeben, das warm ist?" fragte sie

verschiedenen Kleidungsstücke.

Stellt euch all« ganz nahe herlum," es ihm nicht zu kalt ist."

Das taten wir. Und so wollten wir

und ein Wagen Ms dem Dorfe kamen.

Es kam aber vorUr ein Knecht mit schlitten, der in den Wald fahren wollte. .... luden wir sorgfältig den Willi. Er rührte noch immer kein Glied. Ich setzte mich neben ihn und sah ihm immer rn das

Mille zur Kraft, jedenfalls unter uns BaUernkindern galt er als körperlich schwach und darum als minderwertig.

Es war deshalb so seltsam, daß er in der Nacht ums Kreuz , ~ --r----- -

fahren wollte, und wegen der Marie; konnte ihn das Helle I eine uralte Linde links am Weg, dort war nur eine kleine

Lachen dieses Mädchens so kränken" 1 K'- "

Tie Marie lachte alle aus. Sie war groß und schön und hatte ein paar blonde, dicke Zöpfe. Sie lenkte den Schlitten, Laß kein Junge es ihr nachmachen konnte, und fie war auch in der Schuld die erste und lachte all« aus; den Willi lachten

aber auch die andern aus. , I

Warum gerade wegen der Marie?

Während ich so überlegte, drehte sich der Willi plötzlich zu ! Mir und sagte nur das eine Wort:KoMm."

Er stellte den Schlitten zurecht und setzte sich darauf. W war ein ganz kleiner Schlitten, und der zweite mußte dicht an den ersten heran sitzen und die Beine hochnehmen, damit sie nicht den Boden streiften. v

Ich besann mich nicht länger, saß auf, und los ging Vs \ Len steilen alten Weg hinunter. .

Erst ging es durch offenes Gelände, dann kam ein Hohl­weg und die erste Kurve. Ich merkte gleich, daß. der Willi im Lenken nicht ganz sicher war und 'machte mich bereit, nötigen­falls zu helfen. Der Schlitten sauste weiter und über den ersten Graben. Der Graben ging quer über den Weg und war zur Ableitung des Wassers bei schwerem Gewitter im Sommer be­stimmt. Die kleinen Schlitten glitten leicht durch die Graben, aber jedesmal flogen sie dann etwa zwei bis drei Meter in der freien Luft, und wenn sie wieder aufsetzten, müßte man

sich vorsehen. , . ,

Es ging aber alles glatt und weiter mit immer größerer Geschwindigkeit, der Wind sauste um die Ohren, das' Mond- licht glänzte auf dem gefrorenen Schnee, immer weiter ging es-

Der zweite Graben kam. . . auch das ging, aber nun kam Las Kreuz und die große Kurve.

Ho, hopp, über den dritten Graben, wir flogen vielleicht Lrei bis vier Meter in der Luft, und ich hatte das Gefühl, jetzt ist's gefehlt. Ich setzte ein und wollte lenken, aber cs war zu spät. Tas ging alles so schnell, man hatte kaum Zeit zu überlegen, bums, bums, und dalagen wir *

Schnee, gerade dem Kreuz gegenüber.

Das hatte jeder von uns schon mitgemacht, wieder auf und schüttelte den Schnee ab.

Ter Willi konnte nicht lenken. Las stand fest; aber ich wußte jetzt auch, wo er den Fehler machte. In dem Augenblick, als man sich in der Luft befand, müßte man dem Schlitten durch einen geschickten Schenkeldruck einen Ruck nach links geben. Das war ein ganz einfache Trick, und das tvußte der Willi nicht Ich machte ihm das klar, und wir kletterten den Berg hinaus und fuhren wieder hinunter. Wir flogen noch einmal in den Schnee, aber dann ging es, zunächst mit verminderter Geschwindigkeit und nachher im vollen Lauf, wie ein Pfeil flog her kleine! Schlitten, und der Willi lenkte ihm

Er hatte noch nicht die instinktive Sicherheit wie ich und wie alle andern, aber es ging.

Am andern Tage gingen wir, neun Knaben und sieben Mädchen, wie jeden Tag den Winter, in den Religionsunter­richt ins andere Dorf. Auf dem Heimweg ging man durch Len alten Weg. Jeder hatte seinen kleinen Schlitten bei sich, auch der Willi hatte heute einen Schlitten. Die Mädchen lachten jhn gleich aus, allen voran Li« Marie.

Willi, willst du eine Weltreise Machen?" fragte sie und warf dabei einen Zopf zurück. Der Willi schwieg, aber m seinen stillen Augen leuchtete es auf, und über sein blasses Gesicht glitt eine leichte Röte. Noch bevor wir am Kreuz waren, trennte sich der Willi von uns und ging rasch voraus.

Die Marie rief ihm etwas nach, er kehrte sich nicht daran. Wir anderen waren beisammen, und der Zug bewegte sich lang» sanr vorwärts. Man sprach und lachte, es war ein schöner Wintertag, und am Morgen war Neuschnee gefallen, so daß der Schnee' einen Halben Meter hoch lag. Da und dort flog ein Schneeball durch die Luft; aber zu regelrechten schlachten kam es nicht, wie sonst ost, es war zu kalt.

So gingen wir bis zum Kreuz.

Dort blieb man gewöhnlich stehen, um sich etwas auszuruhen.

Mas taten wir auch jetzt.

Auf einmal rief die Marie:

Ha, der Willi kommt, weg, ter fahrt um die Welt!" Alle lachten und sahen den Berg hinauf

Da kam wirklich der Willi angesaust. Der Schnee stob nach beiden Seiten, und der Schlitten flog daher wie ein Pfeil.

Tie Marie ries ihm von weitem höhnisch zu:

Willi, brems', brems'!"

Der Willi bremste nicht. Er fuhr über den ersten Graben, Aber den zweiten Graben, und jetzt kam er ans Kreuz, wo wir alle standen. Ich zitterte halb für den Willi. Alles verstummte auf einmal. Der Willi ließ fliegen und flog durch die Luft, ich achtete scharf darauf und sah, er hatte gewonnen. Er setzte auf und fuhr glatt weiter auf voller Bahn mitten im Weg.

Alle riefen:Bravo, bravo!" Allen voran die Marie.

Gesicht.

Niemand wußte, daß wir die Nacht vorher ums Kreuz ge­fahren waren, und ich sagte nichts, um so mehr machte ich mir im stillen Vorwürfe. Ich glaubte aber nicht, daß er tot sei und sah immer auf seine Augen und dachte, er muß die Augen wieder öffnen.

Langsam glitt der Schlitten über den Schnee. Die anderen Kinder gingen alle hinten nach und sprachen leise. Der alte Knecht achtete Vorn auf die Pferde, und selbst die Pferde schienen mitzuempfinden, daß sie eine traurige Last zogen; sie senkten die Köpfe und gingen stiller als sonst.

Mich beschlich eine namenlose Angst, und mit feuchten Augen sah ich auf das blasse Gesicht; denn vielleicht öffnete er die Augen doch nicht Mehr.

Aber er öffnete sie einmal, langsam öffnete er sie, und er ,ah Mich erstaunt an. Ich atmete auf; er wollte Len Kopf heben/ aber er konnte .nicht, es mußte ihn schmerzen. Ich sah, .tote seine Lippen sich bewegten, und ich hielt mein Ohr an seinen Mund.

Mit kaum vernehmbarer StrmMe sagte er:

Ich bin doch ums -- Kreuz gefahren."

Ein mattes Lächeln spielte um ferne Lippen, dann schloß er die Augen wieder und öffnete sie an dem Tage nicht mehr.

Zur Gesundung Nam er ins Städtlein in das Spital, und von da zog er mit seiner Mutter fort. Ungefähr etn Dutzend Jahre später traf ich ihn wieder. Die Marie hatte er langst vergessen, er fragte nicht einmal nach ihr. Er war etn sonniger Mensch geworden, und wir erzählten uns die Geschichte, so totS ich sie hier niedergeschrieben habe.

vom Geheimnis eines gesunden und langen Lebens.

Eine lustige statistische Geschichte, Von Fritz Müller, Zürich.

Als ich dreizehn Jahre alt war, fiel mir die erste Statistik in die Hände.Die Verheirateten," hieß es dann,leben durch­schnittlich 10,5 Jahre länger als die Unverheirateten. Tine Menge Gründe war für diese bemerkenswerte Erscheinung an- gegeben. Und sie waren alle mehr oder minder einleuchtend, ^ch notierte mir das Fakttim. /auurtuMVd

Später las ich in einer ZeitungAnttnikotina : /Statistische Untersuchungen haben dargetan, daß Nichtraucher. 12,3 <Myre länger leben als die Raucher." Mein Onkel, der Me ein Schlot pafft, las es audj: und brummte:Gesetzt den Füll, einer der nicht rauchte, liegt mit 83 Jahren auf dem Sterbebette. Welches Mittel gibt es nun, um festzustellen, daß er mit dem Rauchen i nur 71 Jahre alt geworden wäre, he?' Ich sagte:Onkel, M

jejjt leif c-

u eberlleider trugen wir nicht", aber jeder konnte etwas her- geben, der eine die Mütze, jener die Handschuhe,. der dritte ein Halstuch, einer zog sogar seine Jacke aus. Die Marte, ver­wendete alles und bettete den Willi weich

Jetzt sah der Willi zurück Und lächelte. Wer in diesem Augenblick verlor ter die Gewalt über den kleinen Schlittern die gefährliche Kurve hatte er passiert; aber da unten stand